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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Rauschfreie Nachtaufnahmen mit dem Smartphone

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Die beste Kamera ist die, die Sie immer dabei haben und oft ist es nur das Smartphone. Und in diesem Video möchte ich Ihnen einfach mal zeigen, wie Sie auch damit rauschfreie Nachtaufnahmen, und zwar ohne Stativ, erzielen können. In diesem Tipp der Woche geht es darum, dass wir alle ja quasi heutzutage immer eine Kamera dabei haben, dass diese Kamera in der Regel aber nicht die beste Kamera ist, die wir haben, denn es handelt sich um die Kamera in Ihrem Smartphone. Und auch wenn die Technik immer besser wird, die Smartphones, die rauschen dann doch ein bisschen, und gerade auch, wenn Sie JPEGs nur fotografieren können, dann haben Sie auch nicht die Möglichkeit, dort groß einzugreifen. Und die Entrauschungsalgorithmen innerhalb des Handys sind dann doch sehr aggressiv und Sie verlieren viele Details. Und deshalb möchte ich Ihnen heute einfach mal einen Trick zeigen, wie Sie auch mit dem Smartphone rauschfreie Bilder unter widrigen Lichtbedingungen hinbekommen, also unter widrigen, in Anführungsstrichen, wie diesen hier. Ja, das ist im Prinzip eine Nachtszene mit einigen sehr hellen Stellen und wenn wir mal da reinzoomen, dann sehen Sie, wie hier im Normalfall das Ganze sehr krisselig wird und rauscht. Also, das ist die Variante, die Sie so als JPEG aus Ihrem Foto bekämen. Also hier sieht man auch so unschöne Strukturen, das sieht nicht so gut aus. Also, wir haben dann auch die Personen, die sich bewegen, hier natürlich alle drauf, und auch die können wir mit einem einzigen Schritt entfernen. Und das Ganze sieht dann hinterher so aus: Achten Sie hier mal auf die ganzen Personen, dass die, die sich bewegt haben, einfach weg sind, wie bei einer Langzeitbelichtung, und die, die hier rumgegammelt haben, die sind natürlich noch zu sehen. Und jetzt schauen wir uns mal das Rauschverhalten an: Gucken Sie sich das mal an hier: Das Schild ist rund, wir haben hier glatte Flächen, ist das nicht toll? Und ja, alles, was Sie dafür machen müssen, ist es, eine Belichtungsreihe aufzunehmen. Und das habe ich mal gemacht, ich kann das mal zeigen hier: Das sind die einzelnen Fotos, so, ich pass das hier mal nicht ein, Sie sehen das ja, und ich geh mal durch die einzelnen Einstellungen durch. Ja, also im Prinzip immer wieder mal ausgelöst und da sehen Sie auch, wie die Leute durchs Bild wandern und dass wir immer einen leichten Versatz zwischen diesen Aufnahmen haben. Und das ist wichtig, denn wenn Sie immer den gleichen Ausschnitt, exakt den gleichen Ausschnitt, bspw. von einem Stativ, aufnehmen würden, dann haben Sie nicht diesen Mikroversatz, der dazu führt, dass Sie wirklich das Rauschen loswerden und auch die Person und das Ganze möglichst glatt. Ja, und wie geht das jetzt? Auch das ist ganz einfach. Also das hier hab ich schon mal vorbereitet gehabt und hier sehen Sie natürlich schon, was ich gemacht habe; ich habe den Stapenmodus "Median" angewendet. Also, im Prinzip habe ich nichts anderes gemacht als diese ganzen Aufnahmen, die ich Ihnen eben gezeigt habe, als Ebenen in eine Datei geladen, diese Ebenen dann alle zusammengefasst in einem Smartobjekt und diesem Smartobjekt dann den Stapelmodus zugewiesen, und zwar über "Ebene" "Smartobjekte" "Stapelmodus" und geeignet So, und das sind jetzt viele Schritte, die ich Ihnen gerade erzählt habe und das würde natürlich alles sehr viel Zeit kosten, diese Ebenen zu laden und in Ebenen zu gruppieren usw., aber wissen Sie was, dafür gibt es eine Abkürzung und die finden Sie im Menü "Datei" unter "Skripten". Und