Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Einfach fotografieren lernen

Porträt aufnehmen

Testen Sie unsere 2019 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Es gibt ein paar Dinge zu beachten, wenn Sie ein Porträt fotografieren. Dazu gehört neben der Wahl der Brennweite eine besondere Aufmerksamkeit dem Modell gegenüber.
06:01

Transkript

Wir haben Glück mit dem Wetter, wir haben keine gleissende Sonne, überhaut gar keinen Sonnenschein, sondern einen bewölkten Himmel. Und das ist immer dann gut, wenn man Portraits fotografieren will, wenn man Portraits machen möchte, wenn man Menschen fotografiert. Ganz allgemein, weil stellen Sie sich vor, wir haben womöglich sogar die Sonne um die Mittagszeit, sie kommt von relativ weit oben, das macht nicht wirklich Spass denn es gibt eine Menge Schatten, es gibt hässliche Nasenschatten. Das sind alles Sachen, die man nicht wirklich in einem Portrait haben will. Deswegen finde ich es gut, dass wir heute einen bewölkten Himmel haben. Es ist auch schön, wenn man einen Schleierwolken-Himmel hat, wo so ein bischen indirektes Sonnenlicht durchfällt, aber eigentlich ist es mir am Liebsten, wir haben ein sehr weiches Licht, so wie jetzt. Das heisst also, bewölkter Himmel, cirka 11 Uhr, normale Vormittagszeit zwischen 10 und 15 Uhr ändert sich das Licht sehr wenig, normalerweise. Ja, und jetzt wollen wir das einfach mal machen und ein Portrait fotografieren. Ich schnappe mir die Kamera. Ich schaue mal, wie die eingestellt ist. Also, ich weiss wie sie eingestellt ist, ich habe sie ja gerade eingestellt. Aber ich dachte, ich erzähle Ihnen das vielleicht mal. Wir haben einen ISO-Wert von 200 gewählt. Obwohl es helles Tageslicht ist, aber ich habe eine sehr lange Brennweite, zu der sage ich gleich noch etwas. Deswegen bin ich auf 200 gegangen, habe jetzt eine Zeit von einer 80tel Sekunde eingestellt, bei einer Brennweite von 100 Millimetern könnte man sagen. Das ist aber eigentlich schon im Verwackelungs-Bereich, aber da ich hier einen Bildstabilisator habe, der mir quasi drei Blendenstufen schenkt, bin ich relativ sicher vor einer Verwackelung, es sein denn, ich verreisse die Kamera, dann kann das natürlich passieren. So, die Blende liegt bei 2,8 und die Blende und die lange Brennweite, die hängen ein wenig miteinander zusammen. Wenn ich mir jetzt mal diese Brennweite anschaue, wie gesagt, ich gehe auf 100 Millimeter, dann bewege ich gerade so am Rande des klassischen Portrait-Brennweitenbereichs. Der liegt zwischen cirka 75 und 100. Wenn man deutlich unter die 75 geht, dann wird sehr weitwinklig und die Nasen werden zu lang, und die Wangen gehen nach hinten im Bild, das sieht fürchterlich aus. Wenn man zu weit in den Telebereich geht, dann wirkt das Portrait manchmal ein bischen flach, und es sieht nicht wirklich sehr gut aus. Der Bereich zwischen 75 und 100 Millimetern ist eigentlich der klassische Portraitbereich. Es ist auch eine klassische Portrait Brennweite, eine Weite die 85er Brennweite, die ist oft mit einer hohen Lichtstärke von 1:2,8 oder 2,0 sogar gibt, tolles Ding. Also da ist der Brennweitenbereich für Portrait ungefähr angesiedelt. So und jetzt wollen wir das einfach mal machen. Die Kamera ist wie gesagt mit einem Bildstabilisator versehen, nicht die Kamera, nur das Objektiv, der ist eingeschaltet, Autofocus ist eingeschaltet, Zeit und Blende habe ich schon genannt, und ja dann begrüsse ich mal die Tanja, und ein Tip noch, so nebenbei. Wenn Sie Portraits machen, wenn Sie einen Menschen fotografieren, ein Model