Muse CC 2018 Grundkurs

Print vs. Web: Navigation, Dateigröße, Barrierefreiheit

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Im Webdesign gibt es einige zusätzliche Voraussetzungen für leicht auffindbare und lesbare Inhalte. Dazu gehören etwa eine klare Navigationsstruktur und die optimale Zugänglichkeit für Nutzer mit Einschränkungen.

Transkript

Nach den eher allgemeinen Unterschieden zwischen Web und Druck, bezüglich Textfarbe und Seitengröße, möchte ich nur noch auf ein paar weitere Dinge eingehen. Und zwar, unter anderem auf das Thema der Navigation. In einer Printproduktion, dort haben wir Seitenzahlen. Wir haben meistens am Anfang einer Printproduktion ein Inhaltsverzeichnis. Wir haben am Ende beispielsweise des Kataloges, einen Index und innerhalb des Kataloges haben wir dann beispielsweise Querverweise. Im Web das deutlich reduzierter. Dort haben wir ein Menü, das gibt es im Print in der Tat nicht und wir haben Querverweise, letztendlich die Links, die Hyperlinks, die man eben im Internet hat. Eine Sache die es im Web überhaupt nicht gibt, die es aber im Print sehr, sehr wohl gibt, das ist das man mal, flapsig formuliert mit dem großen Daumen etwas durchblättert. Ich bin mir ziemlich sicher, Sie kennen die Situation, Sie haben vielleicht einen Reisekatalog und dieser Reisekatalog ist vielleicht 300 Seiten stark. Jetzt guckt mal den vielleicht nicht von Seite 1 bis Seite 300 durch, sondern man blättert einfach mal so mit dem Daumen da durch und dann auf einmal ein tolles Bild und entscheidet sich, ja, ich will nach Südamerika reisen. Und genau etwas Derartiges gibt es eben im Internet nicht. Man spricht man auch im Internet davon, dass man sich auf den Webseiten einfach mal treiben lässt, das berühmt-berüchtigte surfen, aber in der Tat, beim Web ist das so, wenn man nach 2, 3, 4, 5 Klicks nicht das findet, was einen interessiert, dann verlässt man die Webseite. Im Print ist das in der Regel ein bisschen anders. Da ist man durchaus bereit ein bisschen mehr Zeit mit dem Produkt zu verbringen. Eben wie gesagt, wenn man so einen Reisekatalog hat mit 300 Seiten, dann vermutet man schon irgendwo wird hier ein Reiseziel dabei sein, welches mir gefällt. Schauen wir uns eine weitere Sache an und zwar die Dateigröße. Wenn man ein Druckprodukt in Auftrag gibt, dann kann man ganz klar sagen, Quality Comes First. Die Dateigröße spielt nahezu keine Rolle. Natürlich spielt sie auch hier eine Rolle, aber wenn Sie den Reisekatalog beispielsweise in den Druck geben, dann ist Ihnen eine Sache wichtig, die Bilder müssen richtig, richtig toll aussehen. Ob das PDF-Dokument nachher 100 MB groß ist oder 2,5 Gigabyte groß, ist das ist Ihnen de facto egal. Hauptsache, die Bilder sehen später gut aus. Und dann sind Sie eben auch bereit die zweieinhalb Gigabyte große PDF -Datei, im schlimmsten Fall per USB-Stick zur Druckerei zu transportieren, damit dort wirklich in bester Qualität ausgedruckt wird. Im Internet haben Sie jedoch eine ständige Abwägung zwischen Qualität und Dateigröße. Wenn die Dateigröße nämlich sehr, sehr groß ist, bedeutet das ja nichts anderes, dass der Besucher Ihrer Webseite lange braucht, um dieses Bild auf das eigene Gerät herunterzuladen. Möglicherweise ist er gerade unterwegs und guckt sich die Webseite auf einem mobilen Gerät an. Wenn es nun auf einmal 20 Sekunden dauert, das Bild herunterzuladen, dann wird der Besucher Ihrer Webseite möglicherweise sagen: „Nein, das dauert mir zu lange und ich gehe auf eine andere Webseite.