VMware vSphere 6 und vCenter 6: Performance Tuning

Netzwerkleistung verbessern

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In vSphere 6 können Sie die SplitRX-Mode-Methode verwenden, damit beim Einsatz von Hosts mit mehreren physischen CPUs eingehende Netzwerkpakete auch von mehreren CPUs gleichzeitig bearbeitet werden. Dieser Film zeigt, was sich dahinter verbirgt.
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Transkript

In VMware vSphere können Sie die SplitRX-Mode Methode verwenden, damit beim Einsatz von Hosts mit mehreren physischen CPUs eingehende Netzwerkpakete auch von mehreren dieser CPUs gleichzeitig bearbeitet werden. Das hat den Vorteil, dass einzelne Netzwerk-Warteschlangen schneller abgearbeitet werden können, einfach aus dem Grund, weil die CPUs mehr von dem Netzwerkverkehr gleichzeitig verarbeiten können. Die SplitRX-Mode Methode erlaubt zum Beispiel verschiedene virtuelle Maschinen gleichzeitig von der gleichen Ressource Multicast-Traffic zu erhalten. Wenn Sie also viel mit Multicast arbeiten, zum Beispiel bei der Bereitstellung von Windows 10 im Netzwerk in einer virtuellen Desktop- Infrastructure-Umgebung kann die Aktivierung des SplitRX-Mode interessant sein, da beim Einsatz wiederum von Hosts mit mehreren CPUs die Netzwerkpakete schneller zugestellt werden können. Natürlich kann das Ganze auch zu Lasten der Leistung gehen, denn es besteht durchaus auch die Möglichkeit, dass z. B. durch die Auslastung der CPUs im Netzwerkverkehr die Leistung nicht optimal verwendet werden kann. Am einfachsten nehmen Sie diese Einstellung nicht im Webclient vor, sondern im vSphere-Client, denn hier können Sie einfacher arbeiten und sehen auch alle Optionen. Ich markiere hier mal den Host, auf dem ich die Einstellung ändern möchte, und finde hier jetzt auf der Registerkarte "Konfiguration" im unteren Bereich bei "Software" die erweiterten Einstellungen. Hier kann ich jetzt eben Optionen setzen, die an anderen Stellen nicht verfügbar sind. Interessant für die Netzwerkeinstellungen ist der Bereich "Net", und jetzt suche ich die Konfiguration "Net.Split.Rx.Mode" Das Ganze ist alphabetisch angeordnet. Das heißt, ich kann mir hier die einzelnen Optionen anzeigen, indem ich nach unten wechsle. Sie sehen hier, der Wert ist standardmäßig bereits auf "1" gesetzt. Das heißt, die Funktion ist aktiviert. Wenn Sie die Vermutung haben, dass Ihre CPUs überlastet sind, indem sie ständig externe Netzwerkpakete verarbeiten müssen, die an die einzelnen VMs gesendet werden, können Sie die Funktion hier auch deaktivieren und dann eben überprüfen, ob das Ihre CPUs entlasten kann. Auf der anderen Seite, wenn diese Option bei Ihnen ausgeschaltet ist, Sie aber ständig Multicast-Nachrichten an einzelne VMs senden, sollten Sie die Funktion hier aktivieren. Sie können die Einstellungen aber auch für einzelne VMs ändern. In diesem Fall verwenden Sie wieder den vSphere-Client, rufen die Eigenschaften Ihrer VM auf, wechseln auf die Registerkarte "Optionen", dann zu "Allgemein", und hier können Sie jetzt Konfigurationsparameter festlegen. Ich lasse jetzt hier mal die Parameter nach Namen sortieren. Sie müssen nach dem Parameter "ethernet", dann eine Nummer, "emuRxMode" suchen. Wenn der Wert nicht vorhanden ist, können Sie ihn relativ einfach anlegen. Sie sehen, hier gibt es ohnehin nur einen "ethernet"-Wert. "ethernet0" für die "pciSlotNumber" ist gesetzt, aber es gibt hier keinen "ethernet0.emuRxMode" . Ich füge einfach eine neue Zeile hinzu, Als "X" verwenden Sie hier die Nummer "0", und hier verwenden Sie dann die Nummer des Netzwerkadapters, den Sie konfigurieren möchten. Hier dieser VM ist ohnehin nur ein Adapter zugeordnet. Dieser hat auch bereit den Wert "0", und ich setze diesem Wert hier eben auf "1" oder "0". Wenn der Wert für den Host generell aktiviert ist, kann ich ihn mit "0" deaktivieren. Wenn ich mir das Ganze hier