Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Calvin Hollywood – Alone

Raw-Entwicklung, erster Schritt: Basiskorrekturen

Testen Sie unsere 2016 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Der erste Schritt der Raw-Entwicklung: reine Optimierung. Calvin Hollywoods klassisches Verfahren setzt auf ein Smart-Objekt des Bildes und eine Kopie dessen für die eigentliche Korrektur.

Transkript

Wir beginnen jetzt mit der Raw-Entwicklung, und ich werde die Raw-Entwicklung mal in zwei Bereiche unterteilen. Im ersten Film gehe ich auf die Grundlage ein, also dass man sich mit der Raw-Entwicklung eine Grundlage schafft. Und im zweiten Schritt, da gehe ich mal dann so ein bisschen auf den Bildstil, auf den Bildlook ein, denn bei diesem Bild, was ist wirklich so, dass ich in Raw mal etwas mehr gemacht habe und ja dafür vielleicht ein klein wenig weniger in Photoshop. Aber dazu gleich mehr. Wir beginnen jetzt erst einmal mit der grundlegenden Entwicklung, und dazu öffne ich mir jetzt mein Bild, was ich quasi bearbeiten möchte, und werde jetzt zuerst einmal diese Datei nur in Photoshop öffnen. Und wer meine Trainings schon kennt, der weiß, dass ich meine Bilder als Smart-Objekt in Photoshop öffne. Das heißt, wenn ich jetzt dieses Bild als Objekt in Photoshop öffne, kann ich jederzeit mit einem Doppelklick wieder zurück in Camera Raw. Das Ganze könnt ihr auch mit Lightroom machen, also ihr könnt aus Lightroom heraus die Datei als Smart-Objekt in Photoshop öffnen. Doch aktuell ist es so, wenn ihr dann wieder von Photoshop zurück in Lightroom wollt, landet ihr in Camera Raw. Mit Camera Raw geht es alles ein bisschen einfacher. Aber ihr könnt auch genauso gut mit Lightroom arbeiten. Okay, jetzt gehen wir mal hier unten in die "Arbeitsablauf-Optionen". Da möchte ich jetzt mal etwas genauer drauf eingehen. Ich wähle nämlich immer wieder gefragt, warum ich mit dem "Farbraum sRGB" arbeite und in der "Farbtiefe" von nur "8 Bit". Also, zum einen der sRGB-Farbraum ist für mich oder besser gesagt für viele andere der einfache Farbraum. Wenn ich jetzt in Adobe RGB arbeite, und ich möchte die Bilder dann später in Internet veröffentlichen, dann muss ich zuerst wieder konvertieren in "sRGB". Und das ist ein Schritt, also, ich kann das, aber ich muss ganz ehrlich sagen, sRGB reicht schon immer aus. Es gibt viele Partner von mir gerade in der Druckbranche, die sagen: "Mensch, Celvin, unterrichte doch ein bisschen mehr Adobe RGB!" Das Problem ist, ich erlebe es immer wieder. Auf meinen Seminaren ganz viele sagen: "Na ja, ich arbeite mit Adobe RGB". Und wenn ich sie dann frage: "Wie gut kennst du dich mit Farbmanagement aus?" "Eh, nicht so gut. Aber es wurde immer gesagt, das ist der größere Farbraum, also nutze ich ihn". Ja, es ist der größere Farbraum, aber er ist auch der Farbraum, der für die größeren Probleme sorgt, wenn es dann um die Veröffentlichung im Netz geht, also um dies darauf umzubringen. Da seid ihr mit Farbmanagement fit. Ihr kennt die Vor- und die Nachteile der unterschiedlichen Farbräume. Da könnt ihr bewusst einen anderen Farbraum, einen größeren Farbraum wählen. Ihr wisst aber dann Bescheid, alles ist klar, für die Veröffentlichung im Internet muss ich wieder konvertieren und so weiter. Wenn ihr darin nur nicht so viel Zeit, da macht einfach alles in sRGB, es funktioniert. Das mache ich schon seit vielen Jahren, so Auftragsarbeiten. Es gibt nur ein paar weniger Auftragsarbeiten, wo der Kunde einfach möchte, dass da die Dateien in Adobe RGB kommt. Und dann bekommt man die auch. Bei der Aufnahme es handelt sich um eine private Aufnahme vermischt. Klar, es ist jetzt ein konverzielles Training geworden, aber in erster Linie war die Aufnahme vermischt in der [ ] sRGB. Was die Farbtiefe angeht, habt ihr bei 16 Bit mehr beziehungsweise feinere Helligkeitsabstufung. Aber auch da mir reicht schon seit vielen, vielen Jahren 8 Bit aus. Es ist einfach ja ausreichend, denn bei 16 Bit ist die Datei doppelt