NAS mit Synology für Profis

NAS-Auswahl: Welche Features für welchen Zweck?

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Dieser Film bietet, je nach geplantem Einsatzzweck, eine Entscheidungshilfen für den Kauf Ihres NAS: Geht es um Multimedia- und/oder Unternehmenseinsatz?
08:36

Transkript

Die Auswahl an NAS-Laufwerken ist überaus groß, insbesondere auch bei Synology. Bevor man sich so ein System zulegt, sollte man vorher genau überlegen, für welche Zwecke es denn eingesetzt werden soll. Auch die Modellbezeichnungen der verschiedenen Synology-Laufwerke helfen dabei. So sind etwa die Systeme mit dem Zusatz Play besonders gut für Multimedia-Zwecke geeignet, denn sie beherrschen unter anderem alle die sogenannte Hardware-Transkodierung von Videos. Was das bedeutet? Nun, die eingebaute Hardware-Transkodierung oder Übersetzung beschleunigt die Umwandlung von gespeicherten Videos in ein anderes Format, das dann ein Fernseher oder Tablet versteht. Normalerweise erledigt das auch eine Transkodierung per Software, nur eben nicht zu schnell und schon gar nicht unmittelbar für das Abspielen, also in dem Moment und sofort, wenn die Transkodierung zum Streamen von Videos benötigt wird. Die Software-Transkodierung ist immer dann sinnvoll, wenn Sie neue Videos auf Ihren NAS laden und sie dort dann vor dem Abspielen in das gewünschte Videoformat übersetzen. Das können Sie natürlich auch selber auf Ihrem PC tun mit einer kostenlosen Software wie FFmpeg oder dem VLC Media Player. Die Hardware-Transkodierung in Form eines speziell für diesen Zweck eingebauten Chips im NAS erledigt so eine Aufgabe besonders schnell, und zwar genau dann in dem Moment, indem wir ein Video streamen wollen. Wann brauchen Sie denn überhaupt so eine Transkodierung? Wenn Ihre Filme zum Beispiel im MP4-Format vorliegen, verstehen das die meisten Abspielgeräte sofort und ohne vorherige Transkodierung. Liegen sie aber zum Beispiel im TS, MKV oder anderen nicht zu gängigen Videoformaten vor, ist die vorherige Transkodierung für das Abspiel notwendig. Je nachdem also, welches Videoformat Ihr Abspielgerät wiedergeben kann. Die neue Synology DiskStation 716+ übrigens fällt diesbezüglich ein wenig aus dem Rahmen, denn sie kann auch ohne den Namenszusatz Play Videos in Echtzeit per Hardware transkodieren, und zwar nicht nur in Full HD oder auch 1080p genannt, sondern sogar 4K oder Ultra HD Videos. Eine weitere Besonderheit dieses Systems ist seine sogenannte DLNA-Zertifizierung. Während die meisten anderen Modelle lediglich DLNA-compliant, also DLNA-konform sind und nicht aufwendig und teuer zertifiziert wurden. Und worin liegt nun der Unterschied? DLNA-zertifiziert soll die höchste Stufe für die Kompatibilität mit anderen DLNA-Geräten für die Multimediabetrieb bedeuten. Die DLNA-Richtlinien legen fest, wie Multimediageräte und Computer, die über ein Netzwerk miteinander verbunden sind, kommunizieren und mit der gleichen Sprache sprechen. Dazu gehören insbesondere das vom Internet her bekannte HTTP, sowie das IPv4-Protokoll, zusätzlich noch die für das Medien-Streaming wichtigen Protokolle RDP und UDP. Der Medienserver in unserem Synology-NAS übernimmt hier die zentrale Verwaltung unseres Multimediasystems. Mit der Universal Plug and Play genannten Technologie soll es zumindest in der Theorie so sein, dass sich alle DLNA-konformen-Geräte in unserem Netzwerk automatisch erkennen und auch sofort miteinander arbeiten. Wenn alles gut läuft, funktionieren die DLNA-zertifizierten-Geräte bestens miteinander, die nur DLNA-konformen-Produkte, aber genauso gut oder schlecht. Denn das hängt von jedem Hersteller selbst ab, welche Funktionalitäten er über den doch recht dürftig definierten DLNA-Standard hinaus anbietet, zum Beispiel viele weitere Video- und Audioformate. Die DS716+ bietet darüber hinaus auch viele Eigenschaften der sonst deutlich teureren Business-Modelle von Synology, wie Datenverschlüsselung und die Installation virtueller Server. Aber, wenn wir uns die DS716+ genauer anschauen, erkennen wir ein weiteres Unterscheidungsmerkmal aller NAS-Laufwerke. Dieses hat zwei Plätze für den Einbau von Festplatten, mehr geht nicht, jedenfalls nicht intern, sondern nur über einen der externen USB 3.0 oder eSATA-Anschlüsse. Wenn Sie also bereits wissen, dass Sie nicht mehr als zwei Festplatten benötigen, reicht so ein Modell aus, dass Sie zum Beispiel mit 24 Terabyte-Platten ausstatten können. Die können Sie dann entweder beide komplett nutzen und durch eine RAID0-Installation beschleunigen oder eine der beiden Festplatten für die Datensicherheit opfern, nämlich durch eine RAID1-Installation, bei der eine der beiden Platten ständig