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Photoshop CC 2017: Freistelltechniken

Quick-Composing samt Farbanpassung

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Studiofotos erlauben einen sehr schnellen Hintergrundaustausch. Mit einem Trick sorgen Sie dabei gleichzeitig für die Farbanpassung des Models an den neuen Hintergrund.
11:55

Transkript

In diesem Film möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie ein sogenanntes "Quick-Composing" durchführen können. Und damit ist nichts anderes gemeint, als eine schnelle Fotomontage und zwar ist diese möglich auf Grund zum einen der Füllmethoden, die Sie in Photoshop zur Verfügung haben und zum anderen dadurch, dass ich hier das Model vor einem gleichmäßigen grauen Hintergrund fotografiert habe. Dieses Grau kann heller, oder dunkler sein. Je nachdem, das können Sie dann natürlich auch anpassen. Aber dieses Mittelgrau, wenn ich mir mal die Pipette nehme und mir mal die Infopalette einblende, das sollte sich hier in etwa von 125 bis 140 bewegen. Das sehen Sie jetzt hier. Also soll nicht sehr viel heller sein. In diesem Fall ist es aber sehr gut geeignet, um beispielsweise hier diesen Himmel hinzuzufügen. Der hat ja einige sehr dunkle stellen wie Sie sehen und ja, das Bild soll seine frische nicht verlieren. Also wenn ich den jetzt hier mit einer Füllmethode mit dem Bild kombiniere, dann ist das gar kein Problem, wenn der Himmel etwas heller wird. Denn das Bild soll, wie gesagt seine frische behalten. Ja, und wie genau gehen Sie jetzt vor, um hier diese beiden Ebenen zu überblenden? Nehmen wir mal an Sie müssten das Model hier richtig freistellen. Das können wir gleich mal machen. Ich werde hier mal eine Hintergrundkopie erstellen mit Command und J und diese über den Himmel ziehen und den Himmel mal wieder einblenden. Also jetzt liegt die Hintergrundkopie über dem Himmel. Ja, und jetzt können Sie im Prinzip hier das Model auswählen mit der Schnellauswahl. Mit dem Lasso ganz genau, mit dem Zeichenstift. Und dann können Sie versuchen die Haare zurückzubekommen mit beispielsweise "Kante verbessern", oder "Auswählen und maskieren" und dann mal schauen, wie genau Sie hier jedes einzelne Härchen bewaren können. Und da wir die Maske sowieso benötigen, werden wir diese jetzt einfach mal anlegen. Ja, also zunächst einmal, wie kann man jetzt das Model hier freistellen? Erstaunlicherweise funktioniert das jetzt hier sehr gut. Bei solchen Studioaufnahmen auch mit der Fokusbereichsauswahl in Photshop CC. Die finden Sie hier unter "Auswahl/ Fokusbereich" und die dient eigentlich dazu ausschließlich scharfe Bereiche in einem Bild auszuwählen und die unscharfen Bereiche nicht auszuwählen. Aber bei so sehr gleichmäßigen Bereichen, wie einem Studiohintergrund können Sie auch diesen festlegen, als auszusparenen Bereich. Und das geht dann sehr schnell. Das möchte ich Ihnen mal zeigen. Ich wähle "Auswahl" und dann "Fokusbereich", dann bekomme ich einen schnellen Vorschlag, was dann ausgewählt werden soll und was nicht. Hier im Fokusbereich können Sie im Prinzip diesen Regler hin- und herschieben, um diesen Bereich zu verändern. Auch hier unter "Erweitert" können Sie den Bildrauschenwert verändern, um diese Auswahl hier zu beeinflussen, aber wenn Sie mich fragen, können Sie das einfach ignorieren. Nehmen Sie eine Ansichtsvorschau hier, die Ihnen schön hilft zu beurteilen, was ausgewählt wird und was nicht. Ich habe mich hier für die "Überlagerung" entschieden. Die ist jetzt mit blau eingestellt in meinem Maskierungsmodus und das passt hier ganz gut muss ich sagen. Ja, und jetzt arbeiten Sie hier mit diesem Auswahlpinsel und der nennt sich genau gesagt "Werkzeug zum Hinzufügen zum Fokusbereich". Ja, und hier gibt es noch einen Pinsel zum Abziehen aus dem Fokusbereich. Die brauchen Sie aber nicht, denn Sie können einfach die Alt-Taste drücken. Sie sehen, normalerweise ist hier ein Pluszeichen drin und wenn ich die Alt-Taste drücke, wird ein Minuszeichen erscheinen und dann können Sie hier Bereiche abziehen. Wir möchten ja hier das Mädel auswählen, also male ich hier einmal einen Strich über das Mädel und dann möchte ich natürlich den Hintergrund nicht auswählen, also halte ich die Alt-Taste gedrückt und male einmal hier über den Hintergrund. Also einfach einen durchgezogenen Strich. So, und dann war es auch schon die ganze