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Porsche oder Kombi: Die Motivationstypen nach Correll und Hansen

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Menschen lassen sich unterschiedlich motivieren. Die Einteilung nach Corell und Hansen hilft zu verstehen, welche Motivationstypen es gibt und welche Werte ihnen jeweils die wichtigsten sind.

Transkript

Was treibt Menschen an? Warum tun Menschen Dinge oder warum eben nicht? Wie kann ich Menschen motivieren? Wo kann ich dazu ansetzen? Nach den Forschungen des Psychologen Werner Correll gibt es fünf prägende Grundmotivationen in unserem Leben. Jeder von uns hat sie allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. Außerdem sind die Grundmotivationen nicht in Stein gemeißelt. Sie hängen vielmehr von der Lebensphase ab, in der wir uns befinden. Wenn einer der Grundmotivationen befriedigt ist, rückt möglicherweise in der Liste der Prioritäten eine andere nach oben. Der Bestsellerautor und Trainerkollege Hein Hansen hat die Motivationstypen von Correll aufgegriffen und neu definiert. Er zieht als Repräsentanten für die Grundmotivationen Typen von Automobilen heran. Das ist eine in meinen Augen sehr griffige Einteilung geworden, die ich hier gerne vorstellen möchte. Erste Grundmotivation: Soziale Anerkennung oder der Porsche-Typ. Den Porschetypen treibt der Wille an die nächste Stufe der sozialen Leiter zu erklimmen. Auf jeder Stufe zeigt er sich über die Marken, die er trägt, das Auto, das er fährt, oder die Urlaubsziele zu denen er reist. Die zweite Grundmotivation: Sicherheit und Geborgenheit oder der Golf-Typ Der Golf-Typ fällt nicht gern auf. Er sucht die Anerkennung nicht in Status oder Marken, sondern möchte, dass man ihn wegen seiner Persönlichkeit respektiert. Er strebt nach Überschaubarkeit und Transparenz. Klingt für sie eher langweilig? Vielleicht. Aber vielleicht brauchen wir solche Typen gerade in einer Zeit, in der Veränderungen und deren effizientes Management immer wieder zur Maxime erhoben werden. Denn der Golf-Typ steht für Verlässlichkeit und Kontinuität. Die dritte Grundmotivation: Vertrauen oder der Kombi-Typ. Der Kombi-Typ ähnelt dem Golf-Typen. Könnte geradezu dessen Steigerung sein. Auch er legt keinen großen Wert auf Äußerlichkeiten. Der Kombi, den er fährt, ist nicht das neueste Modell der Nobelmarken. Für ihn zählt, dass er anderen vertrauen kann und das umgekehrt andere ihm selbst vertrauen können. Aber Er ist nicht leichtgläubig. Er weiß, dass Vertrauen heutzutage gerade im beruflichen Kontext oft eher weniger geboten wird. Im Umgang mit anderen ist der Kombi-Typ immer zuverlässig und loyal und gern in Gesellschaft anderer. Aber Achtung. Enttäuschen sie den Kombi-Typen menschlich nicht. Andernfalls verlieren sie ein Freund fürs Leben. Die vierte Grundmotivation: Selbstachtung oder der Mercedes-Typ. Prinzipien, Ordnung, Regeln. Das sind die Werte, die für den Mercedes-Typen, zählen. Über all diesen Dingen liegt beim Mercedes-Typ die Selbstachtung. Er möchte sein Leben so gestalten, dass es völlig mit seinen eigenen Werten und Normen übereinstimmt. Dazu gehört auch, dass er sein Gesicht nach außen wahren möchte. Im Umgang sind Mercedes-Typen oft schwierig, denn sie sind pedantisch, legen wenig Wert auf persönliche Beziehungen, dafür aber umso mehr auf korrekten Umgang und Unzuverlässigkeit. Wenn Sie einen Termin mit dem Mercedes-Typen sausen lassen, werden Sie keinen zweiten mehr bekommen. Die fünfte Grundmotivation: Unabhängigkeit und Verantwortung oder der SUV-Typ. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass es immer mehr SUVs auf unseren Straßen gibt? Lassen sich davon nicht beirren. Denn tatsächlich ist der SUV-Typ bei uns eher selten unterwegs. Sein Ziel ist es, so unabhängig zu leben wie nur irgend möglich. Aber denkt er an geistige ebenso wie wirtschaftliche Unabhängigkeit. Er trägt die Verantwortung für sein Leben selbst und das mit Überzeugung. Zielsicher, sachlich, konsequent. So werden sie den SUV Typen erleben. Ihm ist es außerdem wichtig, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Im Prinzip ist der SUV-Typ der ideale Unternehmer. So ein bisschen der Selfmade-Man oder wie die Selfmade-Woman. Porsche, Golf, Kombi, Mercedes, SUV. Haben sich in einem der vorgestellten Typen wiedergefunden? Haben Sie sich zwischenzeitlich gefragt, wie es mit Ihrem Auto und mit Ihrer Kleidung steht? Oder haben sie im Kopfkino den Kollegen, Ihren Nachbarn oder besten Freund als einen dieser Typen eingestuft? Eines sollten Sie dabei berücksichtigen. So wie in jedem von uns alle genannten Grundmotivationen mehr oder weniger stark ausgeprägt sind, so wenig bestimmt eine dieser Grundmotivationen für sich allein unser Auftreten und Handeln. Deshalb treffen Sie die einzelnen Typen selten in Reinkultur. Und manchmal hängt die Wahl der Automarke ja eher von praktischen Erwägungen oder dem Preis ab, als von dem, was wir wirklich gerne hätten. Überprüfen Sie nun mit dem Arbeitsblatt unter dem Titel Welche Motivationstypen sind Sie und Ihre Mitarbeiter? in welche Kategorie Sie fallen.

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Lernen Sie Motivationstheorien kennen und deren Anwendung auf unterschiedliche Typen – garniert mit vielen Tipps aus der beruflichen Praxis.

1 Std. 33 min (20 Videos)
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Erscheinungsdatum:25.04.2016

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