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Composing mit Photoshop: Deep Impact

Rauch malen

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Mit der zuvor erzeugten Pinselspitze lässt sich Rauch in das Bild malen. Dadurch wird der Blick des Betrachters zusätzlich gesteuert, außerdem verdichtet sich die Atmosphäre des gesamten Motivs erheblich.
06:43

Transkript

Dem Malen von Rauch kommt in diesem Bild eine ganz besondere Bedeutung zu, denn damit wird nicht nur die Szene aufgepeppt, sondern damit wird vor allem auch noch mal die Blickrichtung unseres Betrachters gesteuert. Denn man darf nie vergessen, dass sich helle Bildteile in den Hintergrund spielen, während sich dunkle in den Vordergrund spielen. Das Ganze nennt man auch Luftperspektive. Sie kennen das sicherlich, wenn Sie in die Landschaft schauen und die Berge sind weit weg, dann sind die sehr hell und alles, was in der Gegend vor Ihren Füßen liegt, ist sehr dunkel bzw. hat sehr viel mehr dunkle Tonwerte. Die verschwinden einfach, je weiter man in die Weite schaut durch den Dunst, den Dreck und die Luftverschmutzung und vor allem die Luftfeuchtigkeit natürlich. Genau dieses Phänomen können wir hier natürlich auch aufmalen. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass die Atmosphäre in diesem U-Bahn-Hof durch diesen Einbruch ziemlich stark verdichtet ist, also können wir hier durchaus Luftperspektive reinbringen. Die Luftperspektive beginne ich mal ganz zart hier. Ich nenne das am besten gleich mal wieder "Dunst" und male das über alles drüber. Ich fange mal ganz sachte an, hier hinten. Als Pinselspitze nehme ich die "Soft Cloud", die Sie selbst festlegen können. Sie können sich aber auch irgendeine andere Pinselspitze aus dem Internet laden, die ungefähr so etwas macht. So was hier ca., so ungefähr könnte das aussehen. Aber wir malen das auf jeden Fall nicht mit 100 Prozent Deckkraft sondern nur mit 20 Prozent und müssen diese Pinselspitze erst mal bisschen formen. Erst mal gehe ich zu den Pinseln und gebe dem Ganzen hier in den Formeigenschaften das. Also ein Mindestdurchmesser, der im unteren 20 Prozent-Bereich liegt. Einen Größen-Jitter, der das Ganze recht unregelmäßig erscheinen lässt und auf jeden Fall einen Winkel-Jitter, um noch mehr Regelmäßigkeit aus dieser Pinselspitze herauszunehmen. Ein bisschen Streuung wäre vielleicht eine gute Idee. Ich klicke das mal an, dann sehen Sie, das kann man ein bisschen auseinanderstreuen. Die Anzahl würde ich nicht erhöhen, weil, schauen Sie, es wird einfach nur zu weiß, die Anzahl sollte auf jeden Fall bei einer Pinselspitze bleiben. "Anzahl Jitter" hat natürlich dann auch keinen Sinn. Damit können wir, glaube ich, ganz gut arbeiten. Ich fange einfach mal hinten an und mache das erst mal hier alles über dies Lampen drüber. Da sehen Sie schon, das wird alles heller. Soll es ja auch werden, ist ja auch Sinn der Sache. Denn logischerweise, da wo Sie Licht haben, da kann dieser Staub auch ganz besonders gut angeleuchtet werden. Staub, Dreck, was auch immer alles in der Luft ist. Deswegen ist es sinnvoll, es erst mal hier drüberzumalen. Hier oben haben wir noch mehr Lichtquellen. Auch da können wir dafür sorgen, dass ein bisschen was passiert, dass diese Lichtquellen einen Lichthof bekommen. Hier genauso und natürlich auch hier drüben auf dieser Seite. Das ist erstmal eine ganz logische Geschichte, dass wir hier ganz besonders viel von diesem Qualm, Dunst und Rauch sehen können, überall da, wo wir Lichtquellen haben. Abgesehen davon sind diese Lichtquellen auch im hinteren Teil des Bahnhofes. Von daher ist es völlig logisch, dass wir sie dort hinmalen, denn der hintere Teil soll ja heller werden, damit der Eindruck von Gegenlicht entsteht. Wo wir doch gerade hier dabei sind - sicherlich sind die Scheinwerfer von der U-Bahn auch nicht ganz ohne. Also auch die dürften einiges an Staub erleuchten; das dürfte sogar soviel sein, dass wir die U-Bahn selber an manchen Stellen gar nicht mehr so richtig sehen können, weil sie ja doch sehr weit weg ist. Genauso wie das hintere Ende des Bahnhofes, da schauen wir ja durch sehr viel von diesem Rauch und Dampf und Dreck durch. Wunderbar, jetzt wird die ganze Sache ein bisschen heller, aber eben nur da, wo wir sie heller haben wollen. Dadurch kommt wahnsinnig viel Tiefe ins Bild. Wenn man sich das anschaut und das wieder rausnimmt, wirkt es platt und sobald ich es wieder reinbringe, wirkt das