Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Natürlich wirkende Schwarzweißfotos über den Lab-Modus

Testen Sie unsere 2016 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
04:16
  Lesezeichen setzen

Transkript

Bei der Umwandlung eines Farbbildes in ein Schwarz-Weiß-Bild geht es darum, die verschiedenen Farben in verschiedene Helligkeitsstufen umzuwandeln, und zwar so, dass das Bild entweder sehr kreativ wirkt, dass Sie also einen blauen Himmel eher dunkel machen, oder dass das Ganze eher dem natürlichen Helligkeitsempfinden der Farben entspricht. Und wie Sie das Letztere ganz einfach mit einem schnellen Trick erreichen können, das zeige ich Ihnen in den folgenden Minuten. Heute geht es also um Schwarz-Weiß-Umwandlung, und zwar nicht um eine möglichst surrealistische Schwarz-Weiß-Umwandlung, d. h. mit sehr dunklen Himmeln oder mit sehr heller Vegetation, sondern um eine Schwarz-Weiß-Umwandlung, die in etwa unserem natürlichen Helligkeitsempfinden entspricht. Und das können Sie am einfachsten und schnellsten bewerkstelligen, indem Sie einen kleinen Umweg über den LAB-Modus nehmen. Das möchte ich Ihnen einfach mal zeigen an diesem Bild und an diesem Portrait. Im Prinzip könnten Sie das jetzt in Graustufen umwandeln über "Modus" und dann "Graustufen". Dann sage ich mal, okay, "Löschen". Das sieht dann so aus, also ziemlich langweilig. Das Bild wird ziemlich flach, das ist nun nicht so gut geeignet. Abstimmen könnten sie das natürlich wesentlich besser hier mit dem Schwarz-Weiß-Modus und dann hier direkt eingreifen, aber wenn es sehr schnell gehen soll und trotzdem natürlich und gut aussehen soll, dann machen Sie es mal so: Und zwar gehen Sie über "Bild" "Modus" und hier "LAB". So, da ändert sich erstmal scheinbar nichts. Wir haben aber eine völlig andere Kanalstruktur. Gehen Sie also in das Kanäle-Bedienfeld hier über "Fenster" und "Kanäle". Die sind bei mir hier angedockt. Und da sehen Sie, wir haben hier jetzt nicht mehr RGB, sondern Helligkeit A und B. Diese beiden Kanäle hier, die interessieren uns erstmal nicht. Die könnte man natürlich wiederum zur Feinabstimmung des Schwarz-Weiß-Bildes nutzen, aber es soll ja schnell und unkompliziert gehen. Deshalb aktivieren Sie einfach den Helligkeitskanal und gehen jetzt über "Bild" "Modus" und "Graustufen". Ich klicke auf "OK". Die anderen Kanäle werden verworfen. Und das ist unser Graustufen-Bild. Und wenn Ihnen das jetzt noch nicht gefällt, weil es vielleicht ein bisschen zu hell ist, dann duplizieren Sie einfach die Ebene mit "Cmd+J". Und dann ändern Sie die Füllmethode, bspw. auf "Ineinanderkopieren", um mehr Kontrast zu haben. Das frisst dann hier natürlich mehr aus. "Weiches Licht" ist ein bisschen sanfter. Ja, also vorher-nachher. Oder Sie dunkeln es ein bisschen ab insgesamt, indem Sie "Multiplizieren" nehmen. Wird es dann hier vorne zu dunkel, dann senken Sie einfach die Deckkraft. Und das ist schon das ganze Rezept. Sie gehen einfach mit Ihrem Bild in den LAB-Modus, aktivieren den L-Kanal und wandeln das Bild in Graustufen um. Meistens ist das Bild dann, wie hier, etwas zu hell und zu flau, weil der L-Kanal etwas heller ist als ein durchschnittliches RGB-Bild. Es ist einfach bestimmten Berechnungen, bestimmten Voraussetzungen dieses Farbraums geschuldet. Und deshalb duplizieren Sie die Ebene, versetzen diese in den Modus "Multiplizieren", das funktioniert in der Regel sehr gut, und senken dann ein wenig nach Geschmack die Deckkraft. Schauen wir uns das Ganze mal bei dem Portrait an. Das ist ja jetzt insgesamt sehr düster bis auf das Gesicht. Machen wir genau das gleiche: "Bild" "Modus" "LAB" und dann "Bild" "Modus" "Graustufen". Natürlich muss ich hier vorher den L-Kanal auswählen, denn wenn ich das jetzt in Graustufen einfach so umwandle, dann habe ich natürlich eine Umwandlung ausgehend von diesem farbigen Bild. Das möchte ich ja nicht, sondern ich möchte eine Umwandlung ausgehend von dem L-Kanal. Der sieht doch schon recht cool aus, muss ich sagen. Also den Helligkeitskanal anklicken, alle anderen Kanäle müssen ausgeblendet sein, und dann erst auf "Bild" "Modus" "Graustufen" gehen. Und dann klicke ich auf "OK" und habe da im Prinzip jetzt meine Schwarz-Weiß-Umwandlung fertig. Auch hier kann ich mal probieren, wie es aussieht, wenn ich die Ebene dupliziere und mal eine andere Füllmethode nehme, aber das wird hier zu dunkel. "Ineinander kopieren", "Weiches Licht" und "Multiplizieren", das passt alles nicht. Ich kann es natürlich auch aufhellen, mit "Negativ multiplizieren", aber dann überstrahlt das wieder. Also, in diesem Fall ist es so mehr oder weniger schon perfekt. Also, auf diese Art und Weise können Sie sehr schnell und unkompliziert Bilder in Schwarz-Weiß umwandeln, wenn Sie möchten, dass diese möglichst natürlich wirken. Also viel Spaß mit dem LAB und dem Graustufen-Modus in Kombination!