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Calvinize V

Power of Raw

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Lernen Sie in diesem Video die Macht der Raw-Konvertierung kennen und sehen Sie, wie Sie Raw eher zur illustrativen Fotoentwicklung mit starken Kontrasten und Details einsetzen.

Transkript

Das Thema Raw-Konvertierung darf in diesem Training keinesfalls fehlen. Deswegen möchte ich Euch mal zeigen, wie ich meine typische Raw-Konvertierung durchführe. Ich zeige Euch hierbei keine normale Raw-Konvertierung, sondern vielmehr die illustrative Raw-Konvertierung mit den ganzen vielen Details, starken Kontrasten, einfach so die wirkliche Power von Raw. Bevor wir zum praktischen Teil kommen, zeige ich Euch noch ganz kurz, wie die Theorie aussieht. Dazu klicke ich als erstes mal in die Voreinstellungen hier unten auf diesem blauen Text. Ich bearbeite ja fast alle meine Bilder in sRGB und in der Farbtiefe 8 Bit. Die kurze Version: Es reicht mir einfach aus. Bei der Farbtiefe 8 Bit sind die Dateien von der Größe her noch überschaubar, bei 16 Bit ist die Datei direkt mal doppelt so groß. Und sRGB ist der etwas kleinere Farbraum, der aber weniger Probleme bereitet, gerade für viele Anfänger, wenn man die Daten auch weitergibt auf Workshops und so weiter. Deswegen ist mein Verwendungszweck sRGB und 8 Bit. Ansonsten ist dieses Häkchen noch ganz wichtig: "In Photoshop als Smart-Objekte öffnen". Dann wird nämlich aus "Bild öffnen" hier unten "Objekt öffnen" und das mach' ich jetzt mal. Ich werde diese Datei in Photoshop erst einmal benennen. Das hier ist jetzt mein Original. Das heißt, hier führe ich jetzt eigentlich noch keine Raw-Konvertierung durch, sondern die eigentliche Raw-Konvertierung findet auf einer zweiten Ebene statt. Dazu reicht es nicht aus, dass Ihr die Ebene einfach nur dupliziert. Wenn Ihr das macht, indem ich das jetzt einfach mal nach hier unten ziehe, und dann mit einem Doppelklick wieder zurück wechsle in Kamera Raw. Das war übrigens der Grund, warum wir ein Bild als Objekt öffnen, damit wir jederzeit wieder hin und her switchen können. Doch wenn wir jetzt hier irgendwas ändern würden, dann verändern sich beide Ebenen. Und das wollen wir ja nicht, dass die so zusammenhängen. Ich möchte eine ganz eigenständige Raw-Konvertierung durchführen. Aus diesem Grund wähle ich jetzt mit einem Rechtsklick "Neues Smartobjekt durch Kopie". Diese Ebene nenne ich jetzt mal "Raw", und mit einem Doppelklick auf die Miniatur komme ich jetzt in den Raw-Konverter und zur eigentlichen Raw-Konvertierung. Diesen Ablauf mache ich bei jedem Bild. Das heißt, ich öffne mir das Bild zweimal. Ich möchte stets sehen können, wie weit ich mich von der Raw-Konvertierung, vom eigentlichen Bild entferne, was vielleicht mein Kunde oder das Model auf meinem Laptop gesehen hat. Das war die Theorie, und jetzt gehen wir in die Praxis. Nun kommt's natürlich ein wenig auf den Bildstil an, was ich denn in Kamera Raw überhaupt mache. Etwas, was ich bei jedem Bild mache, und das will ich Euch jetzt auf jeden Fall zeigen, das ist die Aufnahme schärfen. Das heißt, ich zoome meistens sehr, sehr nah heran. wähle dann beim Schärfendialog, bei den Details hier, einen Radius von etwa 0,6 und eine Stärke zwischen 60 und 100. Auch das richtet sich ein klein wenig nach dem Motiv. Das ist etwas, was ich immer mache. Mit einem Doppelklick auf die Hand kommt man übrigens wieder in den Vollbildmodus. Ja, und dann gibt es noch so Dinge wie Farbtemperatur, Belichtung korrigieren... Das sind die alltäglichen Dinge. Jetzt habe ich hier aber eine Aufnahme, bei der ich Euch mal die wirkliche Power von Raw zeigen möchte. Und zwar kam dann irgendwann mit Photoshop CS5 oder sogar CS6 dieser Lichter- und Tiefen-Regler dazu. Solltet Ihr den nicht haben, dann geht Ihr mit der Belichtung runter und arbeitet dann mit einem Regler mit dem Namen "Aufhelllicht". Das seht Ihr dann, wenn ich jetzt mal beim Prozess hier auf 2010 gehe, dann seht Ihr hier den Regler "Aufhelllicht". Wenn Ihr jetzt