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Fotografieren mit der Lochkamera

Rauschreduzierung in Adobe Camera Raw

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Die Rauschreduzierung von Camera Raw gehört zu den besten Möglichkeiten des Programms, um Luminanz- oder Farbrauschen auszufiltern. Hier geht es konkret um beide Rauscharten und die entsprechenden Korrekturmöglichkeiten.
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Transkript

Neben der Ausfleckretusche, die dieses Bild definitiv gebraucht hat, gibt es noch andere Eigenheiten, die wir natürlich möglichst gut, positiv darstellen wollen. Das Erste ist natürlich die Belichtung, sieht man auch sofort.. Dieses Bild, man sieht es vor allem hier schon am Histogramm, das ist so ein bisschen knapp belichtet, was insofern, ich nenne das jetzt mal entschuldbar ist, als dass wir hier eine Aufnahme haben, in der Bewegung stattfindet. Man sieht das eigentlich kaum, weil bei einer 1/160 Sekunde ist das kaum wahrnehmbar, aber die Aufnahme habe ich mitgezogen, das heißt, ich habe sie mit dem vorderen Teil der Straßenbahn synchron bewegt und da wäre jetzt der Hintergrund, wenn ich eine längere Zeit genommen hätte, sogar tatsächlich verwischt. Ich wollte eine Speed-Aufnahme schaffen. Sie sehen es auch an andere Stelle, dass es eine wirklich eine kurze Belichtungszeit ist, 1/160, eine Radfahrerin oder ein Radfahrer, Fußgänger haben wir hier drin. Man kann also wirklich problemlos ohne Stativ fotografieren, wenn man einen entsprechend hohen ISO-Wert verwendet. Der hat natürlich je nach Kamera immer den Nachteil, dass man damit dem Rauschverhalten ändern muss, es ist die zweite Sache, die wir ändern. Aber erstensmal fangen wir vorne an und ändern die Belichtung, wie man schon am Histogramm sieht. Ich fahre mal nur ganz vorsichtig die Belichtung ein bisschen nach oben und eigentlich auch nicht deswegen, weil mir hier Tonwerte fehlen, sondern weil ich sehe, dass hier ein ganz klein wenig zu viele unterwegs sind. Also Belichtung ein bisschen nach oben so, das reicht mir eigentlich schon, mehr möchte ich da nicht machen, vielleicht ein bisschen weniger, 0,2 ist 1/5 Blende nur. Dann würde ich gerne den Weißanteil ein bisschen nach oben fahren und das gibt erheblich mehr Brillanz, wie Sie sehen. Vorsicht allerdings gehen Sie da nicht zu weit, sonst haben Sie hier ausgeschossene Ecken oder Flächen im Himmel oder auch hier auf der Tram, das wollen wir natürlich nicht. So dann geht es um diese Vignettierung. Die Vignettierung, die gehört einfach zu einer Lochkamera-Aufnahme dazu. Speziell dann wenn wenn sie so weit winklig ist wie diese hier. Die möchte ich eigentlich nicht wegbringen. Könnte man natürlich mal versuchen, wie das aussieht, das hier würden wir über den manuellen Pad machen und hier weiter unten könnte man jetzt die Vignettierung verändern. Ich gehe einfach mal mit der Stärke in diese Richtung hier und dann sehen Sie, dass man sie damit wegbringen würde aber das das tut der Aufnahme nicht gut. Also das ist etwas, was Sie irgendwie nach außen hin fast so was wie ausbluten lässt. Abgesehen davon sehe Sie natürlich auch, aufgrund der weiteren Entfernung dieses Chipteils vom Loch, was sich in der Mitte befindet, dass wir hier so einer Art Verwischung drin haben. Es ist einfach nicht mehr so scharf wie hier vorne, also das bleibt auf jeden Fall drin, da möchte ich gerne nichts ändern. Wir haben bisher nur eins gemacht, wir haben die Belichtung etwas geändert und damit auch noch die hellen Tonwerte etwas angehoben. Jetzt mache ich das Gegenteil und gehe beim Schwarz-Regler ein bisschen weiter runter um die Brillanz wirklich noch etwas besser auszuprägen. Das kann man ein bisschen gegensteuern, indem man die Tiefen nach oben fährt. Der Schwarz-Anteil bleibt natürlich bestehen, aber die Tiefen werden trotzdem ein wenig durchlässiger. Wenn ich mir das jetzt mal anschaue, würde ich sagen, gut es ist eine eher gelbliche Aufnahme, darf sie aber ruhig sein. Wir vergleichen mal vorher, nachher, besser so kann man es besser sehen und jetzt sehe Sie, dass sie deutlich brillanter geworden ist, die Belichtung angepasst würde. Aber es gibt noch eine Kleinigkeit, die Sie sicher häufig verwenden die Klarheit und ich habe