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Windows Server 2012 R2: Hyper-V

Prozessoreinstellungen

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Die Anzahl der virtuellen Prozessoren eines virtuellen Computers kann in den Einstellungen des Hyper-V-Managers auf Grundlage der Prozessoren des physischen Computers festgelegt werden.
06:29

Transkript

In Windows Server 2012 R2 können Sie in den Einstellungen von virtuellen Servern nicht nur sehr dedizierte Einstellungen bezüglich des Arbeitsspeichers vornehmen, also bezüglich der Aktivierung vom dynamischen Arbeitsspeicher, sondern Sie können auch Einstellungen bezüglich des Prozessors sehr viel genauer anpassen als in Vorgängerversionen. In Windows Server 2012 R2 können Sie mit bis zu 320 logischen Prozessoren für den Host arbeiten und mit einzelnen virtuellen Servern bis zu 64 Prozessoren. Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 hat für den Host noch 64 Prozessoren unterstützt, also nicht 320 wie in Windows Server 2012 und 2012 R2, und für einzelne virtuelle Server 4 Prozessoren, also nicht 64 wie jetzt. Die Anzahl der virtuellen Prozessoren legen Sie in den Einstellungen des virtuellen Servers fest. Natürlich muss auch entsprechend ein physischer Server verfügbar sein, d. h., wenn Sie einen virtuellen Prozessor zuweisen, muss dazu auch passend ein physischer Prozessor zur Verfügung stehen. Neben der Anzahl an virtuellen Prozessoren legen Sie in den "Haupteinstellungen" auch verschiedene Konfigurationen bezüglich der Reserven fest. Hier legen Sie in der "Ressourcen-Steuerung" über die verschiedenen Optionen "Reserve für virtuellen Computer", "Anteil an Gesamtsystem-Ressourcen", "Grenze für virtuelle Computer", "Anteil an Gesamtsystem-Ressourcen" und der "relativen Gewichtung" verschiedene wichtige Einstellungen fest. Bei "Reserve für virtuellen Computer" legen Sie fest, welche Ressourcen dem virtuellen Computer mindestens zur Verfügung stehen müssen. Der eigentliche Wert darf niemals unter diesen Wert sinken, den Sie hier festlegen. Achten Sie aber darauf, dass die reservierte Prozessorzeit sich auf die anderen virtuellen Computer auswirkt. Denn wenn Sie einem virtuellem Computer mehr Prozessorlast zur Verfügung stellen, dann dürfen die anderen virtuellen Server nicht mehr über diesen Prozessor bzw. die entsprechenden Ressourcen verfügen. D. h., wenn Sie die Reserve für einen virtuellen Computer auf 50 Prozent festlegen, stehen den anderen virtuellen Servern nur 50 Prozent insgesamt zur Verfügung. Die Option "Anteil an Gesamtsystem-Ressourcen" können Sie selbst nicht steuern. Diese Option ist immer ausgegraut. Hier legt Hyper-V selbst fest, welchen prozentualen Anteil die ausgewählte VM von den Gesamtressourcen erhält. Wenn ich hier z.B. für einen virtuellen Server eine Reserve von 20 Prozent festlege, dann darf der Anteil an Gesamtsystem-Ressourcen des Servers 10 Prozent betragen. D. h., diese beiden Einstellungen sind fest mit dem virtuellen Server verbunden. Die Grenze für "virtuellen Computer" gibt die Prozentzahl an, wieviel Prozessorzeit der virtuelle Computer maximal nutzen darf. Wenn Sie einem virtuellen Server z.B. nicht erlauben wollen, 100 Prozent der Prozessorzeit zu nutzen, geben Sie hier einfach 50 Prozent ein. Anschließend konfiguriert Hyper-V automatisch bei "Anteil an Gesamtsystem-Ressourcen" dessen Anteil für die kompletten Ressourcen des Servers. Wichtig ist noch "Relative Gewichtung". Beim