Media Encoder CC Grundkurs

Pixelseitenverhältnis und Halbbilder

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Videoclips, welche über ein korrigiertes Pixelseitenverhältnis sowie Halbbilder verfügen, können auf bestimmten Wiedergabemedien nicht fehlerfrei dargestellt werden. Dies ist unbedingt bei der Auswahl der Kodierungsvorgabe zu berücksichtigen.
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Transkript

Um Halbbilder und Pixel-Seitenverhältnisse zu erklären möchte ich ganz gerne mal Photoshop zur Hilfe heranziehen. Als allererstes öffnen wir mal zwei Videos. Hier das Video "Halbbilder.mpg", das ist mit einer AVCHD-Kamera aufgenommen, und wir nehmen mal hier dieses Video "MVI_0327.MOV", das ist mit einer DSLR-Kamera aufgenommen. Bei dem ersten Video von der AVCHD-Kamera bekomme ich hier schon die Warnmeldung, dass hier eine Vorschau von Pixel-Seitenverhältnis-Korrektur angewendet wird. Bestätige das Ganze mit OK. Und das zweite Video wird ohne Warnhinweis geöffnet. Bei dem zweiten Video von der digitalen Spiegelreflexkamera kann ich hier mal auf Bild Bildgröße gehen und hier sehe ich die Abmessung 1920 mal 1080. Das ist ein 16:9-Verhältnis in voller HD-Qualität. Bei dem anderen Clip hier, "Halbbilder.mpg", gehe ich ebenfalls mal auf Bild Bildgröße und sehe 1440 mal 1080. Das ist zwar hier optisch gesehen das gleiche Seitenverhältnis wie bei der anderen Aufnahme, aber hier habe ich definitiv kein 16:9, denn 1440 mal 1080 können nicht 16:9 rechnerisch ergeben. Viele Videokameras greifen hier allerdings zu einem Trick, und so auch Photoshop, indem es die Pixel in die Breite zieht. Wir zoomen mal hier sehr dicht ran und da kann ich hier tatsächlich sehen, der Pixel, der ist breiter als er hoch ist. Wenn ich hier mal in den Clip ranzoome, dann sehe ich, die Pixel, die sind alle hier quadratisch. Und wenn wir zurückgehen zu dem Bild hier, dann sehe ich, dass ich diese Vorschau auch ausschalten kann. In Photoshop wird mir das als Pixel-Seitenverhältniskorrektur, hier unter Ansicht zur Verfügung gestellt. und schalte ich das aus, dann sind die Pixel jetzt quadratisch und wenn ich wieder rauszoome, sehe ich, dass das Bild dadurch auch irgendwie gestaucht wirkt. Das tut manchen Aufnahmen gar nicht so schlecht. Wobei ganz ehrlich, der Skifahrer hier hätte es nicht nötig gehabt jetzt etwas schlanker zu wirken. Es gibt sogar verschiedene solcher Pixel-Seitenverhältnisse. Und wenn ich hier mal unter Ansicht gehe, Pixel-Seitenverhältnis, dann sehe ich, dem Bild hier liegt ein Pixel-Seitenverhältnis von 1,33 zugrunde. Wenn ich das wieder einschalte, OK, nochmal bestätige, dann sieht das Ganze hier schon besser aus. So kenne ich das auch von der Aufnahme. Und man kann hier in Photoshop unterschiedliche Pixel-Seitenverhältnisse einstellen. Das klassische DVD-Format in 16:9 hat zu Beispiel hier ein Seitenverhältnis von 1:1,46. Das ist noch ein bisschen mehr in die Breite gezogen, sieht dem aber sehr ähnlich aus. In der Regel hat man dann auch eine Bildgröße von 720 mal 576 Pixel. Hier bei 1440 mal 1080 habe ich das Pixel-Seitenverhältnis ja auf 1,33. Und dann ergibt sich rein rechnerisch auch 16:9. Wir wissen also jetzt, dass wir es im Video nicht nur mit quadratischen Pixeln zu tun haben, sondern, dass es Pixel geben kann, die breiter sind um 16:9-Formate oder auch 4:3-Formate zu simulieren. Wenn ich jetzt nochmal dichter ranzoome, sehe ich noch einen zweiten Effekt. Hier können wir in der Bewegung des Skifahrers so Streifen erkennen. Gehen wir mal genau auf 100 Prozent, indem ich einen Doppelöklick auf die Lupe mache, und dann kann man die Streifen sehen. Wenn wir mal dichter rangehen, dann kann man hier folgenden Effekt bei sehen. Und zwar ist hier der Versatz zwischen diesen beiden Streifen genau eine fünfzigstel Sekunde. Das heißt, in der ersten fünfzigstel Sekunde ist er noch hier, in der zweiten fünfzigstel Sekunde ist er bereits hier. Und das können wir dann entsprechend sehen... Ich kann ja mal hier mit der Tastenkombination Steuerung + "R" so eine Hilfslinie zu holen. und dann kann man das ganz gut sehen Und wenn wir die mal so über genau zwei Pixel abmessen, dann sehe ich hier sozusagen das eine Halbbild und direkt darunter das andere. Man spricht dann von einem sogenannten Interlace-Verfahren. Das hat den Vorteil, dass ich eine höhere Bewegungsauflösung habe. Ich habe jetzt ja eine fünfzigstel Sekunde jeweils in zwei Halbbildern festgehalten. Und dadurch habe ich eine schnellere Bewegung im Bild, die festgenommen wird. Der Nachteil ist aber, dass ich hier Streifen im Bild habe. Ein Fernseher baut das jetzt korrekt wieder auf. Der belichtet dann, oder zeigt erst, das erste Halbbild