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Fotografieren mit der Lochkamera

Prinzip und Funktionsweise der Lochkamera

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Uli Staiger erklärt, was ihn an der einfachen Lochkamera so fasziniert und erklärt das technische Prinzip, das hinter der Abbildung steckt.
02:54

Transkript

Was mich persönlich so sehr an der Lochkamera fasziniert, ist das sehr einfache und leicht verständliche Prinzip. Ich finde es natürlich toll mit Digitalkameras zu arbeiten, die über 40 Megapixel haben. Ich finde es toll mit großartigen Objektiven scharfe Abbildungen zu kriegen, aber dahinter steckt natürlich immer, dass man mit Geräten arbeitet, deren eigentliche Funktionsweise kaum zu durchschauen sind. Das ist natürlich eine andere Geschichte bei der Lochkamera, weil die auf einem Prinzip beruht, was man mit einem Stück Pappe, einer Mattscheibe, einem Nagel und einer Lichtquelle verdeutlichen kann. Damit Sie mal sehen, wie das Prinzip funktioniert, also, wie einer Abbildung überhaupt entsteht, habe ich genau diese Gegenstände hier mal parat gelegt und wir gucken mal, wie man das macht. Das erste was wir machen, ist ein Objektiv zu konstruieren. Die Konstruktion ist relativ einfach. Ich suche ja mal so ungefähr die Mitte hier bei meiner schwarzen Pappe und bohre mit dem Nagel hier ein Loch rein. Ein bisschen auf die Finger aufpassen, lohnt sich, man braucht die noch. So das ist kein wirklich schönes Loch, das gebe ich zu, das ist ein bisschen ausgefranst hinten, eigentlich keine gute Idee für eine Lochkamera, aber nur um das Prinzip zu verdeutlichen ist das gar nicht so schlecht. Auch wäre es eigentlich zum Fotografieren ein bisschen zu groß, denn je kleiner das Loch ist, desto schärfer wird die Abbildung. Wenn sie mal zu klein ist diese Eröffnung hier, dann bekommen wir wieder Beugungsunschärfe, also ein Loch hat idealerweise ein Durchmesser zwischen 0,18 und 0,3-0,4 Millimeter, mehr ist das normalerweise nicht. So wir schauen mal drauf, das sind ungefähr, ich würde sagen 3 Millimeter, wir müssen also eine entsprechend helle Abbildung bekommen. Hier ist das Objektiv, spricht das Loch, hier ist die Mattscheibe, die ich drübersetze, und jetzt müssen Sie erkennen können, dass man hier ein Muster erkennt und zwar genau das Muster, dieser angeordneten Leuchte. Ich halte es nochmal drüber, hier die Mattscheibe drüber und jetzt ist die Frage, wie können wir die Brennweite eines solchen Loch-Objektivs bestimmen. Die Brennweite, die in Wirklichkeit nicht tatsächlich eine Brennweite ist, weil eine Linse braucht oft man dafür um eine Brennweite angeben zu können, aber die Wirkung, die dieselbe ist, wie bei einer Brennweite, errechnet sich durch den Abstand zwischen Loch und der Mattscheibe hier. Also wenn ich da dicht dran gehe, dann sehen Sie, dass man eine relativ kleine, eher weitwinklige Abbildung hat und je weiter ich weggehe, desto dunkler, aber auch desto größer wird die Abbildung. Das heißt, wenn ich später fotografieren möchte mit einem solchen Loch, mit einer solchen Lochkamera, also einer richtigen Lochkamera, dann kann ich durch den Abstand der Lochblende zum Film oder zum Aufnahmechip der Digitalkamera festlegen, mit welcher, in Anführungszeichen, Brennweite ich arbeiten will.

Fotografieren mit der Lochkamera

Erfahren Sie, wie eine Lochkamera funktioniert. Von der Konstruktion über die Film-Entwicklung bis zur digitalen Nachbearbeitung erfahren Sie, wie Bilder "ohne Objektiv" entstehen.

2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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