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Excel 2016 VBA Grundkurs

Namen für Variablen

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Es ist sinnvoll, alle Variablen nach einem festen Schema zu benennen. Dann wissen Sie oder Ihre Kollegen auch bei späteren Korrekturen stets, was jeweils gemeint ist. Das erspart nicht nur viele Programmkommentare, sondern vor allem manch langwierige Fehlersuche.

Transkript

Variablen kommen sehr häufig vor in Ihrem Code, und wir müssen uns also ein bisschen mit Variablennamen beschäftigen. Dabei gibt es erstmal ein paar zwingende Regeln, zum Beispiel müssen Variablennamen mit einem Buchstaben beginnen. Sie müssen innerhalb ihres Geltungsbereichs eindeutig sein, das heißt, eine lokale Variable innerhalb der Prozedur, eine Modul-öffentliche Variable innerhalb des Moduls, und eine public, also eine Datei-öffentliche Variable innerhalb der gesamten Datei. Sie dürfen nur maximal 255 Zeichen enthalten, aber ganz ehrlich, diese Grenze habe ich nie auch nur annähernd erreicht, so lange Bezeichnungen sind nicht mehr gut zu lesen. Vor allem dürfen Sie aber nicht wie VBA-Schlüsselwörter selber lauten, also sie dürfen nicht if oder when oder else oder sub oder sowas heißen. Das ist natürlich schwierig, wenn Sie nicht alle VBA-Schlüsselwörter kennen, aber Sie werden sehr schnell eine Fehlermeldung bekommen, und dann probieren Sie, wenn es den Variablennamen trifft, bei der markierten Fehlermeldung, dann setzen Sie einfach mal ein kleines x davor, oder irgendwas ähnliches, a, b, c, solche Schlüsselwörter gibt's nicht. Und dann dürfen Sie keine Sonderzeichen enthalten, insbesondere keine Leerzeichen, das ist sehr beliebt, keine Punkte, keine Rechenzeichen. Das was Sie hier sehen, ist keineswegs ein Bindestrich, sondern ein Minuszeichen. Was hingegen ausdrücklich erlaubt ist, ist der Unterstrich. Alle anderen, hier die roten, die dürfen Sie nicht benutzen, und ein paar mehr sollten Sie nicht benutzen, also, ob Sie den Unterstrich benutzen, ist Ihnen freigestellt, ich vermeide ihn, weil er einfach mir zu lang wird, das ist ein extra Zeichen zu tippen, und deswegen benutze ich lieber die sogenannte "Kamel"-Schreibweise. CamelCase ist vielleicht auch manchmal schon aufgetaucht als Begriff, das bedeutet, so wie das Kamel seine Höcker hat, so wird gleich der Text geschrieben, also diese Version mit einer Integer-Variablen, die die Anzahl der Dokumente beschreibt, ist schlecht zu lesen, während hier die Höcker zwischendurch, die Großbuchstaben, das sehr viel lesefreundlicher machen, und das bevorzuge ich gegenüber den Unterstrichen, die man hier an den Wortgrenzen sozusagen angeben könnte. Es gibt trotz allem mit diesen Regeln gute und schlechte Namen. Zum Beispiel x als Variablennamen, mindestens so beliebt wie i oder ähnliche, der ist völlig nichtssagend und damit unbrauchbar. Das wissen Sie nach zwei Stunden schon nicht mehr, was damit gemeint war, wenn nächste Woche jemand fragt, was in Ihrem Programm da passiert, müssen Sie lange rumrätseln, geschweige denn, wenn ein Kollege in Ihren Code guckt. Besser ist dann schon Anz, das kann natürlich jetzt auch Anzeige und Anzug heißen, aber üblicherweise heißt so was Anzahl, und da fragt man sich trotzdem, wessen Anzahl eigentlich, in so einem Programmcode kommt häufiger eine Angabe für eine Anzahl vor. Dann ist es schon besser, wenn Sie AnzDokumente schreiben, Sie können auch AnzahlDokumente schreiben, das ist dann immer die Frage, wie ausführlich Sie es haben wollen, aber im Zweifelsfall lieber einen Tick ausführlicher, als zu knapp und dann rätseln. Ähnlich ist das mit