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Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Panotour Pro

Planung des Equipments

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Eine virtuelle Tour besteht meist aus einer größeren Reihe von Panoramen und damit aus jeder Menge Einzelbildern. Effizienz und schnelles, leistungsfähiges Equipment sind gefragt. In diesem Film geht‘s um die Auswahl von Kamera, Objektiv und Panoramakopf: Thomas Bredenfeld stellt sinnvolle Beispiel-Setups vor.

Transkript

Bei virtuellen Touren fotografiert man mehr als nur ein einziges Panorama. Das geht schlechtmals in die Dutzende, kann auch hunderte Panoramen beinhalten eine solche Tour, das heißt, wir müssen uns ein bisschen Gedanken darüber machen, welches Equipment wir verwenden und ein bisschen im Auge behalten, wie viel Aufwand bedeutet dann die Nachbearbeitung, wie viel Daten produzieren wir eigentlich, denn das multipliziert sie alles ganz schön. Und wir müssen halt einfach schauen, wie detailliert ist das Motiv, wie schnell soll das Ganze gehen, wann muss das fertig sein, wie viel Aufwand sind wir bereit, in die Ausarbeitung eines einzelnen Panoramas einer solchen virtuellen Tour zu stecken. Da sehen wir eine Menge Faktoren, die bei solchen virtuellen Touren eine Rolle spielen, die bei einem einzelnen Panorama letzten Endes nicht so wichtig sind, die aber hier sehr wohl zum Tragen kommen, weil das Ganze soll da irgendwann mal fertig werden und alle Aufwand, alle Daten, die produziert werden, multipliziert sich eben mit der Anzahl der Panoramen, die zu machen sind. Deswegen gilt es immer, einen Kompromiss zu finden, dass man einmal möglichst Daten ökonomisch arbeitet, dass man trotzdem eine gute Qualität zustande bringt und dass das Ganze eben in einer einigermaßen akzeptablen Zeit auch fertig wird. Virtuelle Touren bestehen meistens aus sphärischen Panoramen, nicht zuletzt deswegen, weil auch gerade die Darstellung mit WEBVR das heißt mit Head-Mounted Displays, mit den Mobilgeräten, wo man einfach schon rein spielerisch immer nach unten schauen möchte, und deswegen sollte man das eigentlich nicht limitieren, und gerade Sujets, die auch Tiefblicke zu bieten haben oder auch einfach Aufblicke, wenn man denke, zum Beispiel nur nämlich Barockkirchen mit tollen Deckmalereien. Oben da es ist [unverständlich] einfach Unsinn, kein sphärisches Panorama zu machen, aber man will dann wirklich den ganzen Raum, noch das gesamte Raumerlebnis zeigen. Das ist relativ wichtig. Deswegen es bei der überwiegenden Mehrzahl der virtuellen Touren, ist eigentlich ein sphärisches Panorama als Grundmodel angesagt. Beim sphärischen Panorama sind wir bei Weitwinkel dann meistens auf einen sphärischen Kopf angewiesen, also zum Beispiel so ein Setup, wo wir einfach einen zweiachsigen Kopf haben und entweder einen Superweitwinkel drauf oder einen wie in diesem Fall einen Full-Frame Fisheye auf einer Vollformatkamera. Und dieses Setup zum Beispiel, das wird dann auch später verwenden werden für die Tour im Kraftwerk Arnstein. das besteht eben aus einem 12 mm Full-Frame Fisheye. Es ist ein Samyang oder Walimex. Es gibt unter verschiedenen Brandnames. Kamera aus Sony a7R, das heißt, dieses Setup produziert bereits relativ Ruheauflösung, aber mit relativ wenigen Bildern. Da sind wir schon bei einem Moment, das einfach die Arbeitszeit reduzieren kann. Und hier kommen