Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

RAW-Bilder aus Photoshop in Lightroom bearbeiten

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

In diesem Tipp der Woche zeige ich Ihnen, wie Sie ein in Photoshop platziertes RAW mit Lightroom bearbeiten und die Änderungen zurückgeben können. Also, statt Camera RAW zu öffnen, können Sie auch in Lightroom Änderungen vornehmen, die dann in Photoshop automatisch aktualisiert werden. Sicherlich fragen Sie sich jetzt: Warum sollte man das überhaupt wollen? Warum sollte man ein in Photoshop platziertes Smartobjekt in Lightroom bearbeiten wollen? Also, so wie hier, weil das ist hier platziert. Ich kann da einen Doppelklick drauf machen und bin direkt in Camera RAW, kann hier Änderungen vornehmen, wie ich lustig bin und so weiter. Also, an sich ist das doch eine super Sache, oder? Also, warum sollte jemand sich wünschen, dieses RAW in Lightroom statt in Camera RAW zu optimieren? Da kann ich Ihnen einige Beispiele zeigen. Ich wechsle mal zu Lightroom. Und das wichtigste Argument wahrscheinlich ist das Vorgabekonzept. Denn Sie haben hier die Vorgaben nicht alle wie in Camera RAW einfach untereinander als unendliche Liste, sondern die Vorgaben lassen sich hier gruppieren. Und außerdem sehr schön ist, die Vorgaben haben eine Vorschau. Also, ich kann hier mit der Maus drüberfahren und oben im Navigator sehe ich dann sofort, wie das Ergebnis aussehen wird. Gerade wenn Sie hier eigene Vorgaben haben oder viele verschiedene geladene Vorgaben aus dem Internet beispielsweise, dann können Sie diese hier sehr schnell und komfortabel zuweisen. Ja, und außerdem haben Sie den Vorteil in Lightroom, dass Sie hier so einen einzelnen Vergleich für die einzelnen Bereiche sehr schnell vornehmen können mit diesem kleinen Knöpfchen. In Photoshop beziehungsweise in Camera RAW müssten Sie dafür die entsprechenden Shortcuts erst mal kennen. Aber gut, ich möchte Ihnen mal zeigen, wie Sie das jetzt bewerkstelligen können. Denn ich kann jetzt hier beispielsweise eine Änderung vornehmen, zum Beispiel eine Teiltonung, und die wird dann direkt in Photoshop geändert auch, also übernommen. Sie sehen hier den Trick im Prinzip im Bild schon versteckt, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen. Und zwar ist das hier die Art der Platzierung. Und dieser Tipp, der funktioniert deshalb leider auch nur in Photoshop CC und höher, weil Sie dafür nämlich die Funktionalität der verlinkten Smartobjekte benötigen. Das heißt, Sie platzieren ein RAW nicht in der Datei, sondern verlinken es nur. Das geht über Datei Platzieren und verknüpfen. Also verknüpfte Smartobjekte heißt es auf Deutsch; auf Englisch wären das die Linked Smart Objects. Und ja, wie Sie das machen, das möchte ich Ihnen mal zeigen; entweder hier über diesen Befehl oder etwas einfacher. Natürlich müssen Sie zunächst mal hier sich eine Datei vorbereiten, die so groß ist wie das Ausgangsbild, und darin platzieren Sie jetzt das Smartobjekt. Und das zeige ich Ihnen mal. Ich gehe mal wieder zurück in Lightroom. Dieses Bild möchte ich gerne jetzt platzieren in Photoshop. Auf dem Mac brauchen Sie es hier einfach nur aus dem Filmstreifen nehmen, zu Photoshop wechseln, hier die Alt-Taste gedrückt halten und loslassen. Dann öffnet sich kurz Camera RAW, dann klicken Sie auf OK. Dann kommt der Transformierungsrahmen -- das wurde hier automatisch eingepasst. Ich klicke auf Enter und dann sehen Sie, hier habe ich ein verlinktes Smartobjekt platziert. Und das ist wichtig, dass Sie dabei die Alt-Taste gedrückt halten. Und falls Sie jetzt auf dem PC unterwegs sind, da funktioniert das so direkt nicht. Da könnten Sie den Umweg gehen über den Explorer, indem Sie hier einen Rechtsklick drauf machen. Im Explorer anzeigen würde dann hier bei Ihnen stehen. Dann geht das entsprechende Fenster auf und dann ziehen Sie von dort die Datei in Photoshop hinein, mit gedrückter Alt-Taste, lassen das Ganze los, klicken in Camera RAW auf OK und noch mal auf Enter. Und dann haben Sie hier ebenfalls ein verknüpftes Smartobjekt. Oder Sie gehen den ganz langen Weg und wählen Datei Platzieren und verknüpfen und klicken sich dann hier durch den Verzeichnisbaum zur gewünschten Datei und können dann diese