Grundlagen der Programmierung: Objektorientiertes Design

Quellcode aus einem Klassendiagramm erstellen

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Dieses Video bietet einen detaillierten Überblick über die Vorgehensweise, um aus einem bestehenden Klassendiagramm Quellcode in verschiedenen Sprachen zu erstellen.

Transkript

Kennen Sie das noch aus der Schule, wenn der Lehrer reingekommen ist und gesagt hat, Hefte raus! Klassenarbeit! So ungefähr fühle ich mich, denn ich sage jetzt, Code Editoren raus, es geht ans Code programmieren! Schauen wir uns mal an, wie wir solche Klassendiagramme, die wir bisher erzeugt haben, in tatsächlichen Code umwandeln können. Ich habe hier ein einfaches Klassendiagramm eines Raumschiffes und weil wir das ja später gleich in Code umsetzen werden, habe ich das auch schon komplett auf Englisch geschrieben, weil ich ganz persönlich der Meinung bin, dass man auch im deutschsprachigen Raum, Objekte und Programm Code auf Englisch schreiben sollte. Das macht's bei Open Source Projekten leichter. Das macht es leichter, wenn man mal Code Schnipsel in ein englisches Forum posten möchte, um sich zum Beispiel Hilfe zu holen. Dieses Raumschiff hat hier eben den Namen Spaceship. Es hat zwei Attribute, nämlich den Namen, der ist öffentlich zugänglich und eine shieldStrength, also die Stärke eines Schutzschildes, das ist ein Integerwert, der ist nicht öffentlichen zugänglich, sondern den müsste ich, wenn ich drauf zugreifen möchte, hier mit einem zum Beispiel getShielStrength auslesen. Mache ich hier in dem Fall nicht, weil es ein sehr einfaches Beispiel ist, aber ich kann natürlich die Schutzschilder nach unten fahren. Das mache ich mit reduceShields und ich kann mit Fire auch tatsächlich Kanonen abschießen. Schauen uns mal an, wie das jetzt in verschiedenen Sprachen umgesetzt wird. Ich habe hier ein Beispiel in Java oder Java, je nachdem wie man es aussprechen möchte. Hier habe ich den Namen Spaceship. Das ist eine Klasse und diese Klasse ist öffentlich, deswegen Public Class Spaceship. Fängt mit einer geschweiften Klammer an und hört hier unten dann auch mit der geschweiften Klammer auf. Was hier in Grün zu sehen ist, das sind Kommentare. Die sind einfach nur für menschliche Programmierer interessant. Das Programm ignoriert das Ganze. Ich habe hier meine Instanzvariablen. Das sind die Bereiche, die wir gerade im oberen Bereich unseres Klassendiagramms hatten und das Pluszeichen, das wird zu einem Public und das Minuszeichen, das wird zu einem Private. Und in unserem Klassendiagramm haben wir ja dann hinten mit einem Doppelpunkt den Typ einer Variablen angeschlossen, also hier den String oder einen Integerwert und der wird hier einfach direkt vorne dran geschrieben. Dann habe ich hier die Methoden. Da fange ich auch an, sind die Public oder Private? Was liefern sie zurück? In dem Fall einen String. Wie heißen sie? Und dann in geschweiften Klammern wird eben der Code ausgeführt, wenn ich hier eben diese Methode ausführe. Das Gleiche passiert dann hier mit der öffentlichen Methode reduceShields. Schauen wir uns jetzt mal dasselbe Beispiel nicht in Java an, sondern in C#. Wenn Sie genau hinschauen, dann sehen Sie, dass sowohl C# als auch Java dieses Konzept ziemlich exakt gleich umsetzen. Also wir haben ein Public Class, wir haben Instanzvariablen, wir haben Methoden und die Art und Weise wie das direkt in Code umgesetzt wird, die ist ziemlich identischen in beiden Sprachen. Gehen wir mal weiter nach VB.NET. Da schaut es schon etwas anders aus. Die geschweiften Klammern sind verschwunden. Wir fangen hier auch mit Großbuchstaben an. Die Kommentare, die werden anders begonnen, nämlich mit einem Hochkommata, aber ansonsten sehen Sie schon, dass es ungefähr gleich ist. Wir haben hier ein Public Name As String, wir haben ein Private ShieldStrength As Date in dem Falle und wir haben hier dann die Funktionen, die heißen dann Public Function und dann der Name der Funktion, was denn zurückgeliefert wird, dann haben wir ein Return "Boom!", End Function. Also das ist schon ziemlich ähnlich bzw. wir erkennen schon eine ganz starke Gemeinsamkeit zwischen unserem Klassendiagramm, das wir geschrieben haben und jetzt hier der Implementierung in VB.NET. Gehen wir mal weiter in die dynamische Sprache Ruby. Da fangen wir einfach mit der Class Spaceship an und beenden das Ganze später mit end. Und Sie sehen schon, wenn Sie tippfaul sind, dann könnte Ruby eine Sprache für Sie sein, denn in Ruby wird vieles über Konventionen geregelt und damit spart man sich einiges an Tipparbeit. Wir haben hier die Instanzvariablen, das hier ist der Kommentar. Und die fangen wir einfach mit einem @-Zeichen an @name und @shield_strength, und weil Ruby eine dynamische Sprache ist, bedeutet das, dass wir den Typ einer Variablen ständig verändern können und das bedeutet, wir müssen ihn hier gar nicht genau festlegen. Wir definieren eine Methode einfach nur mit def fire und sagen, was diese Methode dann eben macht. Es liefert einen Boom zurück. Oder wir sagen hier, def reduce_shield, übergeben dann eine Zahl, um die wir eben die shields reduzieren möchten, also die Schutzschilder unseres Raumschiffes. Das ist eben die Variante, wie Ruby dieses Klassendiagramm umsetzt. In diesem Videotraining geht es nicht um spezielle Programmiersprachen und da würde auch jeder Programmierer oder jede Programmiererin sogar innerhalb der gleichen Programmiersprache sagen, Mensch, ich würde das ganz anders lösen. Ich würde die Namen anders setzen. Ich würde manche Sachen auf Private machen, manche auf Public usw. Darum geht es jetzt in diesem Videotraining gar nicht. Es geht darum, wie könnten denn objektorientierte Konzepte aussehen? Und wie Sie die dann später selber in eine ganz konkrete, nämlich in Ihre Programmiersprache umsetzen, das bleibt dann Ihnen überlassen.

Grundlagen der Programmierung: Objektorientiertes Design

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2 Std. 43 min (45 Videos)
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