LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Physische Textauszeichnung

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Die physische Auszeichnung von Text basiert auf dem Schriftstil sowie der -größe. Dabei bestimmen Schriftfamilie sowie Dicke und Laufweite das Aussehen der Schrift.

Transkript

Die Bedeutung eines Textabschnitts bedingt also seine logische Textauszeichnung. Diese haben Sie gerade eben schon kennengelernt: Gliederungsbefehle sind solch eine logische Textauszeichnung. Im gedruckten Dokument erkennen Sie die Auszeichnungen dadurch, dass sie anders aussehen als normaler Text. Sie sind dann physisch ausgezeichnet. Physische Textauszeichnung basiert auf Schriftgröße und dem Schriftstil. Wir haben das vorher schon mal gesehen, als ich geschrieben habe: "Ein Text mit" und dann ein Befehl "empf", (Tippgeräusche) "Hervorhebung", Punkt. Punkte bitte immer außerhalb der Befehle schreiben - sieht ordentlicher aus. Das Ganze übersetzt hat zu einem kursiven Text geführt. Was können Sie alles ändern an der Schrift und am Aussehen des Textes? Drei Merkmale bestimmen das Aussehen. Das ist zum einen die Schriftfamilie, die im Normalfall eine der drei folgenden ist, nämlich serifenbehaftete Antiqua, serifenlose Grotesk und Schreibmaschinenschrift. Alle drei werden wir uns gleich anschauen. Die Serie, also die Dicke und die Laufweite, das kann normale Schrift sein, fetter und breiter, oder die Form, das heißt zum Beispiel aufrecht, geneigt, kursiv und Kapitälchen. Alle Kombinationen werden wir uns jetzt gleich ansehen. Die physische Auszeichnung nehmen Sie vor wie folgt: (Tippgeräusche) Da brauchen wir jetzt die Gruppen, das heißt, das in den geschweiften Klammern. Wir brauchen jetzt immer diesen Befehl und "danach". (Tippgeräusche) Das kopier' ich mir ein paar Mal. weil ich Ihnen das jetzt gleich zeigen möchte, wie das funktioniert. (Tippgeräusche) Jetzt schreiben wir hier den Befehl "itshape". Das verändert innerhalb dieser Gruppe das Aussehen. Ich könnte das Ganze auch SO schreiben: "Davor", "darin", "danach"... (Tippgeräusche) ...das Ganze immer noch in die Gruppe schreiben... Jedoch den Befehl vor die Gruppe und schreibe "textit". (Tippgeräusche) Wir übersetzen das Ganze und stellen fest: Das sieht gleich aus, das hat sich nicht geändert. Ich mach' das Fenster mal größer, dann können Sie's vielleicht noch besser erkennen. Das hier ist jetzt kursiv; beides genau gleich kursiv. Aber ich habe zwei unterschiedliche Befehle verwendet. Gibt's also immer mit "textit" und "itshape", in diesem Fall. Wir schreiben also zum Beispiel "textrm" für Antiqua. (Tippgeräusche) Das ist die ganz normale serifenbehaftete Schrift, wie man sie eben kennt. Oder wir schreiben "textsf", natürlich als Befehl, das ist dann die Grotesk, die serifenlose. Wir schreiben zum Beispiel "texttt", das ist die Maschinenschrift. (Tippgeräusche) Oder wir schreiben dann die Serien: "textmd", das ist die normale Schrift. (Tippgeräusche) Oder wir schreiben "textbf", natürlich auch wieder als Befehl, das ist breiter. (Tippgeräusche) Oder Sie schreiben "textup" - aufrecht; da wird Ihnen also auch nichts auffallen, weil das genauso aussieht wie immer. Oder Sie schreiben "textsr", das ist dann geneigt. (Tippgeräusche) Kursiv haben wir bereits gesehen, das war "textit". Das heißt, das können wir da oben einfach (Tippgeräusche) hier runterziehen, dass ich Ihnen das zeigen kann. (Tippgeräusche) Und dann gibt es noch "textsc", das sind Kapitälchen. (Tippgeräusche) Da schreiben wir