Magie des Models ausgewählt. Jetzt sieht die außer natürlich noch ziemlich schrecklich aus, aber hier im Fokusbereichdialog haben Sie den Knopf "Auswählen und maskieren" und wenn ich da draufklicke, springe ich direkt in den "Auswählen und maskieren"-Dialog und kann jetzt hier die Auswahl optimieren. Zunächst einmal werde ich hier den Radius nach rechts ziehen. Ich nehme einfach mal den Maximalwert und schaue mir an, ob das hier hilfreich ist. Ja , die harten Kanten, die werden hier offensichtlich nicht in mitleienschaft gezogen, das ist super. Ich kann hier nochmal den Smart-Radius anschalten und schauen, ob das dadurch besser wird. Das ist in diesem Fall hier nicht so. Zum Beispiel hier oben diese Bereiche, die sahen danach nicht mehr so gut aus. Auch hier sieht das dann nicht so gut aus, aber wenn ich hier mit dem "Kante verbessern"-Pinsel über diese Kanten male, dann kann ich das damit reparieren. Natürlich den Radius, den sollten Sie mal so klein wie möglich nehmen. Aber für den Zweck, den wir hier anstreben, geht das auch mit diesem größeren Radius. So, ich übermale jetzt hier einfach nochmal mit dem "Kante verbessern"-Pinsel die Haarbereiche, die ich hier gerne retten möchte. Und vielleicht nehmen wir dann doch einen etwas kleineren Radiuswert. Sagen wir mal so, damit es hier nicht ganz so ausgefressen wird. Ich male dann hier nochmal über diese Lücke, dann haben wir die auch schonmal optimiert. Hier ist nochmal eine Lücke, wo der Hintergrund durchscheint und hier unten auch und damit haben wir im Prinzip unsere Maske. Ich drücke mal auf die Taste "K", um hier die Maske anzuzeigen und sehe hier passt das noch nicht so ganz. Da kann ich zunächst mal drübermalen. Wenn es dann nicht besser wird, dann schalte ich vielleicht den "Smart-Radius" wieder aus und ziehe hier mit gehaltener Alt-Taste diesen Bereich mal ab, male dann hier nochmal drüber mit dem "Kante verbessern"-Pinsel und denke mal. Ja, viel besser wird man das mit "Kante verbessern" wohl nicht hinbekommen. Also da können Sie sich viel Mühe geben, da können Sie viel Zeit investieren hier diese Maske zu optimieren, aber wie gesagt, viel besser, als das hier wird es nicht. Jetzt klicke ich mal auf "Okay" und hänge diese Maske hier mal an die obere Ebene an. Und wenn wir jetzt mal vergleichen, die Harre, die vorher da waren und die Sie jetzt noch sehen, das ist schon ein kleiner Unterschied. Hier links, da fehlt eine ganze Menge. Hier rechts sieht das eigentlich ganz gut aus, aber auch da wird das Ganze ziemlich struppelig. Und deshalb jetzt der eigentliche Trick und zwar mit einer Füllmethode. Ich blende die obere Ebene mal aus. Das war jetzt nur mal, um eine Maske zu erstellen. Und hier haben wir ja den Himmel und ich kann jetzt diesen Himmel ganz einfach mit dem Hintergrund verrechnen, indem ich hier die Füllmethode ändere. Und bei einem grauen Hintergrund arbeiten Sie in der Regel mit diesen beiden Füllmethoden. Also "Ineinanderkopieren", oder "Weiches Licht". "Weiches Licht" ist in der Regel nicht so gut geeignet, weil das die dunkelen Tonwerte und die sehr hellen Tonwerte nicht wirklich ausreizen kann. Das heißt, das sieht dann immer sehr matt aus, sehr flach aus, als wenn das Bild so ein bisschen neblig wird dadurch. Aber "Ineinanderkopieren" ist da schon ein bisschen besser geeignet. Und ich klicke da einfach mal drauf und voila, haben wir im Prinzip die perfekte Freistellung. Schauen Sie sich das mal an. Alle Härchen sind da. Wunderbar, auch hinten mit dem Hintergrund ist das super verrechnet. Wir haben nur ein Problem und zwar ist das Model natürlich auch überlagert. Und das soll nicht der Fall sein. Und im Prinzip könnte man jetzt einfach hier diese Maske nehmen und die hier rüberziehen. Also die Maske, die wir eben erstellt haben und dann diese Maske umkehren mit Command und I. Und jetzt hätten wir im Prinzip einen schönen Freisteller, wo hier die Haare dennoch überall wunderbar zu sehen sind. Also wir schauen mal, wenn ich die Maske ein- und ausblende, dann bleiben die Details der Härchen hier dennoch erhalten. Das ist also das eine, aber das hat den Nachteil, dass das Mädel hier in der Farbe nicht angepasst wird. Und auch das können Sie sehr viel einfacher lösen und zwar, indem Sie einfach den Hintergrund über dem Model weichzeichnen. Und ich ziehe hier die Maske einfach mal zurück und kehre