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Azure: Basiswissen für Administratoren

Recovery-Services-Tresor (Azure Backup)

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Ein sogenannter "Recovery Services Vault" ist ein verschlüsselter Datenspeicher, in dem sicherungsbezogene Daten wie Sicherungskopien, Wiederherstellungspunkte, Sicherungsrichtlinien etc. abgelegt werden. Er wird zur Datensicherung und Datenwiederherstellung in Azure, aber auch zur Migration dorthin verwendet.
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Transkript

Wenn Sie Azure VMs betreiben, dann sind Sie selber für die Datensicherung verantwortlich. Unter dem Dachbegriff Azure Backup werden all die Technologien zusammengefasst, die man benutzen kann, um Daten aus Azure heraus oder in Azure hinein zu sichern. Grundsätzlich bietet sich Azure Backup hier an als Off-site-Sicherungsziel. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die alte drei-zwei-eins Backup-Regel, die besagt, dass eine meiner drei Sicherungen Off-site gelagert werden sollten. Und als solches sollte man Azure Backup dann auch betrachten, es geht also nicht darum die Backup Solution, die Sie jetzt bereits haben komplett zu ersetzen, sondern es geht um die Erweiterungen Ihrer Backup-Strategie wenn darum geht Cloud-native Inhalte zu sichern. Schauen wir uns an, wie das konkret ausschaut. Im Azure Portal gibt es eine Dienstinstanz, die nennt sich Recovery Services Vault oder auf Deutsch der sogenannte Sicherungstresor. Der ist zu finden hier im Bereich Monitoring + Management. Und hier gibt es dann einen Dienst namens Backup and Site Recovery (OMS). Die Vorgehensweise hier ist natürlich die gleiche Vorgehensweise, wie wir das schon häufig gesehen haben. Wir wählen eine Ressourcengruppe aus, in dem Fall nehme ich hier die Ressourcengruppe rg5, und nenne diese Dienstinstanz rsv2, weil es die Nummer 1 in dieser Ressourcengruppe bei mir nämlich schon gibt, dementsprechend Nummer 2. Und ich muss ein paar Sekunden warten, bis die Dienstinstanz ausgerollt ist und dann können wir uns die Dienstinstanz anschauen. Nach wenigen Sekunden war die Bereitstellung erfolgreich und wir können über die Ressourcengruppe navigieren zu dem entsprechenden Recovery Services Vault, wovon es hier in dieser Ressourcengruppe sogar zwei gibt. Das heißt, ein sogenannter Recovery Services Vault ist im Grunde nichts anderes, als eine spezielle Form eines Storage Accounts, wo wir die Möglichkeit haben eine sogenannte hybride Datensicherung abzubilden. Das heißt, ich kann Daten, die eigentlich in der Cloud liegen, in meine Private Cloud hineinsichern oder ich kann auch Daten, die in meiner Privat Cloud liegen, in die Public Cloud hineinsichern. Das obliegt mir. Dies zeigt sich in der Menüführung im Bereich Getting started Backup. Jetzt werde ich hier erst einmal gefragt, was möchte ich eigentlich für einen Workload sichern beziehungsweise wo läuft dieser Workload. Wenn es sich um Azure VMs handelt, dann kann hier in dem Fall nur virtuelle Maschinen aussuchen, und dann läuft es im Grunde so, wie es bei einer Backup-Lösung grundsätzlich funktioniert. Ich habe schon festgelegt, was gesichert werden soll, und zwar eine Azure VM innerhalb von Azure auf Basis von einer Standardsicherungspolicy, und dann muss ich im Grunde nur noch die entsprechende VM auswählen und dann wird die eigentliche Sicherung durchgeführt. Das Pricing setzt sich jetzt hier so zusammen, dass grundsätzlich kalkuliert wird nach der Anzahl der VMs, die ich sichere und nach der Storagen Anspruchsnahme, das ist das Prinzip hinter der Sicherung einer VM in der Cloud. Das ist aber noch längst nicht alles. Ein weiteres Beispiel zeigt, dass ich auch aus meiner On-Premise-Umgebung unterschiedliche Dinge sichern kann mit einem ganzen Konglomerat aus unterschiedlichen Applikationen. Erstes Beispiel: das Sichern von Files and Folders. Das erfolgt bei Azure über den sogenannten MARS-Agent, das steht in dem Fall für Microsoft Azure Recovery Services. Das heißt, auf meinem Windows oder Windows Server installiere ich einen Agent und habe dann über eine Oberfläche die Möglichkeit dezentral Daten zu sichern. Ein weiteres Beispiel zeigt uns die Möglichkeit auf der Ebene von Applikationsservern eine Datensicherung vorzunehmen, wie zum Beispiel bei SharePoint oder Exchange. Das läuft entweder über System Center Data Protection Manager oder, wenn ich den nicht habe, über den sogenannten Azure Backup Server eine freeware-basierte Variante des Data Protection Managers. Auch dieser fungiert über Agents und ermöglicht es mir beispielsweise im SharePoint eine Item Level Recovery durchzuführen, das heißt, einzelne versehentlich gelöschte Dokumente wieder herzustellen. Besonders interessant wird es meiner Ansicht nach bei dem Thema Site Recovery, was hier ebenfalls in den