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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Pinsel- oder Werkzeugvorgaben nutzen

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Und schon wieder ist es Donnerstag, und in dieser Folge des Tipps am Donnerstag möchte ich Ihnen einfach mal den Unterschied zwischen den Pinselvorgaben und den Werkzeugvorgaben näherbringen. Kenne Sie den nicht? Dann schauen Sie einfach mal rein. Damit Sie nicht bei jeder Anwendung einen Pinsel neu einstellen müssen, also z. B. einen neues Bild als Pinselspitze festlegen, dann die Pinseleigenschaften usw., können Sie in Photoshop Pinselvorgaben anlegen. Und außerdem können Sie auch Wekrzeugvorgaben abspeichern. Nun können Sie sich natürlich fragen: "Wenn ich hier die Pinselvorgaben habe, dann reicht das doch eigentlich aus, weil hier kann ich ja im Prinzip schon alles ablegen. Wozu brauche ich also noch diese Werkzeugvorgaben? Beziehungsweise spielen die überhaupt eine Rolle?" Und genau darum geht es in diesem Film. Ich zeige Ihnen den Unterschied zwischen den Pinselvorgaben und den Wekrzeugvorgaben. Kommen wir zunächst mal zu den Pinselvorgaben. Ich habe ja hier bereits einige geladen. Die sind standardmäßig auch so eingestellt. Und hier nehme ich jetzt einfach mal diesen Sternpinsel mit einer Größe von 55 Pixeln. Sie sehen, der steht jetzt hier auf 191. Also das hier wäre die Originalgröße, wenn ich also den nochmal auswähle, wird das hier blau umrandet und zeigt mir an, dass ich hier die Originalgröße habe. Wenn ich hier etwas verändere, dann ändert sich hier auch die Umrandung in Orange. Also zeigt mir das an, dass irgendetwas geändert wurde. Ich klicke nochmal drauf. Das wäre also die originale Vorgabe. Und jetzt habe ich natürlich die Möglichkeit, über die Pinselpalette, die ich mal hier über diesen Knopf einblende, verschiedene Sachen zu ändern, wie zum Beispiel die Pinselgröße, die Formeigenschaften; ich kann z. B. hier einen Größen-Jitter hinzufügen, sodass der Pinsel mal mit einer größeren, mal mit einer kleineren Pinselspitze zufällig versehen wird. Ich kann die Pinselspitze drehen lassen, sodass wir hier ein weiteres zufälliges Element haben. Und ich kann z. B. auch an der Pinselform hier den Abstand zwischen den einzelnen Pinseldrücken verändern, sodass wir hier so eine Art Glitzerkette erzeugen können. Und wenn ich dazu jetzt noch weiße Farbe nehme, indem ich die Taste "D" drücke und dann "X", dann kann ich hier direkt so eine Glitzerspur einmalen. Und damit Sie die auch sehen, vergrößere ich hier mal die Pinselspitze noch mehr, und so sieht das dann aus. Das ist wunderbar. Und wenn ich das öfter brauche, wenn ich also zum Beispiel gerne Wunderkerzen male, dann kann ich mir das als Werkzeugvorgabe so abspeichern. Ich klicke also hier drauf und nenne das "Star 55 pixels 1 Wunderkerze". Dann kann ich hier auch festlegen, dass die Pinselgröße mitgespeichert werden soll, wenn ich das möchte. Ansonsten würden Sie, wenn Sie hier diese Chechbox rausnehmen, diesen Pinsel immer mit der voreingestellten Größe des Pinsels aufrufen, also der gerade aktuellen Pinselgröße. Das ist also dann sehr praktisch, wenn Sie öfter mal die Pinselspitze beim Malen selbst verändern und beim Pinselwechseln nicht immer wollen, dass hier 474 eingestellt ist als die Größe. Also hier speichere ich das der Einfachheit halber jetzt einfach mal mit, damit Sie das hier auch wieder sehen, klicke auf "OK" und hab dann hier meine Vorgabe. Ich kann also jetzt zu anderen Vorgaben wechseln, die hier bereits vorliegen und in dem Moment, wo ich hier wieder draufklicke, kann ich hier mit der Pinselspitze direkt wieder losmalen. Aber wozu in aller Welt braucht man da noch die Werkzeugvorgaben, wenn man hier anscheinend doch alles mitspeichern kann? Und dazu müssen Sie wissen, was die Pinselvorgaben speichern können. Und das betrifft alles, was Sie in der Pinselpalette vorfinden, also die Pinselform, die Formeigenschaften, die Streuung, die Größe usw., also alles, was Sie hier einstellen können, das können Sie als ein Preset in den Pinselvorgaben ablegen. Und alles, was Sie hier in den Werkzeugeinstellungen einstellen können, also wie z. B. die Füllmethode, die Deckkraft, den Fluss usw., die Druckempfindlichkeit und sogar die Farbe, das können Sie hier in den Pinselvorgaben nicht speichern, aber das geht mit den Werkzeugvorgaben. Sie können also jetzt z. B. diese Pinselvorgabe so abändern, dass sie beispielsweise mit roter Farbe versehen wird. Also ich wähle heir mal rote Farbe aus, über den dynamischen Farbregler und dann können Sie hier z. B. die Füllmethode ändern, auf -- was nehmen wir da --, ich nehme hier mal "Ineinanderkopieren". Und ich kann wählen, dass das Ganze mit einer geringen Deckkraft versehen wird, von ungefähr 50 %. Und das kann ich jetzt so hier in