Computerstrafrecht

Nötigung / Bedrohung, §§ 240, 241 StGB

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Wer schon immer die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zwischen einer Nötigung und einer Drohung erfahren wollte, ist hier genau richtig.

Transkript

Ähnlich wie bei den Beleidigungsdelikten sind auch die Tatbestände von Nötigung, Paragraph 240 StGB, und Bedrohung, Paragraph 241 StGB, recht ähnlich. Der Text von Paragraph 240 liest sich wie folgt: Absatz 1: Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. In Absatz 4 finden sich besonders schwere Fälle einer Nötigung, nämlich wenn der Täter eine andere Person zu einer sexuellen Handlung nötig, eine Schwangere zum Schwangerschaftsabbruch nötigt oder seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger missbraucht. Der Text des Bedrohungsdelikts nach 241 ist dagegen etwas kürzer. Absatz 1: Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Dem wird in Absatz 2 gleichgestellt, wenn ein bevorstehendes Verbrechen nur vorgetäuscht wird. Der Unterschied der beiden Vorschriften liegt darin, dass bei einer Nötigung, in Anführungsstrichen, nur mit Gewalt oder einem empfindlichen Übel gedroht wird und bei der Bedrohung mit der Begehung eines Verbrechens. Was genau unter der Begrifflichkeit Verbrechen im strafrechtlichen Sinne fällt, sagt uns Paragraph 12 Absatz 1 StGB: Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind. Bei einer Bedrohung geht es im Kern also um schwerste Delikte wie Mord, Totschlag, Raub, Vergewaltigung et cetera. Als Beispiele für eine Nötigung wären Aussagen wie etwa Wenn du in Zukunft nicht tust, was ich will, dann erzähle ich alles deinen Eltern. Oder für eine Bedrohung etwa: Wenn du etwas ausplaudert, dann ermorde ich deine Schwester zu nennen. Der Tatbestand der Nötigung beziehungsweise der Bedrohung erfährt, wenn diese im Internet begangen wird, keine andere Wertung, allerdings vielleicht eine andere, nämlich eine globale Dimension.

Computerstrafrecht

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