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Rechtspositionen und deren Grenzen

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Wie die Rechtsposition des Urhebers und deren Grenzen aussehen, erfahren Sie in diesem Video.

Transkript

Nach der Erschaffung eines schutzfähigen Werkes steht dem Urheber eine konkrete Rechtsposition zu. Das heißt, man muss natürlich die Möglichkeit haben, seine Rechte notfalls auch zu verteidigen. Hier zu den erster Linie zu nennen das Veröffentlichungsrecht, das Recht auf Urheberbezeichnung, das Vervielfältigungs- beziehunsweise Verbreitungsrecht oder auch das Recht auf Unterlassen von Entstellungen des Werkes. Wenn dennoch Rechtsverletzungen passieren, dann hat der Urheber verschiedene Möglichkeiten, um entsprechend dagegen vorzugehen. Urheber haben nämlich zum Beispiel einen Anspruch auf Beseitigung beziehungsweise Unterlassung auf Auskunft und gegebenfalls auf Schadenersatz. Das Urheberecht gilt allerdings nicht grenzenlos, es gibt viel mehr zeitliche, räumliche und inhaltliche Schranken. Die Schutzfrist für Werke beträgt maximal 70 Jahre nach Tod des Urhebers. Fotos bilden hier eine Ausnahme, denn ihre Schutzfrist beträgt bis zu 50 Jahre nach ihrem erstmaligen Erscheinen. Räumlich betrachtet gilt etwa das deutsche Urheberrechtsgesetz nur in Deutschland, andere Staaten haben jeweils ihre nationalen Vorschriften. Es gibt aber auch bestimmte inhaltliche Grenzen, in denen es zulässig ist, fremde Werke zu nutzen. Dazu zählen die Schranken für die Allgemeinheit zum Beispiel das Zitatrecht oder die Privatkopie, für Medien zum Beispiel öffentliche Reden oder Berichterstattung, für Gerichte, Behörden, Kirchen und Schulen etwa in Form von Kopien für eine Prozessakte oder die Nutzung Unterricht, sowie auch für bestimmte Branchen beispielsweise Galerien, Auktionshäuser oder den Elektrofachhandeln. In Bezug auf die Bearbeitung eines Werkes muss man unterscheiden zwischen der zulässigen Verwendung und der unzulässigen Bearbeitung. Ein Bild kann sozusagen als Vorlage, als Inspiration verwendet werden, solange dadurch ein neues Werk geschaffen wird, in dem neue Kreativität eingebracht oder ein neues Werk entsteht. Unzulässig wäre es hingegen zum Beispiel ein Bild einfach in Photoshop mit einem bestimmten Filter oder neuen Farbtönen zu bearbeiten. Die Grenzen zwischen zulässigen und unzulässigen Bearbeiten sind fließend und zum Teil auch sehr schwer zu bestimmen. Der Bundesgerichtshof hat dazu eine sogenannte "Verblassen-Theorie" aufgestellt. Diese besagt, dass bei der Verwendung eines fremden Werkes nach der Bearbeitung dessen Züge nur schwach durchschimmern dürfen. Je mehr sie verblassen, desto eher entsteht ein neues eigenständiges Werk. Wenn aber noch die charakteristischen Züge des Originalwerkes zu erkennen sind, dann stellt dies eine unzulässige Bearbeitung dar. Hierbei die Grenze zu ziehen, ist auch für Fachleute nicht immer ganz so einfach. Das Zitatrecht ist eine weitere wichtige Schranke für die Online-Nutzung fremder Werke beziehungsweise von Werkteilen. Ein Zitat darf niemals Selbstzweck sein, sondern muss als Beleg der eigenen Leistung dienen, die deutlichen Forderungen stehen muss. Zudem muss das Zitat als solches gekennzeichnet und mit einer Quellenangabe versehen werden.

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Erscheinungsdatum:31.01.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an ausgewählten Stellen in Österreich und in der Schweiz bis einschließlich August 2016 und soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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