Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Projektmanagement: Planung und Strukturierung

Rahmenbedingungen und Planungsansätze

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Auch wenn Sie prinzipiell wissen, was zu tun ist, existieren doch ein paar Rahmenbedingungen bzw. Stellgrößen, die Ihnen einerseits vorgegeben sind, andererseits kontext- bzw. teamspezifisch von Ihnen (mit-)gestaltet werden können.

Transkript

Im Prinzip wissen Sie, was im Rahmen der Planung zu tun ist. Für Ihren Planungsprozess gibt es aber Rahmenbedingungen und bestimmte Stellgrößen, die Ihnen teilweise vorgegeben sind, beispielsweise durch einen unternehmensweit verpflichtenden Standard, oder die Sie kontext- und/oder teamspezifisch gestalten können. Diese Rahmenbedingungen wollen wir uns in diesem Film näher anschauen. Je nachdem, wie Sie die einzelnen Stellschrauben einsetzen, oder vorgegeben bekommen, werden unterschiedliche Planungsansätze und Herangehensweisen resultieren. Wichtig für Ihre Planung ist, dass Sie dabei nicht in die Realitätsfalle tappen. Planung ist kein Selbstzweck. Sie ist kontext- und situationsspezifisch und unterliegt der Unsicherheit. Um zu einer differenzierten Planung zu kommen müssen wir uns Klarheit über die Rahmenbedingungen verschaffen. Zunächst stellt sich die Frage: Wer soll überhaupt planen? Erfolgt die Planung zentral durch den Projektleiter oder ein Projektstab? Oder dezentral, wie jedes Team oder gar jedes einzelne Teammitglied plant selbstständig seine Aufgaben. Je nach Organisationsform und Herangehensweise wird die Antwort auf diese Fragen möglicherweise sehr unterschiedlich ausfallen. Es gibt bei diesen Fragen auch kein richtig oder falsch, sondern nur zu Ihrem Kontext und Ihrer Situation passend oder nicht passend. Welche Planungsprämissen gibt es. Vielleicht finden Sie im Projektauftrag bereits Prämissen und Festlegungen. Planungsprämissen können aber auch aus dem Projektumfeld oder dem Projektgegenstand heraus resultieren. Vielleicht verstecken sie sich in technischen Normen, die es einzuhalten gilt. Ändern sich die Prämissen, ist Ihre Planung, oder möglicherweise sogar das ganze Projekt mit einem Schlag obsolet. Die Planungsprämissen sind im Rahmen der Auftragsklärung zu berücksichtigen. Insbesondere, wenn aus dem Projektauftrag rechtliche Vertragsverhältnisse mit Dritten entstehen. Unklare Prämissen führen wie unklare Aufgaben fast schon zwangsläufig zu vorprogrammierten Konflikten. Zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Horizont planen Sie? Ihre Planung wird je nach Zeitpunkt und Horizont sehr unterschiedlich aussehen. Zu Projektbeginn mag Ihr erster Plan ein valider und vernünftiger Plan gewesen sein. Die Klippen waren noch nicht in Sicht. Zu einem späteren Zeitpunkt hingegen schon. Unser Horizont hat sich erweitert und wir haben die Planung angepasst. In welche Tiefe, mit welchem Detailgrad erfolgt die Planung? Ist das Vorgehen bis ins letzte Detail festgelegt, oder bleibt die Planung im Sinne einer Roadmap richtungsweisend und synchronisiert die Aktivitäten der Projektbeteiligten? Wie erfolgen Aufbau und Pflege der Planung? Je detaillierter Sie planen, umso höher ist später auch Ihr Aufwand bei Plananpassungen. Bei den meisten Planungen macht es nur Sinn, bis zu einer Ebene zu planen, die Sie später auch verfolgen und aktuell halten können. Planung ist kein Selbstzweck. Welche Planungswerkzeuge kommen zum Einsatz? Planen können Sie im Kopf, mit Bleistift und Papier, an einem Flipchart. Planen können Sie mit Softwareunterstützung und ohne. Planen können Sie mit einfachen Office-Werkzeugen, wie Excel; planen nkönnen