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CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 4) Geräte, Linux-Dateisysteme, Filesystem Hierarchy Standard

Plattenkontingente für ein Dateisystem einrichten

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Lassen Sie sich von Tom Wechsler die erforderlichen Schritte erklären, um für Ihre Linux-Benutzer Festplattenkontingente (Quotas) zu erstellen.
12:05

Transkript

Wie ein Festplattenkontingent erstellt wird, erfahren Sie in diesem Video. Grundsätzlich können Quotas auf Basis von Benutzerkonten oder auf Basis von Gruppenmitgliedschaften festgelegt werden. Im Übrigen beziehen sich Quotas immer auf ein ganzes Dateisystem im Sinn einer Partition. Sie können keine Unterverzeichnisse einzeln quotieren. Es gibt zwei Methoden von Quotas, ein Hardlimit und ein Softlimit. Wobei das Softlimit mit einer "grace time", mit einer sogenannten Gnadenfrist arbeiten kann. Beim Hardlimit werden keine Ausnahmen gemacht. Ist das Limit erreicht, kann nichts mehr über dieses Limit gespeichert werden. Ein Softlimit ist eine Grenze, die immer unterhalb des Hardlimits liegt. Wenn ein Benutzer aufgrund seiner Datenspeicherung an sein Softlimit stößt, dann darf er weiterhin Daten speichern. Ab dem Zeitpunkt der Softlimit-Überschreitung beginnt allerdings die "grace time" oder auch die "grace period". Darunter versteht man eine Gnadenfrist, die dem Benutzer gewährt wird. Innerhalb dieser Gnadenfrist muss der Benutzer ausreichend Daten löschen, um wieder unterhalb seines Softlimits zu fallen. Tut er das nicht, wird aus dem Softlimit nach Ablauf der "grace time" ein Hardlimit. und der Schreibzugriff wird dem Benutzer verweigert. Zuerst müssen wir schauen: Ist das Paket "Quota" installiert? Damit wir Quotas einsetzen können. Ich kann dies verifizieren mit "rpm -qa" und ich suche nach "quota". Tip Top, dieses Tool ist installiert. Wäre es nicht vorhanden, würden Sie "yum" einsetzen: "yum -y install quota". Somit können Sie das Tool nachträglich installieren, falls es bei Ihnen nicht vorhanden ist. Sie sehen hier bereits die Meldung, es ist die neueste Version installiert. Ich möchte meine Quotas auf einer separaten Partition einrichten. Schauen wir uns an, welche Partitionen oder Festplatten uns zur Verfügung stehen. Ich wähle "lsblk" und ich sehe in der Tat, ich habe eine zweite Festplatte, die Festplatte "sdb". Ich möchte die Quotas auf dieser Partition definieren. Wie kann ich da nun vorgehen? Indem ich zuerst eine Partition auf dieser Festplatte erzeuge. Ich verwende dazu "fdisk", navigiere in das Verzeichnis "/dev/" auf die Festplatte "sdb". Nun kann ich eine neue Partition erstellen. Ich verwende dazu zuerst einmal "p", damit ich nochmals verifizieren kann, sind schon Partitionen auf dieser Festplatte vorhanden? Nein, das ist nicht der Fall, "lsblk" hat dies ebenfalls angezeigt, die Festplatte ist vorhanden, aber keine Partitionen. Mit der Taste "m" könnten Sie die Hilfe aufrufen, ich starte direkt mit der Taste "n", um eine neue Partition anzulegen. Möchte ich eine primäre oder eine erweiterte? Nein, ich möchte eine primäre Partition anlegen. Die Partitionsnummer, der Standardwert ist 1, das ist absolut OK. Der erste Sektor, auch das ist OK. Nun kann ich die Größe dieser Partition bestimmen. Ich verwende dazu "+5", ich möchte eine 5GB große Partition. Tip Top, und nun ist es ganz wichtig, dass wir dieses