hier noch "kursiv" und setzen das Ganze. Sie sehen - ich mach's vielleicht noch etwas größer -, Antiqua sieht aus wie immer, Grotesk, serifenlose, Maschinenschrift, "texttt", "upright" ist das ganz Normale, das brauchen Sie, wenn Sie in einer bestimmten Schriftänderung sind und dann dennoch wieder den aufrechten Schriftsatz wollen; "textbf" für die breitere Schrift; aufrecht, das war das "textup". Geneigt ist etwas anderes als kursiv. Wenn Sie jetzt viel in Word gearbeitet haben, dann wissen Sie das vielleicht noch nicht oder ist Ihnen nicht bekannt, denn Word macht standardmäßig alle Buchstaben schräg, egal ob es jetzt Kursivschriften dazu gibt oder nicht. Das hier ist eine andere Schrift als die geneigte und oftmals, wenn Sie in Ihrem Textverarbeitungsprogramm auf den Kursivschalter, auf den i-Schalter für "Italic" klicken, dann wird zwar die Kursivschrift gewählt, wenn es eine gibt; wenn es aber keine gibt, wird auch ganz gerne die normale Schrift einfach geneigt. Es sind aber eigentlich andere Schriften. Hier sehen Sie noch die Kapitälchen, auch die brauchen Sie ab und an. Die Wahl der Schriftarten ist nicht dasselbe wie die Wahl der Schriftfamilien. Da kommen wir erst viel später dazu. Die RM-Family, das heißt, die Antiqua-Schrift, und der Befehl "normalfont", das heißt, wenn ich eingebe "rmfamily" (Tippgeräusche) oder "normalfont" - macht in diesem Fall dasselbe. Das könnte aber eben auch etwas anderes bedeuten, wenn eine andere Grundschrift eingestellt ist. Für viele Maschinenschriften sind keine breiten oder kursiven Schnitte verfügbar. Das steht aber in der Hilfe zu der jeweiligen Schrift. Noch ein Wort zu den Kapitälchen: Auch Kapitälchen sind nicht einfach skalierte Großbuchstaben. Auch das sind andere, extra designte Buchstaben und Zeichen. Das heißt, es ist auch optisch keine gute Idee, Kapitälchen einfach dadurch zu erzeugen, dass man Großbuchstaben ein bisschen kleiner schreibt, sondern das ist tatsächlich ein anderer Schriftschnitt. Dann kommen wir zu den Schriftgrößen. Schriftgrößen gibt's jetzt tatsächlich nur als Befehle, die innerhalb von Gruppen wirken, das heißt, innerhalb dieser geschweiften Klammern. Wir schreiben zum Beispiel "tiny" - winzig, (Tippgeräusche) wir schreiben "scriptsize" - der Befehl ist "scriptsize", (Tippgeräusche) für sehr klein. (Tippgeräusche) Wir schreiben "footnotesize" für klein, also so groß, wie Fußnoten eben geschrieben werden, deshalb heißt das so. Wir schreiben "small" für klein. (Tippgeräusche) (Tippgeräusche) Dann gibt's entsprechend "normalsize" - normal. (Tippgeräusche) Es gibt "large" mit kleinem "l" für groß. (Tippgeräusche) Es gibt "large" mit großem "L" für größer. Es gibt "LARGE" ganz groß geschrieben (Tippgeräusche) für ganz groß; und es gibt noch zwei Arten, nämlich "huge" (Tippgeräusche) für riesig und es gibt (Tippgeräusche) "Huge" mit großem Anfangsbuchstaben für gigantisch. (Tippgeräusche) Schauen wir uns das Ganze an. Das sind die Schriftgrößen, die Ihnen standardmäßig zur Verfügung stehen. Damit sollten Sie dann aber bitte auch auskommen. Falls Sie tatsächlich mal noch andere Möglichkeiten der Schriftgrößen-Gestaltung brauchen, gibt es dafür das Paket "relsize", auf das ich hier nicht eingehe und das ich in meiner gesamten Zeit mit LaTeX noch nie benötigt habe. Das zu den Schriftauszeichnungen und Schriftgrößen physisch.

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Erscheinungsdatum:25.02.2015
Aktualisiert am:23.03.2017

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