Ubuntu 16.04: Neue Funktionen

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Die Log-Dateien werden von rsyslogd an zwei Orten abgelegt: Einmal ganz klassisch unter "/var/log", aber auch in einem binären Journal unter "/run/log".

Transkript

Ebenfalls neu ist die Tatsache, dass das Login-System von Ubuntu, welches von Rsyslog-Daemon ausgeführt wird, zweigleisig fährt. Das heißt, wir haben auf der einen Seite hier unter "var" und "log" die ganzen lesbaren Logdateien, das heißt hier liegt alles, was entweder die einzelnen Dienste von sich aus mitschreiben, beziehungsweise was über das System mitdokumentiert wird. Kernel-Dateien werden geloggt, System-Dateien werden geloggt, und das in einem ziemlich komplexen Ablauf, damit nicht zuviel Daten zusammen kommen. Und dieser Ablauf wird vom Daemon Rsyslog gehandhabt. Jetzt ist es aber so, dass es neben diesen für jeden lesbaren Dateien auch noch einen zweiten Ort gibt, an dem Logdateien hinterlegt werden, und zwar im sogenannten Journal. Und dieses Journal befindet sich unter "/run/log". Im Journal selbst liegen die Daten als Binärdatei vor. Das heißt sie sind so nicht lesbar, und damit wird ein Anspruch unterstützt, dass doch sensible Daten auch im Journal drinnen stehen und die nicht so ohne weiteres zur Verfügung gestellt werden sollten. Dieses Journal ist ja kurzlebig, das heißt die Dateien werden da in den Arbeitsspeicher hineingeschrieben, und ab dem Moment, wo kein Strom mehr fließt, hört diese Version des Journals auf zu existieren, und entsteht wieder neu, wenn das System gestartet wird. Das Journal kann man trotzdem auslesen. Wir müssen uns dazu allerdings jetzt in das Terminal hinein bewegen. Es gibt die Möglichkeit sich den Inhalt des Journals mit "journalctl" auslesen zu lassen. Nachdem alles, absolut alles, in diesem Journal mitgeschrieben wird, ist das etwas unübersichtlich. Und jetzt gibt es einiges an Parametern, die man mitgeben kann, damit das Ganze übersichtlicher wird. Ich kann zum Beispiel sagen: "journalctl -n 10", und dann bekomme ich nur zum Beispiel die letzten 10 Zeilen ausgegeben. So, hier haben wir sie. Wenn sie also auf der Suche nach einem Fehler sind, ist das Journal ebenfalls ein guter Ort, um dort nachzuschauen. Mit Strg+C beenden sie das Ganze wieder. Es gibt für "journalctl" noch sehr sehr viel mehr an Parametern, die sie mitgeben könnten, um gezielt zu suchen. Wenn sie sich damit genauer beschäftigen wollen, dann geben sie am besten "journalctl --help" ein, und bekommen dann ganz gezielt angezeigt mit welchen Optionen sie den Befehl versehen können. Sie können mit der Bild-nach-unten-Taste dann durch die Seite scrollen bis sie an das Ende kommen, und mit Strg+C beenden sie dann wieder das Auslesen von der Helpdatei. Die Neuerung besteht also darin, dass der Daemon von Rsyslog im Moment an zwei Orten seine Logdateien ablegt: lesbar, das eine Mal ganz klassisch in "var/log", und dann gibt es noch ein eigenes Journalingsystem für den laufenden Betrieb, welches unter "run/log" liegt.

Ubuntu 16.04: Neue Funktionen

Machen Sie sich mit den vielfältigen kleinen und größeren Neuerungen der neuen LTS-Version von Ubuntu vertraut.

38 min (11 Videos)
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Software:
Ubuntu Ubuntu 16.04
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Erscheinungsdatum:29.09.2016

Fachliche Beratung, Konzept und Beispiele: Michael Kofler

Umsetzung und Präsentation: Lydia Schimpf

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