diese wieder um mit Command und I und wandele zunächst mal hier die Himmelebene in ein Smartobjekt um. Also "Rechtsklick", "In Smartobjekt konvertieren" und auf dieses Smartobjekt kann ich jetzt im Prinzip einen Weichzeichner anwenden. Und wenn ich das alles mal weichzeichne und das mache ich mal mit dem "Gaußschen Weichzeichner", also "Filter", dann "Weichzeichnungsfilter", "Gaußscher Weichzeichner", dann passiert folgendes, dass ich die Details hier so verwische, dass die irgendwann nicht mehr zu sehen sind. Sie sehen, wenn ich hier jetzt mal einen zunehmend höheren Wert nehme, wie das Model wieder normal aussieht, aber die Durchschnittsfarbe des Hintergrundes überlagert bekommt. Also wenn ich jetzt hier auf "Okay" klicke, dann haben wir im Prinzip eine Farbanpassung durchgeführt und zwar eine Farbanpassung durch die weichgezeichnete Himmelversion. Das ist super, aber wir verlieren natürlich außen diese Bereiche, deshalb drücke ich "Command" und "Z", um diese Änderung rückgängig zu machen und wähle vor der Anwendung des Gaußschen Weichzeichners diese Maske aus. Also halte ich die Command-Taste, klicke hier auf die Maske, um die Maske als Auswahl wiederrum zu laden und zeichne jetzt diese Himmelsebene nur dort weich, wo das Model ausgewählt ist. Und damit mache ich im Prinzip genau das Gleiche. Ich passe das Model in der Farbe an, spare aber gleichzeitig den Hintergrund von dieser Weichzeichnung aus, so dass der Hintergrund dort normal zu sehen sein wird. Schauen wir uns das mal an. Also "Filter", "Weichzeichnungsfilter", "Gaußscher Weichzeichner" mit einem maximalen Wert. Voila, die Farbanpassung ist da. Der Himmel ist hier auch noch zu sehen. Und hier ist jetzt diese Maske, als Smart-Filter-Maske gelandet und die kann ich ein- und ausschalten mit gehaltener Shift-Taste. Und da sehen Sie, jetzt haben wir hier diese Farbanpassung. Das Model ist also nicht mehr ganz so gelb. Passt also besser zum neuen Himmel und wenn ich die Maske wieder einblende, dann wird hier außen diese Weichzeichnung zurückgenommen und besteht jetzt nur noch dort, wo das Model zu sehen ist. Und die Vorteile sind hier vor allem, dass Sie zum einen sämtliche Härchen und seien sie noch so klein, hier im Detail bewart haben und zum anderen, dass sie gleichzeitig eine Farbanpassung des Models vorgenommen haben. Sie sollten dann hier nochmal die Konturen langgehen und schauen, ob das alles so gelungen ist, wie Sie sich das vorgestellt haben. In diesem Fall ist das mehr oder weniger fast perfekt. Auch hier scheinen die Haare super durch. Hier haben wir ebenfalls den Bereich super ausgewählt, weil mitunter haben Sie vielleicht eine Kante hier, die dann so aussieht, wenn ich mal hier mit dem Pinsel male und die Weichzeichnung hier ausgedehnt ist, dann fällt das hier natürlich auf, wenn Sie so einen Bereich haben und das wäre dann eine Fehlstelle, die Sie korrigieren müssten. Und dann nehmen Sie dann zum Beispiel einfach den Pinsel mit schwarzer Farbe bei einer geringen Deckkraft und dann malen Sie da einfach mal drüber ein paar Mal und dann haben Sie das schnell korrigiert. Also Sie müssen auch achten auf solche Dinge, dass diese Details nicht über der Haut liegen sollen. Also auch da müssen Sie dann in diesem Fall mit weißer Farbe in dieser Filtermaske diese Weichzeichnung an solchen Stellen wieder herstellen, damit die Details da nicht in die Person hineinragen. Aber wie gesagt, in diesem Fall brauchen wir das gar nicht, weil die Maske schon richtig super aussah und ja, so geht das mit dem "Quick Composing". Das Ganze dauert jetzt zum Erklären, ja, 12 Minuten, weil man hier ein bisschen um die Ecke denken muss mit diesem Weichzeichnen und dem Ineinanderkopieren und im Smartobjekt. Das ist also auf den ersten Blick recht komplex, aber wenn Sie das in der Praxis umsetzen, dann dauert das ja, 5 Sekunden vielleicht. Da dauert es viel länger den passenden Himmel zu finden, das passende Model zu finden und das Model dann passend vor einem Hintergrund zu fotografieren, als die eigentliche Montage und deswegen heißt das Ganze auch "Quick Composing".

Photoshop CC 2017: Freistelltechniken

Lernen Sie, wie Sie in Photoshop Bilder freistellen, also den Vordergrund vom Hintergrund lösen. Erstellen Sie schnelle Auswahlen und exakte Masken.

4 Std. 4 min (33 Videos)
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