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Meine Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken

Probleme bei der Verwendung von Fotos aus Bilddatenbanken

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Werden Fotos von Fotolia, Getty Images & Co. in sozialen Netzwerken verwendet, besteht Abmahngefahr!

Transkript

Ein praktisch Recht bedeutsames Problem bei Facebook, Twitter, LinkedIn & Co., sie Verwendung von Lizenzbildern aus sogennanten Stock-Archiven, wie zum Beispiel Fotolia, Getty Images, Pixelio et cetera. Und kommt hier zu relativ kleinen Preisen eine Riesenauswahl an Fotos, Illustrationen und Icons. Das Problem ist, dass viele Stockfotoanbieter in ihren Lizenzbestimmung Regelungen aufgenommen haben, die besagen, dass man die Rechte an den erworbenen Bildern jedenfalls nicht auf Dritte übertragen darf. Selber nutzen ja, weiter geben nein. Die Nutzungsbestimmungen der Social-Media Anbieter enthalten sozusagen spiegelbildliche Klauseln, die einen Wertungswiderspruch verursachen. Social-Media-Bestimmungen sehen regelmäßig vor, dass die Rechte an den Inhalten der Nutzer an Sie übertragen werden. Die entsprechende Klausel bei Facebook lautet beispielsweise: "Dir gehören alle Inhalte und Informationen, die du auf Facebook postest. Zudem kannst du mit Hilfe deiner Einstellungen für Privatsphäre und Apps kontrollieren, wie diese geteilt werden." Außerdem gilt: "Für alle Inhalte, die durch Rechte am geistigen Eigentum geschützt sind, wie Fotos und Videos (IP-Inhalte) als erteilst du uns ausdrücklich nachfolgende Genehmigung, vorbehaltlich deiner Einstellungen für Privatsphäre und Apps: Du gewährst uns eine nicht-exklusive übertragbare, unterlizenzierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz für die Nutzung jedweder IP-Inhalte, die du auf bzw. im Zusammenhang mit Facebook postest (IP-Lizenz)." Facebook Nutzer übertragen dem Sozialnetzwerk, also die Rechte an denen von ihnen geposteten Inhalten. Bei LinkedId findet sich einen Absatz vergleichbarer natur: "Im Vertragsverhältnis zwischen Ihnen und LinkedIn sind Sie Eigentümer der Inhalte und der Informationen, die Sie an die Dienste übermitteln und dort veröffentlichen, und geben LinkedIn lediglich die folgende, nichtexklusive Lizenz: Das weltweite, übertragbare und unterlizenzierbare Recht, Informationen und Inhalte, die Sie über unsere Dienste bereitstellen, ohne weitere Zustimmung Ihrerseits oder Mitteilung und oder Entschädigungszahlungen an Sie oder an Dritte zu nutzen, zu kopieren, zu modifizieren, zu verteilen, zu veröffentlichen und zu verarbeiten." Am Beispiel der Fotolia-Lizenzen lässt sich der darin steckende Zündstoff noch besser verdeutlichen. Sowohl im Bezug auf die Standard-, als auf die erweiterte Lizenz ist unter anderem folgendes festgelegt: "Allgemeine Einschränkungen. Der Missbrauch der Werke ist untersagt. Mit Ausnahme der ausdrücklichen Genehmigungen in obigem Abschnitt 2 ist Ihnen folgendes untersagt: Vergabe in Unterlizenz, Verkauf, Abtretung, Überbestellung und Übertragungen oder der Versuch der Übertragung Ihrer vertraglichen Rechte." Diese Klausel macht es unmöglich, das erworbene Material in den sozialen Medien zu nutzen, da man ansonsten ein Urheberrechtsverstoß begeht. Die Lage bei anderen Stockfoto-Anbietern sieht nicht anders aus. Inzwischen wurde allerdings auf das Problem reagiert und spezielle Social-Media-Lizenzen geschaffen. Bei Fotolia ist dies das beispielsweise so: " Ein Werk darf nur dann auf Social-Media-Seiten gepostet werden, wenn das Werk als "Social Media Enabled", also für Social Media geeignet gekennzeichnet ist." Als Alternative kann man in den sozialen Medien, entweder ganz auf Material aus Stockfotoarchiven verzichten, spezielle Social-Media-Lizenzen nutzen oder komplette rechtefreie Werke einsetzen. Inzwischen haben sich einige Anbieter der Lösung dieses Problems angenommen, indem sie spezielle Social-Media-Lizenzen, wie zum Beispiel ClipDealer oder komplett frei nutzbare Inhalte anbieten, zum Beispiel Pixabay.

Meine Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken

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Erscheinungsdatum:31.01.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an ausgewählten Stellen in Österreich und in der Schweiz bis einschließlich August 2016 und soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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