Porträt- und Beautyretusche

Raw-Konvertierung, Schritt 2

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Die eigentliche Raw-Konvertierung beginnt mit der Frage, was dem Bild gut tun könnte. Abhängig von der Art und Intensität des weiteren Bearbeitungsablaufs bieten sich hier unterschiedlich weit reichende Vorbehandlungen an.

Transkript

Nachdem nun die Vorbereitungen getroffen sind, können wir an die eigentliche Raw-Konvertierung gehen. Und dazu klicke ich einfach doppelt auf diese Miniatur, um dann wieder in den Raw-Konverter zu gelangen. Und wenn ich mir jetzt das Bild anschaue, dann überlege ich mir, was würde dem Bild jetzt gut tun. Was kann ich hier überhaupt machen bereits in Raw? Es kommt jetzt darauf an, welche Art von Workflow man sucht. Möchte man sehr viel in Raw machen, bietet dieser Dialog natürlich unheimlich viele Möglichkeiten. Ich selbst bin jemand, der versucht, möglichst viele Schritte in Photoshop durchzuführen mit Einstellungsebenen und daher schaffe ich mir jetzt einfach nur ein gutes Fundament. Ich schaffe mir quasi eine gute Vorlage, um dann perfekt in Photoshop retuschieren zu können. Und dazu gehört unter anderem, dass ich dem Bild eine gewisse Grundschärfe verpasse. Das kann ich hier in diesem "Details"-Dialog und hier wähle ich einen Radius von 0,6. Das sorgt dafür, dass wir eine sehr feine Schärfe bekommen. Ich empfehle auch, zur Bildbeurteilung etwas näher an die Aufnahme heranzuzoomen auf mindestens 100 Prozent. Das werde ich mal jetzt hier machen. Und vom Betrag her hat sich ein Wert um die 60 Pixel eingespielt. Das kommt aber ganz auf das Bild an. Wir haben jetzt eine Aufnahme von 21 Millionen Pixel, und wir haben eine Dame. Das heißt, wir haben kein männliches Charakterportrait und daher würde ich mich hier für einen Wert von, ja, etwa 60 entscheiden. Den nehmen wir jetzt auch mal, bestätigen das Ganze. Und jetzt sieht man auch die Schärfe im Bild und das ist wirklich nur eine Grundschärfe. Ich weiß, dass oft vermittelt wird, dass man eine Raw-Datei nicht schärft, sondern erst am Ende das Bild. Ja, das kann man auch so machen, allerdings, das ist nun mal mein Workflow, finde ich, dass eine Raw-Datei eine Grundschärfe definitiv verdient hat. Das war vorher, das war nachher. Und wenn wir etwas näher heranzoomen, können wir das ganz gut erkennen, gerade an den Wimpern. Vorher, nachher. Und mir gefällt das definitiv besser. Ich zoome mal wieder heraus. und möchte hier mal direkt einen kleinen Quicktipp geben. Möchte ich die Aufnahme bildschirmfüllend haben, wenn man näher heranzoomt, ist man zu nah dran, zoomt man wieder heraus, ist man zu weit heraus, wie geht das Ganze? Einfach mit einem Doppelklick auf das Handsymbol und wir sind wieder bildschirmfüllend. Das als kleiner Quicktipp am Rande. Nun werde ich mich noch um den Weißabgleich kümmern. Ich möchte hier eine etwas wärmere Aufnahme haben und das ist jetzt ein persönlicher Geschmack. Man kann also definitiv hier auch ins Kühlere gehen, wenn es denn einem gefällt. In dem Fall richte ich mich sehr oft nach der Augenfarbe. Das heißt, hat ein Modell schöne blaue Augen, dann wähle ich meistens einen kühleren Weißabgleich. Und hat ein Modell etwas braunere Augen oder einen wärmeren Hautton, gehe ich gerne in einen etwas wärmeren Weißabgleich. Am Ende bleibt es aber eine Sache des Geschmacks und in dem Fall würde ich mich wahrscheinlich auf die 4500 zubewegen. Das ist sehr warm, dazu kommt aber, dass ich die Aufnahme später oder beziehungsweise gleich noch etwas entsättigen werden. Die Aufnahme ist mir auch noch einen Tick zu hell. Die Belichtung ist korrekt. Das sehen wir daran, wenn wir uns die überbelichteten Stellen einblenden beziehungsweise den Bereich, wo keine Zeichnung mehr in den Tiefen ist. Und dann wird man sehen, dass die Haut beziehungsweise die Person definitiv nicht überbelichtet ist. Dennoch ist es mir rein vom Geschmack her noch etwas zu hell. Ich gehe hier einen Tick ins Dunklere. Das muss nicht viel sein. Ich nehme hier mal etwa "-0,3" und möchte jetzt am Ende noch die Haut ganz, ganz dezent entsättigen. Das muss man nicht durchführen. Es gefällt mir definitiv besser, wenn nicht ganz so viel Farbe im Bild ist. Und ich gehe hier mal auf einen Wert von etwa "-8". Und das soll es jetzt eigentlich schon gewesen sein bei der Raw-Konvertierung. Wie erwähnt, ich schaffe mir hier eine passende Grundlage. Wir schauen uns den Vorher-Nachher-Bergleich mal an. Das war das Original, etwas heller, etwas blasser, und das war das Nachher. Und es ist ganz wichtig, dass ihr eure eigenen Einstellungen trefft, denn da beginnt der Schritt der persönlichen Handschrift. Mit jedem Schritt, den ihr rein aus eurem Gefühl entwickelt oder wählt, verpasst ihr dem Bild eure persönliche Handschrift und das finde ich gerade in der heutigen Zeit verdammt wichtig.

Porträt- und Beautyretusche

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6 Std. 20 min (66 Videos)
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