an, oder das zweite Halbbild, immer mit diesem Versatz einer fünfzigstel Sekunde. Schwierig wird das allerdings hier an einem Computermonitor. Wenn ich das hier abspiele, insbesondere, wenn ich das in 100 Prozent-Qualität abspiele, dann sieht man hier diese Streifen. Ich versuche das mal in Photoshop. Photoshop setzt die Auflösung zu weit nach unten. Müssen mal die Auflösung hier auf 100Prozent stellen. Aber jetzt können wir das sehen, dass wir hier bei der Wiedergabe überall immer Streifen sehen horizontal. Das haben wir bei diesem Video nicht. Wenn ich hier nochmal auf die 100 Prozent-Darstellung gehe und abspiele, dann sehe ich, hier habe ich es nicht mit Streifen zu tun. Die sind auch tatsächlich da gar nicht drin. Wir haben hier zum Beispiel eine Bewegung von dem Windsurfer da. Und da sehen wir, das ist progressives Material, da habe ich keine Streifeneffekte. Und dementsprechend auch in der 100 Prozent-Darstellung nochmal abspielen. sieht man, dass das hier eben bessere Qualität ist. Wir können uns also merken, dass immer, wenn wir Videomaterial an einem Computer wiedergeben wollen, dass wir meistens das ohne Pixel-Seitenverhältnisse benötigen, denn ich brauche sonst ein Programm, wie jetzt hier Photoshop, was mir das Pixel-Seitenverhältnis simuliert, also den in die Breite gezogenen Pixel simuliert. Und zum anderen benötige ich am Computer Videomaterial ohne Halbbilder. Am Fernseher sieht das mit Halbbildern meistens besser aus, insbesondere, wenn man Laufschriften hat, so Börsenticker, die unten durchlaufen. Mit 25 Bildern die Sekunde, dann ruckelt das einfach nur. Das ist auch der Grund, warum man im Kino keine Börsenticker anzeigt Nicht weil es die Leute nicht interessiert, sondern weil solche Laufschriften nicht lesbar wären. Die würden einfach ruckeln. Mit einer Bewegungsauflösung von einer fünfzigstel Sekunde läuft das wesentlich besser, wesentlich flüssiger, da habe ich dieses Problem nicht. Wo werde ich jetzt im Media Encoder mit diesen Einstellungen konfrontiert? Wir werden die beiden Clips jetzt auch hier einmal öffnen. Und im Media Encoder kann ich jetzt hier zum Beispiel auf "DVD und Blu-ray" gehen. Nehmen wir jetzt mal hier so ein Blu-ray-Setting, bei DVD könnte ich ja keine HD-Einstellung nehmen. Hier finde ich jetzt zum Beispiel, das Format "1080i 25" als MPEG2. DAs wären jetzt 1920 mal 1080. Und ich finde darunter das "1080i 25" mit dem Pixel-Seitenverhältnis. Da steht "PAR", das steht für "Pixel Aspect Ratio". Also das Pixel-Seitenverhältnis von 1440 mal 1080 einem Pixel-Seitenverhältnis von 1,33. Dieses Setting passt also jetzt ganz gut zu dem ersten Clip. Wo ich es ja mit den Halbbildern und dem Videomaterial zu tun habe, was auch nur 1440 mal 1080 ist. Und wenn ich das auf einer Blu-ray nachher abspiele, ist es ja wieder auf einem Fernseher und es wird da korrekt in die Breite gezogen. Hier, das Format, das ich hier habe, 1920 mal 1080, - gut das ist ja noch mit 30 Bildern die Sekunde aufgenommen - das ist tatsächlich soweit für die Blu-ray und DVD mit 25p gar nicht vorgesehen. Aber ich könnte hier zum Beispiel so etwas nehmen, sagen wir hier, das gibt das "1080p 23,976" Das würde dem nahe kommen. Aber ein "1080p" mit 25 Bildern die Sekunde und voller HD-Auflösung, das gibt es hier nicht im Bereich "Blu-ray". So was müsste man sich dann selber anlegen. Aber ich könnte das hier jetzt zum Beispiel exportieren. Ich kann es natürlich auch konvertieren in "1080i", aber ich kann das zum Beispiel hier in das Format H.264 exportieren. Dann gehen wir hier meinetwegen auf - ja, wir können ruhig bei "Apple". Dann nehmen wir hier die - wo haben wir sie - Auflösung, volle HD-Auflösung da oben. Das können wir nehmen und hier mit 25 Bildern die Sekunde. Das würde sich also anbieten, um diesen Film zu konvertieren, denn hierbei bleibt es jetzt entsprechend progressiv. Ich habe kein Pixel-Seitenverhältnis, volle 1920mal 1080. Und das bietet sich jetzt auch an um es an einem Computer abzuspielen. So haben wir jetzt gesehen, dass ich auch im Media Encoder darauf achten muss, ob ich Formatvorlagen nehme, die ein Pixel-Seitenverhältnis benutzen, und Formatvorlagen benutze, die mit Halbbildern arbeiten.

Media Encoder CC Grundkurs

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3 Std. 59 min (39 Videos)
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Media Encoder Media Encoder CC
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:04.11.2013
Aktualisiert am:11.11.2016

Dieses Video-Training wurde mit Adobe Media Encoder CC in der Version vom Juni 2013 erstellt und mit Updates zur Version Media Encoder CC 2015 ergänzt

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