Composing mit Photoshop: Auto in Bewegung

Neugestaltung der Motorhaube

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Da der Reflex auf der Motorhaube mit klassischen Mitteln kaum zu retuschieren ist, bekommt die Haube eine neue Farbfläche, die dann partiell mit weißer Farbe an die Karosserie angepasst wird.
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Transkript

Bevor wir jetzt mit der Motorhaube weitermachen, benenne ich diese Ebene erst mal in: "Ausfleck/Stempelretusche", dann ist es nämlich klar, was hier passiert, ich kann es ein- und ausblenden und Sie sehen, das blendet ganz wunderbar unseren Strommasten hier oben aus, und hier diese Aufkleberchen, die habe ich natürlich auch noch auf die genau gleiche Art und Weise entfernt, damit das schön sauber aussieht. Jetzt wollen wir uns aber um diese Motorhaube kümmern und die hätte ich schon ganz gerne auf einer eigenen Ebene. Das nenne ich "Motorhaube". Das Wort Retusche spar ich mir, weil es dürfte klar sein, dass ich hier keinen Totenkopf drauf male, obwohl ich mal so ein Auto hatte... Ich male hier einfach unseren Reflex zu. Das ist auch das richtige Stichwort. Ich male das tatsächlich. Aber Sie brauchen jetzt nicht zu denken, dass Sie dazu besonders gut zeichnen können müssen, Wir schnappen uns dafür ganz klassisch das Polygon-Lasso. Es ist immer eine Frage: Nimmt man den Pfad, also das Zeichenstiftwerkzeug oder lieber das Polygon-Lasso? Und ich würde es mal ungefähr auf den Nenner bringen wollen, wenn Sie mehr als 30 Klicks brauchen, dann nehmen Sie das Zeichenstiftwerkzeug. Wenn Sie für die Auswahl, die Sie erstellen wollen, nicht unbedingt einen Pfad brauchen und mit unter 30 Klicks klarkommen, ich glaube, dann ist es mit dem Polygon-Lasso immer noch eine ganz gute Zwischenlösung oder eine schnellere Lösung. Was möchte ich machen? Ich fange erst mal an, hier, genau an diesem Falz hier, diesem Falz entlang zu pfaden, beziehungsweise meine Auswahl zu erstellen. So dass wir genau hier dran entlang uns hochhangeln, bis hier zum Ansatz der Windschutzscheibe, und dann nehme ich diese dunkleren Tonwerte gerade eben nicht. Also alles was wir hier an Mechanik sehen, alles was hier zur Windschutzscheibenmechanik bzw. zu den Scheibenwischern gehört, das lassen wir alles schön, wo es ist. Und trotzdem ist mir auch klar, ich sehe das auch hier, haben wir natürlich eigentlich an der Stelle die Kante. Ich nehme das aber alles mal schön mit. So. Und fahr jetzt hier rüber, da spielt es keine große Rolle, wo Sie entlang entfahren, weil wir das später sowieso wieder entfernen. Genauso wie hier, aber ich schnappe mir trotzdem mal das Spaltmaß da unten, was wir da sehen. So, diesen Spalt zwischen Motorhaube und Kühlergrill und da fahre ich mal entlang und ich glaube, das waren jetzt weniger als 30 Klicks, ich habe aber auch nicht mitgezählt. Was machen wir jetzt mit der Auswahl? Naja, wenn ich jetzt versuche, innerhalb dieser Auswahl zu stempeln oder mit dem Ausbessernwerkzeug zu arbeiten, ich glaube da werden wir unglücklich. Das macht keinen Spaß und auch keinen Sinn. Deswegen eine ganz verblüffende und einfache Art, wie man so was weg bekommt, Sie nehmen sich das Pinselwerkzeug, drücken die Alt-Taste, damit bekommen sie den Farbaufnehmer, können Sie natürlich auch direkt hier anwählen, und jetzt nehme ich mir eine mittlere Farbe dieser Geschichte hier. Man könnte natürlich auch versuchen, einen Durchschnitt der Farbe zu bilden. Das geht, kann man machen. Dann hätten wir die ganzen Grüntöne auch hier drin und das möchte ich nicht, weil wir diese Grüntöne nachher sowieso wieder rausarbeiten müssen. Also, Alt-Taste drücken, diese Farbe aufnehmen, dass dieses mittlere hellere Grau an dieser Stelle und ich sage über "Bearbeiten" "Fläche füllen", füllt diese Auswahl nun in der Ebene "Motorhaube gefüllt", dann kann ich sie aufheben und wir haben zumindest mal die Reflexion weg bekommen. Sehr schön sieht das natürlich noch nicht aus, aber schön soll’s auch noch nicht sein, das kommt jetzt im Nachgang. Sie sehen schon, hier dieses Spaltmaß vorne ist nicht mehr da, der Spalt ist weg. Also sofort eine Ebenenmaske anlegen. Schwarze Farbe haben wir dadurch jetzt schon, und mit einer Deckkraft von 50 Prozent, warum nicht, gehe ich jetzt mal diese Kanten entlang. Sehr weiche Pinselspitze, das ist ganz wichtig, dass Sie eine weiche Pinselspitze nehmen. Härte 0 % sollte da irgendwo stehen, Deckkraft 50 % ist okay und jetzt arbeite ich mich mal ganz vorsichtig nach vorne und da sehen