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Calvin Hollywood – Alone

Raw-Entwicklung, zweiter Schritt: Bild-Look

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Der zweite Schritt der Raw-Entwicklung ist klar fakultativ: Hier bekommt das Bild den gewünschten Basis-Look verpasst. Bildstimmung und Emotion sind die Schlagworte, an die man dabei denkt. Kontrast ist das Mittel, das dabei zum Einsatz kommt.

Transkript

Jetzt kommen wir zum zweiten Teil der Raw-Entwicklungen und jetzt steigen ein bisschen tiefer ein. Jetzt möchte ich quasi in Camera Raw schon so einen, na ja nennen wir das mal einen kleinen "Grundlook" erstellen, also dem Bild eine Stimmung geben, um ja einfach nur ein bisschen mehr Emotionen reinzubringen. Ich mag, wenn die Bilder nicht so aussehen, wenn sie aus der Kamera kommen, also es kann so nämlich nach einem Pressefoto, der Reportagebild aussehen, schon so ein bisschen künstlich dafür sein, ein bisschen filmisch, und ich mag eben auch diesen braunen Look, der auch etwas matter ist, die matte Bildwirkung, die, wenn wir später erstellen den Photoshop, Aber ich möchte dem Bild einfach jetzt ein bisschen mehr Kontrast geben, so ein bisschen die Farbigkeit im Bild verändern. Und dazu gehen wir jetzt quasi mal von oben nach unten. Was den Kontrast angeht, ist es ja so dadurch, dass ich die Lichter und die Tiefen extrem verändert habe, habe ich jetzt gerade überall Bilddetails. Und das Bild wird ein bisschen ja flauer dadurch. Der Kontrast geht so ein bisschen verloren, das heißt, ich möchte dem Bild jetzt ein bisschen mehr Kontrast geben und dazu schiebe ich jetzt diesen Regler einfach so ein klein wenig nach rechts. Und das Bild braucht gar nicht so viel Kontrast, einfach nur, damit die Tiefen wird ein bisschen kräftiger sind. Aber wir haben immer noch genügend Zeichnung. Das ist wichtig. Ich klicke wieder auf diesen Regler, also ich schalte zu dem Cursor hier drüber, und mit einem Doppelklick kann ich den wieder zurücksetzen und mit einem Klick wieder hierhin. Ich sehe dann immer den Vorher-/ Nachher-Vergleich. Und das sieht man schon, die Tiefen wurden einfach ein bisschen abgedunkelt. Aufgepasst. Wenn man den Kontrast im Bild erhöht, verstärkt sich auch ein klein wenig die Sättigung. Okay, wenn man den Kontrast im Bild verstärkt, verstärkt man auch ein klein wenig die Sättigung. Jetzt können wir sagen: "Okay, das passt. Das will ich so lassen". Oder ihr korrigiert das dann, indem man einfach das Bild etwas entsättigt. In meinem Fall ist es so, dass ich dem Bild eine bestimmte Farbigkeit geben möchte. Das heißt, ich möchte das Bild in so einen warmen Braunton verpassen. Warum jetzt dieser warme Braunton? Warum nicht ein kühler Farbton? Also, kühlem Blau kann wie Frische stehen, Himmel, Wasser, Vitalität, kann aber auch für Nacht stehen. In dem Fall können wir mal auch diese Aufnahme vielleicht schon auch so eine schöne Nachtstimmung zaubern, also, das hätte mit Sicherheit auch passen können. Dann hätte man eben das Bild extrem abgedunkelt und das Mondlicht, das von hinten hier durchkommt, das wäre möglich gewesen. Ich wollte aber ja eher eine warme Farbigkeit, also ein bisschen was Freundlicheres, weil es ist ein Kind und es soll jetzt auf keinen Fall zu düster sein. Also, düster ist für mich immer so ein klein wenig Fan das sind horror, mystisch und das war hier einfach nicht der Fall. Wir haben auch schon sehr viele Brauntöne hier im Bild, die Bank und das hinten soll die auch so ein bisschen die aufgehende Sonne sein oder die untergehende Sonne. Das ist eigentlich egal. Deswegen habe ich mich für eine warme Farbigkeit entschlossen. Wie kriege ich die jetzt? Viele von euch werden jetzt sagen: "Na ja der Weißabgleich einfach ins Wärmere ziehen". Da muss man ein bisschen aufpassen. Wenn ihr jetzt zum Beispiel in Weißabgleich ins Warme zieht, dann hat das nämlich ein Nachteil. Erst mal mag ich diese Farbigkeit generell nicht. Es wird mehr gelb und nicht braun. Der zweite Punkt ist, die Lichter werden aufgehellt. Ja das ist Nachteil. Wenn man die Farbtemperatur ändert, da sieht man, dass irgendwann die Lichter dadurch auffressen. Ich setze diesen Dialog mal wieder zurück. Ich empfehle euch, wenn ihr einem Bild eine