Windows Server 2016: Neue Funktionen

Nano-Server installieren

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Eine der wichtigsten Neuerungen in Windows Server 2016 ist die Möglichkeit, innerhalb eines Unternehmens sogenannte Nano-Server bereitzustellen. Dabei handelt es sich um sehr schlanke Server, die für Server-Container und die Docker-Erweiterung optimiert sind. Was genau Nano-Server sind und wie Sie diese installieren, erklärt Ihnen dieser Film.
11:48

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen, wie Sie den neuen Nano-Server in Windows Server 2016 installieren. Im Gegensatz zur herkömmlichen Installation von Windows Server 2016, bzw. der Core-Server-Installation, steht die Nano-Installation nicht über den Installations-Assistenten zur Verfügung, sondern Sie müssen die Installation über ein Image bereitstellen. Das Image einer solchen Installation befindet sich innerhalb der Windows Server 2016- Installationsmedien. Ich verbinde dazu die ISO-Datei einer Windows Server 2016-Installation. Innerhalb der ISO-Datei, bzw. der DVD von Windows Server 2016, finden Sie das Verzeichnis "NanoServer" und hier sind die notwendigen Dateien, die Sie für die Installation von Nano-Server benötigen, zum einen ein Image, zum anderen die verschiedenen Pakete, die Sie auf dem Nano-Server installieren können und das notwendige PowerShell-Modul für die Installation. Um jetzt einen Nano-Server zu installieren, muss ich also das PowerShell-Modul zunächst laden. Dazu überprüfe ich jetzt im Explorer, in welchem Laufwerk die ISO-Datei gemountet ist. Das ist hier jetzt das Laufwerk "D:\". Ich öffne jetzt eine PowerShell-Sitzung, wechsle in das Laufwerk "D:\". Hier befinden sich jetzt die Installationsdateien von Windows Server 2016. Mit "cd .\NanoServer\" wechsle ich in das Verzeichnis "NanoServer" und mit "cd .\NanoServerImageGenerator\" wechsle ich direkt -- ich lösche den Bildschirm -- in das Verzeichnis mit dem PowerShell-Skript. Mit dem Befehl "import-module", dann den Namen der PSM1-Datei, also "NanoServerImageGenerator.psm1", Option "-verbose" für eine ausführliche Meldung, lade ich jetzt das PowerShell-Modul. Das Ganze dauert einige Sekunden und danach ist jetzt in der PowerShell die notwendige Erweiterung für die Installation eines Nano-Servers vorhanden. Erhalten Sie hier eine Meldung, dass das Skript nicht funktioniert, müssen Sie die Ausführungsrichtlinie in Ihrer PowerShell auf "RemoteSigned" setzen, mit dem Befehl "Set-ExecutionPolicyRemoteSigned". Anschließend erstellen Sie jetzt ein neues Nano-Server-Image und zwar auf Basis des Befehls "New-NanoServerImage". Mit diesem Befehl geben Sie alle notwendigen Optionen ein, um einen Nano-Server zu erstellen. Um ein Image zu installieren, verwenden Sie also den Befehl "New-NanoServerImage". Sie können jederzeit weitere Pakete, zum Beispiel Hyper-V oder die Storage-Funktion in einen Nano-Server integrieren. Das ist relativ einfach, dazu müssen Sie einfach den Befehl "Edit-NanoServerImage" verwenden. Um jetzt zum Beispiel einen Nano-Server zu installieren, benötigen Sie zunächst ein Verzeichnis. Ich möchte jetzt hier den Nano-Server virtualisieren, das heißt, ich lege jetzt hier im Verzeichnis, in dem sich die VMs befinden, ein Verzeichnis für den Nano-Server an, in dem sich später auch die notwendigen Dateien für den Nano-Server befinden. Der Befehl für das Erstellen eines Nano-Images ist im Grunde genommen relativ einfach. Ich verwende hier "New-NanoServerImage", passe den Befehl jetzt aber an. Ich möchte als "Edition" nicht die Standard-Edition, sondern die Datacenter-Edition verwenden. Als "DeploymentType" verwende ich "Guest", so dass die virtuelle Maschine erstellt werden kann. "MediaPath" ist das Verzeichnis, in dem sich die Windows Server 2016- Installationsdateien befinden. Das ist hier in diesem Beispiel "D:\" und jetzt kann ich hier als Target-Pfad angeben, in welches Verzeichnis möchte ich denn gerne die virtuelle Festplatte speichern, für den Nano-Server. Das ist jetzt hier "c:\vm\nano\". Ich kann das Ganze hier im Explorer überprüfen. Das Verzeichnis "vm" wurde von mir angelegt und hier gibt es ein Verzeichnis "nano". Als "ComputerName" verwende ich jetzt "nano-hyperv", verwende hier jetzt keinen "DomainName". Ich möchte jetzt hier an dieser Stelle den Server noch nicht der Domäne beifügen und mit der Option "-Compute" kann ich Hyper-V installieren. Ich gebe jetzt hier noch das Kennwert für den Administrator an. Danach wird jetzt die Datei erstellt. Abhängig von der Leistung des Servers dauert es einige Zeit bis der notwendige Vorgang abgeschlossen ist. Danach habe ich auf Basis des Standard-Images eines Nano-Servers, eine virtuelle Festplatte auf deren Basis ich wiederum einen virtuellen Server erstellen kann. Dadurch, dass ich jetzt hier "-Compute" angegeben habe, wird jetzt hier, wie Sie sehen, das Compute-Package installiert. Dabei handelt es sich um Hyper-V. Sie können also einen Nano-Server auch auf physischer Hardware betreiben und dadurch als Hyper-V-Host. Die Verwaltung erfolgt in diesem Fall genauso über den Hyper-V-Manager mit dem Unterschied, dass der Hyper-V-Manager natürlich nicht auf dem Nano-Server installiert ist, denn ein Nano-Server verfügt über keine grafische Oberfläche, sondern er wird über das Netzwerk verbunden. Nachdem der Vorgang hier abgeschlossen ist, kann ich das Ganze überprüfen und ich habe jetzt hier, in dem von mir vorgegebenen Verzeichnis "vm\nano", eine VHDX-Datei, die ich als Nano-Server nutzen kann. Neben der Möglichkeit, "Compute" zu installieren, also einen Hyper-V-Server, kann ich auch die Funktion "-Clustering" nutzen; kann auf dieser Basis also durchaus auch einen geclusterten Hyper-V-Host installieren. Um jetzt auf Basis dieses Servers oder auf Basis dieser virtuellen Festplatte, einen virtuellen Server zu installieren, erstelle ich einfach einen neuen virtuellen Computer. Das Ganze geht natürlich auch geskriptet in der PowerShell oder über "System Center Virtual Machine Manager". Sie können aber auch ganz normal den Hyper-V-Manager verwenden. Ich erstelle jetzt hier manuell eine neue VM mit der Bezeichnung "nano-hyperv". Speichern möchte ich diese VM gerne im Verzeichnis, in dem ich hier bereits die virtuelle Festplatte gespeichert habe. Ich erstelle jetzt hier eine "Generation 2"-VM. Also Speicher weise ich jetzt nur mal ein Gigabyte zu, das sollte reichen. Als Verbindung verwende ich die virtuelle Switch hier auf dem Server. Als virtuelle Festplatte erstelle ich aber keine neue virtuelle Festplatte, sondern kann jetzt hier direkt die Festplatte auswählen, die ich bereits erstellt habe. Ich lasse jetzt die VM erstellen. Das Ganze dauert einige Sekunden. Danach kann ich mich jetzt hier mit VM-Connect mit dem Server verbinden, kann den virtuellen Nano-Server starten. Der Nano-Server bootet jetzt, ich sehe das Ganze hier im VM-Connect-Fenster. Das Ganze funktioniert natürlich auch mit einer physischen Umgebung. Jetzt startet die "Nano Server Recovery Console", mit der ich mich anmelden kann. Jetzt ist hier mein Nano-Server bereit für die Verwaltung. Ich kann hier über "Networking" jetzt verschiedene Konfigurationen vornehmen, kann also hier jetzt die Netzwerkinformationen abrufen, auf Wunsch auch entsprechend anpassen; kann hier ein- und