Photoshop ist einfach!

Raw-Dateien öffnen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Hier geht's darum, was man beim Öffnen von Dateien, die im "Rohformat" aus der Kamera kommen, beachten sollte. Sie erfahren auch, was es bedeutet, wenn ein Bild zum Objekt wird.

Transkript

Das Thema in diesem Film ist das Rohformat, quasi die Raw-Datei. Ich möchte euch jetzt zeigen, wie man solche Formate in Photoshop öffnet und was es da zu beachten gibt. Und dazu will ich jetzt einfach mal den Dialog "Datei" öffnen und gehe in meinen Ordner. Und hier gibt es jetzt verschiedene Bilder und wir sehen immer an den Endungen, dass die zum Teil anders aufhören. Wir haben hier z.B. eine CR2-Datei; wenn wir jetzt man weiter runter gehen, dann werden wir unten eine JPEG sehen, und dann sehen wir hier noch eine Datei mit der Endung NEF, eine NEF-Datei. Also, Raw-Formate haben verschiedene Endungen, je nach dem, mit welcher Kamera die Bilder erstellt wurden. Hier haben wir eine CR2-Datei, das bedeutet, hier habe ich mit einer Canon-Kamera fotografiert und Nikon-Kameras. Die Endungen der Rohdateien dort sind dann mit NEF. Und jedes Mal, wenn ein JPEG hinten dran steht, dann ist das quasi kein Rohformat mehr. Was ist der Unterschied? Wenn ihr eine Rohdatei habt, dann ist das Bild noch nicht entwickelt und wenn ihr die Bildentwicklung des Rohformats nicht selbst übernehmen wollt, dann könnt ihr in der Kamera einfach einstellen, dass ihr JPEG fotografiert und dann wird die Kamera quasi für euch diese Rohentwicklungen vornehmen und schon so ein paar Anpassungen durchführen, wie etwas mehr Schärfe, ein bisschen mehr Kontrast, ein bisschen mehr Sättigung. Das macht die Kamera für euch und was dann herauskommt, ist das JPEG-Format. Wir öffnen jetzt aber mal eine Rohdatei. Ich klicke mal diese Datei an und klicke jetzt mal hier auf "Öffnen" und dann werdet ihr sehen, dass diese Datei nämlich nicht in Photoshop aufgeht, sondern in dem Programm Camera Raw. Das ist das erste, was ihr beachten müsst, dass ihr jetzt noch nicht direkt in Photoshop seid. Camera Raw ist ein Bestandteil vom Programm Photoshop, aber nicht die typische Photoshop-Oberfläche. Aber ihr habt hier dennoch Korrekturen und könnt jetzt quasi dieses Bild optimieren. Wo liegt jetzt der große Vorteil von dieser Arbeitsfläche bzw. von dem Rohformat? Warum überlässt man jetzt der Kamera nicht einfach die Entwicklung, lässt sich ein JPEG herausrechnen und bearbeitet dann dieses JPEG ganz normal in Photoshop? Da gibt es einige Vorteile. Wenn ihr hier jetzt eine Korrektur durchführt z.B im Bereich der Belichtung oder sogar des Weißabgleichs, dann ist das nicht mit einem Qualitätsverlust verbunden. Das heißt, ihr habt mehr Spielraum in der Korrektur. Wenn man jetzt hier mit der Belichtung sehr weit runter geht, dann sieht das wesentlich besser aus. Man sieht jetzt hier schon den Schmutz auf dem Hintergrund. Das wäre in JPEG nicht so einfach möglich gewesen, weil wir in JPEG nicht die Rohinformationen vorliegen haben und hier solange dieses Bild noch in Camera Raw ist, ist es eine Rohdatei, D.h. wir können eigentlich die Kameraeinstellungen nachträglich ändern. Wir können jetzt nicht die Blende im Sinne von Tiefenschärfe verändern, wir können auch nicht die ISO verändern, aber wir können z.B. den originalen Weißabgleich nachträglich noch ändern. Das seht ihr daran, dass hier noch die Kelvin-Zahl steht und ihr könnt dann quasi noch nachträglich sagen, mir gefällt das Bild vielleicht wärmer doch etwas besser. Und das ist eben nicht mit einem Qualitätsverlust verbunden. Egal, was ihr hier macht: Die Qualität des Bildes wird nicht schlechter. Als kleiner Anhalt: Die Belichtung solltet ihr hier niemals mehr als zwei