Sie mit eigenen Planungswerkzeugen, wie Microsoft Project oder Merlin. Aber auch in einem SAP-System oder in Primavera. Last but not least müssen Sie Ihren Plan auch an die unterschiedlichen Zielgruppen kommunizieren. Je detaillierter Ihr Plan, umso eher überfordern Sie viele Beteiligte, die nicht täglich mit dem Plan befasst sind. Während Ihrem Lenkungskreis/ Steering Committee vielleicht eine Roadmap reicht brauchen Sie im Projekt möglicherweise eine andere Detaillierung und andere Darstellung um dem Projektteam die anstehenden Aufgabe zu kommunizieren. Sie haben jetzt wesentliche Parameter von Rahmenbedingungen für Ihre Projektplanung kennengelernt. Unterschiedliche Projektmanagementmethoden Schulungen/Richtungen von klassisch bis agil, unterschiedliche Unternehmen und Organisationen, ebenso wie verschiedene Projektteams setzen in der Praxis diese Parameter mitunter sehr unterschiedlich. Die verschiedenen Ausprägungen beschreiben die Unterschiede der verschiedenen Ansätze. Letztlich müssen sich aber alle Projekte an einem Kriterium messen lassen, ihrem Projekterfolg. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist, dass Ihr Plan der Realität standhält. Der Plan darf uns nicht in die Realitätsfalle führen. Zwei geflügelte Worte holen uns aus der Planungswolke zurück auf den Boden der Tatsachen: "Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum." Ein Plan ist keine in Stein gemeißelte Wahrheit, die endlos bestandhält, sondern muss sich fortwährend bewähren. Sie müssen die eigene Planung laufend hinterfragen. Haben sich die Prämissen möglicherweise geändert? Wissen Sie heute möglicherweise mehr als zum ursprünglichen Planungszeitpunkt? Haben sich Anforderungen und Aufgaben oder deren Interpretation zwischenzeitlich geändert? Der deutsche General Moltke hat einmal gesagt: "Kein Plan überlebt die erste Feindberührung." Dies gilt auch für Projekte. Und die Feinberührung können wir durch Realität ersetzen. Unser Beispiel führt uns die Realitätsfalle vor Augen. Sie haben bei der Definition dessen, was ei Projekt ist und was ein Projekt ausmacht ganz zu Beginn gelernt, dass Komplexität ein wesentliches Element von Projekten darstellt. Die Welt ist komplex, gekennzeichnet von Unsicherheit und vielen Abhängigkeiten. Dennoch haben Sie in Ihrem ersten Plan Annahmen getroffen, das Modell vereinfacht und einen Lösungsweg beschrieben. Das war nicht unvernünftig. Bis uns die Realtität wieder eingeholt hat. Und es ist noch lange nichtgesagt, dass dies die letzte Version Ihres Planes ist. Wir stecken sozusagen in einem Komplexitätsdilemma. Wichtig ist aber auch, dass Planung trotz allem pragmatisch bleibt. denn wenn Sie vor lauter Planung nicht zur Umsetzung kommen, ist niemandem geholfen. In diesem Film haben Sie die verschiedenen Parameter und Rahmenbedingungen für die Projektplanung kennengelernt. Wer plant? Welche Planungsprämissen bestehen? Planungszeitpunkt und Horizont, Planungstiefe? Welche Planungswerkzeuge sollen genutzt werden? Wie wird die Planung kommuniziert? Anschließend haben wir uns noch einem Realitätscheck unterzogen. Denn Planung ist kein Selbstzweck. Sie unterliegt in der Regel dynamischen Einflüßen und muss angepasst werden. Und trotz allem muss sie pragmatisch bleiben und sich dem Projektziel unterordnen.

Projektmanagement: Planung und Strukturierung

Erfahren Sie, was Planung im klassischen und agilen Sinn ist und wie Sie zu einer Planung von Aufgaben, Ablauf, Termine, Ressourcen, Kosten und Qualität kommen.

1 Std. 17 min (12 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:16.03.2017

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!