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Cinema 4D Grundkurs

Programm- und Projekt-Voreinstellungen

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In den Programm- und Projekt-Voreinstellungen legen Sie viele grundsätzliche Vorgaben fest, z. B. bezüglich des gewünschten Maßstabs der Objekte oder bezüglich der Grundfarbe, mit der alle Objekte anfänglich dargestellt werden.

Transkript

Wie wahrscheinlich bei allen Programmen üblich, gibt es natürlich auch in Cinema 4D sogenannte Voreinstellungen. Es macht durchaus Sinn, diese zumindest am Anfang abzuklopfen und sich die wichtigsten Einstellungen dort kurz anzusehen, weil sie individuell auf den eigenen Geschmack abgestimmt werden können. Eine dieser Voreinstellungen betrifft zum Beispiel auch dieses Grau, was wir standardmäßig auf allen Objekten sehen, die wir fertig abrufen können. Solange noch kein eigenes Material darauf liegt, bekommen also alle Objekte dieses düstere Grau zugewiesen. Wem das nicht so sehr gefällt, kann das auch gern anders einstellen. Das sind genau diese Geschichten, die man über Voreinstellungen Regeln kann. Da schauen wir uns einmal ein, zwei dafür relevante Stellen an. Die erste Stelle, die ich Ihnen zeigen möchte, ist, denke ich, relativ einfach zu finden. Ich schließe mal kurz das abgerissene Darstellungsmenü. Wenn wir ins Bearbeiten-Menü hineingehen, finden Sie hier Programm-Voreinstellungen. Das ist also ein generelles Einstellungsfenster. Sie sehen eine relativ lange Liste, da geht's unter anderem auch um Speicherzuweisungen, um Prioritäten für Threads, unter anderem hier auch für die Farben der Darstellungsart im Layout. Es gibt ein Sprachmenü, je nachdem, was für Sprachen installiert wurden. Man kann dann zwischen verschiedenen Sprachversionen umschalten. Und es gibt dieses Schema. Standardmäßig ist es ein dunkles Schema. Sie könnten aber auch auf ein helles Schema umschalten. Dann ist das Ganze etwas freundlicher, nicht so düster. Das sind alles Geschichten, die man in den Voreinstellungen findet. Zum Beispiel auch, dass Tastenkürzel, vielleicht am Anfang ganz sinnvoll, in den Menüs mit angezeigt werden. Das erleichtert natürlich das Erlernen der Tastenkürzel, wenn Sie diese Option hier anschalten. Dann hatten wir schon gesehen, dass neue Objekte standardmäßig immer im Weltursprung entstehen. Sie könnten aber auch sagen: "Das möchte ich nicht. Ich möchte, dass sie zentriert in der gerade benutzten Ansicht zu sehen sind." Und so weiter, und so fort. Was jetzt interessant ist, um mal einige Einstellungen zu überspringen, sind die Einheiten. Dort geht es zum Beispiel um die Maßeinheit, die verwendet wird, wenn später Objekte platziert oder skaliert werden. Dann wird standardmäßig immer in Zentimetern gearbeitet. Sie sehen's vielleicht hier unten schon aus dem Augenwinkel. Hier sind zum Beispiel Positions- und Größenangaben ausgegraut zu erkennen, wo dann immer das Kürzel für Zentimeter dahintersteht. Wollen Sie als Landschaftsgestalter einen ganzen Golfplatz bauen, ist das vielleicht schon eine Einheit zu klein. Beziehungsweise bekommen Sie nachher einfach riesige Werte, wenn es um Positionen geht. so dass Sie vielleicht auch auf Meter oder gar Kilometer umschalten sollten, denn Sie können ja alle Zahlenwerte auch mit Kommaanteil versehen. Genau so könnten Sie als Uhrmachermeister oder im Bereich der Virenforschung oder im medizinischen Bereich sagen: "Ich möchte gern in kleineren Maßstäben arbeiten." Sie haben vielleicht irgendwo Abmessungen, die Sie aus Tabellen mit entsprechenden Maßeinheiten entnehmen können, dann führt das natürlich dazu, wenn Sie schon die passende Einheit haben, dass Sie weniger umrechnen müssen. Generell profitiert Cinema, egal, welche Einheit Sie nehmen, natürlich davon, dass Sie in Ihrem Maßstab realistisch bleiben. Wenn eine Couch also zwei Meter lang ist, sollte die auch in zwei Meter Länge modelliert