Calvinize V

Porträtretusche – verflüssigen, aber mit Vorsicht!

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Bevor Sie sich an den Verflüssigen-Filter wagen, sollten Sie ein paar Vorüberlegungen anstellen. Der Filter selbst sollte mit Vorsicht eingesetzt werden. Auf welche Punkte dabei zu achten ist und wie Sie den Filter anwenden, erfahren Sie in diesem Video.

Transkript

Ich komme nun zu einem ganz beliebten Werkzeug in der Porträtretusche. Und das ist der Verflüssigen-Filter. Zu diesem Filter jetzt erstmal ein paar theoretische Informationen. Zuerst mal solltet ihr überlegen, für wen das Bild ist. Ist das Bild, das ihr gerade retuschiert, für die Person, die auf dem Bild zu sehen ist, dann solltet ihr mit diesem Werkzeug vorsichtiger rangehen, denn ihr verändert oftmals die Person selbst, die Konturen, die Formen. Und das ist unter Umständen nicht immer so optimal. Wenn ihr das Bild für euch selbst retuschiert, fürs eigene Portfolio oder für die Werbung, dann ist das eigentlich egal. Denn den Betrachter interessiert nicht, wer auf dem Bild zu sehen ist, sondern vielmehr einfach, dass es ein schönes Bild ist. Und da kann man hier und da dann schon ein bisschen gewagter rangehen. Ich dupliziere mal die Ebene und werde jetzt diese Ebene in ein Smartobjekt umwandeln, denn das ist schonmal ein weiterer Vorteil in der aktuellsten Photoshop-Version, dass dieser Filter auch in Kombination mit einem Smartobjekt geht. Das heißt, man kann verflüssigen und kann dann später zu einem Zeitpunkt diese Verflüssigung jederzeit wieder zurücknehmen und ändern. Das einfach mal so am Rande, falls ihr das nutzen wollt. Ihr werdet später in der Praxis sehen, dass ich da etwas anders rangehe. Aber die Möglichkeit ist eben da. Das bekannteste Werkzeug ist das Mitziehen-Werkzeug, das ihr hier direkt links oben findet. Man klickt ins Bild und zieht in einen Bereich. Und so hat man jetzt die Möglichkeit, die Person zu verändern. Und ihr seht, man kann auch ganz schnell jemanden entstellen. Wir nehmen das wieder zurück. Ich möchte euch jetzt zuerst dieses Werkzeug in den Einstellungen erklären, weil diese Einstellungen kann man auch bei anderen Werkzeugen nutzen. Und dann zeige ich euch mein Werkzeug, das ich eigentlich nutze in diesem Verflüssigen-Dialog. Wenn euch generell das Verflüssigen interessiert, muss ich euch leider auf andere Lektüren verweisen. Ich selbst habe auch mal ein Training zum Thema Verflüssigen erstellt bei video2brain. Ich werde jetzt in diesem Film nur die wichtigsten Dinge ansprechen. Zuerst die Größe des Pinsels. Die könnt ihr übrigens auch mit Ctrl+Alt; das kam auch irgendwann mal als Neuerung dazu in Photoshop; könnt ihr das auch so ändern. Ansonsten hier, die Pinseldichte bestimmt, wie viel in diesem Kreis verändert wird. Bei einer Pinseldichte von 100 wird alles in diesem Kreis verändert, wie ihr sehen könnt. Bei einer Pinseldichte von vielleicht nur 10 oder 20 wird nur das Innere dieses Kreises verändert. Sehen wir jetzt hier so. Okay, nur ein kleiner Witz am Rande. Der Pinseldruck bestimmt, wie schnell sich etwas verändert. Das heißt, wenn ich einen Pinseldruck von 100 habe, ich nehme mal die Pinselgröße etwas runter, dann verändert sich das alles sehr schnell. Hier zum Beispiel, wenn man nach rechts, links geht, oder hoch, runter. Und wenn man jetzt einen Pinseldruck hat von, ganz wenig, vielleicht 10, 12, dann werdet ihr sehen, ist diese Veränderung sehr gering. Und das ist eher etwas, was ich euch empfehle, dass ihr den Pinseldruck sehr tief