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Erfolgreiche Kommunikation

Paul Watzlawick – 5. Axiom

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Kommunikation ist immer symmetrisch oder komplementär; sie beruht auf Ähnlichkeit oder Unterschiedlichkeit. Das zu beachten entspannt viele Gesprächssituationen.
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Transkript

Der fünfte Grundsatz der Kommunikation von Paul Watzlawick lautet: "Kommunikation verläuft entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem, ob die Beziehung der Gesprächspartner auf Gleichgewicht oder Ungleichgewicht, auf Ähnlichkeit oder Unterschiedlichkeit beruht." Ist die Beziehung symmetrisch, gehen beide Kommunikationspartner von einem gleichrangigen Verhältnis zueinander aus, oder zumindest versuchen sie Ungleichheiten zu minimieren, z.B.: Zwei Mitarbeiter tauschen sich über eine gemeinsame Aufgabe aus, sie begegnen sich auf Augenhöhe. Oder ein anderes Beispiel: Zwei Eltern treffen sich, auf dem Eltern-Sprechtag und diskutieren über die Qualität der Schule, z.B. Auch dieses Gespräch wird von Gleichheit getragen, in diesem Fall der Rollengleichheit. Ist die Beziehung komplementär, basiert das Gespräch auf, einander ergänzenden Unterschieden. Unterschiede können z.B. bestehen in der Rolle, der Kompetenz, der Erfahrung. In einem komplementären Gespräch, suchen die Gesprächspartner zu nutzen und einander zu ergänzen, z.B: Treffen sich dieselben Eltern, vom Eltern-Sprechtag, wieder; diesmal aber als Arzt und als Patient, haben sie eine komplementäre Beziehung. Der Arzt verfügt über Wissen, das der Patient braucht. Die Beziehung kann also, je nach Kontext, symmetrisch oder komplementär sein. Eine Störung in der Kommunikation liegt dann vor, wenn die Gesprächspartner ein unterschiedliches Verständnis über die Beziehungsqualität haben. Wenn der Eine sie als symmetrisch definiert, der Andere aber komplementär. Ich gebe Ihnen zwei Beispiele dafür: Ein Kollege begegnet seinem Kollegen nicht auf Augenhöhe, weil er ihn für weniger erfahren hält. Er möchte den Kollegen mit Ratschlägen unterstützen, der empfindet das aber als Belehrung. Der Eine geht von einer komplementären Beziehung aus: Viel Erfahrung, wenig Erfahrung. Der Andere von einer symmetrischen Beziehung: Gleiche Position. Ein anderes Beispiel: Sie arbeiten in einer Projektgruppe mit und der Projektleiter steuert die Projektgruppe nicht spürbar und scheut vor Entscheidungen zurück. Sie haben den Eindruck, dass er seine Aufgabe als Projektleiter letztlich in die Projektgruppe delegiert. Oder, übertragen auf den Grundsatz der Kommunikation, Sie gehen von einer komplementären Beziehung aus. Der Projektleiter hat eine andere Position als Sie; der Projektleiter aber verhält sich wie in einer symmetrischen Beziehung. Vielleicht mache ich Ihnen das einmal vor mit meinem Kollegen Lorenz: Wie war dein Gespräch mit dem Herrn Meier? Ach, weißt du, du weißt ja er ist ein bisschen schwierig. Ach, dass kenne ich. Also, ich sag dir mal wie du das machen musst mit dem Herrn Meier. Du musst ihm auf jeden Fall  rechtzeitig Bescheid sagen, darüber, dass du kommst. Du darfst ihn nicht so überfallen. Und dann musst du unbedingt auch darauf achten, dass der erstmal zu Wort kommt. Was guckst du denn so komisch? Ah, nee, ist schon in Ordnung. War das Symmetrisch oder Komplementär? Nun die zweite Variante: Hallo Lorenz. Wie war denn das Gespräch mit dem Herrn Meier? Naja, du weißt ja, der ist so ein bisschen schwierig. Ja, das finde ich auch immer. Wie hast du das denn jetzt gemacht, wie war denn das Gespräch? Ja, ich habe ihn so ein bisschen reden lassen und dann konnte er erstmal seine Argumente vorbringen und dann ging das schon. Ah, ja, das geht immer besser, wenn er erstmal seinen Dampf ablassen kann. Ja, finde ich auch. Ja super! Haben Sie den Unterschied gemerkt? Welche Empfehlungen leiten sich jetzt aus diesem Grundsatz für Sie ab? Verwechseln Sie nicht symmetrische und komplementäre Gesprächssituationen. Begegnen Sie symmetrischen Gesprächspartnern auf Augenhöhe und erkennen Sie Unterschiede in komplementären Gesprächssituationen an und nutzen Sie sie bestenfalls im Sinne einer hilfreichen Ergänzung.

Erfolgreiche Kommunikation

Machen Sie sich mit grundlegenden Gesprächstechniken vertraut und lassen Sie sich konkrete Hilfestellungen für den erfolgreichen Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern geben.

1 Std. 41 min (33 Videos)
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Erscheinungsdatum:12.12.2013

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