MCSA: Windows Server 2016 – 70-740 (Teil 5) – Implementieren von Hochverfügbarkeit

Netzwerklastenausgleichs(NLB)-Voraussetzungen konfigurieren

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Lassen Sie sich von Tom Wechsler erklären, welche Voraussetzungen Ihr System erfüllen muss, damit Sie einen Netzwerklastenausgleichs(NLB)-Knoten installieren können.
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Transkript

Welche Voraussetzungen notwendig sind für eine NLB-Konfiguration, NLB steht für Network Load Balancing, erfahren Sie gleich jetzt. Wir möchten beispielsweise einen Network Load Balancing Cluster aufbauen mit zwei Knoten. Wir sehen hier Knoten 1 und Knoten 2. Und diese Knoten sind beispielsweise mit einem zusätzlichen Dienst versehen, beispielsweise ein Web-Server. Also, beide Knoten haben die Rolle vom Web-Server installiert. Und diese beiden Web-Server sollen gemeinsam über den Network Load Balancing Cluster angesprochen werden. Das funktioniert dann so, dass die Server in einem Verbund sind und die Anfrage wird dann durch einen Algorithmus bearbeitet und dann unabhängig auf jedem Server des Clusters entsprechend ausgeführt. Das heißt also, der Client hier startet eine Anfrage an den Cluster, indem er zuerst das Netzwerkgerät kontaktiert, beispielsweise diese Firewall oder einen Router. Der Router wiederum ist dann so konfiguriert, dass diese Anfrage an den Cluster gesendet wird. Der Cluster wiederum entscheidet dann durch einen spezifischen Algorithmus, an welche Knoten diese Information weitergeleitet werden soll. Der Cluster innerhalb funktioniert mit verschiedenen Kommunikationsmethoden. Und diese verschiedenen Kommunikationsmethoden schauen wir uns jetzt etwas genauer an. Es gibt beispielsweise die Kommunikationsmethode Unicast. Die Vorteile liegen darin, dass diese Kommunikationsmethode immer funktioniert. Es braucht auch keine zusätzliche Netzwerk-Konfiguration. Das ist also für uns, Server-Administratoren, eine tolle Sache. Der Nachteil allerdings: es braucht zwei Netzwerkkarten, also bei allen NLB-Hosts müssen mindestens zwei Netzwerkkarten vorhanden sein. Und als Randnotiz noch: Sie können in einen NLB-Cluster 32 Hosts einbinden. Ein weiterer Nachteil ist, dass mit dieser Konfiguration ein sogenanntes Subnetz-"Flooding" entstehen kann. Das ist also die Unicast-Methode. Dann gibt es die Multicast-Methode. Der Vorteil: braucht keine zusätzlichen Netzwerk-Adapter. Der Nachteil allerdings: es braucht zusätzliche Netzwerk-Konfigurationen auf den Netzwerk-Komponenten. Das bedeutet also, wenn Sie nicht verantwortlich sind für die Verwaltung der Netzwerkgeräte, dann brauchen Sie gute Freunde bei den Netzwerk-Administratoren, die dann für Sie die Konfiguration umsetzen. Auch bei dieser Methode kann ein sogenanntes Subnetz-"Flooding" entstehen. Und dann gibt es noch die dritte Methode. Die dritte Methode ist wahrscheinlich die Methode, die Sie in der produktiven Umgebung einsetzen würden. Der Vorteil auch da: es braucht keine zusätzlichen Netzwerk-Adapter. Es entsteht kein Subnetz-"Flooding". Der Nachteil allerdings wieder: es braucht zusätzliche Netzwerk-Konfiguration. Sie brauchen also wiederum die Freunde im Netzwerk-Administratorenteam. Und die Netzwerkgeräte müssen IGMP-Multicast unterstützen. Mit den heutigen Geräten oder mit neueren Geräten ist das kein Problem. Ältere Geräte müssten Sie allenfalls erweitern oder komplett ersetzen, damit Sie diese Funktion ausnutzen können. Nun zeige ich Ihnen, welche Vorbereitungen ich getroffen habe in meiner Infrastruktur, denn ich setze die Unicast-Methode ein, da Multicast in der VMware Workstation Umgebung nicht konfiguriert werden kann. Ich zeige Ihnen also wiederum einmal mehr einen Blick hinter die Kulissen. Ich befinde mich hier in meiner VMware Workstation Umgebung. Ich habe zwei neue Server aufgesetzt: NLBSRV01 und NLBSRV02. Jedes Mal Windows Server 2016. Sie denken nun: "Mein Gott, nicht schon wieder!" Noch zwei zusätzliche Server! Wohin soll ich denn mit all diesen Konfigurationen? Okay, kein Problem. Wir haben ja schon viele bestehende Server im Einsatz. Wenn Sie nicht noch einmal einen neuen Server oder zwei neue Server aufsetzen möchten, verwenden Sie einen bestehenden Server. Das funktioniert ohne Probleme. Ich habe, um keine neue Konfiguration durchführen zu müssen, einfach zwei neue Systeme aufgesetzt. Diese beiden Systeme haben eine zusätzliche Netzwerkkarte. Die habe ich eingebaut, diese hat eine IP-Adresse erhalten, und zwar die 192.168.2.25 und NLBSRV02 hat ebenfalls eine zweite Netzwerkkarte 192.168.2.26 Den Adapter habe ich benannt NLB. Was ganz wichtig ist: ich habe diesen Adapter auf ein spezifisches Netzwerk verbunden. Das zeige ich Ihnen. Ich wähle Edit Virtual Network Editor. Hier habe ich ein Netzwerk erstellt, das heißt VMnet2 und hat einen Bereich von 192.168.2.0 und dann dreimal 255.0 Und genau diese Konfiguration habe ich übernommen für den Adapter. Ich wähle Settings, dann navigiere ich zum Netzwerk-Adapter 2 und hier sehen Sie: ich habe das Netzwerk VMnet2 dem Network Adapter Nummer 2 zugewiesen. Und genau das Gleiche habe ich auch bei NLBSRV01 durchgeführt. Das sind die Vorbereitungen, die zu treffen sind, damit wir einen NLB-Cluster aufsetzen mit der Kommunikationsmethode Unicast. Eine weitere Vorbereitung, die ich getroffen habe, ist auf CLIENT01. Dazu navigiere ich zu CLIENT01 und wähle wieder den Fullscreen, damit wir das besser sehen. Ich habe auf beiden Cluster-Knoten das Feature installiert NLB und ebenfalls Web-Server. Dann mit den zusätzlichen Schalter IncludeManagementTools und IncludeAllSubFeature. Das habe ich ebenfalls bereits vorbereitet. Und wir sehen auch das Resultat: das hat funktioniert auf beiden Systemen und es braucht keinen Neustart. Damit ist alles soweit vorbereitet, damit wir im nächsten Schritt einen Network Load Balancing Cluster aufsetzen können.

MCSA: Windows Server 2016 – 70-740 (Teil 5) – Implementieren von Hochverfügbarkeit

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Erscheinungsdatum:30.08.2017

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