wir, zum Beispiel, wenn wir das hier auf 8 Rastungen einstellen oder auf 6 sogar, das heißt, wir kommen hier mit 6 Aufnahmen, die mit 30 Grad nach oben zeigen, kommen wir aus, und dann brauchen wir nach unten eigentlich nur noch drei Aufnahmen, die das nach unten schließen einfach, um denn das Bodenloch zu schießen, diesen alle 120 Grad, das heißt, jede zweite Rastung, das heißt, wir kommen mit neun Bildern pro Aufnahme aus. Dann ist das nächste Moment, was wir dort haben, ist natürlich die genaue Belichtungsmessung, ist bei so einer virtuellen Tour dann immer pro Location oder pro Standpunkt immer relativ aufwendig. Deswegen ist es ganz gut, wenn man da ein bisschen lässiger verfahren kann, heißt im Klartext, dass man eigentlich durchgängig HDR-Panoramen machen sollte, das heißt, auch mit mehreren Belichtungsstufen arbeiten, um einfach möglichst zuverlässig, ohne genau zu sein, bei der Belichtungsmessung wirklich den Belichtungsumfang an jeder Stelle einer solchen virtuellen Tour wirklich zu erwischen. Das heißt, in unserem Fall wir würden bei der a7R 3 Blenden über- und 3 Blenden unterbelichtet mit je drei Aufnahmen, mal neun, macht also 27 Aufnahmen mit 36 Megapixel pro Panorama. Das ist ein ganz guter Kompromiss, wenn wir zum Beispiel wie in unserem Fall dieses Kraftwerk abbilden wollen, was speziell in dieser alten Maschinenhalle und auch in dieser Schaltzentrale mit diesen vielen Elementen doch eine gewisse Detailliertheit hat. Dort soll man schon mit einer ordentlichen Auflösung fahren. Und wir sind dann hier beim Endergebnis bei etwa 200 Megapixel pro Panorama, das heißt, wir können auf großen Bildschirmen auch noch ein Stückchen reinzoomen und können wichtig ganze Detailliertheit einer solchen Umgebung wirklich entsprechend oder auch ansprechend abbilden. Wenn die Geschichte ein bisschen schneller gehen soll oder wenn uns das zu viele Daten sind, dann sollte man am Equipment ein bisschen anders rangehen. Und dann habe ich jetzt hier zum Beispiel mal einfach zum Wechseln, lege das mal hier auf die Seite. Und hier zum Beispiel ein etwas anderes Setup, das mit sehr viel weniger Bildern auskommt, allerdings natürlich eine geringere Auflösung liefert. Hier in diesem Fall würde ich das zum Beispiel auf hier zwar schon acht Rastungen oder nämlich jede zweite. Das ist eine vollformatige 5D Mark III und da ist ein 8-15 mm Fisheye drauf, das auf 12 mm eingestellt ist. Und das hat den Vorteil, dass das hochformatig aufnimmt und in der senkrechten 180 Grad abbildet, das heißt, ich habe eine komplette Kugel mit nur vier Aufnahmen rund herum. Das kann ich auch, wenn ich das jetzt zum Beispiel im HDR-Modus aufnehme, da ist die 5D Mark II etwas flexibler als die Sony zum Beispiel, und dort zum Beispiel hier ein gängiges Setup, dass man einfach fünf Belichtungen hat mit zwei Blenden Abstand. Damit kriegt man so ziemlich jeden Raum erschlagen, was den Tonwertunterschied zwischen den hellsten und dunkelsten Stellen angeht, also in den all allermeisten Fällen reicht das und anhand wie hier vier Aufnahmen mit fünf Belichtungen, das heißt, wir kommen mit 20 Aufnahmen in diesem Fall 22 Megapixel aus. Und das wäre zum Beispiel eine Geschichte, mit der man schon relativ schnell ist, weil man halt nur vier Richtungen braucht, viermal abdrücken muss, das heißt, das sind vier Positionen im Vergleich zu neuen Positionen vorher. Es ist eine Möglichkeit, um damit