Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Windows Server 2016: Neue Funktionen

Neuerungen im Storage-Bereich

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Zu den bahnbrechendsten Neuerungen, die Windows Server 2016 mit sich bringt, gehören unter anderem die Option zur Einrichtung von Scale-out-Fileservern. Dieses Video verrät, worum es sich dabei handelt.
11:16

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen weitere Neuerungen bezüglich Clustern in Windows Server 2016. Wenn Sie in Windows Server 2016 im Failovercluster-Manager zum Beispiel hier bei dem Bereich "Pools" einen neuen Storage Space Direct erstellt haben und entsprechend konfiguriert haben, steht Ihnen auch die Möglichkeit offen, eine neue Serverrolle zu konfigurieren, und zwar einen Dateiserver, der den Storage Space Direct nutzt. Im Rahmen der Erstellung des virtuellen Dateiservers, also es handelt sich hierbei nicht um eine VM, die Sie erstellen, sondern um eine vollwertige Clusterressource, die Sie im Failovercluster-Manager erstellen. Sie können hier mit diesem Dateiserver neben der Möglichkeit, einen herkömmlichen Dateiserver zu erstellen, auch einen Dateiserver mit horizontaler Skalierung für Anwendungsdaten erstellen, vor allem bekannt durch den Namen Scale-out Fileserver. Durch einen Scale-out Fileserver können Sie jetzt eben Funktionen nutzen in Windows Server 2016, welche die neuen Clusterfunktionen in Windows Server 2016 nutzen, die Storage Spaces Direct, und eben die Möglichkeit, die Freigaben, die Sie erstellen wollen, direkt im Storage Space Direct zu erstellen, verwaltet durch den Dateiserver, den Sie hier erstellen, ohne dass Sie eine VM benötigen. Die Storage Spaces Direct erlauben die Einführung von Speicherebenen, das heißt, Sie können drei Speicherebenen nutzen, zum einen Flash-Speicher, beziehungsweise NVMe-Speicher, SSD-Speicher, und HDD. Der Storage Space Direct teilt automatisch die Daten entsprechend der Konfiguration Ihrer Storage Spaces auf. Dabei werden die Daten entsprechend der benötigten Geschwindigkeit auf den unterschiedlichen physischen Datenträgern gespeichert. Sobald Sie einen Dateiserver im Cluster als Ressource zur Verfügung stellen, können Sie über diesen Dateifreigaben erstellen. Das Erstellen von Dateifreigaben erfolgt im Failovercluster-Manager einfach über das Kontextmenü des Clusters. Die Daten werden dann auf dem Storage Space Direct abgelegt auf Basis der von Ihnen angelegten Storage Tiers. Die Verwaltung der Speicherebenen werden wiederum von Storage Spaces Direct selbst vorgenommen. Sie können wie für die VMs auch hier für diese Clusterrolle die Startpriorität anpassen, und festlegen, wann denn diese Clusterrolle hier starten soll, also der Scale-out Fileserver. Über die Eigenschaften können Sie weitere Konfigurationen vornehmen wie zum Beispiel das automatische Failover des SoFS, und ob auch ein Failback stattfinden soll. Bezüglich von Windows-Clustern spielt in Windows Server 2016 auch das neue SMB-Protokoll 3.1.1 eine Rolle. Dieses ist wesentlich schneller und sicherer als die Vorgängerversion, wird allerdings nur dann eingesetzt, wenn Sie Server mit Windows Server 2016 nutzen und Arbeitsstationen mit Windows 10. Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1 arbeiten noch mit SMB 3.0.2 beziehungsweise einer passenden SMB-Version bezüglich der anderen Server in Ihrem Netzwerk, denn Windows Arbeitsstationen und Windows Server orientieren sich bezüglich der eingesetzten SMB-Version daran, welche Zugriffspunkte im Netzwerk zur Verfügung stehen, und auf welche Betriebssystemvariante der Server zugreifen soll. Dieses Verhalten spielt auch eine Rolle für die Aktualisierung eines Clusters. Wenn Sie einen Cluster so wie diesen hier zu Windows Server 2016 aktualisieren, müssen Sie darauf achten, dass Sie nach der Aktualisierung mit dem Commandlet Update-ClusterFunctionalLevel auf die neue Funktionsebene für Windows Server 2016 wechseln, denn erst dann wird auch SMB 3.1.1 auf dem Cluster aktiviert, auch für einen Scale-out Fileserver. Wenn Sie sich in der PowerShell mit get-SmbServerConfiguration die Konfiguration von SMB anzeigen lassen, sehen Sie verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. Sie können hier auch Einstellungen vornehmen, indem Sie statt SmbServerConfiguration mit dem Präfix get- das Präfix set- verwenden, und dann die entsprechenden Optionen hier einstellen. SMB 3.1.1 kann vor allem nicht mehr so einfach durch Man-in-the-middle-Attacken angegriffen werden, denn die Sitzungen werden besser verschlüsselt und besser authentifiziert. Dazu nutzt SMB 3.1.1 den Austausch der Authentifizierungsdaten über eine SHA-512-Verschlüsselung. Innerhalb von Servern mit Windows Server 2016 und Windows 10 sind dadurch Man-in-the-middle-Attacken weitgehend ausgeschlossen, und die Konfiguration ist dadurch wesentlich sicherer. Außerdem kann SMB 3.1.1 wesentlich schneller sein, vor allem wenn Sie einen Scale-out Fileserver einsetzen, denn in SMB 3.1.1 wird SMB-Encryption mit AES 128 GCM genutzt. Windows Server 2012 R2 nutzt hier AES 128 CCM. Die neue Version bietet mehr Leistung vor allem für aktuelle Prozessoren, das heißt, wenn Sie mit Windows Server 2016 auch die Hardware auf den neuesten Stand bringen und die neuesten Intel-Prozessoren einsetzen, können Sie auch beim Zugriff von SMB 3.1.1 deutliche Geschwindigkeitsvorteile bemerken, Microsoft spricht hier teilweise von Geschwindigkeitssteigerungen über 50%. Sie sehen hier in dieser Tabelle, wie das Einsatzgebiet von SMB 3.1.1 in Windows Server 2016 ist, wenn Sie Windows 10 und Windows Server 2016 einsetzen, wird 3.1.1 zwischen den Servern automatisch genutzt, wenn Sie noch Arbeitsstationen mit Windows 8.1 und Server mit Windows Server 2012 R2 einsetzen, wird das SMB-Protokoll von Windows Server 2012 R2 genutzt, nämlich 3.0.2. Sind noch Windows 7 und 2012 im Einsatz, wird Version 3.0 eingesetzt, und das Ganze geht dann runter auf Windows 7 mit 2008 R2, beziehungsweise 2.1 hier, beziehungsweise hier auch dann Windows Vista, das Ganze gilt auch hier, wenn Sie Windows Vista und 2008 einsetzen, auch hier wird dann 2.0.2, beziehungsweise bei älteren Version 1.x eingesetzt. Interessant ist hier die Information, wenn Sie die neuen Funktionen 3.1.1 nutzen wollen, benötigen Sie Arbeitsstationen mit Windows 10 und Sie benötigen Server mit Windows Server 2016. Eine weitere wichtige Neuerung in Windows Server 2016, die vor allem für Cluster eine Rolle spielt, ist Storage Replica. Sie können mit Storage Replica, auf deutschen Servern auch Speicherreplikation genannt, den Inhalt kompletter Festplatten blockbasiert replizieren. Sinnvoll eingesetzt wird das zum Beispiel bei Clustern, die sich über verschiedene Rechenzentren erstrecken, denn so können Sie die gemeinsamen Datenträger oder andere Datenträger schnell und einfach in das andere Rechenzentrum replizieren. Sie können hier eine Echtzeitreplikation konfigurieren, oder Sie verwenden eine