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Porträt- und Beautyretusche

Raw-Konvertierung, Schritt 1

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Calvin Hollywood setzt auf eine doppelte Raw-Konvertierung. Was das bedeutet, erfahren Sie hier ebenso, wie die nötigen Vorbereitungsschritte.

Transkript

In diesem Film geht es um die RAW-Konvertierung, im Spezielleren um die Vorbereitung einer RAW-Konvertierung, denn ich führe meistens eine doppelte RAW-Konvertierung durch. Und was das ist, warum ich dies tue, erkläre ich jetzt in diesem Film. Ich beginne damit, dass ich zuerst einmal in die "Arbeitsablauf-Optionen" gehe. Aber wo sind die "Arbeitsablauf-Optionen"? Die sind hier hinter diesem Text versteckt. Den kann man nämlich anklicken, da klicke ich jetzt mal drauf, und dann komme ich genau in diese "Arbeitsablauf-Optionen", wo ich einige Dinge einstellen kann. In diesem Dialog lege ich fest, wie ich in Photoshop weiterarbeiten möchte. Ich kann zum einen den Farbraum ändern, die "Farbtiefe", die "Größe", die "Auflösung", usw. Darüber möchte ich jetzt ein paar Worte verlieren. Eigentlich kann man ein Extratraining hier an dieser Stelle empfehlen, wenn man die ganzen Unterschiede in den Farbräumen erklären möchte, deswegen konzentriere ich mich jetzt auf das Wesentliche und zwar darauf, warum ich überhaupt "sRGB" wähle und nicht zum Beispiel "Adobe RGB". "Adobe RGB" ist der etwas größere Farbraum. Er hat einige Farbtöne, die fein abgestuft sind, die jetzt hier im Bild eh nicht zu sehen sind. Generell möchte ich zum Thema "Farbräume" sagen, dass man als Profi, das heißt, jemand, der die Unterschiede zwischen den Farbräumen perfekt kennt ganz beruhigt in RGB arbeiten kann. Denn der Profi weiß, dass er später für die Darstellung der Bilder auf verschiedenen Endgeräten auf "sRGB" konvertieren muss. Wenn man aber Anfänger ist beziehungsweise diese ganzen Unterschiede nicht detailliert kennt, dann empfehle ich "sRGB". Das ist auch wirklich ein Farbraum, der meistens ausreicht. Oft benötigt man "Adobe RGB" gar nicht und es ist definitiv der einfachere Farbraum, denn die Bilder können dann auf allen Endgeräten wirklich super dargestellt werden. Es führt zu keinen Problemen, wenn man ein Bild zum Beispiel im Internet veröffentlicht. Gehen wir dann auf die "Farbtiefe". Bei der Farbtiefe sieht es so aus, dass man in 16 Bit mehr beziehungsweise feinere Helligkeitsverläufe hat, mehr Helligkeitsabstufungen und das bietet natürlich auch wieder einige Vorteile, gerade dann, wenn es um kontrastreiche Bilder geht. Auch das ist bei dieser Aufnahme nicht der Fall. Der Vorteil in 8 Bit liegt ganz klar darin, dass die Datei nicht allzu groß wird. Haben wir zum Beispiel eine Datei in 8 Bit, die am Ende dann etwa 800 MB groß ist, würde die Datei im 16-Bit-Modus schon 1,6 GB betragen. Das heißt, in 16 Bit sind die Dateien doppelt so groß. In dem Fall reicht 8 Bit aus und wir haben auch in 8 Bit alle Filter zur Verfügung, wo man in 16 Bit oft einfach etwas eingeschränkt ist. Ich werde die Größe nicht verändern. Würde ich oder müsste ich eine Datei hochskalieren, dann würde ich das definitiv hier bereits in RAW durchführen, indem ich hier einfach die etwas größere Auflösung wähle. In dem Fall reichen mir 21 Millionen Pixel definitiv aus. Ich werde auch nicht die