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Photoshop CC 2017 Grundkurs: Fotografie

Realistische Weichzeichnungstechniken

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Weichzeichnungsfilter gibt es viele, eine fotorealistische Weichzeichnung finden Sie aber bevorzugt in den Filtern der Weichzeichnergalerie. Was den Unterschied ausmacht und wie Sie den Tilt-Shift-Filter einsetzen, erklärt dieser Film.

Transkript

Dieses Bild ist unbearbeitet. Es ist einfach mit einer sehr großen Blendenöffnung fotografiert worden und zeigt dadurch den typischen Schärfenverlauf. Also eine Tiefenunschärfe, wie man es landläufig nennt, auch wenn es grammatikalisch nicht ganz korrekt ist. Vorne in einem sehr engen Bereich habe ich die Schärfe und im Hintergrund ist alles sehr unscharf. Und wir sehen auch das, was eine realistische Tiefenunschärfe ausmacht, nämlich diese kreisförmige Weichzeichnung, die sich an den Lichtern ergibt. Das ist etwas anderes, als wenn ich ein Bild einfach weichzeichnen würde. Wir können das mal kurz machen, den klassischen Weichzeichner, wie den Gaußschen Weichzeichner benutzen. Und Sie sehen, es wird alles weicher, egal in welcher Stärke ich das mache, aber ich bekomme nicht diese kreisförmigen Effekte. Im Gegenteil, die, die jetzt bestehen, mache ich mir sogar kaputt. Deshalb geht es mir jetzt in diesem Film darum, mit welchen Filtern man eine künstliche Tiefenunschärfe erzeugen kann und diese aber so aussieht, als wenn sie durch ein Objektiv entstanden wäre. Ich nehme mir dazu dieses Motiv, das hat schon eine bestimmte Schärfenebene, aber der Hintergrund ist mir noch nicht unscharf genug. Also muss ich jetzt erstmal den Bereich, der nicht weichgezeichnet werden soll, auswählen. Das probiere ich am besten mal mit einer Auswahl, die dafür gemacht ist, nämlich der "Fokusauswahl". Hierüber wird ein Fokusbereich ausgewählt, also das, was im Bild eigentlich schon scharf ist. Und das ist meistens eine gute Grundlage für meine Auswahl. Sie sehen, diese Bereiche sieht er alle als scharf an. Die sind auch scharf. Die anderen Bereiche sind unscharf. Da habe ich eigentlich nicht viel dran zu meckern, außer an dieser nicht ganz eleganten Auswahl der runden Bereiche. Die kann ich aber gleich noch korrigieren. Erstmal gehe ich hier über kleine Bereiche rüber, um diese noch der Auswahl hinzuzufügen und vielleicht diesen Randbereich hier. Das mache ich entweder in diesem Auswahlmodus oder ich kann die Ansicht zum Beispiel auch auf eine Maskenüberlagerung stellen, damit ich das etwas genauer sehe. Dieser Bereich kommt noch mit rein in die Kante. Diese Kante kommt nicht mit rein und dann haben wir es auch fast. Hier bei der Kette ist mir natürlich auch wichtig, dass alles mit reinkommt. Und der Hintergrund hier, dieses Weiße, sollte nicht mit im Schärfebereich sein, also markiere ich diesen als nicht zugehörig und dann wird es auch bis zu diesem Stahlträger hin ausgewählt. Ich ziehe noch weitere Bereiche ab. Das heißt, ich packe noch mehr Bereiche in den Unschärfebereich, weil dort die Unschärfe gleich starten soll. Ich ziehe das also etwas weiter in den Vordergrund und eigentlich scharfen Bereich mit hinein. Das ist immer so ein kleiner Test, um zu sehen, was wird jetzt noch mit ausgewählt, was wird nicht mit ausgewählt. Aber ich glaube, wenn ich Glück habe, kann ich ohne viel Nacharbeiten genau die Bereiche markieren und mitaufnehmen, in denen die Unschärfe anfangen soll. Und das ist ungefähr in diesem Bereich, in dem ich jetzt arbeite. Ich markiere also immer mehr Bereiche, denen ich sage: "Bitte, geh in den maskierten Bereich, also der, der nicht zum Schärfebereich dazugehört." Ungefähr so. Jetzt hole ich mir noch ein paar Ecken und Kanten hier an der Ecke wieder dazu, aber das ist auch etwas, was ich nachher über die Maske regeln kann. Ich mache es mal rückgängig. Das ist so wahrscheinlich besser. So das heißt, alles was wir jetzt sehen, gehört zum Schärfebereich. Ist ungefähr optisch auf