Bild an der Stelle deutlich tiefer. Wo brauchen wir das noch? Wir brauchen das selbstverständlich hier oben, denn hier oben kommt das Licht in den Bahnhof. Auch da brauchen wir einiges von dieser Struktur, die wir da erzeugt haben. Je nachdem, wie stark diese Struktur ist - also strukturbedingt durch die Pinselspitze, es gibt natürlich auch welche, die stärkere Struktur haben - müssen Sie die Deckkraft ein bisschen weiter herunternehmen, damit die Pinselspitze sich erst durch vielfaches Übermalen zu einer Gesamtstruktur ergänzt. Da oben brauchen wir das natürlich und dann dürfen wir nicht vergessen: Das ist hier runtergekommen, dieses Ding. Also müssen wir hier vielleicht auch noch ein paar Lichtstrahlen hereinmalen. Ich mache das mal sehr viel kleiner und mache das mal so, dass Sie das gesamte Bild sehen können. Lichtstrahlen sind auf jeden Fall eine feine Sache. Ich klicke hier drauf, klicke hier unten drauf. So könnte das aussehen, vielleicht nicht mit dieser Deckkraft. Vielleicht nehmen wir mal nur 4 Prozent, ich glaube, dass das besser aussieht. Wunderbar. Und damit sieht es tatsächlich so aus, als würde hier Licht in - wie nennt man das, in Lichtquanten, weiß ich nicht - also jedenfalls diese dünnen Lichtstrählchen, die wir hier hineinmalen, die geben dem Ganzen irgendwas fast schon Sakrales. Machen wir das ein bisschen größer noch und ziehen das noch hier herüber, dann fehlt eigentlich jetzt hauptsächlich nur das Licht hinter diesem Asteroiden. Da können wir es ja auch einmal-- ich nehme dafür mal eine neue Ebene, Sie sehen gleich warum. Weil ich damit mal einfach anfange, hinter diesem Asteroiden, das reinzumalen, wieder zurück auf 20 Prozent. Sieht dann in etwa so aus und jetzt sehen Sie: Es ist schon dahinter, aber eben auch davor. Jetzt fällt mir noch ein, dass wir mal irgendwann in einer hellen Stunde daran gedacht haben, dass wir vielleicht hier genau im Asteroiden eben diese Ebenenmaske noch brauchen können. Die müssen wir noch nicht mal einschalten, es reicht wenn wir da einfach darübergehen mit der Maus, die Cmd- oder Strg-Taste drücken, dann bekommen wir das sofort als Auswahl. Wundervoll. Können es hier oben als Ebenenmaske jetzt einfügen - ist natürlich genau verkehrt herum, also klicke ich sie wieder an und kehre sie um. Jetzt wird alles, was dieser Asteroid ist, ausgeblendet. Ich kann also ganz feinen Rauch sogar noch in dieses Loch hier hereinmalen, um noch ein bisschen Trennung zwischen dem Loch und dem Asteroiden zu bekommen. Sollte ich natürlich dann möglichst nicht in der Ebenenmaske machen sondern hier, in der eigentlichen Ebene. Jetzt können Sie hier noch ein bisschen Trennung reinbringen, sehen Sie? Ich finde, dass das ganz wundervoll aussieht. Wir gehen mal davon aus, dass er da gerade durchgefallen ist, also vor ein paar Sekunden. D.h., wir haben schon so eine gewisse Rauchentwicklung nach oben hin und Sie sehen, dass Sie hier mit 10 Prozent vielleicht ein bisschen besser fahren, damit man die Spuren nicht ganz so gut erkennen kann. Aber ich glaube damit kommen wir doch insgesamt ziemlich gut klar. So, jetzt schauen wir uns das noch mal an. Immer wenn man glaubt, mehr darf nicht sein, mehr Dunst oder mehr Rauch darf man nicht reinmalen, dann sollte man noch ein bisschen was drauflegen, zur Not in einer separaten Ebene. Denn es kann eigentlich ganz selten nur zu viel sein. Man glaubt gar nicht, wie viel ein Bild dieser Art verträgt und das wird immer noch besser und besser und besser. Aber jetzt, so langsam, glaube ich doch, sind wir an eine gewisse Grenze geraten. Vielmehr brauchen wir nicht mehr. Wir gucken uns mal aus der Nähe an, wie es da aussieht. Ja, es ist ziemlich verraucht jetzt, unser Bild, aber genau das wollten wir ja eigentlich haben, wunderbar. Auch dort oben haben wir schönes Licht reingemalt. Im Großen und Ganzen sieht es jetzt so aus und damit, glaube ich, sind wir mit dem Rauch soweit erst mal am Ende.

Composing mit Photoshop: Deep Impact

Erfahren Sie alles über den Aufbau und die Umsetzung eines umfangreichen Composings in Photoshop und wie man unterschiedliche Fotos optimal miteinander kombiniert.

2 Std. 8 min (26 Videos)
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Dieses Video-Training ist der Auftakt eines Zweiteilers. Im zweiten Teil "Uli Staiger – Deep Impact mit CINEMA 4D" lernen Sie, den Meteoriten mit CINEMA 4D zu modellieren.

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