werden und nicht in 20 Meter. Rein optisch macht das beim ersten Mal keinen Unterschied. Wir würden uns ja einfach mit der Kamera entsprechend weiter weg platzieren und die Couch sieht dann im Bild, egal, ob sie zwei oder 20 Meter breit ist, nachher genau so aus. Aber es gibt durchaus viele optische Effekte, auch beim Rendern, also der Bildberechnung später, wenn es zum Beispiel um Unschärfen geht oder um bestimmte Materialeinstellungen, wenn wir da an transluzente Materialien denken, wo Licht in ein Objekt eindringen kann. Dann kann es natürlich nur realistisch funktionieren, wenn auch das Objekt eine realistische Größe hat. Gewöhnen Sie sich einfach daran, das Ganze von vornherein in einem richtigen Maßstab zu modellieren, dann gibt's da gar keine Probleme. Genau so finden Sie hier neben den Maßeinheiten für die Abmessungen auch Einheiten oder Farbwählsysteme im Bezug auf Farben. Das spielt vor allem später eine Rolle, wenn es um die Materialsysteme geht. Sie haben hier zum Beispiel für Cinema 4D die Möglichkeit, zwischen Rot-Grün-Blau, dem RGB-System, oder dem HSV-System, das ist dann ein über Winkel gesteuerter Farbwert, S ist für die Sättigung und V für die Helligkeit der Farbe, je nachdem, was Sie da verwenden möchten, können Sie nachher bei der Farbdefinition unter verschiedenen Reglern auswählen. Ich persönlich arbeite gern mit dem HSV-System. Das können Sie später auch jederzeit noch umschalten. Wichtig ist nur, dass Sie wissen, wo Sie das umschalten können, nämlich in den Programmvoreinstellungen. Genau so könnten Sie hier auch Speicher konfigurieren. Wir hatten gerade schon drüber gesprochen. Wir sehen hier oben die sogenannten Undo-Schritte. Also die Arbeitsschritte, die Sie über diesen rückwärts gebogenen Pfeil jeweils wieder zurücknehmen können, wenn Sie merken, Sie haben irgendwo einen Fehler gemacht. Dann haben Sie glücklicherweise nicht nur einen Schritt, sondern Sie können bis zu 30 Schritte zurückgehen oder je nachdem, wie viel Sie hier eingetragen haben. Der Wert lässt sich auch höher oder niedriger eintragen. Es ist nur zu bedenken, dass das Merken von Arbeitsschritten auch Speicher belegt. Es gibt dann hier überall definierbare Speichergrenzen. Sie sehen, im Bereich Sculpting sind wir dann in großen Größenordnungen. Oder auch beim MotionTracker, wenn es um die Bewegungsverfolgung als Videos geht. Dann kommen wir schon in etwas höhere Speicherbereiche. Je nachdem, wie Ihr Rechner ausgerüstet ist, kann man das durchaus noch ein bisschen anheben, um einige Prozesse zu beschleunigen oder eben auch reduzieren, um sich Arbeitsspeicher für anderes freizuhalten. Das sind zumindest für den Anfang die wichtigsten Voreinstellungen. Mir ging's zunächst um die Einheiten, in dem Fall vor allem die Maßeinheiten, eventuell dann die Farbeinheit. Die zweite Voreinstellung hatten wir schon erwähnt. Hier zum Beispiel in Bezug auf die standardmäßige Farbvergabe an Objekte, die finden Sie auch im Bearbeiten-Menü. Das sind dann die sogenannten Projekt-Voreinstellungen. Der Unterschied zwischen beiden ist, wenn Sie jetzt eine neue Szene aufmachen, etwas neues laden, werden diese Projekt-Voreinstellungen wieder auf das zurückgesetzt, was in dieser Szene eingestellt wurde. Diese Einstellungen sind immer nur auf das gerade geöffnete Projekt bezogen, also auf diese dreidimensionale Szene, und nicht pauschal programmbezogen, so wie die Programm-Voreinstellungen. Das ist eigentlich der Hauptunterschied zwischen den beiden Vorgaben. Wenn wir jetzt also in Projektvoreinstellungen gucken, sehen wir auch hier verschiedene Rubriken. Dort ging es mir erst einmal hier unten um die voreingestellte Objektfarbe. Da ist diese zu finden. Das heißt, hier gibt es ein, zwei eigene Voreinstellungen. Sie könnten zum Beispiel auf ein etwas helleres, freundlicheres Grau umschalten. Oder Sie wählen eine ganz eigene Farbe. Da sehen Sie erstmal die