Hilfsmittel richtig verlassen. Dazu zeige ich Ihnen schnell die Hilfe an mit der Taste "m", und Sie sehen, ich muss den Buchstaben "w" einsetzen, "write table to disk and exit", damit diese Partition auch erstellt wird. Also ich drücke die Taste "w", und nun wurde diese Partitionstabelle entsprechend geändert, und auch abgelegt. Der nächste Schritt besteht darin, dass die Partitionstabellen neu eingelesen werden. Dazu verwende ich "partprobe" und wähle dazu das Verzeichnis "/dev/sdb". Das wurde nun erfolgreich umgesetzt. Nun brauche ich ein Verzeichnis für den Mount, und das Dateisystem muss ich auch noch auf meiner Partition erstellen. Ich verwende "mkdir", um meinen neuen Ordner zu erstellen, dieser soll heißen "/quota", ich lege also einen Ordner "quota" unter dem "root"- Verzeichnis an, anschließend muss ich noch das Dateisystem erstellen für meine Partition, verwende dazu "mkfs", dann möchte ich ein "ext4" Dateisystem, ich navigiere in das Verzeichnis "/dev/", und auf die Partition "sdb1". Nun wurde das Dateisystem für diese Partition erstellt. Damit diese Partition richtig eingebunden wird bei einem Neustart, bearbeite ich die Datei "fstab". Dazu verwende ich den "vim" Editor und ich navigiere in das Verzeichnis "/etc/" auf die Datei "fstab". Nun muss ich eine neue Zeile einbinden, damit ich diese Quotierung auch bei einem Neustart immer wieder zur Verfügung habe. Ich navigiere ganz nach unten, ich drücke die "o" Taste, schreibe ein kleines "o", um eine neue Zeile einzufügen und Sie sehen, ich bin direkt im Einfügemodus. Nun muss ich die entsprechenden Informationen eintragen. Ich verwende dazu "/dev/sdb1". Ich möchte ein Quota, also muss ich nun die entsprechende Information auch angeben. Dass es sich um ein Quota handelt, im Ordner "quota" und ich möchte als Dateisystem "ext4" hinterlegen und nun verwende ich "defaults" und ganz wichtig, ich möchte "usrquota", aber auch "grpquota" mit den Optionen "1" und "2". Wunderbar, ich verlasse den Einfügemodus wieder, und mit ":wq" kann ich die Datei speichern und den "vim" Editor wieder verlassen. Nun möchte ich diese Informationen neu einlesen, dazu verwende ich "mount -a", damit diese Datei neu eingelesen wird. Und ich möchte die entsprechenden Informationen nochmals neu mounten, ich sehe auch, wenn ich "mount" ausführe, dass diese nun eingebunden wurde, verwende dazu den Befehl "mount" und Sie sehen, ganz unten am Schluss ist diese Partition eingebunden worden, "/dev/sdb1 on /quota". Ich möchte nun diesen Mount nochmals mounten mit zusätzlichen Optionen. ich verwende dazu zum Beispiel "mount" und dann "-o remount /quota". Das können Sie durchführen, sollte der Mount nicht direkt funktioniert haben. Ich zeige Ihnen das, damit Sie wissen, wie Sie vorgehen müssen, falls das "mount -a" nicht funktionieren würde. Sie sehen, das hat wunderbar funktioniert. Nun brauche ich einen Benutzer, einen Benutzeraccount, um diesem Benutzer ein Quota hinterlegen zu können. Dazu verwende ich "useradd" und einen einfachen Benutzer, zum Beispiel "peter". Der Benutzer wurde erstellt, und ich ändere die Berechtigung für das Verzeichnis "/quota". Diese Berechtigung, die ich setze, ist "777". Die Berechtigung auf 777 zu setzen ist nicht sehr schön, aber sehr effektiv, um mit Quotas arbeiten zu können. Es ist ja nur eine Testumgebung. Die Quotierungen werden in Dateien jeweils getrennt nach Benutzerquotas und Gruppenquotas