zeitverzögerte Replikation. Storage Replica installieren Sie über den Servermanager, die Konfiguration nehmen Sie weitgehend in der PowerShell vor, und einer der Vorteile von Storage Replica besteht auch darin, dass die Funktion die neuen Storage Spaces Direct unterstützt, das heißt, Sie können einen Storage Space Direct eines Clusters komplett mit Storage Replica in ein anderes Rechenzentrum zu einem anderen Cluster replizieren, der ebenfalls Storage Spaces Direct nutzt. Dadurch erreichen Sie also eine Hochverfügbarkeit von Clustern auch zwischen verschiedenen Rechenzentren im Unternehmen und zwischen verschiedenen Clustern. Die Storage-Replikation benötigt dazu komplette Cluster mit Windows Server 2016, das heißt, Sie müssen die Cluster erst umstellen auf die neue Windows-Version, und danach installieren Sie auf den Servern über den Servermanager die Storage Replica-Funktion und richten diese ein. Ich habe jetzt hier auf diesem Server den Servermanager gestartet, kann jetzt hier die neuen Serverrollen entsprechend installieren, und finde jetzt hier auf der Seite der Features das Speicherreplikat. Wenn ich dieses installiere, werden auch die notwendigen Module für die PowerShell installiert, denn die eigentliche Einrichtung von Storage Replica, ich installiere jetzt mal das Feature hier, nehmen Sie über die PowerShell vor. Dazu legen Sie zunächst fest, welche Server Sie replizieren wollen, bzw. welche Storage Spaces Direct Sie replizieren wollen, und richten danach die Replikation ein. Sie sollten, bevor Sie das Ganze in einer produktiven Umgebung einrichten, zunächst sicherstellen, dass die Replikation funktioniert, das heißt, testen Sie die Replikation erst zwischen herkömmlichen Datenträgern, bevor Sie einen Storage Space Direct replizieren lassen. Für die Installation von Storage Replica muss der Server neugestartet werden, und danach können Sie die Konfiguration in der PowerShell vornehmen, alle notwendigen Befehle sehen Sie mit get-command -module StorageReplica, Sie können hier zum einen sich mit den get-Commandlets Daten abrufen, zum Beispiel hier mit Get-SRPartnership für die eingerichtete Replikation, und Sie können hier mit dem Befehl New-SRPartnership eine neue Replikation konfigurieren. Wenn Sie einen Cluster einsetzen, denn Storage Replica ist vor allem für Cluster optimiert, können Sie die Einrichtung auch in der grafischen Oberfläche vornehmen, dazu verwenden Sie die Verwaltung des Datenspeichers im Cluster, ich starte dazu jetzt hier auch den Failovercluster-Manager. Hier sehen Sie zum einen alle Datenträger und die Speicherpools, wenn diese im Cluster verfügbar sind, und hier können Sie dann eben über das Kontextmenü des jeweiligen Datenträgers die Replikation auch im Failovercluster-Manager vornehmen. Lassen Sie uns noch einmal zusammenfassen. Mit Windows Server 2016 gibt es zahlreiche Neuerungen in Windows-Clustern, aber auch Neuerungen im Bereich des Storage, vor allem die Speicherreplikation und SMB 3.1.1. Wenn Sie diese Funktionen nutzen möchten, müssen Sie konsequent im Netzwerk auf Server mit Windows Server 2016 setzen, zumindest bei den Servern, die Daten untereinander austauschen, und die Arbeitsstationen, wenn diese von SMB 3.1.1 profitieren sollen, müssen mit Windows 10 installiert sein.

Windows Server 2016: Neue Funktionen

Lernen Sie die die neuen Funktionen von Windows Server 2016 anhand praktischer Beispiele kennen.

2 Std. 40 min (19 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!