zu arbeiten, einfach um den Aufwand an Aufnahmearbeit und auch den Anfall an Daten zu reduzieren. Die Auflösung ist immer noch sehr ordentlich, die dabei rauskommt, bewegt sich im Bereich, ich glaube, um die 14.000 Pixel. Ich habe es jetzt nicht genau gekopft, aber es ist noch absolut qualitativ in Ordnung. Wenn man eine Location für eine virtuelle Tour, wo es drum geht, mit wem ich Gewicht oder leicht und schnell unterwegs zu sein, dann gibt es noch eine andere Möglichkeit. Das ist hier auf der anderen Seite. Das schaut ein bisschen merkwürdig aus. Die Kamera ist so komisch schräg montiert. Was ist das? Also ich sage mal kurz einfach Kameraobjektiv, das ist eine Sony Alpha 6000, das heißt, eine Kamera mit einem Verlängerungsfaktor von 1,6, das heißt, APS-Chip. Dadrauf ist ein 8 mm Fisheye, und das ist so konstruiert, dass es 180 Grad in der Diagonalen hat. Damit man diese 180 Grad in der Diagonalen abbilden kann, kippt man die Kamera in ihrer Sichtachse so, dass die 180 Grad senkrecht stehen. Und das heißt, ich mache dann, ich schaue hier unten ein bisschen am Stativkopf vorbei. Nach oben schaue ich ein Stückchen nach hinten. Deswegen wird die Kamera auch noch nach hinten gekippt, also nicht nur um die Rollen die Drehachse und die Sichtachse gerollt, sondern die wird auch noch oben geneigt. Und das hat den Vorteil, dass ich hier mit acht Aufnahmen rund herum eine komplette Kugel erwische, die oben 100 % [] ist, und unten gibt es einen ganz kleinen Stern, weil natürlich da die Bildecken zusammenlaufen. Und das ist eine sehr schnelle Geschichte. Das ist sehr, sehr leicht das Ganze. Da ist zum Beispiel sehr ideal für, für eine Tour, wo ich zum Beispiel weitere Strecken zu gehen habe und ich viel rumschleppen möchte. Mal denke zum Beispiel, ich mache eine Tour von einer ganzen Talschaft oder so macht das zu Fuß. Dann werde ich mich mit solchen Sachen irgendwann mal ziemlich abschleppen. Und das liefert auch eine relativ ordentliche Auflösung dadurch, dass die Alpha 6000 24 Megapixel hat, also hier kommen so aus dem Kopf 6000x8000 Pixel raus für ein sphärisches Panorama. Hier kann man im HDR-Modus auch wieder +/- 3 Blenden mit drei Aufnahmen. Das reicht bei Sony und dem hohen Dynamikumfang, denn diese Sensoren haben, reicht das auch für die allermeisten Zwecke aus. Also das ist ein sehr, sehr leichtes Equipment, also hier mit acht Rastungen. Das ist ein fixer Rotator unter dran, der einfach alle 45 Grad einrastet. Und das ist sehr, sehr leicht und sehr transportabel. Ein weiterer Faktor bei solchen virtuellen Touren ist natürlich, das mit unter die Locations nut an einer bestimmten Zeit oder nur für eine bestimmte Zeit zugänglich ist, in der man einfach ein Programm abspulen muss. Und wenn man dort dann das Moment der Betriebssicherheit im Auge behält, das heißt, diese Aufnahme muss an diesem Tag gelingen und darf kein Fehler passieren, dann ist es mit unter ganz praktisch, wenn man auf automatisierte Lösungen zurückgreift. Das lohnt sich natürlich nur im konverziellen Bereich. Solche Gerätschaften müssen natürlich das Geld, was sie kosten, irgendwann mal wieder reinspielen. Ich hebe jetzt hier speziell auf Bereich ab, wo man zum Beispiel wirklich häufig im Mobilen fotografiert. Dann geht man in ein Objekt [unverständlich], schnell mal 20-30 Panoramen zusammen, wenn es ein größeres Objekt ist. Und da darf kein einziges Bild fehlen. Es muss immer