sogenannten Recovery Services Vault mit herein geflossen ist. Hier wird erst einmal dargelegt, woher ich meine Daten beziehen möchte, in der Regel natürlich aus meiner On-Premise-Infrastruktur und wo ich meine Datensicherung, denn gerne ablegen möchte im Sinne einer Umgebungsreplikation. Das heißt, ich habe hier die Möglichkeit virtuelle Maschinen, die auf Basis von Hyper-V beziehungsweise auf Basis von VM laufen, das kann man hier in diesem Menü sehen, in die Microsoft Cloud zu replizieren, um sie zu migrieren. Das heißt, wenn ich einen vSphere habe als Hypervisor oder einen Hyper-V, wo beispielsweise sechs VMs laufen, die Exchange betreiben beziehungweise SharePoint betreiben oder eine andere Applikation betreiben, und ich möchte gerne dieses Set von virtuellen Maschinen aus meiner Private Cloud in die Microsoft Public Cloud hineinbringen, dann ist dieser Azure Site Recovery Mechanismus der einfachste Weg dies zu implementieren. Das heißt, wenn man dieses Menü durchklickt, wird man aufgefordert einen Agent auf der Hypervisor-Ebene zu installieren, und anschließend hat man die Möglichkeit eine Recovery-Service-Umgebung beziehungsweise eine Disaster-Recovery-Umgebung in der Cloud hochzuziehen, die einst zu einst dem anderen entspricht, und abschließend ist man in der Lage die On-Premise-Umgebung abzuschalten. Das ist eine starke Vereinfachung, aber im Grunde genommen ist das genau das, was dieser Dienst leistet. Weiterhin haben wir natürlich die Möglichkeiten, die es bei jeder Dienstinstanz gibt, wie eben das Automatisierungsskript, was wir schon öfters gesehen haben. Weiterhin interessant ist natürlich noch die Backup Policy, die verwendet wird von Azure Backup, die ich mir natürlich auch selber zusammenstricken kann auf Basis meiner eigenen Anforderungen, die ich an Azure Site Recovery beziehungsweise an Azure Backup habe. Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch relativ umfangreiche Reporting Möglichkeiten. Das ist es jetzt noch nicht, das zeigt mir einfach nur die Anzahl der Items an, die über diesen Recovery Services Vault abgedeckt sind und welche Items repliziert werden über Azure Site Recovery. Das ist hier in dem Fall natürlich alles noch komplett leer, aber vielleicht haben Sie das auf der Überblickseite bereits gesehen, dass es nun neue Reports gibt, die ich nutzen kann, um deutlich umfangreichere Informationen über erfolgte Backups zu bekommen. Das findet man hier im Bereich Backup Reports. Da können wir mal gemeinsam reinschauen, und das passiert auf Microsoft Power BI. Das ist ein Reporting Mechanismus, der plattformunabhängig läuft im Browser ohne alte Silverlight Artefakte et cetera, wo wir die Möglichkeit haben umfangreiche und fancy Reports in Realtime zu konsumieren, wenn es darum geht unsere Datensicherung nachzuvollziehen. Wenn Sie also virtuelle Maschinen in Azure laufen lassen, dann ist dieser Service für Sie Pflichtprogramm, denn ansonsten gibt es keinen anderen Mechanismus der versehentlich gelöschte virtuelle Maschinen wiederherstellen könnte. Auf der Infrastructure as a Service-Ebene sind Sie dafür selbst verantwortlich. Der Vorteil ein Backup in die Cloud zu legen, liegt natürlich auf der Hand, weil wir hier relativ günstige Storage Konditionen haben. Pi mal Daumen liegen wir hier bei 5 Eurocent pro Gigabyte pro Monat, je nachdem wie schnell der Storage ist beziehungsweise wie hoch verfügbar der Storage ist. Das ist natürlich sehr viel günstiger als Ihr privater Storage es jemals sein könnte, ganz zu schweigen von den Anschaffungskosten. Natürlich ist Ihr privater Storage im Wiederherstellungsszenario schneller aufgrund der Tatsache, dass er nicht so weit entfernt ist. Wie gesagt, Azure soll hier als Off-site Location dienen, und Off-site Locations bieten sich natürlich auch dann an, wenn es sich um ältere Backups handelt, auf die nur noch selten zurückgegriffen wird. Das heißt, wenn Sie beispielsweise eine etwas umfangreichere Software, wie den Data Protection Manager verwenden, gibt es die Möglichkeit einer Policy einzurichten, dass aktuelle Backups, die, sagen wir mal, nicht älter sind als drei Tage, erst einmal bei Ihnen in der Private Cloud abgelegt werden, wo Sie also die maximale Performanz haben, wenn es um die Datenwiederherstellung geht, und sobald eine Datensicherung beziehungsweise ein Wiederherstellungspunkt ein gewisses Alter überschreitet, kann es automatisch verschoben werden in die Public Cloud, dort, wo der Storage deutlich günstiger ist. In diesem Video haben wir uns also die Grundlagen zum Thema Azure Backup angeschaut.

Azure: Basiswissen für Administratoren

Lernen Sie das Wichtigste, was Sie als IT-Adminstrator über die Möglichkeiten von Azure wissen müssen.

4 Std. 2 min (31 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.09.2017

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