zu groß. Und meine 8-Bit-Dateien haben schon oft ja Größen von einem Gigabyte. Bei 16-Bit wäre es dann schon 2 GB große Dateien, und der Rechner wird natürlich langsamer. Mir reicht einfach 8-Bit aus. Daher nehme ich die Farbtiefe 8 Bit. Aber das entscheidet ihr selbst. wenn ihr euch genügend auskönnt, dann könnt ihr auch Adobe RGB 16 Bit nehmen und dann später konvertieren. Wichtig ist, dass ihr dieses Häkchen setzt "in Photoshop als Smart-Objekt öffnen", denn wenn ihr dieses Häkchen gesetzt habt, dann könnt ihr jederzeit wieder zurück in Camera Raw. Alternativ könnt ihr auch das Häkchen setzten, weglassen und dann immer die Shift-Taste drücken, dann wird hier unten aus "Bild öffnen" Objekt öffnen. Ich habe jetzt dieses Häkchen schon gesetzt, und deswegen kann ich jetzt beliebig hin- und herwechseln, und ich werde jetzt diese Datei hier original bezeichnen. Ja also das ist meine Original-Datei, und meine eigentlich Raw-Entwicklung möchte ich auf eine separate Ebene bringen. Jetzt darf ich die Ebene nicht einfach nur duplizieren, wie man es kennt, mit Strg+J oder Cmd+J oder J nach unten ziehen. Da wenn ich dann dieses Bild entwickle, hängt es noch mit der darunter liegenden Ebene zusammen. Ihr seht, die sind verknüpft. Deswegen gehen wir hier mal wieder einen Schritt zurück und wählen mit einem Rechtsklick in diesem Bereich hier hinten neues Smart-Objekt durch Kopie. Und diese Datei nennen wir jetzt "Raw", und da mache ich jetzt meine Raw-Entwicklung. Mit einem Doppelklick auf die Miniatur kommt da wieder ein Camera Raw. Wenn ihr diese Miniaturen größer haben wollt, dann klickt einfach mit einem Rechtsklick drauf, und dann könnt ihr wählen hier von "Kleine, Mittelgroße und Große Miniaturen". Das ist manchmal ein Vorteil gerade dann, wenn ihr einen großen Bildschirm habt. So, mit einem Doppelklick gehe ich jetzt wieder in Camera Raw und werde jetzt die ersten Korrekturen durchführen. Und in diesem Film, in diesem ersten Film von der Raw-Konvertierung möchte ich euch die Grundlagen zeigen. Unter Grundlagen verstehe ich die Bildoptimierung, das heißt, ich schaue mir dieses Bild an und überlege, was könnte hier besser sein. Also ohne dem Bild einen Look zu geben, ich versuche eher, die Defizite wieder in Ordnung zu bringen. Ein Defizit hier war zum Beispiel, dass meine Tochter dennoch ein bisschen dunkel ist. Also, die Camera kann jetzt noch kein typisches HDR aus der Kamera heraus, sehr schwierig. Deswegen muss ich jetzt hier ein bisschen aufhellen. Das bedeutet, die dunklen Bereiche, die Tiefen bringe ich jetzt hier mal nach rechts. Und da muss man einfach mal schauen, wie weit man hier nach rechts gehen möchte. Ich gehe mal hier ein bisschen extremer nach rechts, so dass man wirklich überall Bilddetails hat. Und dann versuche ich auch so ein klein wenig, wieder Zeichnungen in die Lichter zu bekommen. Das Ganze hier hinten ist mir dann doch ein bisschen zu extrem. Also gehe ich jetzt mit dem Lichter-Regler hier so ein klein wenig nach unten. Ich schaue mal, dass man hier wenig so ein bisschen Zeichnung drin hat, vielleicht nicht ganz so arg, ja irgendwo hier bei etwa -60. Das müsste dann passen. Okay, das ist die erste Korrektur. Jetzt seht ihr, ich habe ein Bild, das überall genügend Bilddetails hat. Kontrast kann ich später immer noch dazu geben. Ja aber erst mal schaffe ich eine Grundlage, ein Bild, wo überall Bilddetails sind, und deswegen diese Korrektur. Bitte, bedenkt noch eins! Wenn ihr den Lichter-Regler nach links zieht und den Tiefer-Regler nach rechts, dann wir das Bild dadurch ein bisschen unnatürlicher, ja weil ihr die Lichtsituation hier verändert. Das heißt, ihr schafft ein Bild, wie es nicht aus der Kamera kommen kann. Na ja, so kann das schwer aus der Kamera kommen mit so vielen Bilddetails. Und es muss euch bewusst sein. Deswegen je stärker ihr diesen Regler nach links bringt und denn nach rechts, umso künstlicher wird das Bild. Hier finde ich es jetzt noch passend. So, jetzt