Photoshop CC 2017 Grundkurs: Fotografie

Perspektiven verändern

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In diesem Video geht es um die Möglichkeiten der Photoshop-Filter, um perspektivisch bedingte Abbildungsfehler wie etwa stürzende Linien zu korrigieren. Sie lernen aber auch, damit stärker in die Perspektive einzugreifen und das Bild auf diese Weise zu manipulieren.

Transkript

In diesem Film möchte ich Ihnen verschieden Ansätze zeigen die Perspektive in einem Bild zu korrigieren. Dazu benutze ich verschiedene Filter. Vorweg wandle ich meine Ebene in ein Smartobjekt um über den Befehl "Für Smartfilter konvertieren". Damit erhalte ich mir das Original und kann nachher meine Filter nochmal überarbeiten. Um normale stürzende Linien zu korrigieren, ist oft der Objektivkorrektur-Filter ausreichend. Dieser ist in erster Linie dazu da Objektivfehler zu korrigieren, also die geometrische Verzerrung, die durch ein Objektiv zu Stande kommen könnte. Ich kann aber andererseits auch über manuelle Steuerung im Bereich "Benutzerdefiniert" dieses Bild so transformieren, dass es in der vertikalen Perspektive, die durch mein Kamerastandpunkt zu Stande gekommen ist, korrigiert wird. Der Schieberegler für die vertikale Perspektive kann entweder in die Richtungen korrigieren, die stürzende Linien, also eine Perspektive von unten noch verstärken würden oder aber das ausgleicht und so den Abstand zu den unteren und oberen Bildbereichen angleicht. Dieses kann ich so lange machen, bis die Linien wirklich parallel zum Bildschirmrand sind. Sie sehen, dass das Ganze aus der Mitte gemacht wird. Das bedeutet, dass ich jetzt an der linken Seite schon parallel zum Bildschirmrand bin. An der rechten aber nicht. Ich müsste jetzt hier entscheiden, welche der Linien parallel zum Bildschirmrand sein sollten und müsste im Zweifelsfall für die rechte Seite übertreiben. Und dann ist die Linke schon weit aus dem Bild heraus. Das heißt, diese Perspektive wird immer von der Mitte aus korrigiert. Und das nützt mir eigentlich nur was, wenn die Gebäudekanten wirklich von der Mitte gleich weit entfernt sind. Das ist in meinem Fall nicht so. Und deshalb greife ich zu einer anderen Korrekturmöglichkeit. Und zwar der sogenannten "Adaptiven Weitwinkelkorrektur". Diese "Adaptive Weitwinkelkorrektur", auch das ist ein Filter, kann ich sagen welche Linien mir wichtig sind und diese entsprechend korrigieren. Ihnen fällt vielleicht auf, dass dieses Bild jetzt hier so eine leichte Beule hat. Die kann man im Vorwege korrigieren, indem man die Option von "Automatisch" auf "Perspektivisch" stellt und dann eine normale Brennweite von 50 oder 55 Millimetern wählt. In meinem Fall würde Sie aber auch automatisch korrigiert werden, in dem Moment, wenn ich mein entsprechendes Werkzeug zur Begradigung benutze. Was passiert jetzt hier letztendlich? Ich fahre mit diesem Werkzeug, dass mir zur Verfügung steht Linien ab, denen ich sagen kann, dass Sie gradlinig im Bild sein sollen. Ich gehe hier also längs, die Wölbung im Bild wird miterkannt, wenn eine da ist. Und in dem Moment, wenn ich die Shift-Taste drücke, wird gleich, wenn ich die Maus loslasse, diese Seite senkrecht gestellt. Und Sie sehen schon, was "Adaptiv" heißt. "Adaptiv" heißt so viel wie, ist mir egal, was aus dem Bild wird, wenn ich das geradestellen soll, dann stelle ich es halt gerade. Und genau das mache ich jetzt mit diesem unteren Bereich einer beliebigen Linie. Aus diesen Punkten hier auch und Sie sehen, dieses Bild wird richtig entzerrt, um meinem Willen, nämlich gerade Linien hier zu erzeugen, zu entsprechen. Und ich kann das an mehreren Linien kontrollieren und alle parallel setzen. Jetzt werden Sie sehen, dass sich hier natürlich andere Sachen wölben. Das macht aber nichts. Ich kann jetzt zum Beispiel ein Bild, das alle Transformationen mitmacht und speichert, also auch erkennt, dass hier das Ganze natürlich gewölbt und gebeugt ist. Dieses Bild kann ich jetzt dazu zwingen auch in der Horizontale parallel zu arbeiten. Und so werde ich mal, das mache ich mit mehreren Linien, damit ich hier wirklich ganz genau bin und zwinge so alle Parallelen Schritt für Schritt dazu parallel zu werden. Das ist etwas was normalerweise von den optischen