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Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Personas – Benutzerprofile

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Mit Personas erwecken Sie die abstrakte Zielgruppe zum Leben. Dabei erweisen sich Zeichnungen als hilfreich, weil man beim gemeinsamen Entwickeln die Eigenschaften der Personas schnell visualisieren kann.
04:33

Transkript

Personas, das sind fiktive Porträts von typischen Vertretern meiner Zielgruppe. Sie sind nützlich beim Konzipieren von Websites und Apps, aber auch im Marketing oder bei der Produktentwicklung. Alle Beteiligten tun sich leichter, wenn sie sich Menschen vorstellen, für die sie die Seite erstellen. Die Benutzerprofile profitieren von der menschlichen Neugier auf andere Menschen. Am besten ist, wenn Personas nicht einer alleine macht, sondern das ganze Team zusammen, also alle, die am Produkt beteiligt sind. Dabei ist die Sitzung allein schon das wichtigste, denn dabei unterhalten sich alle darüber, wer eigentlich diejenigen sind, für die man arbeitet, die ominösen Nutzer oder Kunden. Im Gespräch stellt sich nicht selten raus, das da ganz unterschiedliche Vorstellungen in den Köpfen stecken. Sehr hilfreich ist daher, wenn Sie die einladen, die die Nutzer am besten kennen, also Mitarbeiter aus dem Verkauf, dem Telefonsupport oder dem Service, denn die sprechen immer wieder mit den Nutzern. Personas entstehen dann in der Sitzung meist am Flipchart. Am besten fangen Sie selbst an und legen die Basics fest. Ich beginne jetzt hier mal mit dem Foto. Das habe ich schon mitgebracht. Normalerweise ist ein wichtiger Teil der Übung, dass man sich ein Foto des Nutzers raussucht, gut geeignet sind People-Magazine natürlich, da sind viele Gesichter drin. Da sucht man dann gemeinsam aus, sagt zum Beispiel, man hat jetzt eine Nutzerin, die ist Anfang 30, hat ein Kind, und sagt, okay, die Dame, wunderbar, gefällt uns, die nehmen wir, die schneiden wir aus und die kommt dann vorne an den Flipchart als erstes, dann weiß ich, wie mein prototypischer Nutzer, meine prototypische Nutzerin aussieht. Diese Übung mache ich mit ein paar Leuten, also normalerweise erstellt man so drei-vier Personas, wir fangen jetzt hier nur mal mit einer an und überlegen uns dann auch gleich, wie heißt denn die Dame. Wir wissen jetzt, wie die aussieht. Wie heißt die Dame? Wir sagen jetzt mal, Sie heißt Lydia. Mit den Namen ist es auch ganz wichtig. Die Namen sind auch ein Teil der Identifikation. Damit wir einen Menschen wirklich kennen, brauchen wir seinen Namen, und damit es auch realistisch wird, wir sollen ja echtes Gefühl haben, wir kennen diese Person, kriegt die auch einen Nachnamen. Wir nehmen einen echten Nachnamen, also keinen sprechenden. Sprechende Nachnamen, wie Peter Pingel, die sind so ein bisschen zwiespältig. Dann weiß man zwar, was soll das für ein Typ sein, aber das ist ja kein netter Mensch, wir wollen ja nicht gerne für pingelige Menschen arbeiten. Deshalb nehmen Sie immer Namen, die irgendwie freundlich sind, die vielleicht auch was aussagen durch ihre Art und Weise, wie sie klingen, aber eben keine sprechenden Namen, die irgendwie negativ sind. Die Lydia Beck, die bekommt jetzt bestimmte Eigenschaften. Sie hat natürlich ein Alter. Sie hat einen Beruf. Sie hat irgendeinen Familienstand. Und Sie hat natürlich, wie jeder Mensch, Interessen. Damit meine ich jetzt erstmal sowas, wie Hobbys, Interessen, hat sie einen Hund, geht sie gerne ins Theater, geht sie lieber ins Kino, liest sie Bücher. Alle diese Sachen überlege ich mir jetzt für meine Persona. Und natürlich muss ich jetzt nicht nur mit Text arbeiten, ich kann auch mit Zeichnungen arbeiten. Wenn Sie nicht zu perfekt zeichnen selber, dann freuen sich die anderen auch und trauen sich selber auch den Schiff zu ergreifen. Den übergebe ich nämlich am liebsten gleich einem Teilnehmer, nachdem ich die Basics hier festgelegt habe und lasse ihn die weiteren Punkte ergänzen. Gemeinsam versuchen wir dann den Menschen eben zu beschreiben, der für unsere Zielgruppe steht. Sind wir damit fertig, dann mache ich ein Foto vom Flipchart. In vielen Fällen ist das alles, was ich an Dokumentation brauche. Wenn wirklich das ganze Team in der Sitzung dabei war, wie ich es mir gewünscht habe, dann wissen alle genug und dieses Foto vom Flipchart reicht als Erinnerung. Sollen noch andere mit den Personas arbeiten, dann erstelle ich danach ein schönes Poster. Das wird dann im Büro aufgehängt. Oder man kann sogar so weit gehen, einen lebensgroßen Aufsteller drucken zu lassen. Der hält dann seine eigene Beschreibung, zum Beispiel auf einem Klemmbrett in der Hand. So stehen die stellvertretenden Nutzer also immer im Büro rum, während das Team an der Anwendung für diese arbeitet. Das ist echte nutzerzentrierte Entwicklung.

Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Lernen Sie, mit visuellem Denken an neue Lösungsansätze zu kommen. Jens Jacobsen zeigt Ihnen dafür die notwendigen Fertigkeiten am Whitboard.

2 Std. 40 min (33 Videos)
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