im Hauptverzeichnis eines zu quotierenden Dateisystems gespeichert. Diese Dateien heißen "aquota.user" und "aquota.group". Genau das werden wir jetzt erzeugen. Ich verwende dazu den Befehl "quotacheck" dann "-mavug" Schauen wir uns das an. Das hat nun die entsprechenden Dateien erzeugt. Sie sehen, jetzt prüfen wir, wurden diese beiden Dateien, die ich eben erwähnt habe, auch erstellt? Ich navigiere in das Verzeichnis "/quota/", damit wir das kontrollieren können, und ich verwende "ls" und in der Tat, wir haben diese beiden Dateien, "aquota.group" und "aquota.user". Nun kann ich mit dem Befehl "quota" "-vu peter" die entsprechende Information bestimmen, den Namen des Benutzers richtig schreiben, und Sie sehen, ich habe nun die entsprechenden Informationen ausgelesen, dass für Peter noch kein entsprechendes Quota gesetzt wurde, weil sämtliche Werte sind immer noch auf 0 gesetzt. Nun kann ich mit "quotaon -a" die entsprechende Quotierung einschalten, und mit "edquota" auf den Benutzer "peter" mit der Option " -u" nun die entsprechenden Quotas editieren. Sie sehen, nun bin ich in einer Datei, hier habe ich die Möglichkeit, die entsprechenden Werte zu setzen. Zum Beispiel kann ich hier den Wert bei "weich" auf 900 bestimmen, dazu verwende ich ein kleines "i", um in den insert-Modus zu gelangen. Sie sehen, ich habe 900 angegeben und ein Hartquota vielleicht bei 1000. Sie sehen, Sie können dies auch für Inodes umsetzen, ich habe es im ersten Fall für die Blöcke bestimmt, da können Sie auswählen, wie Sie möchten, je nach Ihren Bedürfnissen. Dann mit ESC den insert mode wieder verlassen, und anschließend müssen wir die Datei speichern, mit ":wq" verlasse ich diesen Editor wieder. Ich habe nun die Einstellungen, wie bereits erklärt, bei den Blöcken gemacht, und nicht bei den Inodes. Nun kann ich dies entsprechend kontrollieren, mit "dumpe2fs -h", dann navigiere ich ins "/dev/" Verzeichnis zu meiner Partition "sdb1", dann lenke ich das Resultat um in "grep" und suche nach "Block Size". Ich musste "Block Size" richtig schreiben, ich hatte ein großes "S" für "Size" verwendet , aber es ist ein kleines "s", damit wir die Blockgröße erhalten. Nun wissen wir aufgrund der "Block size" 4096, wie viel Quota wir hinterlegt haben, wir haben bestimmt, dass 900 Blöcke das weiche Quota ist, und bei 1000 Blöcken ist das große Quota. Sie haben vielleicht bemerkt, alle Werte sind per Voreinstellung auf 0 gesetzt. Das bedeutet nicht, dass der Benutzer nichts abspeichern kann, sondern im Gegenteil, dass es für ihn keine Limits gibt. Wenn Sie eine Quotierung ausschalten wollen, können Sie also einfach alle Parameter wieder auf 0 setzen. Sie können die entsprechenden Informationen auslesen über "quota -v", und dann entsprechend den Benutzer angeben. Nun sehen Sie die Quota-Informationen, welche für den Benutzer Peter gültig sind. In diesem Video habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie auf einer separaten Partition ein Plattenkontingent für einen Benutzer einrichten können.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 4) Geräte, Linux-Dateisysteme, Filesystem Hierarchy Standard

Lernen Sie die Einrichtung und Wartung von Dateisystemen und die Verwaltung von Kontingenten und Dateirechten kennen und bereiten Sie sich auf die Comptia Linux+-Zertifizierungsprüfung LX0-103 vor.

2 Std. 8 min (27 Videos)
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