alles 100 % funktionieren. Für diesen Zweck gibt es automatisierte Panoramaköpfe, und ich setze jetzt mal hier meine Kamera hier drauf. Das ist so nämlich so ein Gerät. Und dieses Style, das nennt sich Raumshot wie A-Drive ist ein Modell. Es gibt da eine ganze Reihe von diesen Dingen in verschiedensten Preisklassen. Und das funktioniert so, dass hier mit diesem Kabel löst das Gerät die Kamera aus. Und was viel interessanter ist, ist hier noch ein USB-Stecker dran, der auch mit dem Kamera verbunden wird. Und dieser USB-Stecker, der sorgt dafür, dass die Kamera ihre Einstellung vom Gerät bekommt, das heißt, ich kann hier [unverständlich] bei der Kamera selber gar nichts einstellen. Auf der einen Seite ist ein Belichtungsmesser drauf, das heißt, der sagt einmal, der misst einfach mal die Grundbelichtungen mit einem Raum, übermittelt dann einen Wert an die Kamera. Und wenn ich die Kamera zum Beispiel dann ein HDR machen lassen möchte, dann regelt das auch dieses Gerät, weil dort kann ich einstellen, ich hätte gerne fünf Belichtungen und von der gemessenen, von der gemessenen Belichtungszeit einfach zwei Blenden, vier Blenden nach oben, zwei und vier nach unten. Und dieses Equipment, das stelle ich an einem Raum rein, schaue, dass das denn gerade ist, und ich kann das über WLAN steuern, und dann verlasse ich den Raum, lasse das Ding machen und stelle das in den nächsten Raum und das heißt, ich kann [unverständlich] mal so Produktionszeitenaufnahme, wähle ich da mal zwei Minuten pro Zimmer für solche Geschichten. Und ein weiterer Vorteil in Bezug auf Betriebssicherheit und ähnliche Dinge ist hier die unglaubliche Präzision, die diese Geräte haben. Das erlaubt mir zum Beispiel, wenn ich ein ganzes Objekt fotografiere und solch habe zwei, drei Dutzend Panoramen, ich muss nur das erste Panorama wirklich zusammenbauen, und alle anderen haben die exakt gleiche Geometrie, das heißt, da kann ich einen sogenannten [] machen, das heißt, die Panoramen müssen gar nicht mehr wirklich zusammengebaut werden, sondern sie werden mit einer Vorlage versehen, gerändert und fertig. Und das passt pixelgenau, weil die wiederholt Genauigkeit der Drehung. Wenn das Ding auf 0 Grad zeigt und dann auf 90 und 270 und 180 Grad zeigt, dann sind das exakt diese Daten, und zwar das ist bei hochauflösenden Kameras wirklich pixelgenau die Wiederholungspräzision, die diese Geräte liefern. Aber das lohnt sich wirklich nun, wenn man sehr von diesen Sachen zu tun hat und immer größere Konvolute ein Panorama macht, und dass ich auch wirklich öfter einsetze. Also für die Amateure ist es mitunter ein bisschen zu heftig. Das kostet halb einfach eine Stange Geld und das muss natürlich, unter dem Gesichtspunkt des Returns on Investment man muss natürlich solche Sachen auch betrachten. Das ist nur ein Teil von diesem Gerät. Da gibt es auch noch eine zweite Achse dazu, aber das ist ein relativ schnelles Equipment, wo man eben wirklich nur viele Shots Panoramen braucht, dann einfach Rückzug fertig ist.

Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Panotour Pro

Lernen Sie, wie Sie aus einzelnen Panoramen eine interaktive, klickbare Besichtigungs-Tour für die Präsentation im Web erstellen.

8 Std. 49 min (75 Videos)
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Erscheinungsdatum:09.03.2017
Laufzeit:8 Std. 49 min (75 Videos)

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