Muse CC 2018 Grundkurs

Print vs. Web: Text, Farbe, Seitengröße

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Es ist ein Unterschied, ob Sie Inhalte im Internet oder in traditionellen Druckmedien veröffentlichen. Das Video setzt sich mit diesem Unterschied auseinander – interessant vor allem, wenn Sie bisher vorwiegend Dokumente für den Druck erstellt haben.

Transkript

In den nächsten Minuten möchte ich Ihnen verdeutlichen, dass es eben ein Unterschied ist, ob man etwas im Web veröffentlicht oder ob man etwas ausdruckt. Möglicherweise kennen Sie sich ja gut mit InDesign, mit QuarkXPress oder aber auch einfach nur mit Microsoft Word aus und dann sind Sie es natürlich gewohnt, dass wenn man etwas ausdruckt, dass man dann Dinge exakt vorhersagen kann. Und genau das ist eben bei Veröffentlichungen im Web nicht der Fall. Und letztendlich wird es sich um diese Frage, wo gibt es da Unterschiede, in den nächsten Minuten sehr intensiv drehen. Man kann das Ganze auf einen einfachen Satz reduzieren, der da lautet: „Web ist nicht Print im Internet!“ Also es soll Ihnen bitte wirklich klar sein, dass das zwei unterschiedliche Technologien sind und aufgrund dieser unterschiedlichen Technologien, man mit diesem Endprodukt oder mit dem, was man nachher produziert, auch unterschiedlich umgehen musst. Des Weiteren, insbesondere wenn Sie sich mit Adobe InDesign auskennen, dann ist es am Anfang sehr, sehr verführerisch, weil sich die Software Muse so ähnlich anfühlt wie InDesign. Sie wird sehr, sehr ähnlich bedient. Könnte man auf die Idee kommen, naja, ob ich es jetzt Ausdrucke oder ins Internet stelle ist doch genau das gleiche. Selbst die Software fühlt sich fast identisch an. Aber nein, es gibt hier eben, wie bereits jetzt schon erwähnt, diese technologischen Unterschiede und die muss man immer im Hinterkopf behalten. Dazu, wie schon angekündigt, ein paar Beispiele. Der Umgang mit Text im Internet. Wenn ich etwas ausdrucke, ist das Ergebnis exakt festlegbar, Sie können es exakt vorhersagen. Sie legen fest welche Schriftart verwendet werden soll. Sie legen die Schriftgröße fest. Sie haben alles unter Kontrolle. Das ist im Internet nicht so. Das Ergebnis ist eben nicht exakt vorhersagbar. Schauen wir uns zwei Beispiele dazu an. Dazu wechsle ich hier einmal auf die Webseite der Wikipedia und man sieht jetzt hier diese Webseite. Wenn ich die breite meines Fensters verändere, entweder ich mache das Fenster breiter oder ich mache das Fenster schmaler, dann sehen Sie recht deutlich was hier passiert. Die Zeilenumbrüche kommen an eine andere Stelle. Möglicherweise auch an Stellen, wo man sie selber nicht besonders schön findet. Ein Beispiel, hier oben habe ich diese Symbole und eigentlich ist es geplant, dass diese Symbole alle in einer Reihe stehen, aber der Bildschirm ist jetzt nicht breit genug. Deswegen rutscht dieses eine Symbol in eine zweite Zeile. Wenn man das Ganze drucken würde, würde man sagen, das sieht nicht sehr schön aus. Dann würde man wenigstens dafür sorgen, dass in der zweiten Zeile zwei Sachen sind, weil nur eine einzige Sache eben sehr schön aussieht. Und wenn ich das Fenster schmaler mache, dann ist es irgendwann auch so, dass hier zwei Elemente, in der zweiten Zeile sind. Aber es gibt eine bestimmte Fensterbreite, da sieht es hier einfach nicht schön aus und derartige Dinge sollte man im Hinterkopf behalten, dass man das schon mit einplant, dass es an der einen oder anderen Stelle mal nicht so ausschaut, wie man es sich selber vorgestellt hat, wie man es vielleicht selber als Designer gestaltet hat. Ein anderes Beispiel die gleiche Webseite, aber sie sieht auch hier wieder komplett anders aus. Warum? Naja, der Benutzer hat vielleicht nicht mehr so gute Augen und ist ins Menü gegangen und hat hier diese Schriftart schlicht und ergreifend vergrößert. Etwas was man im Print so einfach nicht machen kann. Schauen wir uns noch ein paar andere Beispiele an. Der Umgang mit Farbe. Im Print arbeiten wir normalerweise mit CMYK, mit Sonderfarben, RGB Farben können wir auch grundsätzlich verwenden, werden im Druck irgendwann einmal umgewandelt, aber egal mit welchem dieser Farbmodelle man arbeitet, wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, kann man das exakt vorhersagen. Sie können mit ihrer Druckerei einen Vertrag abschließen und können dann sagen: „Diese Farbe muss exakt so ausschauen. Wenn sie anders ausschaut, nehme ich dir das Druckergebnis nicht ab. Ich bezahle es nicht.“ Im Web haben Sie da, de facto überhaupt gar keine Chance. Wir arbeiten grundsätzlich immer im Farbmodell RGB und ob der Benutzer seinen Bildschirm ein bisschen heller dreht, ein bisschen weniger hell dreht, ob er sich Ihre Webseite auf einem Smartphone anschaut, auf einem farbkalibrieten Bildschirm, Sie wissen es nicht. Wenn Sie deswegen zum Beispiel etwas verkaufen, dann ist das gar nicht so unproblematisch. Der Benutzer sieht vielleicht auf einer Webseite eine neue schöne Ledertasche, will sie sich kaufen. Das Produkt kommt nach Hause und die Farbe stimmt überhaupt nicht mit dem überein, was man sich am Ende darunter vorgestellt hat. Und jetzt kann man in der Tat darüber diskutieren, haben Sie das nicht gut fotografiert und die Farben nicht exakt eingestellt oder hat der Benutzer vielleicht seinen Bildschirm nicht gut eingestellt und kann die Farben deswegen nicht gut sehen. Eine weitere Sache, Umgang mit Seitengrößen. Seitengröße wird im Druck exakt vorgegeben. Sie können sagen, das wird auf einem Blatt Papier gedruckt, Seitenbreite 210 Millimeter, 297 Millimeter hoch, DIN A4. Im Web haben Sie da de facto keine Möglichkeit, das Ganze vorzugeben. Die Seitenbreite hängt letztendlich von dem Bildschirm ab und die Seitenhöhe richtet sich dann am Ende danach, dass alles was auf der Seite draufsteht, eben drauf aufpassen muss. Wenn wir eine schmale Seite haben, muss der Benutzer möglicherweise deutlich weiter nach unten scrollen und sieht dann eben möglicherweise auch gewisse Dinge nicht. Wenn der Benutzer einen sehr breiten Bildschirm hat, dann muss er vielleicht nicht so weit nach unten scrollen und sieht dann aber schon Dinge auf den ersten Blick, bei denen man vielleicht sagt, das ist alles gar nicht so schön.

Muse CC 2018 Grundkurs

Lernen Sie mithilfe von Muse CC 2018 Websites zu gestalten ohne Programmier-Vorkenntnisse haben zu müssen.

7 Std. 0 min (66 Videos)
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Erscheinungsdatum:16.03.2018

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