NAS mit Synology für Profis

Praxis: Antiviren-Software auf dem NAS

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Lernen Sie in diesem Video, die Antiviren-Software auf dem NAS zu installieren und richtig zu nutzen.
09:26

Transkript

In diesem Video werden wir die Antivirensoftware von Synology auf unserem NAS installieren. Dazu gehen wir auf das Paket-Zentrum, dann auf den Reiter ganz unten Sicherheit und sehen jetzt hier zwei Antivirenprogramme, die uns vorgeschlagen werden: Einmal eine kostenpflichtige Version von McAfee und einmal die kostenlose Antivirus Essential-Software von Synology. Während die Antivirus Essential-Software von Synology kostenlos ist, ist die Antivirus-Software von McAfee nur für einen kurzen Zeitraum, für einen Monat kostenfrei, man kann sie also ausprobieren und danach kostet sie Geld. Ich überlasse es natürlich Ihnen, welchem Programm Sie mehr vertrauen, ich installiere in diesem Training die Antivirensoftware von Synology, die auf ClamAV basiert. Und das ist eine Open-Source-Software, die sehr verbreitet ist und auch meines Erachtens sehr gut geeignet ist. Und wir klicken deshalb auf Installieren und die Software wird jetzt von Synology heruntergeladen. Und das dauert einen kleinen Moment. Und in dem Zusammenhang kann ich Ihnen vielleicht noch die Information geben: Ich habe manchmal Probleme, Software von Synology über den Webbrowser herunterzuladen, das läuft über HTTPS ab und manchmal ist der Server leider relativ langsam und das Herunterladen dauert ebenfalls sehr lange, und dazu gibt es aber auch eine Alternative. Ich kann nämlich die Software auch manuell installieren und von dem FTP-Server von Synology direkt herunterladen und das klappt in der Regel dann meist sehr viel schneller. Ich muss nur die richtige Datei erwischen, nämlich die AntiVirus-braswell-Version, klicke dadrauf und dann wird sie auch schon heruntergeladen. Das sieht sehr viel besser aus, geht sehr viel schneller, dauert nur wenige Sekunden, sind immerhin 112 Megabyte. Und wenn ich die Datei runtergeladen habe, kann ich hier den Vorgang abbrechen und gehe dann oben auf Manuelle Installation. Suche die Datei in meinem Download-Ordner, da ist sie auch, AntiVirus-braswell und klicke jetzt unten auf Weiter. Das dauert einen kleinen Moment. Die Software wird installiert und es wird mir hier auch bestätigt. Und ich klicke auf Übernehmen, dass diese Software nach der Installation auch gleich ausgeführt wird, und ich sie dann auch konfigurieren kann. Während die Installation hier weiter abläuft, möchte ich Ihnen noch ein paar allgemeine Informationen geben: Ihr Synology-NAS läuft ja bekanntlich unter einem Linux-artigen Betriebssystem mit einer eigenen Festplattenformatierung, also zum Beispiel Ext4 oder in unserem Fall auf dieser DS716+ mit dem besonders sicheren Dateisystem namens Btrfs. Nun kann unser NAS aber gleichzeitig nicht nur Linux-Dateien, sondern auch Windows oder Apple Macintosh Dateien und Ordner gemeinsam speichern und verwalten, obwohl deren Dateisysteme eigentlich vollkommen unterschiedlich sind. Unser NAS vereint sie alle auf einem System. Damit können sich aber auch trotz Linux-Betriebssystem auf unserem NAS dennoch Windows- oder Mac-Viren einschleichen und auf dem NAS unerkannt schlummern. Und die Gefahr steigt, wenn auch andere Nutzer ihre Dateien auf unserem NAS ablegen, also macht so ein eigener Virenscanner für unser NAS durchaus Sinn. Allerdings muss ich zugeben, kenne ich keinen einzigen Virenscanner, der wirklich 100 Prozent alle existierenden Viren erkennt, beseitigt oder isoliert, dennoch ist so etwas sehr sinnvoll und auch notwendig. Vorsicht ist also immer die Mutter der Porzellankiste. Dateien aus ominösen Quellen oder von sogenannten Downloadportalen, die meist ganz harmlose Programme zusätzlich mit sogenannter Adware oder Werbesoftware anreichern und damit verseuchen, gehören grundsätzlich auf keinen PC oder NAS. Und jetzt wird mir links auch angezeigt, dass die Software installiert ist und auch bereits gestartet wurde. Status heißt Läuft, ich schließe das Fenster und gehe jetzt zur weiteren Konfiguration in das Hauptmenü. Klicke auf Antivirus Essential und kann jetzt die Antivirensoftware für meine Zwecke konfigurieren. Aber bevor ich Ihnen die einzelnen Scanoptionen erkläre, muss ich zunächst mal dafür sorgen, dass auf diesem NAS auch die aktuellen Virendefinitionen installiert werden. Die muss ich ständig nachladen, weil es gibt ja jeden Tag neue Viren. Gehe auf Aktualisieren und sehe hier schon, dass der Status als Veraltet angezeigt wird. Kicke auf Jetzt aktualisieren, und jetzt werden die neusten Virendefinitionen von Synology heruntergeladen und installiert. Und dann bin ich auch sicher, dass ich auf dem neuesten Stand bin, was das angeht und kann dann mit den eigentlichen Scanvorgängen fortfahren. Dazu gehe ich wieder auf Überblick auf meine Startseite und jetzt erkläre ich Ihnen die drei