wir schon, an der Stelle brauche ich gar nicht zu kommen mit einer weichen Kante. Das können wir gleich rückgängig machen. Das sollte hier nicht passieren. Da müssen wir doch subtiler rangehen, mit einer viel kleineren Pinselspitze. So dass wir hier, nicht viel mehr, als einfach eine weiche Kante bekommen. So. Das bekommen wir, die weiche Kante ist da und was wir hier jetzt noch durchsehen können, da bin ich jetzt einfach mal ganz frech und sage, das kann man später auch sicher mit einer Stempelretusche wegbekommen oder mit dem Filter, den wir ja, wenn wir dieses Smart-Objekt nachher schließen, immer noch haben. Genau so wie diese Sachen, da kümmere ich mich jetzt gar nicht drum, sondern nur um die Hauptretusche. Und die hat damit viel zu tun, dass wir eine schöne weiche Kante bekommen. Ich möchte nirgendwo eine harte Kante sehen. Jetzt hier, wo wir langsam aus dieser schlimmen Zone rauskommen, da kann ich meinen Pinsel langsam größer machen. "Schlimme Zone", was meine ich damit? Damit meine ich, dass wir an dieser Stelle hier keine schlimmen Reflexionen mehr haben, hier schon und da nicht. Deswegen kann ich hier meinen Pinsel etwas größer machen, und hier auch diese Kante wieder rausarbeiten. An der Stelle hier müssen wir natürlich dafür sorgen, dass die Reflexionen zurückkommen, die möchte ich natürlich haben an der Stelle. Gehen Sie ruhig auf 100 % Deckkraft. Nehmen Sie eine größere Pinselspitze, dann sind Sie damit auch deutlich schneller fertig. So. Wieder 50 % Deckkraft und so versuche ich das langsam anzupassen. Hier unten da können wir wieder auf 100 % Deckkaft gehen, denn diesen Spalt möchte ich natürlich komplett sehen, den darf ich auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise überdecken. Und damit hätten wir die Kante zumindest mal bearbeitet. Das alleine bringt uns noch nicht viel. Es sieht schon ein bisschen besser aus, aber man bekommt halt den Eindruck, dass das Ganze aus aus Plastik besteht. Und jetzt hängt es von Ihnen ab, ob Sie das non-destruktiv oder destruktiv machen wollen. Ich mache das jetzt mal non-destruktiv, indem ich eine neue Ebene anlege. Hier "Metallreflex" draufschreibe und jetzt ganz einfach mit weißer Farbe, kein Aufheller, kein Abwedler, sondern einfach weiße Farbe, über diese Fläche drübermale, um dadurch die Reflexe zu erzeugen. Ich blende das mal ein und aus, und dann sehen Sie: Es muss also an dieser Stelle heller sein, da muss es etwas heller sein, dort hinten vielleicht, hier vorne auch noch. Das ist es eigentlich. Damit’s auch nur nur diese Motorhaube trifft, kommt natürlich eine Schnittmaske dazu. Über "Ebene" "Schnittmaske erstellen" können Sie die ganz schnell anlegen oder durch Alt+Cmd+G, was ich jetzt gerade gemacht habe, das ist einer der Shortcuts dafür. Jetzt hole ich mir mal einen Pinsel mit weißer Farbe. Das ist die weiße Farbe, Deckkraft 10 %. Und jetzt male ich ganz vorsichtig mit einer großen Pinselspitze hier erstmal weiß drüber. Und dann sehen Sie sofort, dass man alleine auf Grund dieser Reflexion oder dieser Fake-Reflexion, die wir da draufmalen, sofort viel eher den Eindruck hat, dass es sich hier wirklich um Metall handelt, also um Lack handelt. Metall ist es ja nicht wirklich, es ist zwar ein Metallgegenstand, aber der ist natürlich mit Lack überzogen, und genau das meine ich. Das kriegen wir hier locker hin. Hier allein dieser kleine Reflex vorne, wenn Sie sich das anschauen, wie viel der schon dazu beiträgt, dass das Ganze metallischer aussieht. Hier drüben, genau das Gleiche, zu matt darf’s auf keinen Fall wirken. Hier vorne, auch das würde ich vorsichtig mal noch mit diesen 10% langsam die Kante entlangmalen, damit wir hier einen Metallreflex draufbekommen. Und jetzt vielleicht, weil mir’s insgesamt ein wenig zu dunkel erscheint, noch einmal da drüber. Und jetzt soll jemand kommen und sagen, das sieht nicht aus wie Lack. Also ohne sieht es so aus und wenn Sie das mal rausnehmen, diese Motorhaube, beziehungsweise das, was wir da grad eben noch an Patch drübergelegt haben, dann sehen Sie, dass es eigentlich ziemlich gut von den Tonwerten passt. Viel mehr müssen wir an der Stelle überhaupt nicht machen, damit hätten wir die Motorhaube auf jeden Fall sauber retuschiert.

Composing mit Photoshop: Auto in Bewegung

Lernen Sie, wie Sie ein dynamisches Auto-Composing realistisch umsetzen. Sehen Sie, wie das Motiv in Bewegung fotografiert und in Photoshop bearbeitet wird.

2 Std. 38 min (26 Videos)
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