fotografieren, egal ob Sie es gut kennen oder ob es Ihre Kinder sind, ob es Ihre Frau ist, oder jemand den Sie genau für diese Zwecke sozusagen angeheuert haben, dann sollten Sie immer erklären, was Sie gerade tun. Sie müssen jetzt nicht genau sagen, das ist diese oder jene Belichtungszeit, aber Sie sollten dem Model erklären, was Sie tun, und unser Model Tanja weiss bescheid, ich habe es nämlich schon erklärt, also was ich sagen will, sprechen Sie mit dem Model, sprechen Sie mit dem, den Sie fotografieren, ich habe es oft erlebt, dass Fotografen halt irgendwie fotografieren, dass Model nicht so genau weiss, das schafft eine Unsicherheits-Athmosphäre, dann kann man keine guten Bilder machen. Deswegen sollten Sie versuchen, zumindest zu erklären was Sie machen. Was wir hier machen wollen ist... Du hast einen sehr schönen Ast hier vor dem Gesicht, wir verraten auch, dass wir da vorher diese gelben Blätter weg gemacht haben, weil die nicht so schön aussehen würden. Den nimmst Du jetzt bitte mal. Du machst es automatisch mit zwei Händen, was ich super finde, denn so würde man das ja in der Realität auch machen. Genau das, da möchte ich nicht mehr sehr viel daran ändern, genau das werden wir jetzt mal fotografieren. Bevor ich das aber mache, ich schaue nämlich jetzt mal durch, gehe sogar noch ein klein bischen dichter ran. Ich gehe sogar noch ein bischen über die 100 Millimeter hinaus. Obwohl ich gerade gesagt habe, das ist die klassische Brennweite, aber manche Regeln muss man eben erst kennen, bevor man sie brechen darf. Ich gehe mal noch ein bischen dichter ran, und jetzt kann noch eine Sache richtig schief gehen, die möchte ich auch noch erwähnen. Wenn Sie im Hintergrund Bäume haben, oder Gebäude haben, Stangen haben, Fahnenmasten haben, dass sind all diese Dinge, die können Ihnen so ein Portrait so richtig zerhauen, denn wenn das quasi hinter dem Model aus dem Kopf wächst, so sieht das nämlich dann aus, dann haben Sie verloren. Dann ist das einfach kein gutes Portrait. Jeder würde nur noch auf diesen Fahnenmast schaut, und keiner schaut mehr auf das Portrait selbst. Genau aus dem Grund gehe ich ein bischen weiter nach rechts um den Baum den man hier sieht aus dem Bild zu nehmen. Und dann können wir das Bild fotografieren. Und wir haben eines geschafft, was bei so einer Geschichte sehr wichtig ist, wir haben einen super unscharfen Hintergrund, deswegen auch meine Blende von 1:2,8 deswegen mache ich die Blende ganz weit auf, um möglichst keinen scharfen Hintergrund zu bekommen. So löst sich das Model quasi wunderbar vom Hintergrund, und wenn wir jetzt noch das Glück hätten, und doch so ein kleines Sonnensträlchen im Bild wäre, dass das Laub im Hintergrund zum Leuchten bringen würde, dann würde man nicht nur von Unschärfe sprechen, sondern vom so genannten Boke, das ist ein Wort das eigentlich aus dem Japanischen kommt. Das bezieht sich nicht so sehr auf die Art der Unschärfe, sondern auf deren Schönheit. Das hängt sehr von der Beleuchtung ab, von der Belichtung, vom Licht selbstverständlich auch, aber im Grossen und Ganzen, auch vom Objektiv natürlich, im Grossen und Ganzen sollten Sie darauf achten, dass Sie eine lange Brennweite nehmen, zwischen 75 und 100 Millimeter, dass Sie die Blende für ein Portrait möglichst ganz öffnen, damit das Boket die Chance hat, so schön wie möglich zu sein.

Einfach fotografieren lernen

Lernen Sie die Kameratechnik kennen und setzen Sie sie richtig ein, um selbst tolle Bilder zu machen.

2 Std. 32 min (29 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!