Optionen, die ich habe, um mein NAS-Laufwerk zu scannen. Da gibt es zum einen den Vollständigen Scan, den kann ich jederzeit starten, den Benutzerdefinierten Scan und den System-Scan. Der Vollständige Scan scannt sowohl das NAS-Betriebssystem, als auch alle Dateien, die auf dem NAS gespeichert sind, vollständig, wenn ich das per Knopfdruck bestätige. Das wird mir hier oben angezeigt, aber, weil das etwas länger dauert, werde ich jetzt nicht so lange abwarten, bis das System fertig ist, sondern stoppe das zunächst mal und gehe dann zur zweiten Optionen, den Benutzerdefinierten Scan. Und hier kann ich jetzt bestimmte Ordner auswählen, dass nur die gescannt werden, wo ich Dateien abgelegt habe. Ich markiere jetzt mal alle meine Ordner, dass die gescannt werden sollen, starte das Ganze. Und, wie gesagt, bei diesem Scanvorgang werden nur meine Dateien, also nicht das Betriebssystem des NAS, sondern nur Dateien, Benutzerdateien nach Viren durchsucht. Auch das werde ich jetzt wieder stoppen, weil das etwas länger dauert, um Ihnen die dritte Option zu zeigen. Der sogenannte System-Scan überprüft nur die Betriebssystemdateien des NAS, also die Linux-Dateien, das Linux-Betriebssystem und nicht die Benutzerdaten. Das geht auch relativ schnell, deswegen sollte ich das durchaus einmal am Tag mindestens durchführen, damit ich sicher bin, dass das Betriebssystem sauber ist. Der Benutzerdefinierte Scan, wie gesagt, ist für die Benutzerdateien, also Windows, Mac und Linux-Benutzerdateien zuständig. Und damit das nicht so lange dauert, breche ich diesen Scan jetzt ebenfalls mal ab, um Ihnen die weiteren Einstellungen zu zeigen. Und gehe dazu links im Menü auf den Punkt Einstellungen und hier kann ich zum Beispiel einstellen, wenn Viren gefunden werden, wie das System damit umgehen soll. Das kann sie zum Beispiel in Quarantäne verschieben, das heißt, sie werden in einen geschützten Bereich geschoben, die Dateien, die eventuell Viren enthalten oder ich kann markieren, sie sollen sofort gelöscht werden oder es soll nichts passieren. Wobei ich immer empfehlen würde, die Quarantäne-Option zu wählen und mir anzuschauen, welche Dateien dann eventuell von Viren betroffen sind. Um den Scanvorgang eventuell zu beschleunigen, kann ich auch eine sogenannte Weiße Liste anlegen mit Dateien, die gar nicht gescannt werden sollen. Davon würde ich aber immer abraten, weil sich dort immer auch Viren einschleichen können. Und insofern würde ich diese Option nicht wählen, weil sie das ganze System eventuell unsicher machen können. Deswegen schließe ich das Fenster hier an dieser Stelle, breche das Ganze ab und gehe auf die nächste Einstellung, nämlich die Dateierweiterungsliste. Dort kann ich zum Beispiel einstellen, welche Dateien, mit welcher Endung gescannt werden sollen. Meistens sind es natürlich Programme mit einer Endung exe oder com, aber ich kann auch noch andere Dateien, wie zum Beispiel bat, zip, rar-Dateien, msi-Dateien oder in diesem Fall php-Dateien hinzufügen, dass die ebenfalls gescannt werden. Mit dieser Funktion werden also auch nur solche Dateien gescannt, deren Endung hier in der Liste aufgeführt sind. Wenn Sie also weitere Dateien ebenfalls auf Viren durchsuchen wollen, zum Beispiel Word-Dateien mit der Endung .docx oder Excel-Dateien Xls oder PDF-Dateien mit der Endung Pdf, müssen Sie explizit diese Dateiendung in dieser Liste mit aufnehmen, damit sie auch ebenfalls vom System auf Viren untersucht werden. Die Einschränkung insgesamt auf bestimmte Dateitypen macht durchaus Sinn, weil sich meistens in Programmdateien Viren befinden und dann der ganze Scanvorgang etwas schneller abläuft. Aber, wenn Sie auf der ganz sicheren Seite sein wollen, fügen Sie eben auch weitere Dateiendungen hinzu, von denen sie vermuten, dass sie eventuell von Viren befallen werden können. Zum Schluss noch ganz wichtig, den Haken setzen bei Aktualisieren Sie die Virusdefinitionen vor dem Scann. Damit stellen Sie sicher, dass immer vor jedem Scanvorgang die aktuellen Virusdefinitionen über das Internet auf Ihr NAS heruntergeladen werden und klicke auf Übernehmen. Und damit ist das System auch soweit eingerichtet. Jetzt kann ich noch auf den Programmierten Scan gehen, also bestimmte Zeiten einstellen, wann so ein Scanvorgang, der durchaus einige Zeit dauern kann, durchgeführt werden soll und welche der drei Scans, die ich Ihnen vorhin vorgestellt habe. Ich kann also das einstellen, dass es täglich geschieht, zu einer bestimmten Zeit oder nur an bestimmten Tagen. Wenn ich mir also relativ sicher bin, dass mir sowas nicht passiert, dann kann ich zum Beispiel sagen, nein, ich möchte nur Samstag. Wenn das System läuft, aber nicht benutzt wird, dass ein Scan durchgeführt wird, und zwar ein vollständiger Scan. Das können Sie je nach Belieben selber dort einstellen.

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1 Std. 49 min (16 Videos)
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