mehr Details in die Aufnahme bringen wollt, müsst Ihr halt mit der Belichtung nach unten gehen, und dafür dann eher mit dem Aufhelllicht arbeiten. In meinem Fall hab' ich jetzt die aktuellste Version. Also zeige ich es Euch auch anhand der aktuellsten Version, setze hier die Regler nochmal zurück. Und dann arbeite ich sehr viel mit dem Lichter- und Tiefen-Regler. Das bedeutet, ich suche mir die hellste Bildstelle im Bild und passe da erst einmal die Lichter an. Das bedeutet, ich gehe mit den Lichtern so weit nach links, bis die hellste Stelle im Bild genügend Zeichnung hat. Das ist jetzt der Fall. Da zoome ich mal etwas näher heran an die Person und sehe jetzt, dass plötzlich überall wieder Zeichnung im Bild ist. Meistens fotografiere ich auch immer einen Ticken heller, weil für mich das Abdunkeln einfacher ist als das Aufhellen. Also nicht wundern, wenn meine Bilder generell etwas zu hell wirken. Das ist gerade bei diesem Bildstil beabsichtigt. Jetzt kann ich mit der Belichtung noch ein klein wenig runtergehen, wenn dieser Regler noch nicht ausgereicht hat. Jetzt kommt aber der nächste Regler, und das ist der Tiefen-Regler. Denn es kann sein, dass ich jetzt ein paar Tiefen verloren hab'. Und ich möchte ja fast schon einen HDR-Look haben. Also bringe ich den Tiefen-Regler hier ganz nach rechts. Jetzt sieht man schon, wie man aus einer Aufnahme wie dieser hier unheimlich viel Zeichnung noch reingebracht hat. Man muss da ein bisschen aufpassen, denn mit diesen extremen Korrekturen verändert sich auch die Sättigung. Das sieht man jetzt am Auto. Dann muss man ein bisschen nachkorrigieren, indem man vielleicht die Sättigung ein klein wenig ändert, oder vielleicht sogar hier oben noch mit der Farbtemperatur, Weißabgleich... Aber ich hab' jetzt zumindest mal ein Bild mit viel, viel mehr Details. Ich kann jetzt auch den Kontrast hier noch ein klein wenig ändern, den noch ein bisschen nach oben bringen. Jetzt kämen eigentlich die weiteren Korrekturen mit Photoshop. Ich will Euch aber dennoch mal zeigen, was noch mit Raw möglich wäre. Wenn man jetzt, angenommen, Photoshop nicht nutzen darf. Dann gehe ich jetzt hier mal mit dem Klarheit-Regler nach oben, mit dem Kontrast ein klein wenig, die Belichtung vielleicht noch ein bisschen runter. Dann fügen wir hier mal noch so eine leichte Vignette hinzu, SO in etwa. Geben wir der ganzen Aufnahme noch ein bisschen Farblook. Jetzt schauen wir uns einfach mal den Vorher-Nachher-Vergleich an zwischen den beiden Bildern. Da sehen wir schon, wie viele Details wir plötzlich im Bild haben. So entwickle ich meine Bilder und den Look, den Ihr jetzt hier im Bild seht. Das ist ein Look, wo viele mich fragen: Wie geht so was? Wie muss man in Photoshop bearbeiten? Wie Ihr seht, hab' ich jetzt in Photoshop noch gar nichts gemacht. Das käme jetzt alles erst noch. Ich habe aber jetzt eine Aufnahme mit unheimlich vielen Details. Das Ganze wäre auch gegangen, wenn Ihr die Aufnahme korrekt fotografiert hättet. Mit "korrekt fotografiert" meine ich dann wahrscheinlich: etwas dunkler, ein bisschen mehr auf IHN angepasst. SO in etwa. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich fotografiere lieber etwas heller, gerade, um dann später auch noch in diese tiefen Bereiche hier noch wunderbar Zeichnung reinzubringen. Ich hab' einfach die Erfahrung gemacht, dass, wenn man diese Bereiche dann später mit Photoshop aufhellen will oder mit Raw, dass es dann leicht anfängt zu rauschen. Abdunkeln geht irgendwie immer ohne Qualitätsverlust. Deswegen fotografiere ich meistens etwas heller, um wirklich auch all diese Strukturen und die feinen Details auch in den Tiefen zu haben. Wie Ihr seht, man kommt hier problemlos an die ganzen Bilddetails. Das ist für mich 'ne wahre Raw-Power, allein diese Regler "Lichter" und "Schatten", was da noch möglich ist. Also eine Technik, die ich gerade bei meinen illustrativen Bildern sehr, sehr häufig nutze.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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