Porträt- und Beautyretusche

Nichtdestruktive Retusche

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Wie und weshalb Sie nicht nur bei der Porträtbearbeitung auf nichtdestruktive Arbeitsweise setzen sollten, das verrät Calvin in diesem Film.

Transkript

Als nächstes möchte ich einen weiteren Super-Tipp geben, was die Retusche angeht, generell, was den Workflow angeht. Ich empfehle immer nicht-destruktiv zu retuschieren. Die Profis, die Fortgeschrittenen, die wissen schon wovon ich spreche, und sagen sich, na klar, auf jeden Fall nicht-destruktiv. während sich die Anfänger vielleicht fragen, was bedeutet überhaupt nicht-destruktiv arbeiten. Nicht-destruktiv arbeiten bedeutet, dass man einen Schritt jederzeit wieder korrigieren kann, ihn verändern kann, abmildern kann, und man auch mit definitiv weniger Speicherkapazität arbeitet. Ich bringe das mal in ein Praxisbeispiel. Wenn ich jetzt hier z. B. dieses Muttermal entferne, weil es mich einfach stört. Das mache ich jetzt direkt auf der Ebene. Und jetzt kommt irgendwann das Modell, oder der Kunde oder wer auch immer und sagt, naja, das Muttermal, das wäre eigentlich schon sehr viel Persönlichkeit, das hätte man nicht retuschieren sollen. Solange es nur das Muttermal ist, könnte man jetzt "Strg" + "Z" drücken, und den Schritt wieder zurücknehmen. Aber wenn man dann mal intensiver retuschiert hat, und hier über andere Bereiche geht, und dann vielleicht nach einer viertel, halben Stunde oder vielleicht nach einer Stunde merkt, da muss ein Bereich wiederhergestellt werden, dann könnte das zu Problemen führen. Man kann dann z. B. versuchen mit dem Protokollpinsel zu experimentieren usw. aber das ist definitiv destruktives Arbeiten. Nicht vorteilhaftes Arbeiten, und das ist etwas, was ich nicht empfehle. Wenn ihr übrigens wieder das letzte Bild haben wollt, das ihr geöffnet habt, bzw. vor dem letzten Speichern, dann gibt es eine tolle Funktion in Photoshop, da geht man auf Datei/Zurück zur letzten Version und man hat sein Ursprungsbild wieder. Und jetzt zeige ich euch, was ich mit einer nicht-destruktiven Retusche meine. Viele legen sich einfache eine Kopie an, und retuschieren dann und sagen dann, das ist nicht-destruktives Arbeiten. Jein, wir kommen in eine gute Richtung, d. h. auf einer Kopie wäre das eine Art Sicherheit. Und wenn man jetzt dieses Muttermal wieder möchte, könnte man sich eine Maske anlegen und mit schwarzer Farbe sich den Bereich entweder zu 100 Prozent einblenden, oder sogar zu 50 Prozent. Okay, wir kommen in die Richtung des nicht-destruktiv Arbeitens aber es geht noch besser. Wir löschen uns dieses Duplikat, und meine Empfehlung lautet, dass man sich einfach eine leere Ebene anlegt. Und diese leere Ebene bezeichne ich jetzt einfach mal mit "Retusche", und kann darauf jetzt retuschieren. Das funktioniert. Aber warum funktioniert das? Es funktioniert, weil ich hier oben, in dieser, nennen wir es mal Voreinstellung gewählt habe dass Photoshop nicht nur die aktuelle Ebene aufnimmt, sondern auch alle darunter liegenden Ebenen. Würde ich hier auf aktuelle Ebene gehen, und würde dann eine Störung entfernen wollen, wie z. B. hier, dann würde das nicht funktionieren. Denn auf dieser aktuellen Ebene ist ja nichts. Wenn man Photoshop aber sagt, ers oll die aktuelle aufnehmen und die darunter liegenden Ebenen, dann würde das funktionieren. Das funktioniert auch bei alle Ebenen. Vorsicht, bei alle Ebenen nimmt er auch die Pixel auf, die über dieser Retusche-Ebene sind, d. h. hätten wir da noch mehrere Ebenen, dann würden diese mit aufgenommen werden. In den meisten Fällen retuschiere ich hier mit dieser Voreinstellung, die aktive oder die aktuelle und die darunter liegende Ebene. Und dann kann man ganz normal retuschieren und das tolle ist wirklich, dass Photoshop sich das jetzt auf eine separate Ebene ablegt. Und wenn ich jetzt irgendwann sage, naja, dieses Muttermal hier unten sollte definitiv bleiben, oder noch dezent zu sehen sein, dann, da braucht man auch keine Maske, dann nimmt man sich einfach den guten alten Radiergummi, Und dann sagt man entweder zu 100 Prozent, oder vielleicht nur zu 50 Prozent, kann man sich, da ist er, sich diesen Bereich wiederholen. Und das ist nicht-destruktives Arbeiten, bei einer Kopie hätten wir direkt die doppelte Dateigröße, bei einer leeren Ebene ist das schon wesentlich angenehmer, d. h. die Dateigröße steigt nicht ins Unermessliche, und wir können alles jederzeit rückgängig machen. Und der große Vorteil ist auch wirklich in diesem Abmindern. Und dazu jetzt nochmal mein Tipp, d. h. wenn ich jetzt z. B. diese Augenäderchen nicht ganz entfernen möchte, bzw. das hier ganz entfernen möchte, aber hier nur abmildern, dann mache ich es immer so, ich nehme mir den Reparaturpinsel, machen wir etwas kleiner, und retuschiere das erst einmal komplett weg. Das mache ich jetzt mal. Auch diesen Bereich. Das wird jetzt erst einmal sehr clean. So. und wenn ich jetzt sage, das sieht vielleicht dann doch etwas unnatürlich aus, ich möchte da wieder ein klein wenig von diesen Äderchen im Bild haben, dann gehe ich jetzt einfach auf meinen Radiergummi, und nehme diese Retusche an gewissen Bereichen, vielleicht nur mit 20, 30 Prozent wieder zurück, wie z. B. hier oder hier. So ein ganz leichtes Äderchen lasse ich vielleicht im Bild stehen. Wobei dieses würde ich ganz klar entfernen. aber hier kann man sich das Ganze wieder ein bisschen zurückholen, damit es nicht ganz so unnatürlich aussieht. Und so funktioniert nicht-destruktives Arbeiten, deswegen empfehle ich stets, wenn man retuschiert, verzichtet auch auf die Kopie, legt euch eine leere Ebene an, die kostet kaum Speicher, man kann alles stets wieder korrigieren, man kann es sich ein- und ausblenden, bezeichnet diese Ebene, und dann arbeitet ihr nicht-destruktiv.

Porträt- und Beautyretusche

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6 Std. 20 min (66 Videos)
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