VMware vSphere 6 und vCenter 6: Performance Tuning

NFS-Speicher mit Jumbo Frames anbinden

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Mit Jumbo Frames können Sie die Leistung von NFS-Speicher deutlich erhöhen. Erfahren Sie, welche Schritte Sie dazu durchführen müssen.
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Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen, welche Besonderheit Sie bei der Anbindung von NFS-Speicher berücksichtigen sollten, damit der Datenspeicher entsprechend leistungsstark zur Verfügung steht. Wenn Sie z.B. über den vSphere Client, über die Registerkarte "Konfiguration" bei Speicher, einem Server zusätzlichen Datenspeicher hinzufügen, hier über den Link "Speicher hinzufügen...", stehen Ihnen verschiedene Funktionen zur Verfügung. Sie können entweder eine LUN, also eine Verbindung mit einem SAN herstellen - eine lokale Festplatte -, oder eben das Netzwerkdateisystem - das Netzwerkfilesystem NFS - verwenden. Wenn Sie NFS verwenden, funktioniert die Anbindung im Grunde genommen genauso wie bei einer herkömmlichen Festplatte. Sie konfigurieren die entsprechende Anbindung und geben dann den Namen des Servers und des Ordners ein, den Sie verbinden wollen. Dadurch können Sie z.B. auch Daten und Freigaben z.B. auf NAS-Systemen, per NFS verbinden. Grundsätzliche empfiehlt VMware bei der Anbindung von NFS, mit Jumbo Frames zu arbeiten. Jumbo Frames sind, einfach ausgedrückt, vergrößerte Netzwerkpakete und bieten in Zusammenarbeit mit NFS echte Leistungssteigerung, wenn vor allem große Datenmengen übertragen werden. Damit diese Funktion genutzt werden kann, müssen allerdings alle beteiligten Komponenten, also auch die Switches und das NAS-System, Jumbo Frames unterstützen. vSphere 6 unterstützt Jumbo Frames. Ich bin jetzt hier mit einem NAS-System verbunden und jetzt sehen Sie, kann ich ebenfalls die Jumbo Frames aktivieren und hier einen Wert setzen, welche Jumbo Framegröße ich verwenden will. Bevor Sie hier entsprechend Werte konfigurieren, sollten Sie zuvor überprüfen, welche Jumbo Framewerte denn die einzelnen beteiligten Netzwerkkomponenten unterstützen. Erst dann sollten Sie den entsprechenden Wert hier, für die jeweilige Netzwerkschnittstelle des NAS-Systems aktivieren. Bei den Standardeinstellungen von Netzwerkkarten spielt der MTU-Wert ein wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um den Maximum Transmission-Wert. Dieser beträgt normalerweise 1518 Byte und ist über eine Norm festgelegt, genau gesagt die Norm IEE802.3. Wenn Sie aber die Datenmenge vergrößern wollen, können Sie MTU-Werte überhalb dieses Wertes festlegen. Diese Werte werden häufig auch als Giants bezeichnet. Das hängt dann von dem jeweiligen NAS-System ab, das Sie einsetzen. Meistens trägt das NAS die Bezeichnung "Jumbo Frame" und hier können Sie jetzt eben den MTU-Wert entsprechend einstellen und danach die Leistung testen. Der Vorteil von Jumbo Frames besteht vor allem da drin, dass mit einem einzelnen Paket, mehr Daten übertragen werden. Nach jedem Datenpaket wird eine kleine Unterbrechung im Netzwerkverkehr durchgeführt. Und wenn die Datenpakete größer sind, müssen weniger Datenpakete übertragen werden, um die gleiche Datenmenge zu übertragen. D. h. wenn die beteiligten Komponenten diese Funktion unterstützen, sollten Sie den Einsatz von Jumbo Frames überprüfen. Sie können die Jumbo Frames neben dem NAS-System, natürlich auch im vSphere Client konfigurieren. Dazu verwenden Sie jetzt hier die Registerkarte "Konfiguration" und hier "Netzwerk". Und hier können Sie jetzt z.B. für eine virtuelle Standard-Switch, die Eigenschaften aufrufen. Und hier können Sie jetzt ebenfalls Werte für die virtuelle Switch festlegen, und auch hier stehen jetzt die Werte für MTU zur Verfügung. Generell müssen Sie darauf achten, dass Sie auf allen beteiligten Geräten, einen identischen MTU-Wert verwenden, da bei unterschiedlichen MTU-Werten es passieren kann, dass die Leistung doch noch einbricht. Achten Sie auch darauf, dass Sie, wenn Sie eine virtuelle Switch bearbeiten, auch andere Server, bzw. Datenträger beeinträchtigt sein können, welche die gleiche Switch verwenden. Es kann daher durchaus sinnvoll sein, dass Sie für die Anbindung von NFS-Speicher, einen eigenen Netzwerkadapter verwenden, oder eine eigene virtuelle Switch, und hier den MTU-Wert entsprechend konfigurieren. Ich fasse noch einmal zusammen. Wenn Sie mit Jumbo Frames arbeiten, also den MTU-Wert der beteiligten Netzwerkadapter nach oben setzen, kann die Leistung von NFS-Speichern deutlich erhöht werden.

VMware vSphere 6 und vCenter 6: Performance Tuning

Lernen Sie, wie Sie vSphere 6/ESXi 6 verbessern und die Leistung Ihrer Hosts und VMs steigern.

3 Std. 1 min (24 Videos)
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Erscheinungsdatum:29.08.2016

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