Farbigkeit verpassen wollt, dann geht über die Teiltonung, weil da habt ihr den Tiefenregeler, und dann können wir wirklich nur die Mitteltöne und Tiefen verändern, und die Lichter, die können wir extra bearbeiten. Jetzt kommt aber noch ein weiter wichtiger Grundsatz, den ihr euch vielleicht sogar wirklich aufschreiben solltet, und zwar passt auf. Wenn man ein Bild vorher entsättigt, dann kommt die Farbigkeit intensiver zum Tragen. Was viele machen, ist, wir haben hier noch ein Bild, was sehr gesättigt ist. Das heißt, die Farben unterscheiden sich. Wir haben hier Brauntöne, wir haben hier Syrentöne. Da haben wir vielleicht so ein bisschen Blauton. Es sind sehr viele verschiedene Farben im Bild. Und je mehr Farben im Bild sind, ja umso bunter wirkt es, und Bunt steht jetzt nicht für den Ausdruck, den ich hier habe, für die Emotionen. Ja Bunt ist eher so Vitalität, Freude, Frische, und deswegen entsättige ich meistens meine Bilder und lege dann einen Farb-Look drüber. Mit dem Entsättigen, wenn ich jetzt hier nur ganz dezent vielleicht auf -14 gehe und entscheiden sich diese Einzelfarben nicht mehr ganz so stark. Und wenn ich jetzt noch eine Farbigkeit ins Bild bringe, dann sieht das Ganze stimmiger aus. Ihr könnt es einfach mal selbst ausprobieren. Ich füge jetzt mal eine Farbigkeit hinzu. Ich gehe jetzt mal hier auf etwa 30, und jetzt habe hier so einen rötlichen Ton. Den werde ich auch abändern. Ich bin da eher so ein Fan von einem sehr warmen Ton. Da muss man ein bisschen experimentieren. Ich würde jetzt ja so einen brauen Ton bevorzugen. Und jetzt sieht man, ist das Bild sehr einheitlich. Ja, so man sieht zwar noch, dass sie eine blaue Hose anhatte, und der Schal und die Mütze waren so ein bisschen in Syren, aber das Bild ist trotzdem in der stimmigen Farbigkeit. Und je mehr ihr vorher entsättigt, umso stärker ihr die Tonung hinzufügt, umso einheitlicher wird quasi das Bild. Aber wie gesagt, ich möchte hier gar nicht so stark entsättigen, also mir [ ] wirklich so ein Wert von -15 etwa oder -14 jetzt. Okay. Und jetzt haben wir mal schon so ein Grundstimmungenbild, diesen braunen Farbton. Das kann man natürlich auch alles mit Photoshop machen, mit der Farbe bloß oder mit der selektiven Farbkorrektur. Das ist eigentlich egal. Aber denk nochmal dran, wenn ihr die Aufnahme vorhin entsättigt, also so geht es mir persönlich, dann gefällt mir diese Farbigkeit besser. Und nochmal ich gehe meistens über die Teiltonung, weil dadurch eben die Lichter nicht verändert werden, also hier hätte ich mal jetzt auch die Möglichkeit, Lichter zu verändern, aber ich belasse es jetzt mal bei den Tiefen. Ein kleiner Quick-Tipp noch am Rande. Wenn ihr die Alt-Taste drückt und dann auf diesen Farbtonwert klickt, dann seht ihr den aggressivsten Wert, und so könnt ihr herausfinden, welche Farbigkeit ihr gut findet. Wenn ihr die Alt-Taste loslasst, ja dann seht ihr quasi die Stärke der Sättigung, die ihr hier unten angegeben habt. Also, ich gehe hier noch ein bisschen nach links. Ja, der Wert oder das gefällt mir ganz gut. Gut. Zu guter Letzt möchte ich dem Bild jetzt noch ein bisschen mehr Stimmung geben, indem ich dem Betracht davon Blick führe. Habt ihr eine ältere Photoshop-Version, dann geht ihr jetzt in die Effekt hier und könnt dann dem Bild eine Vignette geben. Das heißt, ihr bringt diesen Regler nach links. Ihr könnt das mal gerne etwas extremer machen. Dann könnt ihr den Mittelwert noch ein bisschen ändern. Die Rundheit könnt ihr ändern und die weiche Kante. Und ich würde euch jetzt empfehlen, dass ihr einfach die Render so ein bisschen abdunkelt, damit der Betracht da noch ein bisschen mehr im Bild bleibt, also so eine leichte Abdunkelung der Render. Das ist etwas, das ich sehr, sehr gerne mache, um eben den Betracht da im Bild zu halten. Habt ihr eine neuere Version, sogar die aktuellste Photoshop-Version beziehungsweise die aktuellste Lightroom-Version. Dann könnt ihr mit diesem radialen Filter arbeiten. Ihr klickt den an und klickt da einfach mal ins Bild und zieht einen Kreis auf. Und jetzt könnt ihr diesen Kreis bearbeiten entweder das Innere von diesem Kreis hier oder der Bereich außen. Und dann liegt es an euch, was ihr mit dem Bereich außen machen