ausgehende Firewall-Regeln definieren; kann hier das "Windows Remote Management" entsprechend nutzen; kann jetzt hier Einstellungen vornehmen bezüglich der Hyper-V-Konfiguration, die ich hier habe; kann mir den Status der virtuellen Maschinen anzeigen lassen, hier gibt es natürlich noch keine VMs; kann mir den Status der virtuellen Switches anzeigen lassen, auch das gibt es aktuell noch nicht. Verwalten kann ich einen solchen Nano-Server natürlich auch in der PowerShell. Das geht am einfachsten von der PowerShell-Sitzung des Hosts aus. Dadurch gebe ich jetzt "enter-pssession" ein, "-vmname", der Name meiner VM ist hier "nano-hyperv". Ich muss mich jetzt anmelden, dazu verwende ich den Namen des Servers und den Benutzernamen "administrator". Jetzt wird eine Verbindung mit der PowerShell-Sitzung hergestellt und ich bin jetzt hier mit dem Server verbunden. Sie sehen das Ganze hier mit "hostname" und kann jetzt hier den Server entsprechend verwalten. Ich habe jetzt hier den Bildschirm gelöscht. Ich kann natürlich jetzt hier in der PowerShell-Sitzung auch die Hyper-V-Verwaltung vornehmen. Ich sehe also hier jetzt, es handelt sich um einen Hyper-V-Host und die Bezeichnung dieses Hosts ist "nano-hyperv" und ich kann jetzt hier eben über den Hyper-V-Manager eine Verbindung aufbauen und VMs auf diesem Host erstellen. Ich kann hier in der PowerShell-Sitzung auf dem Server natürlich auch erweiterte Verwaltungsaufgaben vornehmen, zum Beispiel eine IP-Adresse zuweisen. Dazu verwende ich das bekannte Cmdlet "New-NetIPAddress". Das funktioniert auf Nano-Servern genauso wie auf Core-Servern und herkömmlichen Windows-Servern und kann jetzt hier zum Beispiel die IP-Adresse vorgeben. Ich verwende jetzt hier diese IP-Adresse hier, als "InternetInterfaceAlias" "Ethernet", das ist die Bezeichnung hier des virtuellen Netzwerkadapters und das "DefaultGateway" gebe ich ebenfalls an, bzw. hier "IPv4" und das Sub-Netz "24 Bit". Die IP-Adresse ist jetzt hier bereits konfiguriert. Das heißt, daher kommt diese Fehlermeldung. Wenn ich mir "ipconfig" anzeige, sehen Sie, hier wurde die IP-Adresse bereits korrekt gesetzt und ich kann jetzt hier auf diesem Nano-Server entsprechend mit dieser IP-Adresse arbeiten. Auf dem gleichen Weg kann ich auch die DNS-Server konfigurieren, damit der Hyper-V-Host auch über DNS auflösbar ist. Dazu verwende ich "Set-DnsClientServerAddress", als "InterfaceAlias" verwende ich die Bezeichnung des Netzwerkadapters und als DNS-Server verwende ich hier diese beiden Server, löse den Befehl aus. Wenn ich mir jetzt auf diesem Server "ipconfig /all" anzeigen lasse, sehen Sie, der Server "nano-hyperv" hat diese IP-Adresse, die ich angegeben habe und es werden diese DNS-Server verwendet. Ich kann hier auch "ipconfig /registerdns" eingeben, damit sich der Server auch entsprechend bei den DNS-Servern registriert. Das Ganze dauert einige Zeit. Ich kann das Ganze testen mit "resolve-dnsname", gebe jetzt zum Beispiel den Namen eines Domain-Controllers ein, von dem ich weiß, dass er auf diesem DNS-Server registriert ist und die Namensauflösung funktioniert jetzt. Ich fasse noch einmal zusammen. Nano-Server stellen eine dritte Installationsvariante von Windows Server 2016 dar. Die Installation erfolgt über die Bereitstellung eines Images und Sie können entweder einen Nano-Server auf einem physischen Server installieren, zum Beispiel für die Verwendung als Hyper-V-Host oder in einer VM.

Windows Server 2016: Neue Funktionen

Lernen Sie die die neuen Funktionen von Windows Server 2016 anhand praktischer Beispiele kennen.

2 Std. 40 min (19 Videos)
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