gerade kurz angesprochenen Farbwähler, in dem Fall die des RGB-Systems. Wenn Sie damit gern arbeiten, können Sie das gern so lassen. Ansonsten haben Sie hier unten auch immer noch eine kleine Schaltfläche. Dort können Sie individuell sagen, dass Sie an dieser einen Stelle im Dialog doch lieber das HSV-System hätten. Hierüber können Sie punktuell die Programmvoreinstellungen aushebeln und individuell umschalten. Programmvoreinstellungen geben eben nur generell vor, wie ein Dialog in dem Fall auszusehen hat. Wir können dann aber hier auch wieder hereingehen. Wo wir schon hier drin sind, oftmals auch ganz praktisch ist das sogenannte Clipping, wenn man da zumindest weiß, wo man das verändern kann. Clipping bedeutet, dass die Grafikkarte automatisch Elemente weglässt, wenn diese in einer gewissen Entfernung zur Kamera liegen. Ich versuche das ein bisschen zu forcieren, indem ich sehr nahe an die Kante von unserem Würfel heranfahre. Ich benutze mal besser die Tastenkürzel, dann wird es präziser. Ich hoffe, Sie können hier entdecken, dass hier jetzt scheinbar die Ecke des Würfels fehlt und ich jetzt in den Würfel hineinfahren kann, denn der Würfel besteht nur aus Polygonen, also aus Drei- und Vierecken ohne Dicke. Von daher ist das Innere der Objekte auch immer hohl. Solche Effekte sind typisch bei der Arbeit mit sehr großen oder kleinen Maßstäben. Dann kann es dazu kommen, dass Objekte gar nicht mehr zu sehen sind oder wie in dem Fall hier Teile davon wegfallen. Das hat immer mit dem Sicht-Clipping zu tun. Das heißt, wenn Sie solche Effekte bemerken, erinnern Sie sich an die Projektvoreinstellung und dort an die Einstellung für Sicht-Clipping und Sie sehen, da gibt es jetzt verschiedene Voreinstellungen, die man, wenn man das kleine Dreieck aufklappt, sich auch nochmal ansehen kann. Dahinter steckt nämlich in der Einstellung Mittel, die standardmäßig an ist. Das bedeutet, dass die Objekte mindestens eine Entfernung von einem Zentimeter von der Kamera aus berechnet haben müssen. Ich habe zwar noch keine Kamera, aber in dem Fall wird meine aktuelle Blickposition als Kamera definiert, sodass wir jetzt hier davon ausgehen können, dass wir mit der Nase schon so nah an der Ecke dieses Würfels hängen, dass wir diesen einen Zentimeter unterschreiten. Genau so würden jetzt Elemente, die 100 000 Zentimeter weit weg sind, auch automatisch weggelassen. Um jetzt die Ecke wieder sehen zu können, müssten wir entweder den Wert absenken. Ich trage einfach mal Null ein. Sie sehen, da ist sie wieder. Oder wir können auf entsprechend andere Maßstäbe umschalten. Sie sehen, hier sind wir im kleinen Maßstab. Ich kann bis auf ein Zehntel Zentimeter herangehen oder auf ein Hundertstel, oder man senkt es einfach auf Null ab, dann habe ich natürlich keine Probleme, dass mir Sachen im Nahbereich wegfallen. Warum es überhaupt Sicht-Clipping gibt, ist eine Geschichte, die mit der Beschleunigung und Optimierung der Grafikkartenleistung zu tun hat. Wer Computerspiele spielt, kennt das Phänomen eventuell, wenn man in einem Open World-Spiel bis zum Horizont gucken kann, und dort durch die Gegend läuft, dann scheinen auch ab einer gewissen Entfernung wie aus dem Nichts plötzlich neue Elemente zu erscheinen. Dass irgendwelche Bäume oder Gebirge plötzlich auftauchen. Das hat auch genau mit diesem Clipping zu tun. Man lässt in einer gewissen Entfernung einfach gewisse Objekte weg, um Rechenzeit für die Grafikkarte zu sparen. Daran sollten Sie nur denken, wenn Sie solche Phänomene sehen und die Sie bei der Arbeit an den Objekten stören. Das hängt dann mit dem Sicht-Clipping zusammen. Ansonsten in den meisten Fällen vielleicht sinnvoll: eine hellere Farbe oder Graustufe für die voreingestellte Objektfarbe zu wählen.

Cinema 4D Grundkurs

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10 Std. 2 min (70 Videos)
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