wollt. Ich setze mal hier die ganzen Regler zurück, indem ich sie auf "0" setze. Und was ich jetzt machen möchte, ich möchte außerhalb meiner Tochter, also den Bereich außerhalb dunkler machen, ja, das heißt, ungefähr eine Blende dunkler. Ich gehe mal hier noch ein bisschen mehr nach oben, also hier soll der Betracht da landen. Das hier soll der hellste Bereich sein. Und ihr seht schon, der große Vorteil im Gegensatz zur Vignette, die man auch hier im Camera Raw machen kann, wir können diesen Bereich im Bild verschieben. Das Ganze kann man natürlich auch wieder mit Photoshop machen, indem man sich einfach nur Auswahlen erstellt. Das spielt keine Rolle. Sucht einfach den Weg oder nutzt einfach den Weg, der für euch am bequemsten ist. Der entscheidende Vorteil hier ist jetzt natürlich, wir haben noch die Raw-Datei, das heißt, wir haben jetzt im Prinzip das Umfeld, an das belichtet wie innen. Das ist eigentlich schon eine coole Sache, weil wir eben noch auf die Raw-Daten-Camera zurückgreifen. Okay, jetzt schauen wir uns mal ganz kurz dieses Bild an im Vorher-/ Nachher-Vergleich. Und dann sieht man schon, es hat sich Einiges hier getan im Bild. Ja also hier nochmal vorher und hier nachher. Und wichtig ist jetzt für euch, dass ihr nicht nur die Regler jetzt gesehen habt, die ich bewegt habe, weil die sind ja bei jedem Bild anders, sondern dass ihr verstanden habt, warum ich etwas tue und natürlich auch wie dieser Regler jeweils funktioniert. Einen großen Tipp habe ich noch für euch. und der wird euch tierisch viel Spaß machen. Und den können wir auch direkt nach dem Video umsetzen, und zwar folgende Aufgabe# jetzt für euch. Und bitte, macht es mal wirklich. Es dauert überhaupt nicht lange. Nehmt euch eine beliebige Raw-Datei, ein Porträt, das ihr irgendwo fotografiert habt. Es ist wirklich völlig egal, was für ein Bild ist es. Es darf gern ein ähnliches Bild wie dieses hier sein, aber das kann auch ein ganz normales Porträt sein. Dann öffnet ihr diese Raw-Datei, also das Raw-Format in Camera Raw, dann Lightroom, und dann habt ihr folgende Aufgabe. Ihr dürft jeden Regler, den es hier gibt, in Camera Raw oder in Lightroom jeden Regler dürft ihr nur einmal anfassen und nur in eine Richtung ziehen und nicht zurück. Okay, also nimm ein Bild und entwickele dieses Bild. Ihr macht eine Raw-Entwicklung von diesem Bild allerdings mit der Einschränkung. Ihr dürft jeden Regler nur einmal anklicken und ziehen und zwar in eine Richtung und nicht zurück. Was bringt das Ganze jetzt? Das Ganze bringt euch folgende Vorgehensweise. Ihr werdet vorher überlegen, was macht dieser Regler überhaupt. Benötige ich ihn überhaupt denn wenig in Bewege, ich darf nicht mehr zurück, das heißt, ihr überlegt viel mehr: "Macht es Sinn, diesen Regler zu nutzen?". Das heißt, wenn ihr einen Klarheit-Regler nach links schieben wollen, dann nach rechts, dann müsst ihr vorher wissen, was macht dieses Werkzeug überhaupt. Und auf diese Art und Weise [ ] die Regler zu verstehen, und ihr schränkt euch ein. Ihr denkt einfach viel mehr nach bei der Raw-Entwicklung, denn die meisten, ich sage euch ganz ehrlich, wie ich es auf meinen Seminaren erlebe, und vielleicht gehört ihr dazu. Ich sei ganz ehrlich zu euch, habt ihr nicht öfter mal Aufnahmen gehabt, wo ihr einfach nur den Regler nehmt. Ah, ja, mal so gucken. Ah, ja so gefällt es mir ganz gut. Dann geht es zum nächsten Regler. Ja, mal gucken.... Der Kontrast. Ja, so gefällt es mir auch gut. Und so gehen viele vor. Und mit diesem Spiel schränkt ihr euch ein, probiert es direkt jetzt mal aus. Ihr werdet Spaß dabei haben und ihr werdet dann vielleicht auch mehreren, dass ihr nach der Raw-Entwicklung dann denkt: "Ah, verdammt! Der eine Regler war doch ein bisschen zu viel". Probiere jetzt einfach mal aus. Das war jetzt die Raw-Entwicklung und das ist eine tolle Übung.

Calvin Hollywood – Alone

Lernen Sie Retuschetechniken für authentische, emotionale Porträts kennen. Dabei arbeiten Sie mit Color Lookup Tables, zaubern eine tolle Lichtstimmung und erzählen mit Ihrem Bild eine Geschichte.

1 Std. 36 min (13 Videos)
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Erscheinungsdatum:05.02.2015

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