einer Ebene. Alles was rot maskiert ist, ist der Bereich, der jetzt langsam an Schärfe nach hinten hin, also in einer Verlaufsform abnehmen soll. Das bedeutet für mich, dass ich jetzt erstmal auf OK klicke, dann schaue was ich ausgewählt habe. Ich habe den Bereich ausgewählt, der scharf bleiben soll. Bearbeiten möchte ich jetzt aber gleich den Bereich, der unschärfer werden soll, also kehre ich die Auswahl um. Über Auswahl "Auswahl umkehren". So, und jetzt werde ich gleich einen Filter anwenden. Bevor ich das mache, werde ich meine Ebene in ein Smartobjekt umwandeln. Mit rechter Maustaste geht das am schnellsten, um natürlich die Filtereinstellungen danach jederzeit noch bearbeiten zu können. So, und dann gehe ich in meine fortgeschrittenen Weichzeichner, die sich alle in der Weichzeichnergallerie befinden und die Weichzeichnung, die ich jetzt brauche, ist die "Tilt-Shift-Weichzeichnung". Denn die "Tilt-Shift-Weichzeichnung" kann einem Schärfeverlauf wirklich in Form eines linearen Verlaufs aufbauen. Wenn ich mit meiner Maus an einen dieser Punkte gehe, kann ich diesen Verlauf drehen. Ich drehe ihn jetzt in die Vertikale. Mit Shift-Taste kommen Sie schnell in die Vertikale, ohne dass Sie das ganz genau machen müssen. So, jetzt ist der Schärfeverlauf folgendermaßen: in der Mitte sehen Sie einen Punkt, dort ist die absolute Schärfe und hier, wo die erste Linie ist, da beginnt die Unschärfe. Zur gestrichelten Linie weitet sich die Unschärfe aus und zwar in der Stärke, die Sie entweder hier über den Schieberegler einstellen, oder über das kleine Rad hier in der Mitte. So, und jetzt sorge ich natürlich dafür, dass der Start ungefähr hier ist. Denn da muss das Ganze ja noch scharf sein. Da bin ich auf Höhe meines Schildes und dann weite ich das aus. Lassen Sie sich übrigens nicht davon irritieren, dass das Schild im Vordergrund jetzt auch unscharf wird. Das hat reine Anzeigegründe. Nachher werde ich eine schöne Maske dafür bekommen. So, die komplette Unschärfe soll erreicht sein spätestens dann, wenn das blaue Schild hier kommt und anfangen soll die Unschärfe relativ bald hier. So, das habe ich jetzt entsprechend vorbereitet und jetzt kann ich noch dafür sorgen, dass der Grad der Weichzeichnung oder der Unschärfe mir gefällt. Ich setze es mal zurück. Das ist das, was wir jetzt haben und das möchte ich noch weiter verstärken, so dass wir wirklich sehr schnell in einen Unschärfebereich wandern. Vielleicht kann das auch schon ein bisschen früher seinen absoluten Wert erreichen. Schließlich möchte ich so tun, als wenn ich wirklich mit offener Blende fotografiert hätte. So, und wenn ich möchte, kann ich zusätzlich zu den Effekten, die ich sowieso habe, die Sie zum Beispiel sehen, wenn sich jetzt hier die Unschärfe entwickelt an kleinen runden unscharfen Bereichen, dort sehen Sie, dass sich diese kreisförmige überlagernde Weichzeichnung einstellt. Und wenn ich möchte, kann ich auch noch zusätzliche Weichzeichnungseffekte, wie Bokeh-Lichter, also ausfressende Lichter hinzufügen. Das würde man aber nur bei selbstleuchtenden Lichtern oder Reflexen machen. Also nicht bei einer sanften Beleuchtung, wie ich das hier habe. So, ich bestätige das Ganze und habe jetzt als Folge meiner Einstellungen und vor allem auch als Folge der vorhin getätigten Auswahl einen Schärfebereich, der sich sehr, sehr nah an meinem Schild abspielt und der dann massiv zum Hintergrund hin unschärfer wird. Durch die vorangegangene Auswahl konnte ich diesen Effekt auf den Hintergrund reduzieren und habe trotzdem das, was einen natürlichen Schärfeverlauf ausmacht, nämlich einen Verlauf von hinten nach vorne.

Photoshop CC 2017 Grundkurs: Fotografie

Lernen Sie die wichtigsten Photoshop-Funktionen und -Techniken für Fotografen kennen – von Camera Raw über Auswahlen, Ebenen und Masken bis hin zu Retusche und Filtern.

5 Std. 26 min (50 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.02.2017

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