einstellt. Bei manchen Werkzeugen ist es auch die Pinselgeschwindigkeit, wie zum Beispiel beim Aufblasen-Werkzeug. Einfach tief einstellen, damit ihr da eine volle Kontrolle drüber habt. Okay, das Mitziehen-Werkzeug ist das wohl häufigste genutzte Werkzeug. Das ist super. Nur muss man oft klicken, wenn man irgendwo eine Kontur anlegen möchte. Und mit jedem Klick wird es natürlich unschärfer. Es ist auch so eine Sache, wie ihr euch am wohlsten fühlt. Ich selbst nutze am liebsten das Nach-links-schieben-Werkzeug. Bei dem Nach-links-schieben-Werkzeug kann man in einem Zug alles in eine Richtung verschieben. Ich fahre jetzt hier unten entlang und ihr seht, dass ich das in einem Zug verändert habe. Ich muss also nicht allzu oft drücken. Der Nachteil bei dem Nach-links-schieben-Werkzeug: Es ist am Anfang schwierig zu verstehen. Wenn man jetzt zum Beispiel die Maus oder den Zeiger nach rechts bewegt, geht alles nach oben. Wenn man nach links bewegt, geht alles nach unten. Wenn man nach oben bewegt, geht alles nach links. Wenn man nach unten zieht, geht alles nach rechts. Und auch das stellen wir wieder her. Also ihr seht, der Verflüssigen-Filter, der kann Spaß machen. Wie kann man dieses Werkzeug jetzt am besten verstehen? Im Prinzip ganz einfach. Ihr müsst es euch nur vorstellen wie so einen Schneepflug, der in Fahrtrichtung alles nach links wegschiebt. Wenn ich jetzt also nach oben fahre und der Schneepflug alles nach links wegschiebt, dann geht es hier tatsächlich nach links. Wenn der Schneepflug jetzt zum Beispiel von links oben nach rechts unten fährt und alles in Fahrtrichtung nach links schiebt, dann müsste es jetzt theoretisch nach rechts oben gehen. Und genauso ist es auch. Und auf diese Art und Weise kann man dieses Werkzeug gut verstehen und dann auch mit ein bisschen Übung anwenden. Wie ich dieses Werkzeug dann in der Praxis einsetze, das zeige ich euch jetzt. So, dann kommen wir jetzt an die Praxis. Und dazu werde ich diesen Dialog hier nochmal abbrechen, denn meine Praxis sieht ein klein wenig anders aus. Ich werde mir wieder die Ebene duplizieren, aber jetzt mache ich Folgendes. Ich wende den Verflüssigen-Filter nicht auf ein Smartobjekt an, sondern direkt auf ein Bild. Und gehe jetzt mal in den Verflüssigen-Filter. Was könnt ihr jetzt hier machen? Im Prinzip könnt ihr machen, was ihr wollt, weil es ist euer Bild. Und natürlich ein bisschen Absprache, wenn ihr das Bild für diese Person retuschiert, mit der Person absprechen, was gemacht werden soll. Ich werde jetzt einfach mal ein bisschen was korrigieren, was ich nicht so gut finde oder was ich ändern möchte. Meistens sind es klare Konturen. Ich versuche, ein bisschen mehr Symmetrie reinzubringen oder einfach Dinge in den Hintergrund zu setzen, die jetzt nicht so wichtig sind. Ich sehe zum Beispiel, dass dieses Ohr ein bisschen angelegter ist und das hier ein bisschen absteht. Also gehe ich jetzt auf mein Nach-links-schieben-Werkzeug und werde jetzt mit einem Pinseldruck, der sehr tief ist, Pinseldichte 50, Pinselgröße vielleicht ein bisschen weniger, werde ich jetzt dieses Ohr so ein klein wenig anlegen. Das kann man noch ein bisschen nach unten schieben. Man sieht, dass das andere Ohr vielleicht von der Höhe ein klein wenig anders ist, oder das hier ein bisschen nach oben. In etwa. Es muss jetzt nicht immer ganz symmetrisch sein und perfekt sein. Und jetzt kommt der Punkt. Wenn ich jetzt sage, dass dieses Ohr gut geworden ist für mich, dann bestätige ich das Ganze. Und jetzt gehe ich erneut in den