mit der anderen gespiegelt, also identisch kopiert wird, und zwar während des laufenden Betriebs. Erst, wenn Sie einen NAS mit drei oder mehr Festplattenschächten einsetzen, können Sie einerseits die Speicherkapazität natürlich insgesamt erhöhen, aber auch andere RAID-Verfahren, wie RAID5 oder RAID6 einsetzen. Bei mehr als 4 Festplatten wird auch der eingebaute Arbeitsspeicher Ihres NAS zunehmend wichtig, denn der sollte der gesamten Festplattenkapazität entsprechend ausgestattet und gegebenenfalls auch aufrüstbar sein. In einer Büroumgebung mit mehreren Mitarbeitern, die gleichzeitig auf so ein NAS zugreifen, stellen sich natürlich noch ganz andere Anforderungen. Hier sollte nicht nur der eingebaute Hauptprozessor sehr leistungsfähig sein, also mindestens ein Dual oder besser Quad-Core-Prozessor mit entsprechend hoher Taktfrequenz, die Datensicherheit spielt hier eine noch wichtigere Rolle als in einem Heimnetzwerk. Hier wird man mindestens ein RAID5-System installieren und zusätzlich ein externes Backup für das NAS. Im Unternehmen ist die Ausfallsicherheit besonders wichtig. Fällt im Dauerbetrieb mal eine der Festplatten aus, wird man sie ohne Datenverlust im laufenden Betrieb austauschen wollen. So eine Funktion nennt sich Hot-Swapping und sie erlaubt den Festplattenwechsel ohne vorheriges Herunterfahren des NAS-Laufwerks. Auch haben geeignete NAS-Systeme dann mindestens zwei Netzwerkanschlüsse mit jeweils 1 Gigabit Geschwindigkeit zur Verfügung. Das dient der Lastverteilung durch den Zugriff mehrerer gleichzeitiger Benutzer. Im Heimnetzwerk ist das eher entbehrlich. Richtig ausgereizt wird so ein, dann entsprechend teureres NAS-System, erst durch zusätzliche Funktionen, wie eine automatisierte Datenverschlüsselung, den Einsatz des NAS als vollständigen Windows-VMware oder Citrix Servers, und zwar zusätzlich zu seinen sonstigen Funktionen. Während man im HeimNAS durchaus preiswerte und trotzdem robuste SATA-Platten einsetzen wird, laufen NAS-Systeme im Unternehmen oft unter verschärften Bedingungen, also rund um die Uhr, das ganze Jahr und sie arbeiten ständig unter Volllast. Sogenannte Enterprise-Platten sind für solche Zwecke besonders gut geeignet und Hersteller wie Seagate geben dafür auch eine entsprechende Betriebsgarantie. Solche Platten sind dann natürlich auch teurer als Konventionelle. Geht solch großen NAS-Systemen trotzdem mal der Platz aus, sorgt eine iSCSI genannte Technologie im NAS für weiteren Speicherplatz, indem andere Festplattenspeicher im Netzwerk über das TCP/IP-Protokoll angeschlossen und so zusätzlich nutzbar gemacht werden, und zwar so, als ob sie direkt im eigenen NAS stecken würden. Auch über große Entfernung per Standleitung oder virtuelle VPN-Verbindung funktioniert so etwas. Selbst reden können NAS-Systeme dieser Kategorie auch zentral mehrere, verteilte NAS-Systeme verwalten, haben eine sogenannte Snapshot-Funktion, die ganzen NAS-Laufwerke zur Ausfallsicherheit auf ein anderes baugleiches repliziert. Da kann man sogar das komplette NAS ohne Datenverluste oder Einschränkung im laufenden Betrieb ausfallen. Wie Sie sehen, liegt es also ganz bei Ihnen, für welches Synology-System, welcher Preis und Leistungsklasse Sie sich entscheiden. Synology selbst erleichtert den Vergleich der vielen verschiedenen Modelle und Features durch eine entsprechende Funktion auf seiner Webseite www.synology.de. Übrigens ein kleiner Hinweis: Auch der andere Wettbewerber QNAP bietet ähnliche Modelle, wie Synology an. Und auch das QNAP-Betriebssystem mit den Namen QTS ist ähnlich aufgebaut wie das DSM-System von Synology. Nur kompatibel sind diese beiden Welten nicht miteinander, sodass Sie sich vor dem ersten Kauf vermutlich für das eine oder andere System entscheiden werden. Ein Wechsel von einem System auf das andere ist dann nur per einfachem Kopieren aller Dateien möglich, nicht aber der verschiedenen Systemen und Benutzereinstellungen.

NAS mit Synology für Profis

Verbinden Sie Ihren NAS mit den verbreiteten Wiedergabe-Geräten und greifen Sie per Internet und entsprechender VPN-Verbindung jederzeit auf Ihre Daten zu.

1 Std. 49 min (16 Videos)
Ruhig, sachlich, GUT !!!
Anonym
Sabers Training ! Hat mir viel Zeit gespart !

Danke Jörg
Gute Zusammenfassung!
Anonym
Technisch mitunter für meinen Geschmack zu sehr verkürzt, aber für den Privatanwender - der keine Grundlagen lernen, sondern Filme überall schauen will (so einer bin ich außerhalb meiner Arbeit) - völlig ausreichend.

Der Chromecast arbeitet übrigens auch mit dem Chrome- Browser und damit mit auch Linux zusammen. Für mich war das DAS Argument, ihn zu kaufen.

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