Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

qDSLR Dashboard einrichten

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In diesem Video stellt Tobias Gawrisch eine App für iOS oder Android vor, mit der Sie Exposure Ramping für ausgewählte Kameramodelle automatisieren können und demonstriert deren Handhabung.
05:16

Transkript

Jetzt werde ich Ihnen einmal konkret die App qDslrDashboard vorstellen. Bevor die App tatsächlich mit der Kamera sprechen kann, müssen wir an der Kamera einige Einstellungen vornehmen. Zunächst ist wichtig, dass wir vom aktuellen Modus mRAW weggehen, und zwar zu dem Modus hin mRAW + JPEG. Wir stellen also hier einmal das Bildformat um und ich wähle mRAW plus eine JPEG-Auflösung aus. Das hat den Grund: Das mRAW bleibt weiterhin die Datei, mit der wir die Sequenz am Ende bearbeiten werden. Das JPEG, was jetzt hier eingestellt ist, das ist das Bild, was dann per WLAN von der Kamera an das Smartphone übertragen wird und von der App analysiert wird. Deshalb ist es auch sinnvoll, die Auflösung für das JPEG so gering wie möglich zu wählen, damit das Bild so klein und so schnell wie möglich mit dem WLAN der Kamera an das Handy übertragen werden kann. Außerdem müssen wir jetzt natürlich noch das WLAN an der Kamera selber einschalten. Das ist natürlich kameraabhängig, wie das konkret funktioniert. Bei meiner Canon-Kamera hier kann ich das einfach über das Menü einschalten. Jetzt kann ich als Nächstes dann tatsächlich die App qDslrDashboard auf dem Smartphone starten. Ich komme hier in das Hauptmenü und sehe hier sofort auch eine Einschränkung der App, und zwar kann sich diese App per WLAN nur mit Canon-, Nikon- oder Sony-Kameras verbinden. In dem Fall, wie gesagt, ich benutze eine Canon-Kamera, also tippe ich auf das Canon-Symbol und sehe, die Kamera findet automatisch das entsprechende WLAN, die App findet das gleiche WLAN und verbindet sich mit der Kamera. Ich lande dann hier im Hauptmenü für die Funktion der Zeitraffer. Falls dieses Hauptmenü noch nicht zu sehen ist, landen Sie im vorderen Menü, wo Sie die einzelnen Funktionen der App auswählen können. Die App kann noch viel mehr als nur Zeitraffer steuern, für uns ist aber nur diese Funktion interessant. Die Funktion nennt sich LRTimelapse und trägt damit den gleichen Namen wie die Software, mit der wir unsere Sequenz später bearbeiten werden. Einmal da drauf getippt, lande ich dann also in dieser Funktion. Hier kann ich zunächst einmal, um die Verbindung zwischen Kamera und App zu testen, ein Capture Sample ausführen. Das bedeutet, ich mache einmal eine Testaufnahme, die die App auf der Kamera auslöst. Das hat schon mal funktioniert und jetzt sehe ich die Aufnahme auch direkt hier in der App. Ich sehe das Histogramm dazu und ich sehe einen wichtigen Wert, den wir später brauchen werden, nämlich den Luminanzwert ganz oben in der Mitte. Hier beträgt er jetzt 426 und dieser Luminanzwert ist einfach eine numerische Darstellung der Helligkeit im Bild. Mit diesem Wert wird die App die Helligkeit anpassen. Direkt darunter befindet sich der sogenannte Referenzwert. Wenn der Luminanzwert niedriger ist als der Referenzwert, wird die App die Belichtungszeit und/oder die ISO-Empfindlichkeit anpassen, um den Luminanzwert wieder über diesen Referenzwert zu heben. Als Nächstes kann ich dann, um die App vorzubereiten auf die Aufnahme, einmal auf Auto Holy Grail drücken. Das bedeutet, dass die App jetzt automatisch weiß, dass es sich bei der Sequenz, die wir aufnehmen, um einen Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang handelt. Ich kann direkt darunter auch noch festlegen, ob es sich um den Sunset, also den Sonnenuntergang, oder Sunrise, Sonnenaufgang, handelt. Die einzigen Einstellungen, die ich dann noch vornehmen muss, sind die längste Belichtungszeit und das maximale ISO. Hier kann ich die App also begrenzen, in dem, was sie der Kamera übergibt. Ich habe für die Aufnahme später ein Intervall von 5 Sekunden geplant. Das heißt, als längste Belichtungszeit wähle ich hier etwas von 2,5 Sekunden bis 3,2 Sekunden aus. Ich entscheide mich jetzt für 2,5 Sekunden. Beim maximalen ISO begrenze ich die Kamera auf ISO 3200. Es wird wahrscheinlich nicht dazu kommen, dass dieser ISO-Wert erreicht wird; aber für den Fall der Fälle ist das eine gute Grenze. Mehr Einstellungen müssen in der Kamera schon gar nicht gemacht werden. Wenn jetzt eine Sequenz an der Kamera selbst gestartet wird, dann kann ich jetzt in der App beobachten, wie die einzelnen Frames, also die einzelnen Bilder, aufgenommen werden. Immer drei Frames werden für die App zusammen betrachtet. Die berechnet also die Belichtungszeit aus drei einzelnen Fotos. Wenn jetzt nach drei Bildern der Luminanzwert verändert ist und unter den Referenzwert fällt, wird die Belichtungszeit verlängert. Aktuell ist es so, der Luminanzwert ist noch über dem Referenzwert. Ich kann den Referenzwert aber auch während der Aufnahme manuell anpassen. Ich wähle jetzt einfach mal einen Referenzwert, der etwas höher liegt als der aktuelle Luminanzwert, und gleich werden wir sehen, wie sich die Belichtungszeit von der 2000stel-Sekunde auf jetzt eine 1600stel-Sekunde ändert. Und das ist genau das Vorgehen, was die App dann während der gesamten Aufnahme durchführen wird und so dafür sorgt, dass die Belichtung immer auf einem ähnlichen Level bleibt, egal wie hell oder dunkel die Szene ist, die wir fotografieren.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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