Einsatz von mehreren virtuellen Computern auf den Servern, die identische Einstellungen haben - also bei denen Sie hier die gleichen Einstellungen festlegen - können Sie über die "relative Gewichtung" die Prioritäten steuern. Wenn Sie einem Computer eine relative Gewichtung von 200 zuweisen, dann erhält dieser doppelt so viel Zugriff auf die CPU wie ein Computer mit der Gewichtung 100. Es handelt sich bei diesem Wert also nicht um eine Prozentzahl, sondern um eine ganz normale, benutzerdefinierte Gewichtung. Wichtigen Servern lassen sich dadurch entsprechend mehr Optionen zuweisen als weniger wichtigen Servern. Wichtig im Bereich der Prozessorsteuerung, neben den Einstellungen die Sie hier vornehmen, ist zum einem die Kompatibilität. Hier können Sie festlegen - wenn Sie virtuelle Server zwischen verschiedenen Hyper-V Hosts exportieren wollen, oder wenn Sie virtuelle Server zwischen Hyper-V Hosts verschieben wollen über die Live Migration oder über die Replikation- dass, wenn Sie auf einem Server AMD-Prozessoren einsetzen, auf einem anderen Intel-Prozessoren, die Betriebssysteme auf den virtuellen Servern kompatibel sind. D. h., wenn Sie diese Option hier aktivieren, dann schaltet die Hyper-V Konfiguration für den virtuellen Server einzelne Einstellungen ab, die nur zusammen mit bestimmten Prozessortypen arbeiten. Diese Option sollten Sie immer nur dann aktivieren, wenn Sie beabsichtigen, einen virtuellen Server auf einen anderen Hyper-V Host zu verschieben, dessen Einstellungen, bzw. dessen Prozessoren, sich komplett vom Quell-Server unterscheiden. Bei der "Non-Uniforming Memory Access" Konfiguration handelt es sich im Endeffekt um die Zusammenarbeit von mehreren Prozessoren auf Basis mehrerer virtueller Server. Wenn ein Prozessor seine aktuellen Arbeitsspeicher, bzw. seine aktuellen Routinen, nicht benötigt, kann er diese anderen Prozessoren zur Verfügung stellen. Einfach ausgedrückt kann auf diesem Weg ein Prozessor die Arbeit von anderen Prozessoren übernehmen. Diese Entscheidung trifft der Prozessor aber selbst und prüft, ober er selbst irgendwelche Berechnungen durchführen muss. Wenn andere Prozessoren aktuell überlastet sind, kann er diesen Speicherbereich, den er für die Berechnung von bestimmten Routinen verwenden kann, anderen Prozessoren zur Verfügung stellen. Standardmäßig setzt Hyper-V hier schon die entsprechenden Einstellungen, d. h., hier sollten Sie nur Einstellungen ändern, wenn vom Hersteller entsprechende Empfehlungen für den Server vorgegeben sind. Standardmäßig ist hier Windows Server 2012 R2 schon so eingestellt, dass die Konfiguration optimal ist. Sie finden die Einstellung "NUMA" generell auch im Bereich "Hyper-V Einstellungen". Auch hier haben Sie die Möglichkeit, generell zu konfigurieren, ob NUMA auf dem Hyper-V Host aktiviert wird, oder ob wirklich die einzelnen virtuellen Server nur ausschließlich die Ressourcen nutzen dürfen, die Sie ihnen zugewiesen haben. Die Deaktivierung macht z.B. Sinn, wenn Sie feststellen, dass bestimmte virtuelle Server zuviel Prozessorzeit von anderen Prozessoren abziehen, und dadurch andere virtuelle Server oder andere Prozesse nicht mehr optimal arbeiten.

Windows Server 2012 R2: Hyper-V

Lernen Sie, wie Sie in Hyper-V ganz praktisch mit virtuellen Servern, virtuellen Festplatten, virtuellen Switches, virtuellen Domänencontrollern usw. in der Praxis umgehen.

5 Std. 52 min (55 Videos)
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