hier können Sie natürlich zum einen die Ebenen in Stapel laden, aber es geht noch schneller: Sie können hier einfach "Statistik" wählen. Und wenn Sie das machen, müssen Sie im Prinzip nur noch einmal zu Ihrem Ordner navigieren, und das wäre dann dieser hier, "Nachtrauschen", das sind die ganzen JPEGs hier, diese einzelnen, und die markieren Sie dann, klicken auf "Öffnen", dann erscheinen die hier und dann sollten Sie natürlich hier auch auswählen, dass die Quellbilder nach Möglichkeit automatisch ausgerichtet werden, denn Sie wollen ja nicht einfach diese im Versatz aufgenommenen Fotos übereinanderlegen und dann einfach einen Durchschnitt bilden oder den Mittelwert, sondern die sollen natürlich schön im Detail übereinanderliegen, sodass sich diese Rauschdetails miteinander verrechnen lassen und dadurch ausgeblendet werden. Also, hier ein Häkchen setzen und dann sicherstellen, was Sie hier oben auswählen, und wie gesagt, in der Regel kommen Sie hier mit "Mittelwert" oder "Median" zum besten Ergebnis. Ich würde hier Ihnen empfehlen, "Median" zu nehmen. So, dann klick ich auf "OK" und dann dauert das einen Moment und ja, da kommt im Prinzip nichts anderes raus als das, was ich Ihnen gerade gezeigt habe: Die Dateien werden aneinander ausgerichtet und so weiter, und in ein Smartobjekt gepackt und dann wird auch gleich der Stapelmodus zugewiesen. Und da ich das alles schon vorbereitet habe, kann ich im Prinzip auch hier abbrechen und Ihnen das direkt zeigen. Also, ich hoffe, das funktioniert jetzt hier, dass ich das einfach so abbrechen kann. Wie kann ich es wagen?, denkt sich Photoshop jetzt wahrscheinlich. Wir schauen mal, ob das geht. So, zurück zu Photoshop. Na, ist jetzt noch irgendein Dialog offen? Nee, eigentlich nicht. Sollte also im Prinzip funktionieren, genau, und da sehen Sie jetzt, hier ist der Stapelmodus "Median" aktiv, den können Sie hier auch nicht direkt in der Ebenenpalette ändern, sondern den können Sie nur ändern hier über Ebene "Smartobjekte" und "Stapelmodus". Eine andere Möglichkeit wäre hier, dass Sie den Mittelwert verwenden, aber wie gesagt, mit "Median" kommen Sie in der Regel zu den besten Ergebnissen und die hatte ich Ihnen schon gezeigt. Und das Schöne ist, hier können Sie jetzt sogar ein bisschen aufhellen, also Sie können hier z. B. den "Tiefen/Lichter"-Filter anwenden oder "Unscharf maskieren", was ich hier gemacht habe. Also gefahrlos ein bisschen nachschärfen und an den Lichtern ein bisschen schrauben. Das mach ich einfach mal, also ich wähle "Bild" "Korrekturen" "Tiefen/Lichter" und kann jetzt hier das Bild ordentlich aufhellen, wenn ich es möchte. Muss hier natürlich mit dem Radius ein bisschen spielen und das sieht dann i.d.R. auch komisch aus, wenn Sie es übertreiben, weil da, wo keine Details von Ihrem Handy aufgenommen wurden, da können natürlich auch keine jetzt erfunden werden, sondern nur dort, wo Sie wirklich Details- und Lichtinformationen hatten; dort können Sie etwas bewirken in diesem Bild. Also hier z. B. auch die Sättigung etwas erhöhen für diese aufgehellten Bereiche und das Ganze dann vielleicht ein bisschen zurücknehmen. Und Sie sehen, was da doch möglich ist, allein durch diese Belichtungsreihe. Und wenn Ihnen das nicht gefällt, dann nehmen Sie einfach diese Korrektur wieder raus. Das ist also die Macht der Stapelmodi, in diesem Fall die Macht des Stapelmodus "Median" für das Verrechnen von Nachtaufnahmen, die Sie bspw. mit Ihrem Smartphone gemacht haben. Und dadurch werden Sie Rauschen los und Sie werden die Personen los, die hier alle durchs Bild geflitzt sind. Also, das sieht doch schon viel aufgeräumter aus und bei Ihren Nachtaufnahmen mit diesem Stapelmodi wünsche ich Ihnen viel Spaß!