Auflösung verändern und werde auch nicht schärfen. Das Wichtigste in diese Dialog "Arbeitsablauf-Optionen" ist dieser letzte Klick, dieser letzte Dialog hier. Und den betätigen wir, damit wir eine Datei, eine RAW-Datei, in Photoshop als Smartobjekt öffnen können. Und wo liegt hier der entscheidende Vorteil? Ich bestätige das Ganze mal hier mit "Okay", um das zu zeigen und dann wird man sehen, dass hier aus "Bild öffnen" "Objekt öffnen" wird. Und wenn ich jetzt auf "Objekt öffnen" klicke, dann hat sich diese RAW-Datei als Smartobjekt in Photoshop geöffnet. Das bedeutet, dass ich mit einem Doppelklick auf die Miniatur jederzeit wieder zurück in den RAW-Konverter switchen kann. Und hier sieht man ganz klar den entscheidenden Vorteil: Wir arbeiten nicht destruktiv. Das bedeutet, wenn wir zum Beispiel eine Veränderung hier durchgeführt haben, die uns nicht gefällt und wir später sagen: "Mensch, das ist mir ein klein wenig zu hell geworden", können wir mit einem Doppelklick jederzeit wieder zurückswitchen und diese Einstellung quasi wieder zurücknehmen. Ein weiterer Vorteil liegt auch darin, dass wir jetzt eine doppelte RAW-Konvertierung durchführen können und das mache ich bei 90 Prozent meiner Aufnahmen. Das heißt, in der ersten Konvertierung führe ich noch keine Veränderungen der Aufnahme durch. Ich erstelle mir jetzt eine zweite Ebene und darauf liegt dann quasi meine eigentliche RAW-Konvertierung. Das werde ich jetzt mal machen. Nicht, indem ich einfach nur die Ebene dupliziere. Wenn ich das tue und dann diese Ebene verändere, wird sich diese Veränderung auch auf die erste RAW-Konvertierung auswirken. Und das ist etwas, was ich nicht möchte. Ich möchte hier eine separate RAW-Konvertierung durchführen. Ich nehme den Schritt nochmal zurück und wähle statt einer normalen Kopie den Rechtsklick auf diesen Bereich und dann den Dialog "Neues Smartobjekt durch Kopie". Diese Ebene benenne ich jetzt mit "Raw" und darauf führe ich jetzt quasi meine RAW-Konvertierung durch. Im Workflow ist der Vorteil, dass ich stets sehen kann, wie weit entferne ich mich von dem Original. Wie weit entferne ich mich von dem Bild, das der Kunde oder das Modell beim Shooting gesehen hat. Oft fotografiere ich direkt in den Rechner oder zeige meine Bilder, meine Originalbilder, dem Kunden, dem Modell, um quasi eine Aufnahme zu erarbeiten. Und jetzt kann ich wunderbar feststellen, wie weit ich mich von diesem Original, von diesem Bild, was diese Person gesehen hat, entferne. Entscheidet selbst, ob das für euch Sinn macht. Behaltet im Hinterkopf, dass ihr mit der doppelten RAW-Konvertierung aber auch verschiedene Bildbereiche unterschiedlich RAW-konvertieren könnt. Ihr könnt quasi auf dieser Ebene eine RAW-Konvertierung durchführen, vielleicht nur für die Augen. Und auf der nächsten dann vielleicht eine RAW-Konvertierung für die Haare oder für andere Motive, zum Beispiel für den Himmel, für das Kleid, für unterschiedliche Bildbereiche. Das ist der entscheidende Vorteil der doppelten RAW-Konvertierung.

Porträt- und Beautyretusche

Profitieren Sie von Calvin Hollywoods langjähriger Erfahrung als Fotograf und lassen Sie sich detailliert die State-of-the-Art-Techniken zur Porträt- und Beautyretusche erklären.

6 Std. 20 min (66 Videos)
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