Porträt- und Beautyretusche

Raw-Konvertierung, Schritt 2

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Die eigentliche Raw-Konvertierung findet auf der zweiten Ebene statt: Das Charakterporträt verlangt nach ganz eigenen Einstellungen in Camera Raw.

Transkript

Jetzt geht es an die eigentliche Raw-Konvertierung und die findet auf dieser zweiten Ebene statt. Mit einem Doppelklick komme ich wieder zurück in "Adobe Camera Raw". Und nun ist natürlich die große Frage, was macht man hier in "Camera Raw" bei einem Charakterportrait. Grundsätzlich versuche ich natürlich den Charakter des Menschen nicht zu verändern. Es gibt noch die übertriebene Darstellung eines Charakterportraits, bei dem man die Charaktereigenschaften übertrieben darstellt. Auch das soll hier nicht stattfinden. Deswegen werde ich mich eher für eine dezente Raw-Konvertierung entscheiden. Was ich definitiv machen möchte, ich möchte etwas mehr Zeichnung in die Tiefe bringen. und ich möchte den Weißabgleich vielleicht noch ein wenig optimieren. Und ich möchte definitiv die Aufnahme schärfen. Und dazu zoome ich mal näher an die Aufnahme heran und werde jetzt schauen, dass ich hier wirklich eine schöne feine Hautstruktur bekomme. Und das bekomme ich eben, indem ich dem Bild die gewisse Grundschärfe verpasse. Ein Raw ist noch nicht geschärft und ich weiß, dass es viele Trainer gibt, die nicht empfehlen, eine Raw-Datei zu schärfen. Entscheidet selbst, wie ihr vorgehen wollt, Ich schärfe grundsätzlich immer in Raw. Eigentlich verpasse ich dem Bild nur eine Grundschärfe. Bei solchen Bildern, wie jetzt diesem Charakterportrait, übertreibe ich hier auch gerne ein klein wenig, und gebe mehr dazu, als eigentlich notwendig ist. Das heißt, wenn ich jetzt hier zum Beispiel mal einen Wert von 80 nehme, dann ist das eigentlich schon mehr als das Bild benötigt, aber gerade bei solchen Bildern, die etwas rauer sein können, da neige ich dazu etwas zu übertreiben. Entscheidet selbst, wie ihr vorgehen wollt, mit einem kleinen Radius bekommt ihr eine sehr feine Schärfe und das sollte meiner Meinung nach das Ziel sein, um die ganzen Gesichtszüge, die ganzen Poren hier, zu betonen. Und mir würde ohne die Schärfe definitiv was im Bild fehlen. Das sieht meiner Meinung nach zu weich aus und gerade bei so einem Typ Mensch finde ich das nicht angebracht. Deswegen verdient dieses Bild diese Grundschärfe. Und da können wir auch schon wieder herauszoomen mit einem Doppelklick auf diese Hand. Da kommt das ganze Bild wieder bildschirmfüllend. Ich möchte auch die Gestaltung, die Komposition dieser Aufnahme verändern, ihn nicht ganz so mittig platzieren. Das könnte man jetzt auch schon im Raw, das werde ich aber auch später mit Photoshop durchführen, da ich wahrscheinlich noch ein klein wenig vom Hintergrund anstückeln muss. Tiefen, ja die Tiefen, ich hatte es bereits erwähnt, ich möchte etwas mehr Zeichnung haben in den Tiefen und dazu nehme ich dann den "Tiefen-Regler" beziehungsweise in älteren Versionen den "Füllicht"- beziehungsweise den "Aufhellicht"-Regler. Den bringe ich jetzt mal hier ganz langsam auf die rechte Seite. Man sieht schon, wenn man den etwas extremer betätigt, wohin die Reise geht. Man kommt noch super an Strukturen. Und das sieht schon ganz gut aus. Ich werde mal nicht ganz so hoch ziehen. Das Gleiche kann man übrigens auch mit den Lichtern machen, indem man die Lichter hier nach unten zieht. Da bekommt man auch wieder mehr Struktur in die hellen Bildbereiche. So, auch den bewege ich mal etwas nach links und dafür dann lieber etwas noch die Belichtung nach oben und dadurch wird das ganze Bild etwas grafischer. Wenn wir uns das mal im Vorher-Nachher-Vergleich anschauen, ist es wirklich nur sehr, sehr dezent. Wenn man das Ganze jetzt mal etwas übertriebener durchführt, indem man die Regler hier ganz extrem betätigt, sieht man jetzt schon wesentlich besser, was da passiert. wie das Bild grafischer wird, gerade im Bereich Haare. Diese Einstellungen sind mir aber etwas zu extrem, deswegen nehmen wir das mal wieder ein klein wenig zurück, auch die Belichtung, und ich denke, das sieht schon einmal ganz gut aus. Wie gesagt, es ging darum, mehr Details zu bekommen. In vielen Fällen reduziere ich auch gerne den Kontrast. Ein klein wenig, weil ich einfach der Meinung bin, Kontrast dazugeben geht später immer, das Rausnehmen später einmal wird schwierig. Hier haben wir noch die Rohdatei, das heißt, hier können wir die Aufnahme ruhig etwas rauer gestalten, vielleicht sogar noch etwas abdunkeln. Die Belichtung war eigentlich ganz gut. ich nheme mal vielleicht noch ein bisschen hoch. Ja, so in etwa. Was den Weißabgleich angeht, ich kenne die Person natürlich, und weiß, dass es eine sehr warmherzige Person ist, Wir haben einen etwas dunkleren Typ. Er wirkt auch fast schon ein bisschen südländisch und deswegen neige ich dazu, eigentlich hier mit einem wärmeren Weißabgleich zu experimentieren. Es ist aber so das habe ich mir angewöhnt über die Jahre hinweg, wenn viel Schwarz im Bild vorkommt, und wir haben hier schwaze Haare, ein schwarzes Oberteil, dann finde ich es immer sehr interessant, wenn man mit mehr Blau arbeitet. Ich erinnere mich da immer an die Serien "Fury - Black Beauty" oder auch der Comic "Superman". Die hatten irgendwie alle schwarze Haare. Aber sie schimmerten in Comics immer etwas blau. Und aus diesem Grund gebe ich so ein bisschen Blau dazu. Das können wir natürlich später noch ein bisschen ändern. Und das Grün lassen wir hier mal so ein bisschen zurück. Es ist eine reine Geschmackssache und ich denke, so gefällt mir das ganz gut. Ich optimiere mal noch ein klein wenig, bestätige das ganze mal mit okay. Und wir schauen an, was wir gemacht haben. Ich zoome dazu mal etwas näher heran. Wir haben definitiv ein bisschen mehr Details hier im Bild. Das Ganze ist etwas heller und etwas kühler. Und das ist eine super Grundlage, um jetzt mit Photoshop weiter zu arbeiten.

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6 Std. 20 min (66 Videos)
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