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Digitale Transformation im Unternehmen

Planung und Konzeption

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Lernen Sie hier die konkrete Ausgestaltung des Change-Prozesses im Detail kennen.

Transkript

Im Schritt "Planung und Konzeption" werden nun die Interventionen geplant, beziehungsweise konzipiert. Interventionen sind dabei definiert als Maßnahmen beziehungsweise Impulse, die auf einen Aspekt des Changes einwirken. Interventionen müssen immer strukturiert und zielgerichtet durchgeführt werden. Dafür bietet sich ein zirkulärer Ansatz wie dem folgenden an, der der sogenannten systematischen Reflexionsschleife nachempfunden wurde. Schritt 1: Intervention planen Mit den Kontrollfragen: - Was werde ich tun? - Was werden wir tun? - Wer muss daran beteiligt sein? - Wer muss darüber informiert sein? Schritt 2: Hypothesen bilden Mit den Fragen: - Was könnte das bedeuten? - Wie ist es soweit gekommen? - Warum ist es okay, so wie es ist? - Was müsste geändert werden? Schritt 3: Informationen sammeln Mit den Fragen: - Was weiß ich? - Was wissen wir? - Was ist wann und wo geschehen? - Wer war dabei? - Wer hat was wahrgenommen? Schritt 4: Intervenieren Mit den Fragen: - Wer macht was? - Mit wem? - Wann und wozu? - Wer legt die Erfolgskriterien fest? - Wer überwacht und überprüft den Veränderungsprozess? Und schließlich als letzten Schritt: Inspect und Adapt Mit den Fragen: - Was war schlecht und was war gut? - Was können wir besser machen? - Wie können wir den Prozess verändern um ein besseres Ergebnis zu erhalten? Nun erfolgt die Interventionsarchitektur beziehungsweise das Interventionsdesign. Welche Meetings finden wo und wann und mit wem statt? Zum Beispiel als Klausur mit der Geschäftsleitung, ein Lenkungsausschuss, ein Betriebsrat, Projektgruppen, Großgruppen. Dann Auswahl der Intervention nach Wirksamkeit, innerlicher Qualität und Anschlussqualität. Und Berücksichtigung von Ressourcen, Effekt, Nachhaltigkeit, Mittel, Ziele und Akzeptanz. Schließlich die Kommunikation. Wie soll kommuniziert werden? Mit einem Handbuch? FAQs, E-Mail an alle, Führungskreis-Workshop, World-Café, Town-Hall-Meeting? Zudem gibt es unterschiedliche Interventionsstrategien, für die man sich im Vorfeld entscheiden muss. Die Top-Down-Strategie hat ihren Ausgangspunkt beim Topmanagement und wird von dort über alle Hierarchieebenen zu allen Organisationsmitgliedern getragen. Die Pilotprojekt-Strategie ist eine Variante der Top-Down-Strategie und beginnt die Veränderung gezielt in einer Abteilung oder einem Bereich. Bei der Center-Out-Strategie bildet das mittlere Management den Ausgangspunkt für die Veränderung und bei der Multiple-Nucleus-Strategie werden Veränderungen an mehreren Stellen im Unternehmen, nach einer der anderen Strategien angestoßen in der Hoffnung, dass sich diese auf das ganze Unternehmen ausbreiten. Und schließlich die Bottom-Up-Strategie die die Ausgangslage bei -- zumindest theoretisch -- den Mitarbeitern findet. Veränderungsprojekte haben aber oft ein großes Dilemma, denn diese benötigen oftmals lange Zeit bis zu ihrer Wirksamkeit. Mitarbeiter haben aber oft nur kurzfristige Motivation und hinterfragen schnell den Sinn und Unsinn des Changes. Daher ist ein sichtbarer Beweis notwendig, um diese von der Wirksamkeit zu überzeugen. Dies ist möglich, wenn kurzfristige Erfolge gezielt eingeplant werden, denn dadurch bleiben Management und Mitarbeiter motiviert. Zudem wirken kurzfristige Erfolge gut gegen eventuell vorhandene Blockaden. Und schließlich bewirken kurzfristige Erfolge einen sogenannten Veränderungsschwung. Eine Methode zur Ermittlung der Erfolge ist die sogenannte "Payoff-Matrix" von General Electric. Hierfür werden vier Quadranten gebildet: Auf der x-Achse wird "leicht zu implementieren" auf der linken Seite und "schwer zu implementieren" auf der rechten Seite aufgetragen. Auf der y-Achse unten "großer Erfolg" und oben "kleiner Erfolg". Nun werden über ein "Workout" genanntes Verfahren sogenannte "Quick Wins" gesucht, die einen großen Erfolg ergeben, aber leicht zu implementieren sind. Als Tools bieten sich für den Bereich Planung/Konzeption zudem die Folgenden an: Lernlandkarten, sogenannte "Learning Maps", sind eine Methode zur Erfassung und Kommunikation strategischer Ziele und Absichten. Häufig zur internen Kommunikation mit ganzen Belegschaften eingesetzt, werden sie auch in den Bereichen Marketing und der externen Kommunikation verwendet, um komplexe Botschaften zu vermitteln. Die "Business Model Canvas" skizziert die neuen zentralen Faktoren für den Erfolg eines Geschäftsmodells. Kundensegmente, Werteversprechen, Kanäle, Kundenbeziehung, Einnahmequellen, Schlüsselressourcen, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselpartner und schließlich die Kostenstruktur. Und dann die Veränderungslandkarte, die sogenannte "Change Map", diese ist eine Art Roadmap, die auch die Grundlagen für inhaltliche Aktivitäten und damit die fachliche Seite der Veränderung darstellt. Sie bietet einen Überblick über die im Veränderungsprozess geplanten Maßnahmen.

Digitale Transformation im Unternehmen

Sehen Sie, was genau unter „digitaler Transformation“ zu verstehen ist und welche Auswirkungen sie für jedes Unternehmen mit sich bringt.

2 Std. 5 min (24 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.10.2016

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