den Eindruck, die Klarheit, die ist gerade zu gemacht für Lochkamera-Aufnahmen. Also was ich da noch rausholen kann, ist schon eine Menge. Das wäre mir ehrlich gesagt zu viel, aber so was ungefähr, so ungefähr die Hälfte, 1/3 bis die Hälfte, das würde mir schon noch eine Menge geben. Wenn wir jetzt die beiden Hälften vergleiche, das sind die Dinge, die man grundsätzlich auf der Belichtungsseite durchaus erledigen kann. Dann haben wir vom Rausch-Verhalten gesprochen. Das Rausch-Verhalten ist natürlich dafür, dass wir ein ISO 50.000 hatten. Als ich meine Lehre begonnen habe, war ein ISO 200 ein hochempfindlicher Film und jetzt sind wir bei ISO 50.000, ok, aber Sie sehen, das funktioniert, das rauscht nicht viel mehr als ein 200er Kleinbild-Film vor ungefähr 25 Jahren. Toll! Nur wirklich zufrieden bin ich natürlich trotzdem nicht damit. Also möchte ich da mal ein bisschen dichter an die Geschichte dran gehen und wir schauen mal, gehen wir zurück auf unsere gesamte Darstellung. dass man noch sieht, wo wir gerade arbeiten. Wir schauen uns das mal an und das ist natürlich schon massiv dieses Rauschen eben auch durch die Klarheit noch ein bisschen. Hier sieht man durch die Klarheit noch ein bisschen bevorzugt, also die sorgt durchaus dafür, dass wir das Rauschen noch stärker wahrnehmen. Es ist toll für den gesamten Bildkontrast aber natürlich für dem Mikrokontrast ist die Klarheit in diesem Fall eher Gift. Naja, was machen wir? Wir haben ja hier ein paar Waffen dagegen. Da gehört unter anderem etwas dazu, was Sie wahrscheinlich wie selbstverständlich gerade wahrnehmen, weil der Regler auf seiner Grundeinstellung 25 steht, aber wenn ich den mal auf 0 runtersetze, schauen Sie, was hier passiert. Das hier, so würde die Aufnahme unkorrigiert aussehen. So viele Farbprobleme haben wir da drin und jetzt fahre ich diesen Farbregler mal wirklich nur so weit rein ins Bild, nicht bis zu 25, sondern nur so weit, bis mich das Farbrauschen nicht mehr stört. Ich gebe es zu, das ist nicht so weit weg von 25 und wenn wir mal wesentlich da drüber gehen, dann ändert sich auch nicht mehr all so viel. Trotzdem wir brauchen keine 25 uns reicht ungefähr einen Wert von 20 und da ist dieses Farbrauschen eigentlich schon weg. Was wir jetzt noch haben, so kann man es auch gut sehen, so sieht man ein bisschen auch noch das gesamte Bild dabei, was wir noch haben ist eben das hier das Luminanz--Rauschen. Das ist eine recht diffizile Geschichte mit diesen drei Reglern umzugehen. Luminanz, Luminanzdetails und Luminankontrast, der übrigens bei manchen Aufnahmen überhaupt gar keinen Einfluss hat. Ich habe Aufnahmen gehabt, da hat der Luminanzkontrast wirklich gar keinen Unterschied gemacht, egal ob wir bei 0 % oder bei 100 % stand. Machen Sie sich nicht so aus, den brauchen Sie nicht immer, aber wenn Sie ihn brauchen, wie bei diesem Bild, dann würde ich folgendermaßen mit umgehen. Erstensmal möchte ich sehen, was passiert, wenn ich das Luminanz- Rauschen zu 100 % rausnehme. Dann ist wirklich gar kein Rausch mehr im Bild aber natürlich haben wir jetzt auch recht verwaschene Tonwerte, das Ganze erinnert eher an ein figuratives Gemälde als an eine Fotografie, also mit 100 würde ich hier nicht arbeiten. Trotzdem finde ich es immer eine gute Herangehensweise ein Regler mal zwischen 0 und 100 hin und her zu schieben, weil man dann ganz guten Gefühl dafür bekommt, was man den eigentlich am besten haben möchte. Mir würde etwas gefallen, was das Rauschen durchaus sichtbar bleiben lässt, aber trotzdem natürlich nicht diese Tonwerte so fürchterlich ausweisen lässt. So also da sind wir jetzt beim Luminanz-Rauschen bei ungefähr 60 %. Wenn wir das nochmal zurücksetzen auf 0 durch einen Doppelklick,, sieht so aus, wirklich schlimm, und jetzt fahre ich nochmal rauf und würde wieder, wenn ich nicht hier drauf schaue, bei 60 % landen, da waren wir bei 75 %, jetzt bei 85 %, bei knappen 60 % bin ich mit der Aufnahme vollkommen einverstanden. Die Luminanzdetails, die fahre ich mal zurück nach 0. Da sehen Sie, dass die auch schon ein klein wenig einen Einfluss haben. Ein Tipp allerdings, wenn Sie mit dem Limunanzdetails arbeiten, die würde ich so weit nach oben fahren wie irgendwie möglich, die haben aber die hässliche