Verflüssigen-Filter hinein. Denn wenn ich jetzt nochmal etwas verflüssige und dann feststelle, "verdammt, das sieht komisch aus", dann kann ich auf Alles wiederherst. klicken und das Ohr bleibt, weil ich dazwischen den Befehl bestätigt habe. Jetzt gehen wir mal etwas weiter. Und ich werde jetzt mal noch versuchen, die Schulter da unten etwas zu korrigieren, indem ich sie hier vielleicht etwas runder mache, hier vielleicht noch etwas nach unten gehe. Da muss man jetzt natürlich auch ein bisschen experimentieren. Und ich sage es euch ganz ehrlich, ich brauche auch manchmal mehrere Versuche. Das klappt nicht immer beim ersten Versuch. Manchmal brauche ich da auch ein paarmal und manchmal vertue ich mich da auch ein klein wenig. Jetzt finde ich die Schulter ein bisschen symmetrischer. Ich kann vom Pinsel her vielleicht noch etwas kleiner werden. Und hier, ihr seht immer, wenn ich am Rand reinverflüssige, dann muss ich einfach hier wieder klicken und das rausziehen. Und wenn ich dann die Schulter habe, dann bestätige ich wieder das Ganze. So geht es jetzt nacheinander. Ich werde immer wieder die einzelnen Bereiche korrigieren. Jetzt gehen wir vielleicht mal ein bisschen in die Frisur rein, werden hier oben ein bisschen das Ganze runder machen, hier vielleicht ein bisschen wegnehmen und nach unten ziehen. Dann werden wir; im Prinzip hat die Dame ja nichts nötig, aber ich werde mal hier noch ein bisschen die Wangen schmaler machen. So in etwa. Da unten müssen wir noch ein bisschen runterziehen. Da sind noch einige Pixel, die da irgendwie reingeschoben wurden. Hier gehen wir noch mit dem Kopf ein bisschen schmaler. So lassen wir das jetzt in etwa. Man kann natürlich noch mehr machen. Man braucht auch nicht mehr machen theoretisch. Das ist euch ein bisschen überlassen. Das soll jetzt einfach mal ausreiche, um die Anwendungen zu zeigen, wie ich da vorgehe. Und jetzt bestätigen wir das Ganze wieder. Jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt. Das ist mein wertvollster Tipp, den ich in diesem Film habe, auch wenn es kein Tipp ist, den man per Einstellungen direkt anwenden kann. Schaut euch das Bild jetzt an, und klickt auf keinen Fall Vorher/nachher. Geht jetzt weg vom Rechner, mindestens eine Minute, kommt dann wieder, schaut euch das Bild an und beurteilt dann das Bild, wie es euch gefällt. Mir ist dieses Ohr jetzt ein bisschen zu groß. Also gehe ich jetzt nochmal in den Verflüssigen-Filter rein und werde schauen, ob ich dieses Ohr noch ein bisschen kleiner kriege, nur ein klein wenig. Bestätige das Ganze. Und werde jetzt wieder weggehen vom Rechner. Eine Minute lang. Und wenn ich jetzt wieder komme und das Bild beurteile, dann werde ich für mich festlegen, passt es oder passt es nicht. Und wenn ich diese Entscheidung getroffen habe, dann wird nichts mehr am Bild geändert. Denn wenn ich jetzt Vorher/nachher klicke, dann sieht der Unterschied so extrem aus, dass ich das Gefühl habe, "verdammt, ich habe zu viel gemacht". Und das soll nicht sein. Ich klicke jetzt mal Vorher/nachher. So war das vorher und so nachher. Vorher, nachher, vorher, nachher. Mir persönlich gefällt es jetzt ganz gut. Und wenn ich jetzt das Gefühl habe, "verdammt, ich habe zu viel gemacht", dann wird nichts mehr geändert, denn es zählt die Wahrnehmung ohne den Vorher/nachher-Vergleich. Das noch als letzter Tipp am Rande. Und dann wünsche ich euch zukünftig viel Spaß beim Verflüssigen.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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