solchen variablen Namen, Dat1 oder Dat2, ja, welches Datum denn eigentlich? Das mag bequem sein zum Tippen, aber macht Ihnen im Anschluss erheblich mehr Zeitaufwand als Sie vorher gespart hätten. Schreiben Sie doch gleich datStart und datEnde, dann wissen Sie, aha, Datentyp Datum, dat, und es meint ein Startdatum oder ein Endedatum. Das hab ich mir nicht selber ausgedacht, insbesondere nicht diese Schreibweise, mit dem Datentyp vorneweg, sondern das nennt sich Ungarische Notation. Das bedeutet, am Anfang steht immer der Typ, in diesem Fall der Variablen, aber langfristig auch des Objektes, also wenn ich eine lokale Variable innerhalb einer Prozedur für einen Integerwert brauche, dann beginnt das mit int, und danach kommt der beschreibende Text sozusagen. Wenn ich eine Datums-Variable habe, dann beginnt er mit dat, ich kennzeichne, das hat mit Ungarischer Notation erstmal nichts zu tun, ich kennzeichne Modul-öffentliche Variable auch noch mit einem m_ davor. Und noch sichtbarere Bereiche, also Public-Variablen mit einem p_, die sind Datei-öffentlich. Die Ungarische Notation meint vor allem dieses hier, da kann ich jetzt sehen, aha, Stringvariable, Datum- oder Datetime-Variable oder Integer. Und die hab ich mir nicht selber ausgedacht, der Erfinder der Ungarischen Notation war ursprünglich Ungar und hieß Károly Simonyi, allerdings war das wohl für Amerikaner schlecht auszusprechen, der ist nämlich schon seit Jahrzehnten Amerikaner, und nennt sich seitdem Charles Simonyi, und er könnte Ihnen bekannt vorkommen. Tut er nicht? Kennen Sie ihn auf dem Foto, da ganz links? Er ist der einzige Weltraumtourist, der auf zwei ISS-Fahrten dabei war, nämlich 2007 und 2009, auch das hat ihn offenbar nicht berühmt genug gemacht, damit der Name hängenbleibt, also sowohl als ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter, er hat nämlich ganz am Anfang mitgearbeitet und unter anderem Word entwickelt, als auch als ASS-Astronaut ist er irgendwie nicht bekannt geworden, es heißt nach wie vor Ungarische Notation, weil er eben mal Ungar war. Inhaltlich meint diese Notation, dass die Objekte mit einem Präfix je nach ihrem Objekttyp benannt werden, das heißt, eine Integer-Variable, die die Anzahl der Fehler zum Beispiel speichern soll, heißt int und dann AnzahlFehler, eine Integer-Variable für einen Zähler intZaehler, bitte achten Sie darauf, keine Umlaute, gibt nur Ärger, ist erlaubt, aber nicht zu empfehlen. Und wenn Sie eine Summe für eine Rechnung schreiben, dann zum Beispiel in einer Double dbl-Variablen, Sie könnten hier auch Currency, cur dann als Abkürzung nehmen, es sind typischerweise die englischsprachigen, dreibuchstabigen Abkürzungen des Datentyps. Und deswegen kann man einer solchen Variablen wie hier unten auch sofort ansehen, es ist eine Long-Variable für eine ID. Die Ungarische Notation ist also sozusagen die verbesserte Benennung der Variablen, dass die nicht völlig beliebig und meistens nämlich nichtssagend benannt werden, sondern auch für fremde Entwickler hier sofort zu erkennen ist, was da drin sinnvollerweise gespeichert wird, und dann wird bitte auch nur das darin gespeichert, und nicht, wie ich das schon mal sehe, zwischendurch hilfsweise als Zähler-Variable benutzt, das ist tödlich in der Programmierung, gönnen Sie sich eine Variable mehr, und benennen Sie die vernünftig.

Excel 2016 VBA Grundkurs

Lassen Sie sich systematisch in die Excel-Programmierung mit Visual Basic for Applications (VBA) einführen.

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Erscheinungsdatum:30.08.2016

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