Gesetzen her in dem Bild, was ich fotografiert habe, überhaupt nicht vorgesehen ist. Das ist quasi nicht mit optischen Gesetzen zu korrigieren, deshalb heißt dieser Filter auch "Adaptive Weitwinkelkorrektur". Weil ich hier wirklich beliebig eingreifen kann und die Perspektive entsprechend anpassen kann, beziehungsweise nicht nur die Perspektive, sondern tatsächlich auch die Bildpixel. So, das wäre eine mögliche Perspektive, die ich haben möchte. Ich möchte in dem hinteren Gebäude absolute Parallelität und in dem vorderen Gebäude diese Wölbung mitmachen, aber trotzdem meine Vertikalen begradigen. Ich bestätige diesen Filter mal mit "OK". Und werde dann sehen, dass auch hier eine Filterebene entstanden ist, so dass ich jederzeit in diesen Filter wieder reingehen kann und natürlich den Filter auch ausschalten kann. Ja, und wenn man ein Bild so stark verändert, dann muss man es natürlich auch im Ausschnitt noch anpassen und das werde ich jetzt hier kurz tun, dass ich einen sinnvollen Bildausschnitt wähle, das Gebäude vielleicht gerade an der Kante noch mitgenommen und so das Ganze verändere. Die dritte, ebenso eindrucksvolle, aber noch etwas einfachere Möglichkeit, geht auch über einen Filter, nämlich über den Camera-Raw-Filter. Deshalb schmeiße ich jetzt diesen Filter einfach nochmal weg. Das Bild sieht wieder genauso aus wie vorher, ist allerdings beschnitten, deshalb mache ich es mal so, dass ich einfach diese Schritte hier nochmal rückgängig mache. So, das ist meine Ausgangssituation. Ich wechsle jetzt zum dritten Filter, dem Camera-Raw-Filter. Denn der Camera-Raw-Filter hat auch eine Perspektivanpassung. Diese kann ich über dieses "Transformieren-Werkzeug" aktivieren. In dem Moment werden hier rechts in den Werkzeugsteuerungen die Transformationseinstellungen sichtbar und auch hier habe ich rechts ein Werkzeug, was eigentlich sehr, sehr ähnlich der "Adaptiven Weitwinkelkorrektur" ist. Ich kann jetzt auf die Shift-Taste verzichten, da in diesem Filter es sowieso gedanklich nur horizontale und vertikale Linien gibt. Wenn ich jetzt hier zwei Linien markiere, dann werden diese automatisch parallel gestellt. Das kann ich genauso und das ist dann auch die maximale Zahl, mit zwei horizontalen Linien machen und habe so sehr, sehr schnell diese Parallelität hergestellt für die ich eben noch deutlich mehr Schritte gebraucht habe. Jetzt wundern Sie sich sicherlich, dass das Ganze aus dem Format rausgesprungen ist. Für diese deutliche Verzerrung musste das Bild natürlich skaliert werden. Das kann ich aber über den "Skalieren-Regler" wieder ein wenig zurücknehmen. Damit ist diese Einflussmöglichkeit auch beschränkt, aber Sie sehen, dass Sie trotzdem eine sehr, sehr schnelle Möglichkeit haben solche Ergebnisse zu erzielen. Ich lösche jetzt diese Linien mal weg. In dem Moment, wenn ich Sie weglösche, nein, ich lösche nicht den Wert weg, das war jetzt ein Fehler von mir, sondern ich klicke die Linien an und lösche sie weg, damit die Korrektur rausgenommen wird. Ich könnte auch einfach zurücksetzen, aber so sehen Sie den Einfluss der einzelnen Linien nochmal. So, was kann ich auch machen? Sie sehen hier weitere Symbole und Sie sehen, dass offensichtlich diese Funktion dafür sorgen kann, dass horizontale Linien oder vertikale Linien oder sogar beides automatisch ausgerichtet wird. Probieren wir das mal. Ich klicke einmal auf diese Option, um vertikale und horizontale Linien, beide auszurichten und wir haben mit einem Klick ohne Hilfslinien quasi das gleiche Ergebnis oder ein fast identisches, dass wir auch vorher hatten. Sie sehen also, es loht sich in den Raw-Filter zu schauen, wenn man genau solche Absichten hat, horizontale und vertikale Linien genau im 90 Grad-Winkel auszurichten. Mehr Einflussmöglichkeiten haben Sie in den Filtern "Objektivkorrektur" oder aber natürlich besonders im Filter "Adaptive Weitwinkelkorrektur".

Photoshop CC 2017 Grundkurs: Fotografie

Lernen Sie die wichtigsten Photoshop-Funktionen und -Techniken für Fotografen kennen – von Camera Raw über Auswahlen, Ebenen und Masken bis hin zu Retusche und Filtern.

5 Std. 26 min (50 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.02.2017

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