Eigenschaft, dass Sie ab einer gewissen Stärke, ganz seltsame Muster bilden und genau diese Punkten muss man abpassen, den sieht man aber nur, wenn man dicht dran geht. Also Luminanzdetails unten bei 0 % passiert gar nichts und jetzt 100 % und jetzt sehen Sie, dass so eine Art Eiskristallstruktur entsteht, die hat wirklich nicht mehr mit unserem Bild zu tun, die ist deutlich zu stark Jetzt gehe ich mal wieder mal runter und dann sieht man auch, wie diese Eiskristalle quasi weg bröckeln. Jetzt bei 56 % wird es mir gut gefallen. Ich setze es mal runter auf 0, dann sehen Sie, dass es hier schon an den Kanten ein bisschen was bringt, all so viel, gebe ich zu, bringt das nicht, aber aus gesamte Bild bezogen dürfte es nochmal einiges an Brillanz bringen. Ohne und mit sieht das so aus. Wenn wir da jetzt aus diesem Wert von etwa 50-60 % gehen so was ungefähr, dann sind keine von diese kristallin Strukturen hier drin und trotzdem sieht das ganz vernünftig aus. Der Luminanzkontrast jetzt ziehen wir den auch mal hoch auf 100 % und dann sehen Sie, dass er so eine Art Gegenspieler ist zum Luminanz-Regler. Der bringt wieder einiges an Körnung rein, ohne dass er all zu viel an Details zum Vorschein bringt. Das heißt, der Luminanzkontrast, das ist etwas, was ich in diesen Falle wahrscheinlich gar nicht brauche. Nicht, weil er gar nichts ändert, sondern weil er mir ein unruhiges Rauschen ins Bild reinbringt, was in diesem Fall nicht zum Bild wirklich beiträgt, also lasse ich diesen Wert mal auf 0 stehen, weil er mich nicht wirklich weiter hilft. Manchmal kann der wirklich eine Menge noch bringen. Er bringt wieder Zeichnung zurück, aber in diesem Fall ist da nicht all so viel los. Jetzt haben wir das Bild die ganze Zeit bei 50 % angeschaut, schauen wir uns das gesamte Bild nochmal an, also ein Doppelklick hier auf die Hand und gucken wir uns es nochmal an. Da ist wirklich sehr viel weniger Rauschen drin, so wenig Rauschen, dass ich fast geneigt bin zu sagen, es ist mir schon zu unnatürlich. Jetzt bei der Gesamtbild-Betrachtung also würde ich hier mit der Luminanz nochmal ein bisschen runter gehen, weil so schlimm ist das Rauschen ja nicht, es ist nicht so, dass das Bild zerstört. Nur wenn es eben nur aus Rauschen besteht das Bild so wie jetzt, dann wäre mir da zu viel los. Also vielleicht gehen wir doch lieber auf einen Wert von zwischen 30 und 40. Ich gehe nochmal rein in das Bild und gucke mir das nochmal an. Ich finde es immer noch erträglich, die Luminanzdetails müssen wir nicht wesentlich weiter nach oben fahren, die bringen nichts mehr bzw. zu weit oben würden sie uns diese Kristall-Strukturen verpassen. Den Luminanzkontrast auch jetzt hier bei dem geringeren Rauschen. Naja es bleibt dabei, er führt einfach mehr Rauschen in das Bild, was ich nicht haben möchte, von daher haben wir damit, glaube ich doch ganz gut die Werte rausgepickt, die wir haben wollen. Vielmehr gibt es bei der Aufnahme jetzt im Moment erstmal nicht zu tun. Sie können natürlich hier auch mit den Schärfen ein bisschen spielen, allerdings habe ich bei den gesamten Lochkamera-Aufnahmen herausgefunden, für mich herausgefunden, dass das Schärfen im Raw Converter oder auch über den Adobe Camera Raw Filter nicht für Lochkamera- Aufnahmen konzipiert ist. Es liegt allein schon mal daran, dass der maximale Betrag hier bei 150 % liegt, manchmal braucht man mehr. Es liegt daran, dass wir hier einen Radius von maximal 3 Pixeln haben, manchmal braucht man 3,5; 4; 4,5; oder 5 Pixel und allein diese beiden Dinge hier deuten darauf hin, dass wir es hier eigentlich damit zu tun haben, mit einem Schärfe- Werkzeug, das für bildmäßige... wie nenne ich das? Objektiv-Fotografie, also Glaslinsen-Fotografie gedacht ist, wo wir ein prinzipiell schon scharfes Bild haben und das ein wenig verbessert werden muss. Das was wir hier machen könnten mit den Schärfedetails hier, das macht man lieber in Photoshop. Soweit wäre es dann aber ok, von mir aus kann man das Bild öffnen, sieht dann in Photoshop so aus. Herrlich! Und damit kann ich erstmal gut leben.

Fotografieren mit der Lochkamera

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2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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