“ Und deswegen hat man im Internet im Web in der Tat immer diese Abwägung, das Bild soll so gut wie nötig sein, nicht so gut wie möglich. Also beachten Sie das bitte. Nicht, dass Sie Besucher Ihrer Webseite verlieren, weil sie zu große Bilddokumente auf Ihre Webseite stellen und die Qualität vielleicht gar nicht so entscheidend, in diesem Moment ist. Ein weiteres Thema, was mir persönlich in der Tat sehr, sehr wichtig ist, das ist die sogenannte Barrierefreiheit. Von Barrierefreiheit spricht man immer, wenn beispielsweise Personen, die sehbeeinträchtigt sind, trotzdem in der Lage sind, sich ein Produkt anschauen zu können. Und im Print spielt das de facto so gut wie keine Rolle. In der Tat, eine Person die blind ist, hat eben keine einfache Möglichkeit, sich eine Tageszeitung durchzulesen. Bei PDF-Dokumenten sieht das ein bisschen anders aus. PDF Dokumente kann sich die Person vorlesen lassen. Im Internet ist das aber ganz anders. Es gibt sogenannte Screenreader Software und damit ist man in der Lage, sich den Inhalt der Webseite, von dieser Software vorlesen zu lassen. Aber man ahnt es wahrscheinlich schon, wenn auf einer Webseite wirklich sehr, sehr viel Text drauf ist, dann würde dieser Screenreader von oben anfangen und unten aufhören zu lesen. Möglicherweise müssten sich nun die sehbeeinträchtigte Person, sich ganz viele Dinge vorlesen lassen, die diese Person überhaupt nicht interessiert und im Web gibt es dafür eine Lösung. Man kann nämlich Überschriften auszeichnen und dann wird dieser Screenreader zuerst nur die Überschriften vorlesen. Und dann kann die Person sagen: „Ja, der Text zu dieser Überschrift interessiert mich. Lies mir bitte das vor.“ Möglicherweise sagen Sie jetzt: „Naja, ehrlich gesagt, meine Webseite wird wahrscheinlich nicht von blinden Personen besucht, wird wahrscheinlich nicht von sehbeeinträchtigten Personen besucht. Ich kümmere mich nicht um das Thema Barrierefreiheit.“ Unabhängig von der Tatsache, dass ich ganz persönlich diese Einstellung nicht für wirklich sehr, sehr gut halte gibt es noch einen anderen Grund, warum sie sich trotzdem um das Thema Barrierefreiheit kümmern sollten. Suchmaschinen. Eine Suchmaschine wie beispielsweise Google, Bing oder DuckDuckGo arbeiten nämlich nach einem sehr, sehr ähnlichen Prinzip, wie das ein derartiger Screenreader macht. Eine Suchmaschine steht nämlich vor dem gleichen Problem. Auf ihrer Webseite ist ganz viel Text drauf, was ist aber davon wichtig. Und deswegen ist es auch für die Suchmaschinenoptimierung sehr, sehr wichtig, dass Sie Ihre Webseite barrierefrei gestalten, dass Sie wirklich sagen, das ist eine Überschrift erster Ordnung, das ist eine Überschrift zweiter Ordnung, das hier ist vielleicht ein Zitat, das hier ist innerhalb des Textes noch einmal besonders wichtig. Und dabei kann ich Ihnen ebenfalls nur sagen, kommen sie nicht auf die Idee auf einer Webseite alles als wichtig zu markieren. Wenn nämliche eine Suchmaschine sieht, dass sie alles als wichtig markiert haben, wird die Webseite sagen: „Wenn du glaubst alles sei wichtig, dann sag ich dir alles ist unwichtig.“ Weil in der Tat, es kann nicht sein, dass auf einer Webseite alles gleich wichtig ist. Es muss immer so etwas wie Hierarchien gehen. Sie haben auch an diesen etwas spezielleren Beispielen nun noch einmal gesehen, dass es eben ein Unterschied zwischen Web und dem Druck gibt und dass man sich da eben Gedanken zu machen sollte, dass man auch diese gerade genannten Punkte, wirklich bei der Erstellung einer Webseite beachtet.

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Erscheinungsdatum:16.03.2018

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