darf ich auch ruhig später einen so leichten gemalten Touche bekommen, so ein bisschen wie aus einem Film, Story Telling, und deswegen entschließe ich mich jetzt für diese Werte. Das Zweite, was ich hier korrigieren möchte, ich weiß jetzt gar nicht, ob sie vorhanden sind, es sind die "Chromatischen Aberrationen". Dann sieht man immer so grüne oder lila Render. Das ist auch ein bisschen vom Objektiv anhängig. Also hier helle ich jetzt hier Eingrenzen, aber das ist etwas, was ich eigentlich immer mache gerade bei Gegenlichtsituation. Ich gehe hier in die Objektiv-Korrekturen, klicke auf den Reiter "Farbe", und dann gibt es hier "Chromatische Aberration entfernen". Das ist ein Klick, und dann sind diese chromatischen Aberrationen oft entfernt. Wir haben hier jetzt noch grüne Render. Ich könne die jetzt diesen Regler hier noch mehr nach rechts ziehen, und dann verschwinden die so langsam. Ja, also mich stört es eigentlich nicht, aber hier kann man durchaus ein bisschen noch experimentieren, um eben diese Säume zu entfernen. Gut, das waren die chromatischen Aberrationen. Mit einem Doppelklick auf die Hand bekommt ihr das Bild übrigens wieder bildschirmfüllend. Was muss ich noch korrigieren? Also, ich würde auf jeden Fall dem Bild noch eine gewisse Grundschärfe geben. Kein Mensch wird später so nah ranzoomen, um zu schauen, ob es auch wirklich scharf ist. Und wir haben hier auch so ein bisschen Grundrauschen hier drin. Deswegen muss man aufpassen beim Schärfen. Wenn ich jetzt zu stark schärfe, also ich schiebe hier meinen Regler nach oben, das ist definitiv zu stark, man hat zwar einen Betrachtungsabstand und von Weitem sieht es dann schon sehr, sehr scharf aus, was gut ist. Aber wie man das Bild dann später auf eine gewisse Größe bringt, das wäre jetzt ein bisschen zu extrem. Des Weiteren empfehle ich euch, beim Radius immer einen sehr feinen Radius zu wählen. Je feiner etwas geschärft ist, umso eher hat der Nicht-Fotograf den Eindruck, es ist eine Hohebildqualität. Lass diesen Satz mal ganz kurz wirken! Je feiner und stärker eine Aufnahme geschärft ist, umso eher hat der Nicht-Fotograf das Gefühl, wow, das ist eine tolle Qualität, denn der Nicht-Fotograf, der beurteilt die Bilder natürlich auf Grund der Qualität viel also nach Schärfe. Na, wir bekommen das ja im Alltag immer wieder somit, je schärfer ein Bild im Fernsehen ist: "4K Auflösung. Oha, das ist eine Qualität". Und da empfehle ich euch eine sehr feine Schärfe, aber auf keinen Fall sollt ihr die Aufnahme überschärfen. Also, ich würde jetzt hier vielleicht so auf ja um 60 gehen, und es langt als Grundschärfte. Ja, ihr könnt mal diesen Regler mit einem Doppelklick, kann man den wieder zurücksetzen und dann wieder klicken, und dann seht ihr, wie viel Schärfe im Prinzip dazu kommt. Ja, das Rauschen wird ein bisschen betont. Viele fangen hier auch an, zu maskieren. Ich finde, sieht irgendwie komisch aus. Und wie gesagt, mich stört es nicht, wenn es etwas grauer ist. Ich hätte sogar überhaupt nichts dagegen, wenn der ein oder andere von euch vielleicht hier noch ein bisschen Körnung hinzufügt. Aber mir reicht es so, und das war jetzt eigentlich schon die Grundoptimierung. Wir schauen uns mal den Vorher-/ Nachher-Vergleich an, und das ist jetzt eine Grundlage. Und auf dieser Grundlage kann ich jetzt aufbauen. Ich kann also jetzt mit Photoshop weiterarbeiten, mit Farbkorrekturen, Kontrast und so weiter, oder nochmal in die Raw-Entwicklung gehen, um da auch schon vielleicht so ein bisschen einen grundlegenden Look zu schaffen.

Calvin Hollywood – Alone

Lernen Sie Retuschetechniken für authentische, emotionale Porträts kennen. Dabei arbeiten Sie mit Color Lookup Tables, zaubern eine tolle Lichtstimmung und erzählen mit Ihrem Bild eine Geschichte.

1 Std. 36 min (13 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 
Hersteller:
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:05.02.2015

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!