noch einmal anzeigen lasse, ist es mit "0" nun ausgeschaltet. Auf dem anderen Weg kann ich hier "1" aktivieren und kann dadurch sicherstellen, dass Sie jetzt für VMs, auf denen ich diese Option aktiviere, die Möglichkeit besteht, gleichzeitig Netzwerkpakete zu empfangen, weil auf dem Host die verschiedenen physischen CPUs die Netzwerkpakete schneller berechnen können. Generell ist es empfehlenswert, für die Leistung von virtuellen Servern -- ich rufe noch mal die Einstellungen dieses Servers auf -- dass Sie Netzwerkadapter verwenden, die möglichst nicht E1000E verwenden, sondern -- ich füge jetzt mal einen Netzwerkadapter hinzu -- die möglichst die Option VMXNet3 verwenden, denn diese Netzwerkkarten-Variante ist am leistungsstärksten für virtuelle Server und sollte möglichst auch immer verwendet werden. Sie können schon eine gewisse Leistungssteigerung erreichen, indem Sie hier den Adapter Typ VMXNet3 aktivieren und indem Sie zum einen sicherstellen, dass für den jeweiligen Adapter dann auch die von mir bereits konfigurierte Option -- ich zeige es Ihnen noch einmal -- "ethernet0" ist nicht mehr vorhanden, füge ich sie hinzu, "ethernet0", und dann "emuRxMode"aktiviert ist. Überprüfen Sie, ob das Ganze auch in Ihrer Umgebung eine Leistungsverbesserung bringt. Auch hier gilt, nicht einfach irgendwelche Werte setzen, die unter Umständen überhaupt nichts bringen. Sie können sicherstellen, dass die Leistung im Netzwerk steigt, aber es kann natürlich auch passieren, dass die Leistung für einzelne VMs einbricht. Ich habe jetzt hier noch einen Netzwerkadapter 2 hinzugefügt, als VMXNet3. Auch hier kann ich natürlich jetzt in den Optionen die Konfigurationsparameter überprüfen, lasse das Ganze nach Namen sortieren, und hier sehen Sie, gibt es für "ethernet0" den "emuRxMode", aber für die zweite Netzwerkkarte noch nicht, kann ich also auch hier die Zeile hinzufügen. Dazu kopiere ich einfach hier diese Zeile in die Zwischenablage, füge die Zeile hinzu, hier für den neuen Adapter mit der Nummer "1" und auch hier setze ich den Wert "1", so dass dieser Adapter jetzt ebenfalls von dieser Option profitiert. Dadurch, dass ich jetzt eben hier für den Adapter die Option VMXNet3 verwende und zusätzlich noch den SplitRX-Mode aktiviere, kann sich die Leistung der VMs deutlich steigern. Das Ganze muss aber, wie gesagt, erst gemessen werden. Neben dieser Option gibt es aber eine weitere Option, die Sie auf Ihrem Host prüfen sollten, beziehungsweise, die Sie bereits beim Kauf Ihrer Hosts [geplant] sollten, nämlich Direct I/O, -- das ist die Möglichkeit, dass ein physischer Netzwerkadapter Funktionen direkt den VMs zur Verfügung stellen kann, also bereits der Netzwerkadapter die Virtualisierung unterstützt. Sie sehen das Ganze, wenn Sie sich im vSphere-Client die Eigenschaften eines Hosts anzeigen lassen und hier auf der Registerkarte "Konfiguration" "Erweiterte Einstellungen" wechseln im Bereich Hardware, dann sehen Sie, gibt es auf diesem Host eine Netzwerkkarte, welche die Passthrough-Konfiguration unterstützt, wenn nicht, erhalte ich hier eine entsprechende Meldung. Um eine Leistungsteigerung einem vSphere-Host zur Verfügung zu stellen, ist es unbedingt empfehlenswert, auf Direct I/O fähige Netzwerkadapter zu achten, da dadurch sichergestellt ist, dass die Netzwerkleistung Ihrer einzelnen VMs deutlich verbessert werden kann. Zusammen mit der Network I/O Control, die Sie mit den neuen verteilten Switches in der Version 3 zur Verfügung stehen haben, und der Aktivierung von SplitRX-Mode können Sie deutliche Leistungssteigerungen erreichen.

VMware vSphere 6 und vCenter 6: Performance Tuning

Lernen Sie, wie Sie vSphere 6/ESXi 6 verbessern und die Leistung Ihrer Hosts und VMs steigern.

3 Std. 1 min (24 Videos)
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Erscheinungsdatum:29.08.2016

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