den Pinselvorgaben nicht abspeichern, aber in den Werkzeugvorgaben. Also, wenn ich hier mal draufklicke, dann wird hier bereits der bisherige Namen vergeben. Und hier sollten Sie sich natürlich immer noch etwas dazuschreiben, was Sie hier verändert haben, z. B. "Ineinanderkopieren". Ich benutz dafür Kürzel, also Ineinanderkopieren heißt auf Englisch Overlay und auch der Shortcut für diesen Modus ist "Shift+Alt+O", also O für Overlay. Und deshalb tippe ich meist hier nur kurz "o" ein und die Deckkraft ist 50 %, also "50%", und der Fluss ist 100 %, also gebe ich da mal "100%" ein. Und dann weiß ich genau, das ist der Pinsel, mit dem Stern in 55 Pixeln Größe, Wunderkerze und zwar in Rot. "Farbe einschließen" kann ich hier wählen. Wenn Sie das nicht möchten, dann sollten Sie die Checkbox deaktivieren, aber das habe ich ja jetzt extra so eingestellt, also klicke ich hier auf "OK" und hab dann hier meine Vorgabe. Wenn ich mit der jetzt male, dann sehen Sie, dann wird hier diese Pinselspitze entsprechend berechnet. Und ich blende hier mal die Ebenen ein und male hier mal auf einem Hintergrundduplikat, weil dann sehen Sie eher, wie sich hier diese Pinselspitze auswirkt, weil sie nämlich jetzt hier wirklich mit den Farben verrechnet wird, in der Füllmethode "Ineinanderkopieren". Und zwar bei einer Deckkraft von 50 %. Und wenn ich jetzt hier wieder zu diesem Presets zurück möchte, dann kann ich das zwar hier auswählen, aber Sie sehen hier oben die Einstellungen in der Wekrzeugleiste, die haben sich nicht verändert. Ich kann hier also malen, hab die Einstellungen dieser Pinselvorgabe, aber die Einstellung von der Werkzeugvorgabe. Um also hier ständig zwischen verschiedenen Einstellungen zu wechseln, müssten Sie hier eine neue Werkzeugvorgabe einstellen. Ansonsten müssten Sie hier wirklich Schritt für Schritt durchgehen und diese einzelnen Parameter zurücksetzen. Und wozu brauchen Sie jetzt vor allem diese Werkzeugvorgaben? Ich finde, die sind sehr wichtig, wenn Sie sehr häufig zwischen immer den gleichen Werkzeugeinstellungen hin- und herspringen. Zum Beispiel malen Sie ja mit einem runden, weichen Pinsel vielleicht gerne um hier eine Art Dodge & Burn durchzuführen, auf einer eigenen Ebene und das sähe dann ja so aus. Dann nehme ich jetzt mal wieder eine andere Farbe, z. B. Schwarz, dass Sie hier dann sehr schnell mit diesen Einstellungen eine sehr kräftige Abdunklung erzielen würden. Das heißt, hier würden Sie vielleicht mit einem sehr geringen Fluss arbeiten, also z. B. mit 10 % und dann natürlich mit einer anderen Füllmethode; zum Beispiel "Weiches Licht". Dann sieht das Ganze so aus. Und da können Sie dann schon sehr subtil mit arbeiten und dann einfach öfter über diese Stellen malen und so sehr schnell hier das Bild modellieren. Und das würde ich Ihnen dann empfehlen, einfach als Werkzeugvorgabe hier abzuspeichern. Das ist dann der "D&B-Pinsel" zum Beispiel, "OK". Und dann hätte ich vielleicht noch einen normalen Pinsel. Der hätte dann genau die gleichen Einstellungen, aber im Modus "Normal" und bei voller Deckkraft. Das wäre dann auch eine eigene "Werkzeugvorgabe", die ich einfach mal "Normal" nenne. Und zwischen diesen beiden Pinseln kann ich jetzt sehr schnell wechseln. Also einmal ist das der Modus "Normal". Das wäre mein Dodge & Burn-Pinsel mit den geänderten Einstellungen und das kriegen Sie mit den Pinselvorgaben so allein nicht hin. Aber noch viel wichtiger ist das Ganze, wenn Sie gerne den Mischpinsel benutzen, weil der hat eine ganze Reihe Einstellungen hier in der Werkzeugleiste, die Sie hier mit dem Pinselvorgaben nicht abspeichern können. Sie haben zwar hier in den Pinselvorgaben so diese Borstenpinselspitzen usw., aber die Parameter, die Sie hier in der Werkzeugleiste festlegen, die haben Sie nicht in den Pinselvorgaben. Das heißt, hier müssen Sie zwangsläufig auf die Werkzeugvorgaben zurückgreifen und die haben leider den Nachteil, dass diese keine Vorschau haben. Also da sehen Sie nicht direkt, wie diese sich im Bild auswirken. Und wenn ich hier jetzt mal male, dann kann ich hier zwischen diesen verschiedenen Presets wechseln, und Sie sehen, automatisch werden hier sofort diese ganzen Einstellungen geändert. Und das ist dann wirklich eine tolle Geschichte, weil bis Sie das alles manuell eingestellt haben, vergeht doch die eine oder andere Minute. Und hier mit den Werkzeugvorgaben können Sie ganz einfach draufklicken und dann haben Sie sofort die gewünschten Pinseleinstellungen. Also denken Sie daran, wenn Sie Vorgaben abspeichern, dass Sie in den Pinselvorgaben alles das abspeichern können, was Sie in der Pinselpalette einstellen und in den Werkzeugvorgaben alles das, was die Pinselvorgaben können, abspeichern können, aber zusätzlich auch das, was Sie hier in der Werkzeugleiste, also in der Werkzeugoptionsleiste, vorfinden.