hier direkt platzieren. Ich mache es noch mal auf die Mac-Art-und-Weise. Ich gehe hier also in den Filmstreifen, wechsle zu Photoshop, Alt-Taste gedrückt, loslassen, Enter und Enter. Und dann habe ich mein Smartobjekt platziert. So weit, so gut. Wichtig ist, dieses Symbol muss erscheinen, dieses Kettensymbol, denn dann haben Sie ein verknüpftes Smartobjekt platziert. So, wenn ich jetzt in Lightroom gehe und hier eine Änderung vornehme, zum Beispiel mal die Lichter etwas tone, etwas gelblich, und dann vielleicht die Tiefen hier etwas blau, dann kann ich das jetzt an Photoshop übergeben, indem ich die Metadaten speichere. Und diesen Befehl finden Sie hier im Fotomenü. Und dort wählen Sie dann Metadaten in Datei speichern oder Sie drücken einfach den Shortcut Strg+S beziehungsweise Cmd+S. So, da klicke ich drauf, bestätige diesen Warnhinweis und sage, ich möchte die Einstellungen überschreiben. Und dann wechsle ich zu Photoshop und dort aktualisiert sich das Ganze bereits schon. Und voila, da haben wir unsere Änderung. Das heißt, Sie machen das jetzt im Folgenden immer so, dass Sie hier nicht doppelklicken auf die Datei, sondern dass Sie zu Lightroom wechseln, hier die Änderung vornehmen, die Sie durchführen möchten, und dann das Ganze speichern jeweils. Also, ich kann noch mal hier eine andere Korrektur vornehmen, zum Beispiel die Luminanz der Gelb- und Grüntöne etwas ändern, um hier etwas mehr Kontrast hineinzubringen, vielleicht die Blautöne und die Cyantöne etwas abdunkeln und vielleicht noch eine Vignette hinzufügen, also das Ganze ein bisschen dunkler machen, die Lichter ausschließen -- die weiche Kante ist hier schon recht kräftig -- und das Ganze zum Mittelpunkt hinziehen, um hier den Fokus mehr auf die Mitte zu bringen. So, dann speichere ich mit Cmd+S, bestätige den Warnhinweis, wechsle zu Photoshop. Dort erhalte ich gleich meine Änderung. Und das Schöne ist, ich kann jetzt hier wie gewohnt weiterarbeiten mit beispielsweise Farbtonsättigung, die Sättigung etwas reduzieren. Dann zum Beispiel mit einer Gradationskurve mir den Kontrast hier genau so hinziehen, wie ich es möchte. Und trotzdem kann ich jederzeit wieder in Lightroom das Ausgangssmartobjekt ändern. Ich kann das natürlich auch in Camera RAW machen. Nur dann müssen Sie aufpassen. Wenn ich das mal mache jetzt hier. Ich gehe mal rein mit einem Doppelklick in Camera RAW und nehme mal hier diese Vignette raus. Die stört hier oben doch schon ziemlich, oder? Also, deshalb mache ich hier mal einen Doppelklick -- na, nicht ganz so weit, sondern nur ein bisschen --, reduziere ich den mal ein wenig und klicke hier auf OK. Und wenn ich jetzt zu Lightroom wechsle, dann sieht es dort immer noch so aus wie vorher. Und hier müssen Sie jetzt die auf der Festplatte geänderten Einstellungen wiederum in den Lightroom-Katalog laden. Und das klingt kompliziert, ist es aber gar nicht, denn Sie brauchen nur einen Rechtsklick machen auf das Foto, Metadaten wählen und hier Metadaten aus Datei lesen. Dann kommt wieder ein Warnhinweis. Dann klicken Sie auf Lesen und dann haben Sie es genau so wie in Photoshop, also die Datei, die verknüpfte RAW-Datei auf der Festplatte, die wird jeweils geändert durch die einzelnen Programme. Und Sie müssen nur dafür sorgen, dass Lightroom, falls Sie mal etwas in Camera RAW geändert haben, das auch mitbekommt, indem Sie hier aus den Metadaten lesen lassen. Ja, und das ist der ganze Trick an der Sache. Wie gesagt, der Hauptvorteil, den sehe ich wirklich in dem deutlich überlegenen Vorlagenkonzept hier in Lightroom. Und ich könnte mir jetzt hier einfach mal ein Schwarz-Weiß-Preset nehmen. Ja, das sieht doch schön dramatisch aus. Ich wähle dann also Cmd+S, Fortfahren, wechsle zu Photoshop -- dort ist der Aktualisierungsvorgang bereits in vollem Gange -- und kann jetzt hier das Bild noch weiter abstimmen, zum Beispiel mit Farbtonsättigung und hier das Ganze ein bisschen färben. Sagen wir mal, so leicht cyanfarben, wunderbar. Sie sehen, das ist doch ein schöner Workflow, oder? Also, wenn Sie viel mit Vorgaben arbeiten oder gerade Vorgaben nur für Lightroom sich heruntergeladen haben, dann ist das die Vorgehensweise Ihrer Wahl. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.