Blendenstufen, sowohl ins Dunkle als auch ins Helle ändern, sonst kann natürlich schon sein, dass ein bisschen Qualität verloren geht. Das ist schon mal ein ganz großer Vorteil: Wenn man fotografiert und dann mal vielleicht ein Bild "verhaut", hat man eben noch in Raw bessere Möglichkeiten, das Bild zu korrigieren. Wenn ihr schon ein sicherer Fotograf seid und von der Raw-Konvertierung generell noch nicht viel Ahnung habt, dann kann man durchaus sagen, dass man auch in JPEG fotografiert, denn die Entwicklung, die die Kamera macht, die ist eigentlich nicht schlecht. Ihr bekommt schon ein gutes Ergebnis. Es gibt Vor- und Nachteile in Raw. Vorteile sind natürlich, wie ich schon erwähnte, die Möglichkeiten der nachträglichen Korrektur ohne einen großen Qualitätsverlust. Es gibt auch ein paar Nachteile. Die Dateigröße ist viel größer als die eines Raw-Formats: Ihr braucht mehr Speicherkapazität. Die Kamera ist nicht so schnell, wenn ihr Raw fotografiert. Wenn ihr eine Raw-Datei jemandem schicken wollt, dann kann es sein, dass diese Person diese Datei nicht öffnen kann. Und so gibt es Vor- und Nachteile. Ich empfehle euch, wenn ihr mal die Vor- und Nachteile kennt, wenn ihr den Camera Raw-Dialog mal ein bisschen gelernt habt und euch da fit fühlt, dann macht ihr die Raw-Konvertierung selbst. Am Anfang reicht es eigentlich aus, wenn ihr JPEG fotografiert und da erst mal das Bild in Photoshop öffnet. Ich breche hier nochmal ganz kurz ab und öffne nochmal eine CR2-Datei. Hier haben wir jetzt eine CR2-Datei, also das ist auch ein Raw-Format. Diesmal mit einer Canon Kamera erstellt und das könnt ihr auch mit diesem Weg öffnen. Wenn ihr dann diese Datei weiter in Photoshop bearbeiten wollt, D.h. ihr seid euch jetzt sicher und wisst, die Raw Konvertierung wurde durchgeführt, ihr habt die Belichtung korrigiert, vielleicht sogar noch den Weißabgleich und ihr möchtet jetzt endlich in Photoshop beginnen, dann klickt ihr einfach hier unten auf "Bild öffnen" und in dem Moment habt ihr jetzt ein JPEG. D.h. ihr habt jetzt den Part übernommen, den eigentlich die Kamera macht, wenn ihr JPEG fotografiert, und jetzt könnt ihr ganz normal in Photoshop weiterarbeiten. Wenn ihr jederzeit in der Lage sein wollt, nochmal auf das Raw zu wechseln, dann zeige ich euch auch nochmal einen Weg. Dazu wähle ich nochmal "Datei öffnen", ich suche mir jetzt wieder eine Rohdatei. Hier haben wir z.B. jetzt eine Rohdatei. Und wenn ihr in Camera Raw seid, dann könnt ihr jetzt z.B. die Shift-Taste gedrückt halten und dann wird nämlich aus "Bild öffnen" hier unten "Objekt öffnen", d.h. ich halte jetzt die Shift-Taste gedrückt, klicke auf "Objekt öffnen". Und wenn ihr jetzt der Meinung seid, da hätte man noch was tun müssen, dann klickt ihr einfach doppelt auf diese Vorschau, auf diese Miniatur und ihr könnt jederzeit wieder zurück in das Raw-Format und könnt da noch Korrekturen vornehmen. Ich helle mal das Bild ein bisschen auf, mache das Ganze mal ein bisschen kühler, drücke wieder auf "OK" und das Ganze ist jetzt quasi ein Smart-Objekt und ihr könnt jederzeit wieder zurück in das Rohformat gehen. Am Anfang empfehle ich euch einen anderen Weg. Das bedeutet, wenn ihr wirklich eine Rohdatei vorliegen habt, dann geht ihr auf "Datei öffnen", wählt euch diese Rohdatei aus, macht hier ganz normal eure Korrekturen, und wenn ihr fertig seid, öffnet ihr das Bild ganz normal in Photoshop und fangt dann an, dieses Bild hier zu retuschieren.

Photoshop ist einfach!

Lassen Sie sich von den endlosen Möglichkeiten in Photoshop überraschen und lernen Sie Funktionsprinzipien, Werkzeuge und Arbeitstechniken für ein perfektes Bildergebnis kennen.

6 Std. 5 min (67 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!