Fotorezepte: Still-Life mit Weitwinkelobjektiv

Objekte sehen durch ein Weitwinkelobjektiv

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Es gibt einen Unterschied, wie man "in die Dinge hineinschauen" kann – abhängig von langer oder kurzer Brennweite. Altbekannte Perspektiven lassen sich mit der entsprechenden Tiefenschärfe dazu nutzen, um besondere Blickführung in der Produktfotografie zu erzeugen.
06:20

Transkript

In der Landschafts- oder Architekturfotografie ist es selbstverständlich, dass wir mit Weitwinkelobjektiven arbeiten. Und ja, das macht Sinn, weil wir Landschaften gerne weitwinklig sehen, gerne von A bis Z wirklich einen weiten Blick auf die Landschaft haben. Und ähnlich ist es in der Architekturfotografie, wenn wir an Häuser, Hochhäuser denken, dann wollen wir den gesamten Blick haben von der Höhe des Hauses, um eben diese beeindruckenden Gebäude denn oft fotografieren zu können und zwar in beeindruckenden Perspektiven. Das war in der "Still-Life-Fotografie" bisher immer ein bisschen schwierig. Also wenn wir ein Objekt fotografieren mussten und das soll jetzt formatfüllend fotografiert werden mit einer Kleinbildkamera. Dann würde ich mit einem entsprechenden Weitwinkel irgendwo hier stehen und würde ein ganz merkwürdige Perspektive bekommen, wobei die ja sogar durchaus gewollt sein kann. Aber, wenn man den Abstand sieht, das müsste ja ein Makroobjektiv sein. Und Makroweitwinkelobjektive, das war etwas, was es so bisher nicht gab und die gibt es jetzt. Und damit haben wir endlich mal wieder ein neues Werkzeug mit dem wir arbeiten können und wirklich ganz besonders tolle Perspektiven schaffen können. Es gibt ein paar Nachteile, ja, da müssen wir uns darüber klar sein, wenn wir "Still-Life-Fotografie" im Studio mit Weitwinkelobjektiven machen. Und das können wir uns ganz kurz einmal anschauen worauf wir da achten müssen. Und dazu male ich jetzt als erstes mal irgendein Objekt hier hin. So, das ist das Objekt, dass wir fotografieren sollen. Und, jetzt würde ich das normalerweise, also ich bleibe hier bei dem Stift, würde ich sagen, okay, das fotografieren wir 100, 150 Millimeter Makro, dann würde mein Objektiv etwa hier stehen, also meine Kamera etwa hier stehen und ich habe eine sehr schöne neutrale Ansicht. Das male ich mal hier drauf, Kamera weit weg. Das gibt eine ganz lange, neutrale Ansicht auf das Ding. Und ja, ich sehe es so ohne Verzeichnung, ohne Verzerrungen, wie man es sehen möchte und wie es ja bisher immer üblich war in der "Still-Life-Fotografie" zu arbeiten oder besser gesagt sogar in der Produktabbildung. Und jetzt kommen wir plötzlich und haben die Möglichkeit, das Ganze mit einem Weitwinkel zu fotografieren. Jetzt steht mein Objektiv und meine Kamera nicht mehr hier hinten an dieser Stelle, sondern ich wandere nach vorne und stehe plötzlich hier mit meiner Kamera. Und jetzt sieht man schon was passiert. Meine Perspektive würde sich entsprechend so ändern, dass ich mit einer solchen Ansicht fotografiere. Jetzt passieren zwei Dinge. Erst einmal sieht mein Objekt anders aus, dazu komme ich gleich. Das zweite aber ist, und das ist der weniger schöne Nebeneffekt dabei, dass ich hier, wenn ich das fotografieren will, einen Hintergrund brauche, der etwa so groß ist und man sieht, der wäre schon zu groß. Und wenn ich das Gleiche jetzt mit Weitwinkel fotografiere, dann habe ich das Problem, dass ich deutlich mehr Hintergrundfläche brauche. Denn wenn ich jetzt einmal meine Ansicht verlängere, dann sieht man, dass mein Hintergrund viel größer werden muss, wenn ich eben so fotografiere. Also das ist ein Nebeneffekt, da muss man aufpassen, dass man mit anderen Hintergründen arbeitet und jetzt schauen wir uns einmal an, wie denn der Gegenstand aussehen würde. Jetzt nehmen wir einmal das ein bisschen dicker, dann wäre es eine Dose. Und von der Dose aus würden wir, mit der längeren Brennweite, etwa eine solche Darstellung hinkriegen. Und wenn wir mit Weitwinkel fotografieren, dann ist es wirklich so, dass wir ja eine Untersicht und eine Aufsicht haben. Das heißt, wir haben eine Untersicht unter die obere Kante und wir haben eine Aufsicht auf die Unterkante. Das heißt, die Darstellung der Dose wird plötzlich ganz anders. Gleiche Größe, dafür sind wir ja sehr nah herangegangen. Und jetzt schaut plötzlich meine Dose etwa so aus. Das heißt, wir haben eine deutlich andere Perspektive und wenn wir das dürfen, und in der "Still-Life-Fotografie" dürfen wir ja immer eine ganze Menge, dann ist das deutlich die bessere Ansicht. Und mit einem einfachen Weitwinkelobjektiv im Makrobereich können wir da wirklich für andere Perspektiven sorgen. Und noch schöner wird es, wenn wir Einsichten haben wollen. Also ich denke jetzt mal, ein Eimer, ein Sieb oder sonst irgendetwas. Wenn ich das bisher fotografiert habe, das ist der Boden eines Eimers, dann geht der so irgendwie nach oben und das ist die Oberkante des Eimers mit langer Brennweite. Also ich sage mal, zum Beispiel, 100 Millimeter. Und jetzt fotografiere ich das zum Beispiel mit 35 Millimeter. Und jetzt gehe ich wieder ganz nah ran, das heißt, wenn das mein Format ist, ist das die Oberkante des Eimers und das die Unterkante. Das heißt, ich bekomme eine ganz andere Einsicht in den Eimer, weil ich wirklich nicht mehr von weitem in den Eimer reinschaue, sondern man könnte sich den Eimer kurz vor den Kopf halten und würde wirklich fast schon in den Eimer reinschauen. Und das ist die besondere Perspektive, die es uns möglich macht mit Weitwinkelmakros ganz besondere "Still-Lifes" zu fotografieren.

Fotorezepte: Still-Life mit Weitwinkelobjektiv

Erfahren Sie, wie sich Weitwinkelobjektive für die Still-Life-Fotografie einsetzen lassen. Nah dann und trotzdem viel im Blick – entdecken Sie neue Perspektiven.

58 min (10 Videos)
Toll und nicht zu voll
Anonym
Kurzes, aber dennoch spannendes Video.

Dieser Herr Schuy macht seine Sache sehr gut. Ich seh mir seine Sachen immer wieder gerne an. Danke an dieser Stelle.

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